Alpe Adria Trail Etappe 12
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Alpe Adria Trail Etappe 12: Von Seeboden zur Millstätter Alpe

Diese Etappe bringt uns in die wunderschönen Nockberge Kärntens. Die 12. Etappe des Alpe Adria Trails führt uns zur Millstätter Alpe zur Bio-Sennerei Alexanderhütte.

Wir kommen vorbei am Steinernen Tisch, der uns an die Hadischen Leute erinnern soll, ein Volk von sagenumwobenen Hühnengestalten in den Bergen. Ein Highlight ist der Gipfel des Tschiernocks auf 2088 Metern.

Danach gehts noch zum Hochpalfennock und zum Tschierweger Nock. Dann steigen wir ab zur Hütte. Wir haben wieder den kompletten Tourenbericht, die schönsten Fotospots und einen Übernachtungsstipp für dich.

Aktualisiert am 08.10.2022

Alle Infos zur zwölften Etappe des Alpe Adria Trails von Seeboden am Millstätter See zur Millstätter Alpe

Hier findest du unsere Packliste für den Alpe Adria Trail und hier gibt’s alle weiteren Informationen inklusive einer Gesamtübersicht über alle Etappen des Alpe Adria Trails.

Start in Seeboden

Wir starten unsere Wanderung am Millstätter See in Seeboden, genauer am Klingerpark. Die 12. Etappe des Alpe Adria Trails führt zunächst ein Stück am See entlang. Wir lassen Seeboden langsam hinter uns und steigen über einen Feldweg leicht aufwärts.

Der Himmel ist heute wolkenverhangen über dem Millstätter See
Der Himmel ist heute wolkenverhangen über dem Millstätter See

Wir erreichen bald einen kleinen Bach, an dem ein Fahrweg nach oben führt. Achte auf Katzensilber am Wegrand. Der Pfad mündet in einer Straße, der wir nun folgen. Bald wechseln wir wieder auf einen breiten Waldweg, der weiter nach oben führt.

Steig in der Natur auf dem Alpe Adria Trail
Unsere Tour beginnt mit einem schönen Steig direkt in der Natur

Wir erreichen das kleine ÖrtchenTangern. Wer Lust und Zeit hat, kann das Bonsaimuseum anschauen. Ein Spaziergang durch die Zen-Gärten ist jedenfalls sehr empfehlenswert.

Haus mit Holzfassade
Im Örtchen Tangern finden wir dieses schöne Haus
Katzensilber am Wegesrand - ein glimmerndes Mineral im Stein
Katzensilber am Wegesrand – ein glimmerndes Mineral im Stein

Eine aussichtsreiche Tour zur Pichlhütte

Wir lassen jetzt den Ort wieder hinter uns und folgen nun einer kleinen Straße durch den Wald. Der Weg steigt nun immer stetig an. Nach unzähligen Schleifen erreichen wir nach eineinhalb Stunden die Pichlhütte. Bei schöner Sicht hättest du hier einen tollen Blick auf den Millstätter See.

Nebelwolken im Wald
Noch immer hängen die Wolken tief im Wald

Wir haben hier schon 700 Höhenmeter hinter uns und befinden uns auf 1336 Metern. Bei unserem Besuch liegt die Hütte leider im dichten Nebel. Der breite und zermürbenden Fahrweg endet hier und geht in einen schönen Steig über.

Wenige Minuten später erreichen wir einen märchenhaften Wald. Der Nebel schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Wir steigen über eine Almwiese steil bergauf.

Geisterhafte Nebelstimmung im Wald
Geisterhafte Nebelstimmung im Wald
Tau liegt auf den Spinnennetzen
Tau liegt auf den Spinnennetzen

Schließlich erreichen wir den Aussichtspunkt an der Tangerner Alm. Hier steht auch eine Bank. Von Aussicht kann heute leider keine Rede sein.

Aussichtspunkt an der Tangerner Alm
Aussichtspunkt an der Tangerner Alm

Empfehlenswerte Reise- und Wanderführer

Liebst du es auch vorab in Reiseführern zu stöbern und dich über deinen Urlaub zu informieren? Gerade eine Tour von 700 Kilometern bedarf durchaus einer guten Vorbereitung. Wir raten dir den Rother Wanderführer auf dem Trail mitzunehmen. Schon allein deshalb, weil du in dem Büchlein auch Telefonnummern und Übernachtungstipps findest.

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Ankunft an der Sommereggerhütte

Eine alte Hütte am Weg auf der 12. Etappe des Alpe Adria Trails
Eine alte Hütte am Weg auf der 12. Etappe des Alpe Adria Trails
Flo springt über den kleinen Wasserlauf
Flo springt über den kleinen Wasserlauf

Der Trail führt nun wieder über einen Forstweg weiter nach oben. Bald kommen wir zur Sommereggerhütte. Unser Trail führt direkt durch den Sonnengarten, vorbei an der Sonnenterrasse der Hütte. Bei schönem Wetter ist hier sehr viel los.

Steig zur Hütte hinauf
Steig zur Hütte hinauf
Die Sommeregger Hütte mit Parkplatz davor. Hier beginnen viele die Wanderung
Die Sommeregger Hütte mit Parkplatz davor. Hier beginnen viele die Wanderung

Hier starten viele Wanderer die Tour. Du kannst die Hütte auch mit dem Auto erreichen.

Ganz wichtig: droht ein Gewitter aufzuziehen, solltest du dich rechts halten und den Grat umgehen. Das ist die kürzerer Tour, die auch gerne von Familien zur Alexanderhütte gegangen wird.

Die Bank lädt auf eine Rast ein an der Hütte
Die Bank lädt auf eine Rast ein an der Hütte

Weg zum steinernen Tisch

Zunächst führt der Trail gemütlich durch den Wald. Du läufst auf dem gemütlichen Jagasteig. Bald erreichen wir den steinernen Tisch. Von hier hast du bei schönem Wetter einen tollen Blick auf den Millstätter See. Der steinerne Tisch geht zurück auf das sogenannte Hadische Volk. Das sollen besonders große Hühnen gewesen sein, vor denen das Volk im Tal Respekt hatte.

Der steinerne Tisch wäre ebenfalls mit einem tollen Ausblick
Der steinerne Tisch wäre ebenfalls mit einem tollen Ausblick
Steinerner Tisch in der Landschaft
Sieht der Tisch nicht abgefahren aus in der Landschaft?
Die Kuh am Wegesrand beäugt uns skeptisch
Die Kuh am Wegesrand beäugt uns skeptisch

Trail zum Tschiernock

Kurz darauf biegen wir links auf einen schmalen Steig ab. Wir erreichen eine kleine Quelle, an der du dein Wasser auffüllen kannst. Schließlich erreichen wir den Gipfel des Tschiernocks auf 2088 Metern. Wir genießen die Aussicht und machen 20 Minuten Rast am Gipfel. Dann laufen wir weiter.

Das Gipfelkreuz des Tschiernocks
Das Gipfelkreuz des Tschiernocks steht leider im Nebel
Biggi und Flo am Tschiernock Gipfel
Wir am Tschiernock Gipfel – unser erster Berg in den Nockbergen. Wir mögen sie jetzt schon

Hochpalfennock und Tschierweger Nock

Wir wandern über den Grad. Jetzt kommt auch noch Schneeregen. Heute haben wir einfach kein Glück mit dem Wetter. Wir erreichen den 2.099 Meter hohen Hochpalfennock. Etwa 200 Meter nach dem Gipfelkreuz gelangen wir zu Gipfel drei heute, dem Tschierweger Nock auf 2.010 Metern.

Blick hinüber auf den Grat zu unseren zwei weiteren Gipfeln
Blick hinüber auf den Grat zu unseren zwei weiteren Gipfeln
Biggi, eingepackt in Regenkleidung, auf dem Weg in den Nockbergen
Biggi, eingepackt in Regenkleidung, auf dem Weg in den Nockbergen
Blick über die umliegenden Nockberge
Blick über die umliegenden Nockberge. Diese Gegend war unser Favorit

Gut zu wissen: Im September wird dir auf dieser Tour auf dem Grat ein richtig unangenehmer Duft in die Nase steigen. Es riecht nach Käsefüßen. Der Geruch stammt von der Pflanze Speik. Aus der Pflanze werden wohlriechende (ja, kann man sich gar nicht vorstellen) Fußsalben oder früher Haremsbäder gemacht. Da die Pflanze sehr begehrt war und es Plünderungen gab, wurde ein Gesetz erlassen. Speik wurde unter Naturschutz gestellt. Heute gibt es nur noch zwei Bauern, denen es erlaubt ist, Speik auszugraben.

Speikgeruch in den Nockbergen
Hier begann es übel zu riechen. Der Speik ist sehr intensiv
Die Wanderung in den Nockbergen
Die Wanderung in den Nockbergen ist wirklich traumhaft
Gipfel des Hochpalfennocks
Unser zweiter Gipfel heute: Der Hochpalfennock

Jetzt geht es hinunter zu unserem heutigen Tagesziel, der Bio-Sennerei Alexanderhütte. Wir kommen an Kühen vorbei und sind dann endlich in der warmen Stube der Hütte. Von hier oben aus hast du einen atemberaubenden Blick auf den Millstätter See.

Der Blick von der Alexanderhütte aus ist atemberaubend. Unter uns liegt der Millstätter See
Der Blick von der Alexanderhütte aus ist atemberaubend. Unter uns liegt der Millstätter See

Wo auf der Millstätter Alpe übernachten?

Auf der Millstätter Alpe befindet sich die Alexanderhütte. Sie ist ein Highlight auf der Tour. Die Hütte gibt es schon lange. Seit 20 Jahren hat sie der Wirt. Damals war sie total verfallen. Er hat sie neu aufgebaut und einen Bio-Landwirtschaftsbetrieb daraus gemacht. Die ganze Familie hilft mit.

Zudem gewann das Grundstück 2017 den Preis für die schönste Blumenwiese. Auf der Alexanderhütte werden Käse und Butter selbst hergestellt. Die Kühe grasen neben der Hütte. Das Essen war herausragend lecker und es gab viel vegetarische Auswahl. Das Frühstück war ebenfalls grandios. Da darfst du dann den Käse und das selbstgebackene Brot probieren.

Das Essen auf der Alexanderhütte
Das Essen auf der Alexanderhütte war einfach nur grandios

Die Zimmer sind urig und super schön eingerichtet. Auf dem ganzen Alpe Adria Trail war das in unseren Augen die schönste Hütte. Die Übernachtung für zwei Personen inklusive Frühstück hat 41 Euro pro Person gekostet. Das war ein absolut fairer Preis in unseren Augen.

Fazit: Wir geben der Etappe 4 von 5 Sternen. Ab der Pichlhütte ist die Wanderung wirklich schön. Der Aufstieg zur Pichlhütte ist allerdings lang und wenig spektakulär. Für diesen Teil der Tour ziehen wir einen Punkt ab. Die Drei-Gipfel-Tour mit dem Grat ist ein Traum. Ein Highlight ist die Alexanderhütte am Ende der Wanderung. Die Wirtsleute sind super und das Essen ist sehr gut. Der Blick auf den Millstätter See ist ebenfalls toll.

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