Aufmacher GPS Gamin Oregon 450

Testbericht GPS Garmin Oregon 450

Das GPS Garmin Oregon 450 im Langzeittest

Seit nunmehr fünf Jahren ist das Garmin Oregon 450 ein treuer Begleiter auf Wanderungen und Reisen. Zeit, ein Fazit zu ziehen

Wir schreiben das Jahr 2010. Meine erste Reise in den Südwesten der USA steht an und ich bilde mir ein, ohne ein GPS, wie es inzwischen viele Wanderer haben, bin ich in den unendlichen Weiten Amerikas verloren. Wieso es am Ende ausgerechnet das Gamin Oregon 450 geworden ist, kann ich euch heute gar nicht mehr sagen. Wie dem auch sei: Wenn man so ein GPS das erste Mal in der Hand hält, kommt man sich schon ein wenig verlassen vor. Aber Anleitungen lesen ist nicht mein Fall – „Learning bei Doing“ war schon immer mein Motto. So ist es auch dieses Mal mit dem nagelneuen GPS.

Ich verbringe Stunden im Internet, um Karten für die USA zu finden. Kosten sollen sie aber nichts, das Gerät war schon teuer genug. Vor fünf Jahren war es noch gar nicht so einfach, kostenlose Karten im Internet zu finden. Ich verbringe Stunden, wenn nicht gar Nächte damit, Karten zu finden und das GPS einzurichten. Doch dann ist es endlich geschafft – meiner Reise in die USA steht nichts mehr im Wege. Wie es mir damals erging, lest ihr hier „USA – Tag 1 – Von halbnackten Aliens in Sodom und Gomorrha“. Erwartet aber nicht zuviel – damals war der Blog nicht mehr als ein Hobby, das irgendwo an 182. Stelle zwischen all dem anderen Kram stand, der noch so neben dem Job anfiel.

GPS

Ihr könnt es euch sicher denken: Im freien Feld war ich damals das erste Mal mit dem GPS völlig überfordert. Ich hätte das GPS aber auch überhaupt nicht gebraucht – meine Reise war nur ein erstes Kennenlernen ohne größere Herausforderungen.

Inzwischen ist das Gamin 450 ein treuer Begleiter auf all meinen Reisen und Wanderungen. Auch nach fünf Jahren arbeitet das GPS wie am ersten Tag. Regen, Kälte, Hitze, Staub – nichts konnte dem Garmin etwas anhaben. Außer ein paar Kratzern auf dem Display und dem Gehäuse ist das gute Stück wie neu – zumindest im Inneren. In all den Jahren habe ich natürlich auch gelernt, das GPS-Gerät zu bedienen. Und ich habe bis heute eigentlich keinen Anlass, mich nach etwas Neuem umzusehen. Das Garmin hat mich noch nie im Stich gelassen und führt mich immer sicher zum Ziel – und kostenlose Karten gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Wanderrouten stelle ich mir oft per Google Earth zusammen.

GPS Gamin Oregon 450

Nun aber zu den Pros und Kontras. Vieles davon ist natürlich nicht ungewöhnlich für ein GPS – es sind aber Gründe für mich, weshalb das Garmin auf keiner Reise oder Wanderung fehlen darf

Pros

  • mit der entsprechenden Karte finde ich mein Ziel immer zuverlässig – und noch wichtiger: ich komme auch immer wieder sicher zurück
  • das Satellitensignal wird schnell gefunden und wird auch im dichtesten Wald aufrecht erhalten – in sehr engen Canyons kommt aber jedes GPS an seine Grenzen
  • außerst robust gegen Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte, Eis, Schnee, Regen, Staub
  • absolut stoßfest
  • auch billige Batterien vom Discounter bringen mich über den Tag. Lithium-Batterien* halten mehrere Tageswanderungen aus
  • der Reisecomputer zeigt mir immer genau an, welche Strecke ich schon zurückgelegt habe
  • spannend ist auch immer das zurückgelegte Höhenprofil
  • die Funktion „Sonne und Mond“ zeigt mir an, wann die Sonne oder der Mond aufgehen beziehungsweise untergehen – für Fotografen ein tolles Tool
  • dank des microSD-Slots passen auch die größten Karten auf das GPS
  • GPX-Tracks und Karten werden einfach per USB-Kabel vom PC auf das Gerät gezogen

Nice To Have

  • der eingebaute elektronische Kompass – den nutze ich aber selten
  • die Stoppuhr – vielleicht brauche ich sie ja eines Tages Mal
  • der Rechner – wenn es Mal nicht mit dem Kopf klappt
  • der Wecker – eine super Idee, bisher habe ich mich dafür aber immer auf mein Smartphone verlassen
  • Fläche berechnen – ob ich das jemals brauchen werde? Falls ja, es ist an Bord
  • Jagd und Angeln – sollte die Zivilisation eines Tages zusammenbrechen, ist es eine tolle Sache zu wissen, wann die beste Zeit dafür ist. Bis dahin bleibt Fleisch auf meinem Speisaplan gestrichen
  • per Funkübertragung können Wegpunkte, Tracks, Routen und Geocaches an kompatible Geräte gesendet werden – wenn man denn da draußen jemanden trifft
  • die 3D-Ansicht habe ich ehrlich gesagt noch nie getestet und bisher auch nicht vermisst

Kontras

Der Touchscreen arbeitet zwar zuverlässig. Wenn man aber ein modernes Smartphone gewohnt ist, ist das Display nicht mehr zeitgemäß. Ich gebe aber zu, dass es nicht ganz fair ist, die Technik von damals mit der von heute zu vergleichen

Wen technische Daten interessieren, wird bei Garmin fündig

Fazit: Das Garmin Oregon 450 war mir über viele Jahre ein treuer Begleiter und ich hoffe, das gute Stück macht noch die eine oder andere Tour mit. Gebraucht gibt es das GPS ab rund 100 Euro etwa bei Amazon*. Wer ein neues Gerät will, sollte sich einmal den Nachfolger Garmin 600* ansehen

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2 replies
  1. Joachim
    Joachim says:

    Ich bin auch ein großer Fan des Oregon 450, das mir schon manchmal echt gerettet hat. Inzwischen ist das gute Stück leider gar nicht mehr so leicht zu bekommen, weil das 450 vom Nachfolgemodell 600 abgelöst wurde.

    Reply

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