Alle Infos zum Alpe Adria Trail Etappe 2
HomeWanderungen Österreich

Alpe Adria Trail Etappe 2: Von Heiligenblut nach Döllach

Heiligenblut ist ein ehemaliges Goldgräberdorf. Heute kannst du sogar noch in einem nachgebauten Dorf Gold schürfen. Die zweite Etappe des Alpe Adria Trails startet direkt an der bekannten Wallfahrtskirche mit dem Bergsteigerfriedhof in Kärnten in der Region Thauern.

Auf dieser Tour wirst du an den bekannten Apriacher Stockmühlen vorbeikommen. Die Wanderung ist malerisch, sehr schön und führt am Ende noch zum Schloss Großkirchheim. Wir haben für dich den Tourenbericht, die Highlights, einen grandiosen Übernachtungstipp und wieder tolle Fotospots.

Aktualisiert am 06.03.2022

Alle Infos zur zweiten Etappe des Alpe Adria Trails

Hier findest du unsere Packliste für den Alpe Adria Trail und hier gibt’s alle weiteren Informationen inklusive einer Gesamtübersicht über alle Etappen des Alpe Adria Trails.

Die Wallfahrtskirche St. Vinzenz
Die Wallfahrtskirche St. Vinzenz am Morgen – ein bekanntes Fotomotiv
Der Großglockner angestrahlt am Morgen
Der Großglockner angestrahlt am Morgen

Werbehinweis: Wir wurden auf dem Alpe Adria Trail von Kärnten Werbung (Website) unterstützt. Auf den redaktionellen Inhalt des Artikels hat dies jedoch keinen Einfluss.

Start der zweiten Etappe in Heiligenblut

Wir starten mit der Etappe zwei in Heiligenblut. Das erste Highlight in dem Ort ist die berühmte Wallfahrtskirche St. Vinzenz. Besonders der Altarraum der spätgotischen Kirche ist sehr beeindruckend. Sie ist Grabstätte des Heiligen Briccius und Aufbewahrung des Fläschchens mit dem Heiligen Blut.

Auf der Turmseite der Kirche befindet sich der Bergsteiger Friedhof dort findest du auch das Grab des berühmten Wiener Bergsteigers Alfred Markgraf von Pallavicini. Er gilt als einer der besten Bergsteiger seiner Zeit. Er bezwang 1876 die nach ihm benannte Pallavicini-Rinne. Noch heute ist die Rinne wegen des drohenden Steinschlags gefürchtet. Der Bergsteiger kam auch bei einer Glocknertour ums Leben.

Neben vielen Bergsteiger-Gräbern liegt auf dem Friedhof das metallene Buch mit Blick auf den mächtigen Großglockner. Darin aufgeführt sind alle Bergtoten, die der höchste Berg Österreichs seit zwei Jahrhunderten gefordert hat.

Wallfahrtskirche St. Vinzenz in Heiligenblut
Hier beginnt heute unsere zweite Etappe von Heiligenblut nach Döllach
Altarraum der St. Vinzenz Kirche
Der Altarraum der Kirche ist auf jeden Fall einen Besuch wert
Der Bergsteigerfriedhof in Heiligenblut
Der Bergsteigerfriedhof in Heiligenblut mit dem bekannten metallenen Buch

Aussichtsreicher Weg über Wiesen

Wir laufen durch Heiligenblut, vorbei an alten Bauernhöfen und lassen den Ort hinter uns. Von nun an folgen wir einem gemütlichen Fahrweg vorbei an grünen Wiesen und plätschernden Bächen. Der Weg führt aussichtsreich über dem Tal entlang. Überall blühen die Blumen. Es bieten sich uns immer wieder tolle Blicke über die Landschaft.

Fensterläden im Ort
Wir laufen durch den idyllischen Ort. Hier und da ergeben sich schöne Fotomotive
Schild Alpe Adria Trail
Das Alpe Adria Trail-Schild weist uns auch heute wieder den Weg. Vorbei geht es an Bauernhöfen

Auf Holzbänken kannst du eine kurze Pause einlegen. Wir folgen nun einer Asphaltstraße durch den Wald. Der Weg steigt gemütlich an und wir haben immer wieder eine tolle Aussicht. Der Pfad führt nun, gut gesichert, an einer tiefen Schlucht vorbei. Wir überqueren eine Brücke und steigen danach steil über Holzstufen hinauf.

Weg Alpe Adria Trail Etappe 2
Der Weg führt nun durch idyllische Natur
Weg Alpe Adria Trail Etappe 2
Wir lassen Heiligenblut mit der markanten Kirche hinter uns
Brücke über den Bach
Wir queren den Bach über eine Brücke

Die Fleißkapelle

Bald erreichen wir die 1739 erbaute Fleißkapelle. Die kleine romanische Kapelle ist wirklich ein wunderschönes Fotomotiv in Mitten der Landschaft. Sanft absteigend geht es jetzt die Straße entlang durch den Wald. An einem Bauernhof fürht die Straße in einen Feldweg, den wir alsbald verlassen. Es folgt nun ein schöner schmaler Steig durch saftig grüne Wiesen.

Nach immer wieder kurzen Asphaltpassagen, laufen wir meist durch Wald. Mitunter steigt der Weg hier steil an. Wir kommen auch immer wieder durch kleine Ortschaften mit süßen Bauernhäusern.

Die bekannte Flei0kapelle auf dem Trail
Die bekannte Flei0kapelle auf dem Trail
Ausblick ins Tal währen der zweiten Etappe
Dieser traumhafte Ausblick begleitet uns während der ganzen Tour
Bergkulisse auf dem Alpe Adria Trail
Diese Bergkulisse mussten wir einfach ablichten

Der Wasserfall Jungfernsprung

Ein weiteres Highlight auf unserer zweiten Etappe ist der Wasserfall Jungfernsprung auf der gegenüberliegenden Seite des Tals. Ihm liegt eine Sage zu Grunde, wonach eine Jungfrau durch einen Mann in Bedrängnis geriet. Sie sprang den Wasserfall hinunter. Wie durch ein Wunder verletzte sie sich lediglich den kleinen Finger.

Wir lassen den Ort Schachnern hinter uns und folgen der sanft absteigenden Asphaltstraße. Dabei haben wir eine grandiose Aussicht auf den Großglockner, Heiligenblut und den Jungfernsprung Wasserfall.

Unser Tipp: es lohnt sich auf den Etappen immer, sich auch mal umzudrehen und die Aussicht in eine andere Richtung zu genießen. Dadurch veränderst du deine Perspektive und deinen eigenen Horizont.

Der imposante Jungfernwasserfall
Der imposante Jungfernsprung Wasserfall in Kärnten
Sage um den Jungfernsprung
Der Sage nach sprang damals eine junge Frau den Wasserfall hinunter

Die berühmten Apriacher Stockmühlen

Wir erreichen die Apriacher Stockmühlen. Ein kleiner Bach trieb früher die Stockmühlen an. Heute ist das ganze ein Freilichtmuseum. Du kannst das komplette Gelände kostenfrei besuchen. Insgesamt sind noch sieben aktive Mühlen auf dem Gelände. Laufe auf alle Fälle bis zur oberen Mühle. Hier findest du einen tollen Wasserfall.

Die Stockmühlen sind definitiv ein Highlight der Etappe zwei. Der Name Stockmühle rührt daher, das die Antriebsachse der Mühlen der sogenannte Stock ist, der den Mühlstein antreibt.

Früher wurde hier in der Gegend um Apriach viel Getreide angebaut und verarbeitet. Somit hatte jeder Hof seine eigene Mühle. Das Mühlgebäude steht auf Pfählen, damit das Wasser ab- oder hingeleitet werden kann. Wenn das Wasser über eine Rinne auf den Radstock schießt, überträgt sich die Bewegung auf den im Mahlraum befindlichen Mühlstein.

Die Apriacher Stockmühlen
Das bekannteste Motiv der Stockmühlen – hier siehst du drei von sieben vorhandenen
Wasserfall an den Apriacher Stockmühlen
Dieser Wasserfall erwartet dich oben an der höchsten Mühle. Von hier aus fließt der Bach durch die Mühlen hindurch
Die Apriacher Stockmühlen
Das Wasser wird zur Stockmühle weitergeleitet
Die Apriacher Stockmühlen
Hier siehst du den sogenannten Stock, der angetrieben wird
Die Apriacher Stockmühlen
Diese Mühle ist eine der weiter unten angesiedelten und letzten Mühlen. Der Trail führt an allen Mühlen vorbei

Blick auf ein Schloss

Der Weg führt nun wieder recht steil hinab in Richtung Tal. Hier folgen wir immer dem Wasserlauf, bis wir ein kleines Örtchen erreichen. Danach geht es wieder auf der Straße entlang. Danach folgen in abwechselnden Abschnitten Asphalt und Waldweg. Wir haben aber stets einen tollen Ausblick.

Die letzten zwei Kilometer steigen wir durch den Wald ab. Der Alpa Adria Trail führt immer wieder durch kleine Ortschaften. In der Ferne entdecken wir schon unseren Zielort Döllach. Nicht zu übersehen ist das Schloss Großkirchheim.

Döllach, der Hauptort der Gemeinde Größkirchheim, liegt im oberen Mölltal, in der Gebirgsregion der Hohen Tauern. Der Ort ist zwischen der Schobergruppe im Westen und der Goldberggruppe im Osten eingebettet. Die Stadt war einst Zentrum des Goldbergbaus und Verarbeitungszentrum des Goldes.

Auf dem Alpe Adria Trail
Weiter führt der Alpe Adria Trail durch die Natur
Waldweg auf dem Weg nach Döllach
Natürlich geht die Strecke auch mal durch den Wald
Auf dem Alpe Adria Trail
Wandern auf dem Alpe Adria Trail hat bei dieser Landschaft schon etwas Meditatives
Das Schloss Großkirchheim in Döllach
Blick vom Trail auf das Schloss Großkirchheim – jetzt haben wir bald unsere zweite Etappe geschafft

Das Schloss Großkirchheim in Döllach
Der Turm des Schlösschens

Empfehlenswerte Wanderführer für den Alpe Adria Trail

Liebst du es auch vorab in Reiseführern zu stöbern und dich über deinen Urlaub zu informieren. Gerade eine Tour von 700 Kilometern bedarf durchaus einer guten Vorbereitung. Wir raten dir den Rother Wanderführer auf der Tour mitzunehmen. Schon allein deshalb, weil du in dem Büchlein auch Telefonnummern und Übernachtungstipps findest.

*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Wo auf der zweiten Etappe übernachten?

Wir haben im Hotelchen Döllacher Dorfwirtshaus (hier Preise checken*) geschlafen. Es ist ein Juwel in Döllach und Umgebung. Jedes Zimmer hat einen eigenen Namen, zum Beispiel „auf die Alm“ und ist dementsprechend eingerichtet. In unserem Zimmer hingen alte, genagelte Arbeitsschuhe, eine Milchkanne sowie eine alte Heu- oder Mistgabel.

Der Ausblick war sehr schön und das Essen ist sehr zu empfehlen. Beim Frühstück wird sehr auf Nachhaltigkeit geachtet. Das Personal ist ein Traum – immer freundlich und zuvorkommend. Das Hotel ist mit Liebe eingerichtet und besticht definitiv mit Details. Wir haben uns sofort verliebt.

Das Zimmer im Döllacher Dorfwirtshaus
Das Zimmer im Döllacher Dorfwirtshaus. Siehst du die genagelten Schuhe über dem Bett?
Das Zimmer im Döllacher Dorfwirtshaus
Eines der Gerichte auf der Karte im Döllacher Dorfwirtshaus. Im Sommer kannst du im Biergarten sitzen
Das Zimmer in Döllach
Jedes Zimmer im Wirtshaus sieht anders aus – wir mochten unseres sehr

Europas letzte Zinkhütte in Döllach

Wenn du noch Zeit zur Verfügung hast, dann lohnt es sich ein wenig durch den Ort Döllach zu laufen. Dort steht nämlich Europas letzte Zinkhütte. Zwar mag das Gebäude auf den ersten Blick recht heruntergekommen wirken, aber es soll weltweit das letzte seiner Art sein.

Es soll laut Angaben der Gemeinde keine vergleichbaren Zinköfen aus dem 18. Jahrhundert mehr auf der Welt geben. Es sei ein unikales Dokument aus der vorindustriellen Epoche, so ein Aushang im Ort. Die Grundmauern des Gebäudes gehen auf das Spätmittelalter zurück. Darin wurden bis 1794 Goldbarren gefertigt. Als der Goldbergbau in Kärnten aufgegeben wurde, entstand am selben Ort eine Zinkhütte.

Die älteste Zinkhütte Europas
Dieses Gebäude sieht zwar nicht besonders aus, ist es aber. Es ist die letzte Zinkhütte Europas, vielleicht auch der Welt
Zinkofen in Döllach
Einer der sehr alten Zinköfen in Döllach

Ich hoffe, dass wir dich mit unserem Beitrag inspirieren konnten und du jetzt genauso Lust hast diese Strecke zu wandern wie wir das hatten. Einen sehr ausführlichen Bericht über alle Infos zum Alpe Adria Trail haben wir dir auch zusammengefasst.

Artikel teilen

Keine Kommentare

Deine Meinung ist uns wichtig

Hast du Fragen oder Anregungen? Dann hinterlasse hier einen Kommentar – wir antworten so schnell wie möglich


*Pflichtfelder

Das könnte dich auch interessieren

Alpe Adria Trail Etappe 12

Alpe Adria Trail Etappe 12: Von Seeboden zur Millstätter Alpe

Artikel lesen
Alpe Adria Trail Etappe 11

Alpe Adria Trail Etappe 11: Von Gmünd nach Seeboden am Millstätter See

Artikel lesen
Alpe Adria Trail Etappe 10

Alpe Adria Trail Etappe 10: vom Hühnersberg nach Gmünd

Artikel lesen
Alpe Adria Trail Etappe 9

Alpe Adria Trail Etappe 9: Vom Danielsberg auf den Hühnersberg

Artikel lesen
Ausblick auf dem Alpe Adria Trail auf der Etappe 8

Alpe Adria Trail Etappe 8: von Obervellach nach Danielsberg

Artikel lesen