Alpe Adria Trail Etappe 11
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Alpe Adria Trail Etappe 11: Von Gmünd nach Seeboden am Millstätter See

Auf der 11. Etappe des Alpe Adria Trails wandern wir durch Wald und über saftige Wiesen am Millstätter Hochplateau entlang. Später werden wir unzählige Bauerngärten und am Ende viele Rosenanlagen sehen.

Die 11. Etappe des Alpe Adria Trails führt uns zur Burg Sommeregg. Hier befindet sich Mitteleuropas größtes Foltermuseum. Am Millstätter See kannst du relaxen und einfach aufs Wasser schauen. Wir haben wieder den kompletten Tourenbericht, die schönsten Fotospots und einen Übernachtungsstipp für dich.

Aktualisiert am 06.03.2022

Alle Infos zur elften Etappe des Alpe Adria Trails von Gmünd nach Seeboden am Millstätter See

Hier findest du unsere Packliste für den Alpe Adria Trail und hier gibt’s alle weiteren Informationen inklusive einer Gesamtübersicht über alle Etappen des Alpe Adria Trails.

Start in Gmünd

Nach einem leckeren Frühstück in unserer Pension verlassen wir Gmünd und folgen wieder der Beschilderung auf dem Alpe Adria Trail. Wir laufen unter der Autobahnbrücke hindurch und verlassen die Hauptstraße. Nun folgen wir zunächst einer kleinen Straße durch die Ortschaft.

Der Wanderweg durch Wälder und über saftige Wiesen nach Seeboden
Der Wanderweg durch Wälder und über saftige Wiesen nach Seeboden

Eine halbe Stunde später lassen wir die letzten Häuser hinter uns und laufen auf einem geteerten Fahrweg. Von hier haben wir einen schönen Blick über das Tal. Ein wenig störend ist allerdings der Lärm der Autobahn. Bald mündet die Teerstraße in einen Feldweg.

Diesem folgen wir nun. Der Weg steigt erst einmal leicht an, ist aber sehr gut zu gehen. Nach den ersten Höhenmetern bleibt der Trail mehr oder weniger eben oder führt sogar leicht bergab. Schließlich geht der Fahrweg in einen kleinen Steig über.

Durch den Wald auf der heutigen 11. Etappe nach Seeboden
Durch den Wald auf der heutigen 11. Etappe nach Seeboden
Der Ausblick auf die Landschaft ist grandios
Der Ausblick auf die Landschaft ist grandios

Waldwege und saftige Wiesen

Wir überqueren eine kleine Holzbrücke über einen Bach – ein wirklich tolles Fotomotiv. Kurz darauf lichtet sich der Wald und wir haben einen schönen Blick über das Tal und auf die Berge. Wir erreichen eine Holzbank und genießen kurz die Aussicht. Wir laufen hier entlang des Millstätter Hochplateaus.

Im Wald führt eine kleine Holzbrücke über den Bach
Im Wald führt eine kleine Holzbrücke über den Bach

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Seeboden. Der Steig führt uns auf einen breiten Waldweg, dem wir gemütlich folgen. Der Weg steigt hier noch ein zweites Mal leicht an über eine längere Strecke. Den Lärm der Autobahn werden wir leider nicht los. Sie begleitet uns noch ein Stück

Bach auf dem Alpe Adria Trail
Der Bach, die Natur, all das bringt uns zum Durchatmen
Die Brücke und der Bach auf dem Wanderweg
Sieht das nicht schön aus?

Bald erreichen wir die kleine Siedlung Kolm. Endlich haben wir auch die Autobahn hinter uns gelassen. Wir folgen weiter dem Feldweg. Alsbald wechselt die Strecke auf einen kleinen Pfad, der uns oberhalb der Häuser an dem Örtchen entlangführt.

Die Autobahn führt parallel zum Wanderweg
Die Autobahn begleitet uns leider lange auf dem Weg
Wiesen und Blumenfelder
Wir kommen an saftigen Wiesen vorbei

Die Burg Sommeregg – Foltermuseum

Wir erreichen die Burg Sommeregg. Sie beherbergt Mitteleuropas größtes Foltermuseum. Den Aussichtsturm mit Blick über das Tal kannst du kostenlos besuchen. Außerdem gibt es eine Wirtschaft.

Die Burg Sommeregg
Die Burg Sommeregg ist nicht nur eine imposante Erscheinung, sondern beherbergt auch ein Museum

Das Foltermuseum kostet 6,50 Euro Eintritt. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen. Um das Museum anzuschauen, solltest du rund eine Stunde Zeit einplanen. Aber die hast du auch. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Etappenziel Seeboden.

Der Ausblick vom Turm aus ist grandios
Der Ausblick vom Turm aus ist grandios

Im Foltermuseum machst du eine anschauliche Zeitreise durch die Foltermethoden der Menschheit. Mit viel Audiovision und nachgestellten Szenen wirst du in die jeweilige Zeit zurückversetzt. Ein wenig Gruselfaktor ist schon dabei.

Das Foltermuseum von innen
Das Foltermuseum von innen

Am Ende kommst du noch in der Gegenwart an. Auch heute noch werden Menschen auf der ganzen Welt gefoltert. Mit diesem wichtigen Appell im Ohr verlassen wir das Foltermuseum wieder. Es ist definitiv empfehlenswert.

Foltermethoden werden anschaulich dargestellt
Foltermethoden werden anschaulich dargestellt
Zeitreise im Foltermuseum
Du machst im Foltermuseum eine Zeitreise durch die verschiedenen Foltermethoden über Jahrhunderte
Die Burg Sommeregg von außen
Die Burg hat uns sehr beeindruckt

Empfehlenswerte Reise- und Wanderführer

Liebst du es auch vorab in Reiseführern zu stöbern und dich über deinen Urlaub zu informieren? Gerade eine Tour von 700 Kilometern bedarf durchaus einer guten Vorbereitung. Wir raten dir den Rother Wanderführer auf dem Trail mitzunehmen. Schon allein deshalb, weil du in dem Büchlein auch Telefonnummern und Übernachtungstipps findest.

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Seeboden – ein Ort der Blumenpracht

Wir folgen von der Burg aus nun den ausgeschilderten, asphaltierten Wegen leicht hinab ins Örtchen Seeboden. Auch ein paar Meter durch den Wald geht es noch. Außerdem plätschert neben uns ein Bach in Richtung See.

Blumen am Wegesrand - wir nähern uns dem Ort Seeboden
Blumen am Wegesrand – wir nähern uns dem Ort Seeboden
Ein Haus im Ort Seeboden
Ein Haus im Ort Seeboden

Wir verlassen schließlich den Wald und treffen auf die Hauptstraße, die nun hinunter zum Millstätter See führt. Kurz vor dem offiziellen Ende der Etappe 11 erreichen wir den Klingerpark. Der Park ist nach Baron Klinger von Klingerstorff benannt. Der Baron hatte viele Besitztümer am Millstätter See. Unter anderem auch das Schloss Porcia in Spittal. Das Highlight ist der kleine Kneipp-Garten, der zu einer Rast einlädt.

Der Kneippweg im Klingerpark
Der Kneippweg im Klingerpark

Übrigens sind die Garten- und Parkanlagen in Seeboden absolut sehenswert. Sie werden seit Jahrhunderten kultiviert. Der Klingerpark, der Rosengarten, der Blumen- und der Klauberpark sind die schönsten.

Der Rosenpark hat 300 Rosenarten, die in der Westbucht des Millstätter Sees wachsen.

Der Endpunkt der 11. Etappe des Alpe Adria Trails liegt direkt am Millstätter See
Der Endpunkt der 11. Etappe des Alpe Adria Trails liegt direkt am Millstätter See

Der Millstätter See

Wenige Minuten später erreichen wir das Ufer des Millstätter Sees. Er ist übrigens der tiefste See Kärntens. Auf der gegenüberliegenden Seite bewundern wir die schönen bunten Bootshäuser. Nur fünf Minuten entfernt liegt der Winkler Rosengarten. Ein Abstecher hierher lohnt in jedem Falle.

Die bunten Bootshäuser am Millstätter See
Die bunten Bootshäuser am Millstätter See

Das Brugger-Haus ist ebenfalls einen kleinen Umweg wert. Darin ist heute das Fischereimuseum untergebracht. Das Holzhaus befindet sich an einer seit der Römerzeit bekannten Alpentransversale.

Biggi im Millstätter See
Biggi ist sogar bei kaltem Wetter in den Millstätter See gesprungen
Eine romantische Liebeserklärung am Millstätter See
Eine romantische Liebeserklärung am Millstätter See
Das Brugger-Haus am Millstätter See beherbert das Fischereimuseum
Das Brugger-Haus am Millstätter See beherbert das Fischereimuseum
Der Rosengarten am Millstätter See
Der Rosengarten am Millstätter See

Übrigens: Wenn du es ganz besonders romantisch haben möchtest, kannst du auch ein Dinner-for-two auf dem Millstätter See haben. Auf einer Plattform, mitten auf dem See, darf gespeist werden.

Gärten am Seeboden
Gärten am Seeboden

Wo in Seeboden übernachten?

Wir haben in der Pension Linder (hier Preise checken*) geschlafen. Die Übernachtung inklusive Frühstück hat für zwei Personen 72 Euro gekostet. Wir hatten ein schönes, geräumiges Zimmer mit Balkon und großem Bad. Das Frühstück war veilfältig und sehr lecker.

Die Pension Maria kostet 30 Euro pro Person und soll auch sehr gut sein. Die Frühstückspension Haus Golker kostet 93 Euro für zwei Personen.

Eine kleine Meerjungfrau im Wasser
Eine kleine Meerjungfrau im Wasser

Etappe 11 bekommt von uns zwei von fünf Sternen. Die Tour gleicht eher einem Spaziergang ohne größere Anstrengungen. Der Weg verläuft meist im Wald und eröffnet doch immer wieder schöne Ausblicke. Störend ist die Nähe zur Autobahn. Ein Highlight ist die Burg Sommeregg mit dem Foltermuseum. Außerdem wartet am Ende der Wanderung der Millstätter See, der im Sommer zu einem Bad einlädt.

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