Aufmacher-Pico-Ruivo

Madeira – Tag 6 – Wanderung auf den Pico Ruivo

Mit 1.862 Metern ist der Pico Ruivo der höchste Berg Madeiras

Eine anstrengende Wanderung mit atemberaubenden Ausblicken

Lange vor Sonnenaufgang stehen wir bei sechs Grad auf dem Gipfel des Pico do Arieiro (1810 m) (GPS: N 32 44.090, W 16 55.721 – Google Maps). Den Gipfel erreicht man einfach mit dem Auto. Die Wolken sind wieder dramatisch und als die Sonne hinter dem Horizont hervorkommt, verschwindet sie sogleich hinter einer dicken Wolkenwand. Es dauert noch eine Weile, bis die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft zum Glühen bringen.

Fotoshooting-auf-dem-Pico-do-Arieiro

Morgenstimmung auf dem Pico do Arieiro

Morgenstimmung auf dem Pico do Arieiro

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Madeira ist eine portugiesische Insel im Atlantischen Ozean, südwestlich von Lissabon und westlich der marokkanischen Küste. Die Bergregionen im Inselinneren sind bei Wanderern sehr beliebt. Doch auch anderen Urlaubern bietet die Insel einiges: Sattgrüne Täler, wunderschöne Blumenwiesen, einsame Plateaus und grandiose Ausblicke über nebelverhangene Schluchten. Madeira hat das ganze Jahr hindurch frühlingshafte bis sommerlich angenehme Temperaturen. Beste Voraussetzungen also die abwechslungsreiche Flora und Fauna der Insel zu entdecken. Die spanisch-deutsche Reise-Doku aus dem Jahr 2011 zeigt Ihnen all das – kommen Sie mit.
Madeira wird auch 'Blumeninsel' oder 'schwimmender Garten des Atlantiks' genannt. Viele der hier üppig blühenden Pflanzen kommen jedoch ursprünglich gar nicht von Madeira, sondern wurden von den Siedlern aus Afrika, Asien und Südamerika eingeführt. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem Hortensien, Kaplilien und die Afrikanische Liebesblumen. Auch der Weihnachtsstern wächst auf Madeira, wild und auf riesigen Feldern. Ursprünglich stammt er aus Südamerika und wurde 1804 von Alexander Humboldt nach Europa gebracht. Zu den ursprünglich auf Madeira ansässigen und nach wie vor dort blühenden Pflanzen gehören Stechpalmen, Perados, Gänsedisteln, Wucherblumen, die Akazienart Piorno, die Strohblume, Madeira-Schöteriche, der Storchschnabel. Schön anzusehen und manchmal sehr besonders sind sie alle.



Madeira
Madeira
Madeira
Madeira
Madeira
Madeira





Madeira stammt vom portugiesischen Wort für Holz ab. Die Insel gehört mit dem kleineren Eiland Porto Santo und ihren zwei unbewohnten Inselgruppen – den Ilhas Desertas und den Ilhas Selvagens – zur Inselgruppe Madeira. Zusammen bilden sie die autonome Region Madeira. Die Insel hat Mittel- bis Hochgebirgscharakter, an der Küste herrscht Steilküste vor. Der höchste Berg ist mit 1.862 Metern der Pico Ruivo. Dieser bildet zusammen mit dem Pico do Arieiro, dem Pico das Torres und dem Pico Grande das Hochgebirge der Insel. Im westlichen Teil der Insel befindet sich das Hochmoor Paúl da Serra – eine relativ ebene Fläche in einer Höhe von bis zu 1.500 Metern über dem Meer. Nördlich des Moores schließt sich mit dem Ribeira da Janela das tief eingeschnittene Tal des mit 12 Kilometern längsten Flusses der Insel an. Madeira hat etwa 235.000 Einwohner auf einer Fläche von 801 Quadratkilometern, allein 741 qm entfallen auf die Hauptinsel Madeira. Touristen kommen aus der ganzen Welt, Besucher aus Großbritannien dominieren. Vor allem in den Orten Funchal und Câmara de Lobos, in denen einst der berühmte Staatsmann Winston Churchill (1874-1965) seine Bilder gemalt hat. Er stieg im 1891 eröffneten Luxushotel Reid’s Palace ab, das bis heute eines der populärsten Hotels der Welt ist.
Ob nun aus botanischem Interesse oder der paradiesischen Landschaft wegen, machen Sie sich ihr eigenes Bild von dieser abwechslungsreichen Insel. Sehen Sie eine hochwertige Dokumentation über eines der schönsten und beliebtesten Reiseziele Europas – in gestochen scharfen Bildern. Regie führten die Doku-Profis Martin Krake und Markus Weigl.

Nach getaner Arbeit machen wir uns auf die Wanderung zum Gipfel des Pico Ruivo, mit 1.862 Metern Madeiras höchstem Berg. Wir haben stets das gewaltige Zentralmassiv im Blick – und die Sonne taucht alles in warmes Licht. Die Strecke ist absolut spektakulär und vielleicht die eindruckvollste Wanderung auf Madeira. Die Wanderung führt uns über einen schmalen Grat, der vielleicht einen Meter breit ist. Links und rechts geht es senkrecht in die Tiefe. Aber keine Sorge, die komplette Wanderung bis zum Gipfel des Pico Ruivo ist bis auf wenige Ausnahmen an allen heiklen Stellen gesichert, nur an zwei oder drei Stellen haben Felsstürze die Sicherung zerstört. Es geht teils steile Treppen nach unten, teils führt der Weg durch einen in die Felswand geschlagenen Steig. Außerdem sind einige lange Tunnel zu überwinden – darum unbedingt eine Taschenlampe einpacken. Derzeit ist nur die Westroute und das auch nur mit einer langen Umgehung geöffnet – die Ostroute ist wegen eines Bergrutsches unpassierbar und gesperrt (Stand: Dezember 2015).

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Kurz vor dem Ziel erreichen wir ein Gebiet mit hunderter abgebrannter Baumstämme. Ein verheerender Waldbrand hat hier vor Jahren alles zerstört. Jetzt ist es nicht mehr weit auf den Gipfel von Madeiras höchstem Berg. Das letzte Stück führt wieder auf einem gepflasterten Weg nach oben.

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Vom Gipfel des Pico Ruivo, der komplett in der Sonne liegt, haben wir einen fantastischen Ausblick auf die umliegenden Berge und die Küste – und natürlich auf den Pico do Arieiro, von dem aus wir gestartet sind. Wir sitzen bestimmt eine Stunde in der Sonne und lassen die Szenerie auf uns wirken. Zurück geht es auf gleicher Strecke. Dabei tun sich immer wieder völlig neue Perspektiven auf.

Gipfelmarkierung des Pico Ruivo

Gipfelmarkierung des Pico Ruivo

Auf dem Gipfel des Pico Ruivo

Auf dem Gipfel des Pico Ruivo

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Blick zurück zur Radarstation des Pico do Arieiro

Blick zurück zur Radarstation des Pico do Arieiro

Die GPS-Daten als Download

Das Video zur Wanderung auf den Pico Ruivo findet ihr hier

Es ist ratsam, die Wanderung über schmale und steinige Wege und unzählige Treppenstufen sehr früh am Morgen zu beginnen, nachdem man das Wetter für gut befunden hat. Wem die rund zwölf Kilometer lange Wanderung (Hin- und Rückweg) über die drei höchsten Gipfel Madeiras – die sogenannte Königstour – mit knapp 1400 Höhenmetern zu viel ist, erreicht den Gipfel des Pico Ruivo auch von Achada do Teixeira (GPS: N 32 45.897, W 16 55.254 – Google Maps) aus. Die Strecke ist mit eineinhalb Stunden pro Richtung wesentlich einfacher, aber bei Weitem nicht so spektakulär wie die Wanderung vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo.

Am Abend stehen wir am Lavastrand unterhalb der Jesus-Statue in Caniço (GPS: N 32 38.285, W 16 51.139 – Google Maps). Die Anfahrt ist etwas tricky. Die Straße zum Strand ist zwar gepflastert, aber teilweise nur einspurig. Kommt hier ein Auto entgegen, gibt es keine Ausweichmöglichkeit. In der Strandbar bestellen wir zwei Poncha. Mit vier Euro pro Becher sind das hier aber fast Münchner Preise.

Jesus-Statue-in-Canico

Den Sonnenuntergang verbringen wir direkt am Strand. Der Himmel ist spektakulär und dank der dicken Wolken absolut dramatisch. Die dicken Lavafelsen am Strand geben ein hervorragendes Motiv ab.

Strandshooting-auf-Madeira Fotoshooting-am-Strand-auf-Madeira Sonnenuntergang-auf-Madeira

Tipp: Hier sieht man den Unterschied: Bild 1 und Bild 2 wurden mit dem Smartphone aufgenommen – Bild 3 mit einer DSLR und entsprechenden Filtern. Alles zu diesem Thema liest du hier

Zum Abendessen testen wir bei uns im Ort Ponta do Sol das kleine Fischrestaurrant Sol Poente hoch über dem Meer. Die Speisen hier sind köstlich und der Preis ist absolut fair. Zudem gibt es einen kleinen Balkon direkt über dem Meer mit Blick auf das kleine Städtchen.

Reisezeitraum Dezember 2015

Für einen Urlaub auf Madeira empfehlen wir den Rother Wanderführer für Madeira*, die Kompass-Wanderkarte* und den MARCO POLO Reiseführer Madeira*

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