Aufmacher-ISPO-2016

ISPO 2016 in München – meine Highlights

Ein Rundgang über die ISPO 2016

Die ISPO ist die weltgrößte Fachmesse für Sportartikel und Sportmode

Die Sportwelt blickt wieder nach München. Am Sonntag eröffnete die Sportmesse ISPO ihre Tore. Interessierte Besucher können die ISPO noch bis zum 27. Januar besuchen. Ob sich das lohnt und was ihr auf alle Fälle sehen müsst, verrate ich euch in meinem Artikel.

Sonntag, der 24. Januar. Pünktlich um halb zehn erreichen wir das Messegelände München, auf der die ISPO stattfindet. Auf den Straßen ist schon allerlei los – dabei hat die Messe gerade einmal eine halbe Stunde geöffnet. Die Autos kommen aus ganz Deutschland, aber wir erspähen auch viele ausländische Kennzeichen. Besonders bei den Italienern scheint die ISPO sehr beliebt zu sein. Im Pressezentrum – als Blogger sind wir natürlich akkreditiert – holen wir uns eine kleine Stärkung, bevor ich zusammen mit Markus vom Outdoor-Blog.org ins Getümmel stürze.

Um zehn Uhr ist das Messegelände schon rappelvoll. Unser Fokus liegt heute auf den Hallen A1 bis A3 – Outdoor. Aber auch in die Hallen, die unter dem Motto Action stehen, schaffen wir es noch kurz. Natürlich ist es schwer für die Hersteller, jedes Jahr neue Highlights zu präsentieren, zumal die Materialien inzwischen schon extrem weit entwickelt sind. Trotzdem gibt es auch dieses Mal einige Überraschungen. Alles zu sehen ist aber fast unmöglich: Immerhin sind 2645 Aussteller auf der Messe vertreten.

Elektronische Helfer, intelligente Schuhe und neue Kommunikationssysteme für Seilschaften gehören auf der ISPO genauso dazu wie klassische Daunenjacken. Bei Jack Wolfskin etwa leben die alten Zeiten wieder auf. Mit der Heritage Kollektion bringen die Hessen eine Produkt-Linie mit Geschichte in den Handel – natürlich neu definiert. Die Idee gefällt mir, ich stehe auf Retro.

jack-wolfskin-auf-der-ispo

Etwas abseits des Trubels stoßen wir auf Polarmond mit einer Weltneuheit. Zelt, Schlafsack und Isomatte in einem Produkt – geht das? Hier auf der ISPO präsentiert Polarmond sein Biwak-Konzept. Bis minus 30 Grad soll das All-in-one-Schlafsystem nutzbar sein. Ausprobieren möchte ich das aber nicht unbedingt.

polarmond

Mit einem tollen Konzept der etwas anderen Art überzeugt uns Sherpa. Die Produkte – sofern möglich – kommen direkt aus Nepal. Billig sind die Produkte nicht, dafür bekommt man eine tolle Qualität und unterstützt eine gute Sache. Im vergangenem Jahr wurde Sherpa für den Kirtipur Sweater, in dem 240 Arbeitsstunden stecken, mit einem ISPO-Award ausgezeichnet.

Der Sherpa Kirtipur Sweater

Der Sherpa Kirtipur Sweater

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Am Stand von Goretex etwa gibt es Brezn in Form eines Handschuhs.

goretex-brezn

Zur Stärkung gibt es aber auch ein paar leckere Riegel von Chimpanzee. Die Marke ist uns neu und überzeugt gleich bei der ersten Kostprobe. Fünf Riegel wandern in unsere Tasche. Die zehn Euro sind gut angelegt.

Chimpanzee Energie-Riegel

Chimpanzee Energie-Riegel

Ein Video zur ISPO 2016 findet ihr hier

Bei Haglöfs bestaunen wir die neueste Version der Essens Mimic Jacke. Sieht aus wie Daune, fühlt sich an wie Daune, wärmt wie Daune – ist aber ein Kunstmaterial mit allen Vorteilen. Schweiß und Regen können dem Material nichts anhaben und die Jacke wandert einfach in die Waschmaschine. Auf unserer Wunschliste steht das gute Stück ab sofort ganz weit oben.

Sebastian Otto (TOC Agentur für Kommunikation) für Haglöffs

Sebastian Otto (TOC Agentur für Kommunikation) für Haglöffs

Eines der Themen auf der ISPO ist auch der Einsatz von PFC bei regendichter Kleidung. Ein Problem, das alle Hersteller betrifft. Die Chemikalie gelangt in die Nahrungskette und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Gore hat kürzlich erstmals Kleidung vorgestellt, bei der die wasserdichte Membran außen ist. Bislang wird diese Membran von einer weiteren Textillage geschützt. Der Vorteil: So kann die natürliche wasserabweisende Kraft genutzt werden. Das System ist leider noch nicht ganz ausgereift, hier sollte es in den nächsten Jahren aber Fortschritte geben. Vaude etwa will bis 2020 komplett auf PFC verzichten. Nicht umsonst hat Vaude den Deutschen Nachhaltigspreis 2015 erhalten.

Vaude-Ampeza

Auch bei den Schuhen gibt es spannende Produkte. Merrell etwa stellt einen Schuh mit Gummisohle vor, der auf Glatteis allerbesten Grip besitzt. Für Besitzer der Schuhe verliert Blitzeis plötzlich an Schrecken. Ich habe das gute Teil selbst gestestet und bin durchweg begeistert! Sollten meine Winterschuhe den Geist aufgeben, werde ich mich auf alle Fälle einmal nach den Merrells mit Arctic Grip umschauen – zumal das System ohne Spikes funktioniert und damit absolut Alltagstauglich ist.

merrell-arctic-grip

Ein spannendes Produkt entdecken wir etwas abseit bei Icebug. Im hohen Norden ist die Marke bekannt, bei uns dagegen kaum. Schuhe mit kleinen Mini-Spikes – auch das ist eine Lösung für winterliche Verhältnisse.

icebug

Martin Loer von Icebug

Martin Loer von Icebug

Für die Damen der Schöpfung entdecken wir auch etwas: Skhoop. Das sind modische Outdoor-Röcke aus Schweden. Wer sagt denn, dass man als Frau beim Bergwandern nicht auch sexy unterwegs sein kann? Der kleine Stand zog jedenfalls jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Die guten Stücke sind in Deutschland aber wohl leider nicht ganz so einfach zu bekommen.

Sissi Kewenter - Gründerin von Skhoop

Sissi Kewenter – Gründerin von Skhoop

Eine Interessante Sache ist auch Lifestraw. Auf der ISPO stellt das Unternehmen die neueste Version seines Wasserfilters vor, der Trübstoffe, Bakterien und Parasiten ohne Chemie filtert. Den Lifestraw einfach ins Wasser halten und genießen. Ein Muss auf jedem längeren Trip durch die Wildnis.

Am Stand von Lifestraw

Am Stand von Lifestraw

Wer in der Wildnis unterwegs ist, sollte auch immer ein Werkzeug zum Feuermachen dabei haben. Ein Feuerzeug kann seinen Dienst versagen – die Feuerklingen von Light my Fire funktionieren immer. Auf dem Stand gibt es aber auch noch allerlei andere Outdoor-Ausrüstung.

Am Stand von Light my Fire

Am Stand von Light my Fire

Etwas abseits stoßen wir noch auf DexShell. Socken, Handschuhe und Mützen gibt es hier. Das Besondere: Hier wird Wolle mit einer wasserdichten und atmungsaktiven Membran kombiniert. Besser als jedes Neopren-System. Für unsere Fototouren genau das richtige, wenn es mal wieder in einen eisigen Bergsee geht.

dexshell

Wie könnte es anders sein: Drohnen sind natürlich auch auf der ISPO ein Thema. Ganz neu ist die Idee nicht, aber immer mehr Anbieter drängen damit in den Markt. Die Drohne, die dem Besitzer auf den Schritt folgt. Hier der Airdog.

Drohne von Airdog

Drohne von Airdog

Natürlich darf auch Star Wars auf der ISPO nicht fehlen.

star-wars-auf-der-ispo

Eines der Messehighlights entdecken wir erst am Ende des Tages: Icaros. Ich steige in das Gestänge, setzte die VR-Brille auf und dann gehts los – ich fliege und versuche, mich irgendwie durch einen schmalen Canyon zu kämpfen. Gesteuert wird mit Muskelkraft. Nach fünf Minuten bin ich völlig fertig. Mit ein bißchen Übung ist das ein tolles Trainingssystem. Allerdings braucht man viel Platz zuhause – und einen dicken Geldbeutel. Entwickelt hat das ganze ein Münchner Startup.

icaros-auf-der-ispo

Fazit: Für die Outdoor-Branche wird es natürlich immer schwieriger, echte Innovationen auf den Markt zu bringen. Die Materialien sind nahezu perfekt und es geht nur noch langsam voran. Trotzdem lohnt sich ein Besuch auf der ISPO in jedem Falle!

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