Aufmacher Daniel

Wanderung auf den Daniel (2.340m) in Tirol

Eine Wanderung auf den Daniel in Tirol – die Zugspitze ist dabei immer im Blick – mit GPS-Track

Eine traumhafte Wanderung, die einiges an Kondition erfordert, dafür aber mit atemberaubenden Eindrücken belohnt

Endlich wieder Sonne! Was liegt da näher, als in die Berge zu fahren. Als Ziel habe ich heute den Daniel in Tirol auserkoren. Mit 2.340 Metern ist der Daniel der höchste Berg in den Ammergauer Alpen. Vom Gipfel hat man einen sagenhaften Blick auf das Wettersteingebirge mit der Zugspitze und die Mieminger Kette mit der Ehrwalder Sonnenspitze. Vom Parkplatz in Lermoos, direkt am Panoramabad (GPS: N 47 24.392, E 10 52.470 – Google Maps), geht es ein paar Meter flach durch den Wald, bevor es rechts abgeht und steil anzieht.

Blick in die Alpen 2

Nach ein paar Minuten stoße ich schon wieder auf den Fahrweg zur Tuftl Alm. Ich folge dem Weg aber nicht nach rechts, sondern gehe geradezu. Ein kleiner Trampelpfad fürt ohne Verrenkungen steil nach oben. Der Weg ist teilweise sehr steil und extrem schweißtreibend – dafür schmelzen die Höhenmeter wie Butter in der Sonne. Der Weg – laut Wegweise “sehr schwer” im Abstieg – stößt später wieder auf den Normalweg. Nach 40 Minuten stehe ich an der Tuftl Alm.

Der erste Stopp ist hier die Aussichtsplattform der Tuftl Alm. Von hier oben hat man wirklich einen traumhaften Blick auf das Ehwalder Becken und die umliegenden Berge. Es ist höchste Zeit, die Hose abzuzippen, den Pulli auszuziehen und die Sonnencreme aufzutragen. Nicht wasserfeste Sonnencreme – sicher die beste Erfindung des letzten Jahrhunderts.

Blick auf die Zugspitze Tuftl Alm

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Von nun an geht es weiter steil nach oben. Ich halte immer wieder kurz an, um einen Blick auf die atemberaubende Landschaft zu genießen und den Beinen eine Pause zu gönnen. Es geht wirklich knackig nach oben. Nach weiteren 40 Minuten erreiche ich eine Höhe, von der aus man einen tollen Blick auf den Gipfel des Daniel hat. Die Bäume werden kleiner, es geht durch die Latschen und über Geröll. Flacher wird die Strecke aber nicht, eher im Gegenteil. Meine Beine brennen, aber das Ziel kommt immer näher – das motiviert.

Blick auf den Daniel Wanderer in den Bergen Geröllfeld in den Alpen Aufstieg zum Daniel  Zugspitzmassiv Der Aufstieg Blick zurück in die Alpen

Endlich erreiche ich den Grat. Der Weg ist teilweise leicht ausgesetzt, bereitet aber keinerlei Probleme. Wer etwas Nervenkitzel mag, kann auch direkt oben auf dem Grat laufen. Links geht es steil in die Tiefe, dafür genießt man einen herrlichen Ausblick.

Gebirgsgrat Berggrat zum Gipfel des Daniel Am Kamm des Daniel

Am Gipfelkreuz des Daniel ist schon einiges los. Ich lasse mich auch in der Sonne nieder und packe meine Brotzeit aus. Eine kleine Flasche Wein vom Weingut Fattoria La Vialla – die Flasche kam wenige Tage zuvor als Kostprobe bei uns Zuhause an – schwarze Oliven, Tomaten, Eier, Käsebrot. Unter den neidischen Blicken der anderen Wanderer genieße ich die wohl beste Brotzeit aller Zeiten.

Gipfelkreuz mit Blick auf die Zugspitze Blick auf das Zugspitzmassiv Oakley Sonnenbrille Ausblick vom Gipfel des Daniel Brotzeit in den Bergen

Rund eine Stunde verbringe ich hier oben in der Sonne, bevor ich mich auf dem Rückweg mache. Ich wähle die Variante über die Upsspitze, die mit 2.332 Metern nur unwesentlich niedriger ist als der Gipfel des Daniel. Der Abstieg auf dieser Seite ist teilweise sehr steil und es geht über feines Geröll. Dass der Weg teilweise auch sehr schlammig und damit glatt wie Schmierseife ist, macht es nicht unbedingt angenehmer. Zwei aufsteigende Wanderer fragen, wie der Weg auf der anderen Seite ist – hier wollen sie nur sehr ungerne wieder absteigen.

Blick auf die Upsspitze Blick von der Upsspitze Danielkamm

Immer wieder genieße ich den tollen Ausblick – im Mittelpunkt steht dabei immer die Ehrwalder Sonnenspitze, die 2.412 Meter in den Himmel ragt und absolut imponiert. Nicht umsonst wir die Ehrwalder Sonnenspitze auch das kleine Matterhorn genannt.

Steiler Aufstieg zum Daniel Blick auf die Ehrwalder Sonnenspitze

Auf einer kleinen Lichttung mache ich ein letztes Mal Pause, bevor es wieder durch den Wald zur Tuftl Alm geht. Eine Saftschorle in der Sonne – das ist ein Luxus, den ich mir nicht nehmen lasse. Von nun an geht es wieder durch den Wald, von Aussicht kann keine Rede mehr sein. Für den Abstieg wähle ich dieses Mal aber nicht den direkten Weg nach unten, sondern die etwas knieschonendere Variante, die das Gros der Wanderer bevorzugt.

Tuftl Alm Telefonnummern

GPS-Daten zur Wanderung

Gesamtweglänge (Auf- und Abstieg) laut GPS: 11,5 Kilometer
Höhenmeter (Auf- und Abstieg) laut GPS: 1.376 Meter
Reine Gehzeit (Auf- und Abstieg) laut GPS: 4:20 Stunden

Mein Fazit:

Eine traumhafte Tour mit einer fantastischen Ausblick vom Gipfel des Daniel und der Upsspitze. Die Wanderung erfordert, obwohl nur gut elf Kilometer lang, allerdings ein gehöriges Maß an Kondition. Die Steigung bis zum Gipfelgrat beträgt im Durchschnitt 23 Prozent. Technisch ist die Wanderung nicht sehr anspruchsvoll, allerdings solltet ihr absolut trittsicher sein. Im oberen Teil ist der Weg leicht ausgesetzt, aber kein Drama. Wer ungerne über feines Geröll absteigt, wählt die Variante über die Upsspitze zum Daniel – hier ist der Abstieg um einiges einfacher.

Die passende Wanderkarte zur Tour

Wanderung auf den Daniel - GPX-Track
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Wanderung auf den Daniel - Google KML-Datei
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