USA – Tag 16 – Alles hat ein Ende…

Der Wecker ist unbarmherzig und reißt uns um halb vier aus dem Schlaf. Schlaftrunken müssen wir uns jetzt beeilen, schließlich wartet ein spektakulärer Sonnenaufgang auf uns. Wir brechen in der Finsterniss auf, hoch am Himmel steht noch immer der riesige Mond. Inzwischen steigt die Sonne langsam empor. Wir haben nicht viel Zeit – geplant ist ein Shoot im Abendkleid und Highheels dicht am Abgrund am Toroweap Point. Die hohen Schuhe und der Wind machen das Unterfangen nicht einfacher. Hinzu kommt, dass kein einziges Wölkchen am Himmel die Sonnenstrahlen zurückhält. Das Resultat kann sich dennoch sehen lassen.

Model am Toroweap Point2

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USA – Tag 15 – Alleine in der Wüste

Heute müssen wir leider Lebewohl zum Zion Nationalpark sagen. Unsere vorletzte Station der Reise führt uns wieder an den Grand Canyon, nun allerdings an das wenig besuchte North Rim. Genauer gesagt ist der Toroweap Point unser Ziel. Vom Highway 389 geht es irgendwo zwischen Colorado City und Fredonia rechts ab. Ein großes Schild von “Kanab Tire” heißt uns schon einmal willkommen. Das ganze kann aber auch als Warnung verstanden werden: Laut Angaben der Parkverwaltung erleiden 25 Prozent aller Besucher mindestens einen Plattfuß auf der rund 200 Kilometer langen Schotterstrecke zum Toroweap Point und wieder zurück. Ein Abschleppwagen schlägt mit 1.000 bis 2.000 Dollar zu Buche.

Kanab Tire

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USA – Tag 14 – Die Narrows

Wir verschätzen uns mit der Uhrzeit und stehen viel zu früh im Zion Nationalpark vor The Temples and Towers of the Virgin. Sei’s drum, ein paar Minuten Schlaf können nicht schaden. Wie durch ein Wunder werde ich gerade noch rechtzeitig wach, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

The Temples and Towers of the Virgin

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USA – Tag 13 – Gefährliche Aussicht

Am Morgen brechen wir auf zu Angels Landing. Seit dem Jahr 1926 führt ein knapp vier Kilometer langer Trail auf den 454 Meter hohen Felsen. Die steilen Serpentinen liegen noch im Schatten, entsprechend frisch ist die Luft. Nach dem ersten steilen Teilstück erreichen wir ein Plateau, auf dem sich schon unzählige Menschen tummeln. Die wahre Herausforderung folgt erst jetzt: Lediglich mit ein paar Eisenketten gesichert schlängelt sich der Trail teilweise nur eine Schrittlänge am hunderte Meter tiefen Abgrund vorbei zum Gipfel (1.760 Meter). Für einige Besucher ist der Aufstieg hier zu Ende, andere wagen es – so auch wir. Dieser Teil des Trails ist noch einmal richtig schweißtreibend – dafür werden wir am Ende mit einem grandiosen Blick auf den Zion Canyon entschädigt, der für Hochstimmung sorgt.

Angels Landing

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USA – Tag 12 – Long Way

Schon lange vor Sonnenaufgang stehen wir am Mesa Arch – wie zu erwarten sind wir hier nicht alleine. Trotz so früher Stunde tummeln sich zahlreiche Fotografen an dem allseits beliebten und leicht zugänglichen Spot. Ein Reisebus lädt schließlich sogar einen ganzen Trupp chinesischer Touristen ab. Mit der Ruhe ist es spätestens jetzt vorbei. Als sich ein Schweizer Hobby-Fotograf mit seiner Kompaktkamera unentwegt ins Bild der Profis drängelt, wird es sogar ziemlich bissig.

Warum der ganze Aufwand? Die aufgehende Morgensonne taucht die Landschaft in magisches Licht und lässt den Mesa Arch in den grellsten Orangetönen leuchten. Wir kommen mit einem Fotografen ins Gespräch, der mit einer Panoramakamera die ganze Szenerie einfängt. Rund 8.000 Dollar hat ihn der Nachbau des Gehäuses gekostet – bei den Objektiven setzt er ausschließlich auf Gläser aus dem Hause Carl Zeiss. Leider mag er nicht viel über sich verraten, außer, dass er einmal im Jahr mit seinem Fotokurs eine Exkursion durch den Südwesten der USA veranstaltet.

Mesa Arch

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