Alpe Adria Trail Etappe 10
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Alpe Adria Trail Etappe 10: vom Hühnersberg nach Gmünd

Die 10. Etappe des Alpe Adria Trails ist super spannend. Sie führt dich in das Bergdorf Altersberg. Danach geht es über die längste Fußgängerhängebrücke der Alpen, die Rachenbachbrücke. Schließlich kommen wir in die wunderschöne Künstlerstadt Gmünd.

Wir haben für dich wieder den ausführlichen Tourenbericht, die tollsten Fotospots und ein paar schöne Highlights zum Alpe Adria Trail für die 10. Etappe in Kärnten.

Aktualisiert am 06.03.2022

Alle Infos zur zehnten Etappe des Alpe Adria Trails vom Hühnersberg nach Gmünd

Der Blick vom Hühnersberg am Morgen
Der Blick vom Hühnersberg am Morgen

Hier findest du unsere Packliste für den Alpe Adria Trail und hier gibt’s alle weiteren Informationen inklusive einer Gesamtübersicht über alle Etappen des Alpe Adria Trails.

Sonnenaufgang am Hühnersberg auf dem Alpe Adria Trail
Sonnenaufgang am Hühnersberg auf dem Alpe Adria Trail

3-Täler-Blick

Wir starten unsere heutige Wanderung am Gasthof Kolmwirt nach dem Frühstück. Zunächst folgen wir der STraße. Bald führt uns der Weg in den Wald eine Forststraße entlang. Wenige Minuten später geht rechts ein kleiner Pfad in den Wald. Dieser führt zum sogenannten drei-Täler-Blick.

Gleich vorweg: erwarte nicht zu viel. Hier sind drei Ferngläser aufgestellt, mit denen du perfekt die Aussicht genießen kannst.

Nach diesem kleinen Exkurs folgen wir wieder dem Forstweg, der uns weiter nach oben führt. Die Straße ist recht aussichtsreich und führt uns sanft talwärts. Bald laufen wir durch das kleine Bauerndorf Zelsach. Wir folgen immer der gemütlichen Straße und genießen die Aussicht.

Blick durch eines der Fernrohre beim Drei-Täler-Blick
Blick durch eines der Fernrohre beim Drei-Täler-Blick
Der Drei-Täler-Ausblick vom Hühnersberg
Der Drei-Täler-Ausblick vom Hühnersberg

Das Bergdorf Altersberg

Wir laufen die alte Römerstraße entlang und erreichen jetzt das kleine Bergdorf Altersberg. Es wurde schon 1070 urkundlich erwähnt. Auf dieser Etappe findest du definitiv Entschleunigung und ein Gefühl der Ruhe. Lass dich durch diesen süßen Ort treiben. Es lohnt sich.

Das Bergdorf Altersberg
Das Bergdorf Altersberg – natürlich mit Wanderschuhen dekoriert

Gespenstisches Märchendorf und die bekannte Rachenbachbrücke

In Altersberg biegen wir in Richtung Hängebrücke ab. Wir wollen heute über die längste Fußgängerhängebrücke der Alpen laufen – die Rachenbachbrücke. Zügig verlassen wir Altersberg und folgen einem breiten Waldweg.

Die Märchenwandermeile auf der Tafel
Die Märchenwandermeile auf der Tafel – leider ist die Meile bis zur Brücke nicht mehr besucht

Früher gab es hier eine Art Märchendorf. Die sogenannte Märchenwandermeile entstand 2018 als Energie-Erlebnisweg Drachenmeile. Es soll ein Erlebnisweg für Kinder und Erwachsene sein. Heute sind auf der einen Seite der Brücke leider davon nur noch die Überreste zu sehen. Die ganze Szenerie wirkt etwas spooky ehrlich gesagt. Heruntergekommene Buden und riesige Drachen stehen im Wald. Ein typischer „Lost Place“.

Ein Drache im Wald
Plötzlich steht da ein riesiger Drache im Wald – bald kommt die Drachenerlebniswelt
Biggi schaukelt im Märchendorf
Schaukeln im Lost Place – es war schon ein wenig unheimlich hier
Zwerge, so weit das Auge reicht auf der Märchenwandermeile
Zwerge, so weit das Auge reicht auf der Märchenwandermeile
Märchenhäuser auf der Märchenmeile in Kärnten
Märchenhäuser auf der Märchenmeile in Kärnten

Schließlich kommen wir an die 175 Meter lange Hängebrücke. Klar, dass wir ein paar Fotos hier machen. Wir laufen über Europas längste Hängebrücke und blicken hinunter in die Schlucht. Dahinter befindet sich ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern: die Drachenmeile. Wir wandern sozusagen durch sie hindurch.

Die längste Fußgängerhängebrücke der Alpen führt in Kärnten über die Drachenschlucht
Die längste Fußgängerhängebrücke der Alpen führt in Kärnten über die Drachenschlucht

Daten der Brücke:

Spannweite: 175 Meter
Seildurchmesser: 60 Millimeter
Verankerungstiefe: 35 Meter
Lärchenholz: 18 Kubikmeter
Holzschrauben: 4500 Stück

Auf der anderen Seite der Brücke erwartet uns ein weiterer Drache und ein gut besuchtes Drachendorf
Auf der anderen Seite der Brücke erwartet uns ein weiterer Drache und ein gut besuchtes Drachendorf

Empfehlenswerte Reise- und Wanderführer

Liebst du es auch vorab in Reiseführern zu stöbern und dich über deinen Urlaub zu informieren? Gerade eine Tour von 700 Kilometern bedarf durchaus einer guten Vorbereitung. Wir raten dir den Rother Wanderführer auf dem Trail mitzunehmen. Schon allein deshalb, weil du in dem Büchlein auch Telefonnummern und Übernachtungstipps findest.

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Asphaltlastiges Stück bis nach Gmünd

Nach dem Märchenwanderweg folgen wir nun der Asphaltstraße die uns in Richtung Tal führt. Wir kommen wieder nach Altersberg. Hier ist allerdings die Wegführung unklar. Unsere App folgt der Straße, während die Schilder in den Wald hinein führen.

Den Waldweg versperrt ein großer bellende Hund, der auch nicht mit sich diskutieren lässt. Damit ist die Wahl einfach: wir folgen der Straße. Irgendwann biegen wir rechts ab in einen Waldweg. Dieser bringt uns in ein paar Minuten in den Ort Radl.

Ein Highlight in Radl: Alpakas am Wegesrand
Ein Highlight in Radl: Alpakas am Wegesrand

Hier folgen wir nun wieder der Straße und treffen bald auf ein Alpe Adria Zeichen, das wir hier eigentlich nicht erwartet hätten. Insgesamt ist die Wegführung auf diese Etappe recht undurchsichtig.

Weg an der Straße entlang.
Weg an der Straße entlang. Dieses Stück ist wirklich nicht besonders schön

Jetzt müssen wir sogar die Autobahn auf einer Brücke queren. Dahinter folgen wir am Straßenrand der Landstraße. Immerhin: nach ein paar Minuten verlassen wir die Landstraße und liegen in einem schmalen Waldweg ab, der allerdings direkt neben der Autobahn verläuft.

Die Autobahnbrücke auf dem Alpe Adria Trail der 10. Etappe
Die Autobahnbrücke auf dem Alpe Adria Trail der 10. Etappe

Wir kreuzen noch einmal die Autobahn, diesmal verläuft sie aber über uns. Wir folgen nun einem weiteren asphaltierten Fußweg in Richtung Gemünd. Der Weg zieht sich. Endlich erreichen wir das Ortsschild von Gmünd und laufen am alten Mauthaus vorbei. Maut wurde früher von den Salzburger Bischöfen erhoben. Später von der Herrschaft und der Stadt. Jedes Durchzugsgut wurde vermautet, so auch Salz und Eisen. Straßenmaut wurde noch bis 1910 erhoben.

Der Endpunkt in Gmünd
Der Endpunkt in Gmünd kommt nach dem alten Mauthaus

Die Künstlerstadt Gmünd

Wir kommen in Gmünd an. Die Künstlerstadt besticht mit einer wunderschönen Altstadt, hübschen, kleinen Atteliers und einer riesigen Burg. Sie ist das kulturelle Zentrum mit ihren Ausstellungen, Museen, Künstleratelliers und Galerien. Die romantischen Gassen laden zum Flanieren ein.

Laufe durch die vier Stadttore über den Hauptplatz. Am Oberen Stadttor steht übrigens auch der Pranger. Er wurde 1576 erreichtet. Schau hinein in die kleinen Atelliers und laufe hinauf zur Alten Burg.

Weil uns Gmünd in Kärnten besonders gut gefallen hat, haben wir für dich in einem extra Artikel die → schönsten Sehenswürdigkeiten in Gmünd zusammengefasst.

Eingang in die Künstlerstadt Gmünd: Wir betreten sie durch eines der Stadttore
Eingang in die Künstlerstadt Gmünd: Wir betreten sie durch eines der Stadttore
Die Alte Burg in Gmünd
Die Alte Burg in Gmünd

Wo in Gmünd übernachten?

Wir haben in der Pension Alte Mühle (hier Preise checken*) übernachtet und können sie sehr empfehlen. Die Übernachtung kostet 87 Euro für zwei Personen. Nicht nur die Wirtin ist wunderbar, auch das Frühstück ist einfach himmlisch. Wir haben den Aufenthalt dort sehr genossen. Wir durften unsere Wäsche draußen auf die Leine hängen, es gab einen Trockenraum. Das Zimmer war sehr schön und hatte sogar einen Balkon.

Die Pension zur alten Mühle in Gmünd
Die Pension zur alten Mühle in Gmünd können wir sehr empfehlen

Fazit: insgesamt bewerten wir die Tabelle nur mit einem Stern. Das erste Drittel des Weges ist zwar recht schön und aussichtsreich, führt meist aber auch über Asphalt. Danach folgt man aber oft der Straße und kommt sogar an der Autobahn entlang. Glück hat, wer den Weg über die Hängebrücke nehmen kann. Ist diese geschlossen, musst du einen langweiligen Umweg über die Straße in Kauf nehmen. Aber zumindest das Etappenziel, Gmünd, ist wirklich schön und lohnt eine Besichtigung.

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