Aufmacher-Cala-Goloritze

Sardinien – Tag 8 – Cala Goloritzè

Wanderung zur Cala Goloritzè

Der Traumstrand Cala Goloritzè ist ein beliebtes Ausflugsziel auf Sardinien – allerdings versperrt ein Bergrutsch den Weg

Heute soll es eigentlich auf den Punta La Marmora gehen – mit 1.829 Metern der höchste Berg Sardiniens. Doch daraus wird nichts. Das würde nämlich bedeuten, nach nur drei Stunden Schlaf wieder aufzubrechen. Der Punta La Marmora liegt auf der Ostseite Sardiniens – wir wohnen an der Westküste. Inzwischen kennen wir die Straßen auf Sardinien ganz gut und wissen, dass wir für die Strecke gut drei bis vier Stunden einkalkulieren müssen. 

Wir verwerfen den Plan und lassen es am Morgen relativ gelassen angehen. Am frühen Nachmittag brechen wir auf mit Ziel Arbatax an der Östküste. Wir brauchen gut drei Stunden – dabei ist der Ort Luftlinie gerade einmal 110 Kilometer entfernt. Die Landschaft ändert sich im Osten dramatisch. Wir haben das Gefühl, durch Kanada zu fahren. Unendliche Wälder und sanfte Hügel prägen das Bild. Zwischen Bergen fahren wir kilometerweit einfach nur geradeaus – bisher waren wir auf Sardinien vor allem Serpentinen gewohnt. Die Berge erinnern in Form und Farbe stark an den Zion Nationalpark in Utah.

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Höhepunkt in Arbatax sind die Roten Porphyrfelsen von Arbatax (GPS: N 39 56.330, E 9 42.566 – Google Maps). Viel Zeit haben wir aber nicht – schließlich wartet noch eine anstrengende Wanderung zur Cala Goloritzè auf uns.

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Von zwei Einheimischen werden wir gewarnt. Durch die Unwetter der vergangenen Tage gab es einen Erdrutsch. Abhalten kann uns das nicht. Vom Parkplatz aus (GPS: N 40 05.001, E 9 40.688 – Google Maps) machen wir uns auf den Weg. Uns kommen viele Wanderer entgegen – an der Warnung kann also nicht viel dran gewesen sein.

Der Weg führt uns anfangs etwas nach oben, bevor es stetig nach unten geht. Landschaftlich gesehen ist die Wanderung wenig interessant. Der Weg ist hier nicht das Ziel, sondern eindeutig die Cala Goloritzè. Im unteren Teil kann von Weg keine Rede mehr sein – das Wasser hat tiefe Furchen und Löcher im Boden hinterlassen und Steine weggerissen. Das verlängert die Tour etwas. Nach knapp eineineinhalb Stunden stehen wir endlich an der Cala Goloritzè.

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Jetzt wissen wir auch, warum wir gewarnt wurden. Die letzten Meter im Abstieg zur Cala Goloritzè sind komplett weggespült worden. Es ist kein Weg mehr erkennbar, stattdessen klafft ein etwa zehn Meter tiefes Loch vor uns. Davon lassen wir uns aber nicht aufhalten. Wir schalten in den Klettermodus und stehen ein paar Minuten später am Strand. Wir sehen am Abend immer wieder Wanderer, die oben umkehren. Einige machen es uns aber nach und klettern ebenfalls nach unten.

Wir genießen den Strand und ruhen noch ein wenig aus. Leider liegt die Cala Goloritzè schon lange im Schatten – dabei täte ein bißchen Sonne nicht schlecht. Am Abend gelingen wieder tolle Bilder, wenngleich ich die Wolken der vergangenen Tage vermisse.

Cala-Goloritze-2 Cala-Goloritze Cala-Goloritze-3  Cala-Goloritze-5Cala Goloritze

Erst als es schon stockfinster ist, machen wir uns auf den Rückweg. Am Tag ist der Weg nicht zu verfehlen – in der Nacht sieht das schon ein wenig anders aus. Allerdings können wir uns auf unser GPS verlassen, das uns wieder zuverlässig zum Auto bringt. Am Ende der Tour kommen wir auf 8,2 Kilometer und 510 Höhenmeter.

Die GPS-Daten als Download

Reisezeitraum: September/Oktober 2015

Für einen Urlaub auf Sardinien empfehlen wir den Rother Wanderführer*, die Karte von Marco Polo* und den Sardinien-Reiseführer* von Eberhard Fohrer

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