Bremen: Die schönsten Sehenswürdigkeiten + Geheimtipp

Diese Sehenswürdigkeiten in Bremen musst du sehen

Bremen ist immer eine Reise wert

Die Hansestadt Bremen hat 557.000 Einwohner und ist damit die elftgrößten Stadt Deutschlands und nach Hamburg die zweitgrößte Stadt im Norden Deutschlands. Warum wir Bremen bisher noch nicht auf dem Schirm hatten? Das haben wir uns nach unserem Wochenendausflug auch gefragt. Denn Bremen ist einzigartig schön, besticht mit einer spannenden Geschichte und hat auch sonst sehr viel zu bieten. Durch eine Zufallsbekanntschaft durften wir sogar ins dunkelste Mittelalter eintauchen. Warum, das erfahrt ihr in diesem Artikel. Das Wahrzeichen der Stadt sind natürlich die Bremer Stadtmusikanten. Die darf man sich bei einem Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. Welche weiteren Top-Sehenswürdigkeiten in Bremen noch auf euch warten, verraten wir euch jetzt.

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Wir starten unseren Bremen-Rundgang im Schnoor-Viertel

Wir starten unsere Städtetour im Schnoor-Viertel. Von unserem Hotel Radisson Bremen ( hier geht’s zu unserem Hotel-Tipp in Bremen) ist das ein Katzensprung. Das Schnoor-Viertel besticht durch uralte kleine Häuser, verwinkelte Gassen, tolle kleine Läden und ist eine der Top-Attraktionen in Bremen. In den süßen kleinen Geschäften gibt es schöne handgefertigte Souvenirs aus Bremen und dem Umland. Die Läden sind mit viel Liebe eingerichtet, das sieht man auf den ersten Blick. Zwischen den Geschäften gibt es schnucklige Cafés, Restaurants und auch ein kleines Hotel. Der Name “Schnoor” stammt übrigens aus dem Schiffshandwerk. Früher wurden in dem Viertel Seile und Taue für Schiffe hergestellt.

Am Beginn unseres Rundgangs liegt die Kirche St. Johann. Das Gotteshaus wurde im 14. Jahrhundert erbaut und gehört zu den beeindruckendsten Bauten in Bremen. Backsteingotik ist der vorherrschende Baustil. Die Kirche diente dem Franziskanerorden. Seit 1973 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Übrigens: St. Johann überlebte alle Kriege und ist die einzig erhaltene Klosterkirche in Bremen.

Kirche St. Johann

Wir starten unseren Rundgang durch Bremen an der Kirche St. Johann

Kirche St. Johann Innenansicht

Es lohnt sich, einen Blick in die Kirche zu werfen

Reiseführer und Literatur zu Bremen

In unmittelbarer Nähe steht ein ganz spezieller und sehr bekannter Brunnen: der Badestubenbrunnen. Vis-à-vis vom Café Tölke, an der Ecke Stavendamm. Hier gab es einst Bremens erste öffentliche Badestube. Stave heißt Stube. Der Brunnen zeigt eine typische Szene aus der damaligen Zeit, wie es eben in den Badestuben früher ablief. In einem großen Zuber sitzt ein dickerer Mann. Eine wohlgeformte Frau befindet sich mit ihm im Becken und unter dem Wasser erkennt man noch eine weitere Frau. Diese kümmerte sich um das “Wohlbefinden” des Mannes.

Badestubenbrunnen und Café Tölke

Nur wenig weiter kommen wir an diesen Platz. Hier befinden sich der Badestubenbrunnen und das bekannte Café Tölke

Badestubenbrunnen

Der ziemlich unzüchtige Badestubenbrunnen

Das Café Tölke ist eine Institution in Bremen. Dort gibt es traditionelle Kuchen und leckeres Gebäck. Spezialität des Hauses ist die Schaumwein-Torte aus gerollten Biskuit-Schnecken, die auf dem Kuchen platziert sind. Von Käsekuchen, über Obsttorte bis Stachelbeer-Baiser bietet das Café Tölke eine tolle Auswahl. Im Sommer kann man natürlich auch im Freien sitzen.

Wir schlendern an den Häuserzeilen vorbei, die teilweise aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Dann stehen wir vor einem winzigen Hotel, dem  Hochzeitshaus (). Schon von außen ist klar: dieses Häuschen ist wirklich extrem winzig. Wie der Name sagt, können hier frisch Vermählte übernachten (heute wird das aber alles nicht mehr so eng gesehen). Früher kam das Brautpaar oft aus dem Umland und benötigte eine Bleibe. Im Hochzeitshaus konnten die Verliebten dann ihre Hochzeitsnacht verbringen. Heute gibt es zur Übernachtung ein traumhaftes Frühstücksbüffet, wurde uns gesagt, und man kann den Aufenthalt in einer wunderschönen Badewanne genießen.

Schnoor

Mitten im Schnoor

Schnoor

Die historischen Häuser und die tolle Atmosphäre im Schnoor ziehen Jahr für Jahr hunderttausende Besucher an

Figur an einer Fassade

Zu entdecken gibt es im Schnoor überall etwas wie diese Figur an einer Fassade

Hochzeitshaus Bremen

Das Hochzeitshaus Bremen – das kleinste Hotel der Welt

Definitiv im Gedächtnis bleiben uns die Weihnachts Träume, die uns wirklich sehr beeindruckt haben. In dem Bremer Weihnachtskaufhaus findet man zu jeder Jahreszeit alles, was man braucht, um für Weihnachten zu dekorieren. Das Angebot reicht von kitschig bis elegant – die Spanne ist unendlich. Natürlich kommt man nicht umhin, ein Foto zu machen. Besonders schräg ist es, im Sommer bei 30 Grad zwischen Weihnachtsmännern und Christbaumkugeln zu stöbern.

Weihnachts Träume Bremen

In den Weihnachts Träumen kann man das ganze Jahr über Weihnachtsartikel kaufen

Die Breminale

Leider findet die  Breminale nur einmal im Jahr statt. Wir möchten sie euch deshalb als Spezial-Tipp empfehlen, weil das Festival wirklich genial ist. Das Event erstreckt sich vom Gelände am Wall bis hinunter an die Weser. Während der Breminale spielen ganz verschiedene Bands jeder Couleur. Stände und Foodtrucks sorgen fürs leibliche Wohl. Die Stimmung auf der Breminale ist super entspannt und das Programm wirklich sehr vielfältig. Die Breminale ist eine Institution in Bremen und international bekannte Musiker geben sich die Klinke in die Hand. Wir sahen unter anderem die ungarische Rockband Kal, deren Bandmitglieder übrigens auch im Hotel Radisson Bremen abstiegen. Am Morgen trafen wir dann auch den recht verkatert wirkenden Geigenspieler der Band.

Breminale

Die Breminale zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. Richtig spannend wird es aber erst später am Abend

Breminale Konzert

Wenn es dunkel wird, geht es auf der Breminale richtig zur Sache

Übrigens: Während der Breminale ist der Eintritt in die  Kunsthalle Bremen frei. Das haben wir natürlich ausgenutzt und uns die Ausstellungen angesehen. Die Werke reichen vom 14. bis ins 21. Jahrhundert. Seit 1977 befindet sich das Gebäude unter Denkmalschutz. Von alten Gemälden, Werken bekannter Bremer Künstlern bis hin zu modernen Installationen ist für jeden Kunstgeschmack etwas dabei. Uns hat vor allem die moderne Ausstellung “Auto Vision – Medienkunst von Nam June Paik bis Pipilotti Rist” gefallen. Ebenso waren zum 100. Todestag Werke von Auguste Rodin ausgestellt.

Kunsthalle Bremen

In der Kunsthalle Bremen. Die Ausstellungen sind zum Teil sehr abgefahren und wirklich sehenswert

Die Wallanlagen

In den schönen Wallanlagen befindet sich die 1856 aufgestellte Steinhäuser Vase – eine große Skulptur in Form einer Vase. Die Vase ist im Winter übrigens nicht zu sehen. Nur wenige Minuten entfernt steht eine große Mühle. Sie ist umringt von einem farbigen Blütenmeer. Das Restaurant heißt passend dazu  Kaffee Mühle (Am Wall 212). Dort gibt es leckere Küchlein und eine schöne Terrasse.

See in den Wallanlagen

Die Wallanlagen sind die grüne Lunge der Stadt

Steinhäuser Vase

Die Steinhäuser Vase

Kaffee Mühle

Das Kaffee Mühle in den Wallanlagen ist einen Besuch wert

In unmittelbarer Nähe findet der Bremen-Besucher eine weitere, äußerst beliebte Skulptur: Der Schweinehirt und seine Herde. Wie der Name schon sagt, besteht das Denkmal aus dem Hirten, einem Hund, fünf Schweinen und drei kleinen Ferkelchen. Entworfen hat die Figuren 1974 der Bremer Bildhauer Peter Lehmann. Heute setzen sich Kinder auf die Schweine und Touristen lassen sich mit den Figuren fotografieren. Der Ort ist auch ein netter Treffpunkt. Früher jedoch trieben die Hirten ihre Schweine durch die Sögestraße (Plattdeutsch Soghestrate, also Sauenstraße), beziehungsweise waren vermutlich viele Sauställe in dieser Gegend.

Der Schweinehirt und seine Herde

Der Schweinehirt und seine Herde

Die Bremer Innenstadt

Majestätisch sieht der  Dom zu Bremen direkt am Marktplatz aus. Der St. Petri Dom besteht zu Teilen aus romantischen und gotischen Elementen. Heute gehört der Dom zur evangelischen Gemeinde. Seit 1973 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Man kann natürlich auch auf den Turm steigen. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf Bremen.

Marktplatz Bremen

Der Marktplatz ist Treffpunkt für Jung und Alt. Die Fassaden der Häuser sind traumhaft schön

Bremer Dom

Der Bremer Dom ist wirklich eine imposante Erscheinung

Bremer Dom

Der Bremer Dom ist – wie könnte es anders sein – auch im Inneren überaus imposant

Marktplatz von oben

Der Marktplatz von der Dom-Aussichtsebene in 60 Metern Höhe (oder exakt 265 Stufen) aus gesehen

Unter dem Dom befindet sich der sogenannte Bleikeller. Die Krypta hat ihren Namen daher, dass in diesem Raum früher Blei zum Reparieren für Dach und Fenster gelagert wurde. Heute findet sich hier jedoch kein Blei mehr. Vielmehr können die Besucher Mumien bestaunen. Sie sind sehr gut erhalten und befinden sich in offenen Särgen. Jede Mumie erzählt ihre eigene Geschichte. Kommt man aus dem Bleikeller heraus, kann man noch ein wenig im Bibelgarten flanieren. Dort gibt es einmal im Monat eine Führung.

Mumie im Bleikeller

Eine Mumie im Bleikeller – es ist nicht die einzige

Nur ein Stück weiter steht das Bremer Rathaus. Das Bauwerk ist so mächtig, dass es sofort ins Auge sticht. Das Bremer Rathaus gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Gotik und der Weserrenaissance in Europa. Das Rathaus steht wie der Dom seit 1973 unter Denkmalschutz und gehört seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe. Unter dem Rathaus befindet sich der Bremer Ratskeller. In dem Restaurant sind riesige Holzfässer aufgebaut, die für Begeisterung bei den Besuchern sorgen. Das urige Wirtshaus zählt zu den bekanntesten Restaurants in Bremen und wird von den Gästen geliebt.

Bremer Rathaus

Das Bremer Rathaus. Dahinter ragt der Turm der Kirche Unser Liebe Frauen in den Himmel

Rathausfassade Bremen

Die Rathausfassade ist ein Kunstwerk für sich

Bremer Ratskeller

Den Bremer Ratskeller gibt es seit 1405

Natürlich gehören die Bremer Stadtmusikanten zum Pflicht-Sightseeing Programm in Bremen. Die Bremer Stadtmusikanten sind wohl die meistfotografierte Sehenswürdigkeit in Bremen und stehen direkt hinter dem Rathaus. Es ist wirklich schwierig, ein Foto ohne Touristen zu schießen (zumindest zu “normalen” Uhrzeiten). Der Andrang ist riesig. Die Kupfer-Statue ist angelehnt an eines der bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm. Die Geschichte: vier alte Tiere fliehen vor ihren Herren und wollen aufbrechen, um sich als Stadtmusikanten zu verdienen. Auf ihrem abenteuerlichen Weg erbeuten sie jedoch das Diebesgut einer Räuberbande und wohnen fortan in deren Haus. Die Geschichte basiert darauf, dass es früher wirklich meist vier Musiker waren, die durch die Stadt zogen und die Menschen unterhielten, bei Hochzeiten auftraten oder wichtige Persönlichkeiten begleiteten. Die vier Tiere, ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn, versinnbildlichen die Musiker von damals. Die Statue wurde übrigens vom Bildhauer Gerhard Marcks gefertigt.

Bremer Stadtmusikanten

Die Bremer Stadtmusikanten sind die Sehenswürdigkeit, die jeder Bremen-Besucher sehen will

Schokoladenfans müssen die Schokolade von Hachez probieren. Das Unternehmen ist ein Bremer Urgestein und unterhält quasi direkt am Rathaus ein großes Ladengeschäft. Von leckeren Schokoladen-Geschenken, feinsten Pralinen bis hin zu einer tollen Tee-Auswahl im ersten Stock – hier gibt es auch leckeres Marzipan – kann sich der Besucher über eine riesige Vielfalt freuen. Wenn man in Bremen Urlaub macht, muss man mindestens ein kleines Täfelchen der Schokolade probieren.

Hachez

Bei Hachez lacht das Schoko-Herz

In der Nähe des Rathauses befindet sich auch der sogenannte Spuckstein. Wenn alteingesessene Bremer oder auch Touristen an diesem Stein vorbeilaufen, dann spucken sie mit möglichst viel Verachtung darauf. Das ist ziemlich eklig oder? Aber hinter diesem Stein verbirgt sich eine grausame Geschichte. Gesche Margarethe Gottfried war eine in Bremen bekannte und als “Engel von Bremen” titulierte Frau. Den Namen erhielt sie wohl, weil sie sich rührend um ihre Angehörigen und Freunde, aber auch Ehemänner kümmerte, die verstarben. Gesche Gottfried war aber alles andere als ein Engel. Sie war eine Serienmörderin, die geschickt mit Arsen umgehen konnte. Fünfzehn Menschen hat die Dame auf ihrem Gewissen. Gesche wurde öffentlich hingerichtet – es war die letzte Hinrichtung in dieser Art in Bremen. Der Stein erinnert an ihre Taten und um diese zu verurteilen, durften die Bürger Bremens damals wie heute auf den Stein spucken. Man sollte das Spucken vorher unbedingt üben. Wäre ziemlich peinlich, wenn es daneben geht und das jemand sieht.

Spuckstein

Hier darf gespuckt werden, was das Zeug hält. Aber bitte mit möglichst viel Verachtung, wie es Flo demonstriert

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Spuckstein

Ein wenig mussten wir aber schon nach dem (ziemlich ekligen) Spuckstein suchen, hinter dem eine grausame Geschichte steckt

Kommen wir zurück zu etwas Schönem. Die Kirche Unser Lieben Frauen ist spartanisch eingerichtet, aber sehr schön. Nach dem Bremer Dom ist sie die zweitälteste Kirche der Stadt. Der Kirchturm misst stattliche 84 Meter und ist der drittgrößte der Stadt. Was ich bisher aber noch nie gesehen habe, ist eine große Meditations-Schaukel, die sich hinter dem Altar befindet. Auf ihr kann man sich schaukeln lassen und gleichzeitig die tollen Buntglasfenster der Kirche bestaunen. Unter der Kirche befindet sich auch eine alte Kapelle, dich auch Grabstätte bekannter Persönlichkeiten in Bremen ist.

Die Kirche Unser Lieben Frauen

Die Kirche Unser Lieben Frauen steht wie so viele andere Sehenswürdigkeiten direkt am Marktplatz. Unter der Kirche kann eine alte Kapelle mit Gräbern besucht werden

Unweit des Rathauses befindet sich das Bremer Loch. Auf den ersten Blick ist daran nichts Spektakuläres. Das Bremer Loch ist einfach ein Kanaldeckel, in den man eine Geldspende werfen kann. Wirft man aber die richtige Münze hinein, so hört man die Stimmen der Bremer Stadtmusikanten aus dem Kanal. Mit den Spenden von bis zu 15.000 Euro pro Jahr unterstützt die Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe soziale Projekte. Das Bremer Loch gibt es seit Sommer 2007.

Bremer Loch

Das Bremer Loch. Man muss die richtige Münze einwerfen, um es zu aktivieren

Der Bremer Roland steht am Marktplatz und ist eine weitere Top-Sehenswürdigkeit in Bremen. 1366 gab es den ersten Bremer Roland aus Holz, der jedoch ein Opfer der Flammen wurde. Der “neue” Bremer Roland hat schon viel gesehen: Immerhin steht die Statue seit 1404 auf dem Marktplatz. Die Statue ist über fünf Meter hoch und aus Kalkstein gefertigt. Der Roland ist ein Symbol für die Bremer Freiheit. Der Roland blickt in Richtung Domportal, um die Geistlichkeit daran zu erinnern, dass der Stadtrat in Bremen viel Macht hat. Wer vor dem Roland steht, sollte sich die spitzen Knie der Statue ansehen. Die Spitzen dienten früher dazu, etwa Stoffe abzumessen. Der Abstand zwischen den Spitzen entspricht einer Bremer Elle. Das sind 55,372 Zentimeter. Wer früher etwa Stoffe oder Felle kaufte, konnte seine Ware am Roland überprüfen. War der Zollstock des Verkäufers ein wenig zu kurz geraten, wurde er bestraft.

Bremer Roland

Auch der Bremer Roland gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten

Die historische Böttcherstraße

Die bekannte  Böttcherstraße ist nur etwa 100 Meter lang, gehört aber definitiv zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Bremen. Die Gebäude wurden im Stil des Expressionismus errichtet. Die Häuser sind aber nicht einmal so alt, wie man auf den ersten Blick denken mag: die meisten wurden in der Zeit von 1922 bis 1931 gebaut. Ein bekannter Kaffeekaufmann, Ludwig Roselius, beauftragte den Bildhauer, Maler, Architekten und Kunsthandwerker Bernhard Hoetger damit, die Straße künstlerisch zu veredeln. Aus Roselius Firma, die ihren Firmensitz in der Böttcherstraße hatte, ging später Kaffee Hag hervor. Die Büste des Unternehmens ist dort auch aufgestellt.

Schon der Zugang zur Böttcherstraße mit dem Bronzerelief “Der Lichtbringerist beeindruckend. In der Straße gibt es heute Kunstwerkstätten, das Paula Modersohn-Becker Museum, ein Hotel und kleinere Gaststätten. Ein weiteres Highlight ist das Haus des Glockenspiels. Der Besucher kann hier mehrmals täglich ein Glockenspiel in der Böttcherstraße hören. Viele kleine Glöckchen spielen eine Melodie, unter anderem Seemannslieder. Das Glockenspiel wurde ursprünglich 1934 installiert. Allerdings überstanden von den einst 30 Meißner-Porzellanglocken nur sieben den 2. Weltkrieg. Schon damals war Haus des Glockenspiels auch für die sich drehenden Holztafeln bekannt, die bekannte Seemannsgeschichten erzählen. Das bestehende Glockenspiel gibt es übrigens seit 1991. Erneut sind die Glöckchen aus Meißner Porzellan gefertigt.

Überblick Gebäude Böttcherstraße

Ein Überblick über die Gebäude in der Böttcherstraße

Der Lichtbringer

Der Lichtbringer

Böttcherstraße

Die Gebäude stammen aus der Zeit 1922 bis 1931

Glockenspiel in der Böttcherstrasse

Das Glockenspiel in der Böttcherstrasse

Böttcherstraße Statuen

Drei Skulpturen (Abend, Jugend, Dämmerung v.l.n.r.) im Hoetger-Hof der Böttcherstraße, entworfen vom expressionistischen Architekt und Bildhauer Bernhard Hoetger. Wer da wohl die Brüste poliert?

Das Haus der Sieben Faulen ist ein weiteres Highlight. Das Gebäude beherbergte einst die Räumlichkeiten von Kaffee Hag. Vor allem der Brunnen der Sieben Faulen ist sehenswert. Leckermäuler werden in der Zuckerfabrik fündig. Das kleine Geschäft verkauft leckere selbstgemachte Bonbons und Lollies.

Haus der Sieben Faulen

Das Haus der Sieben Faulen mit dem bekannten Brunnen, in dem sich die Faulen verstecken

Bremer Bonbon Manufaktur

Im Haus der Sieben Faulen produziert die Bremer Bonbon Manufaktur Leckereien aus Zucker

Auch das Haus Atlantis ist geschichtlich und architektonisch sehr spannend. Generell soll das Haus die Utopie Atlantis verkörpern. Heute ist in dem Gebäude das  Radisson Blu Bremen untergebracht. Das Treppenhaus sowie der Himmelssaal sind original erhalten. Das Haus zählt zu den wichtigsten Zeugen der deutschen Architektur der Zeit zwischen den Weltkriegen.

Der Bremen-Geheimtipp: eine Führung mit dem Henker von Bremen

Er ist riesig, ein Hüne von Mann. Furchteinflößend ist sein Lachen und seine Zahnlücken sind schaurig. Mit dem Henker von Bremen ist nicht zu Spaßen. Quatsch, der Henker von Bremen ist der wohl lustigste und interessanteste Henker, dem wir je begegnet sind. Es war eine Zufallsbekanntschaft vor dem Hotel. Ein Riese, blutüberströmt. Klar, dass ich fragen musste, wo denn diese Kreatur rausgekrochen ist. Spontan lud uns der Henker ein, seiner Führung beizuwohnen. Wir waren begeistert. Der Henker heißt eigentlich Jens und zieht mit neugierigen Opfern durch Bremen. Mit viel Witz, Charme und vor allem lauter Stimme, die so manchen Touristen zusammenzucken lässt, erzählt der Henker von Bremen viele interessante mittelalterliche Geschichten. Die Führung wird euch Spaß machen und vor allem sind die Informationen, die der Henker anschaulich verpackt, unbezahlbar.  Hier könnt ihr den Henker von Bremen buchen.

Henker von Bremen

Der Henker von Bremen ist, nunja, ein Riese. Zum Glück ein sehr liebenswerter – auch wenn ich hier eine Standpauke bekomme

Henker von Bremen

Der Henker erzählt viel Spannendes über das alte Bremen. Man sollte aber stets gut vorbereitet zu den Führungen kommen. Dummschwätzer werden öffentlich bestraft .-)

Die Schlachte, das Weserufer & der Hafen

Neben der schönen Innenstadt Bremens solltet ihr an Tag zwei eurer Bremen-Reise unbedingt die historische Uferpromenade, die Schlachte, erkunden. Früher war die Schlachte Bremens wichtigster Hafen. Heute ist die Schlachte bekannt für ihre kleinen Cafés und Restaurants.

Schlachte

Die Schlachte

Cafés Schlachte

Früher ein Hafen, haben sich hier heute Cafés und Restaurants angesiedelt

Von der Schlachte führt der Weg am Weser-Ufer entlang. Achtet unbedingt auf die Schilder. Sie zeigen euch, wo ihr langlaufen müsst und welche Spots besonders interessant sind. Wer der Uferpromenade folgt, muss am (so heißt die Straße) rechts abbiegen (die Uferpromenade endet leider an einem Zaun) und steht wenig später im Marina Europahafen der Überseestadt. Von der Schlachte braucht man zu Fuß eine knappe Stunde bis zum Europahafen. Mit dem Rad geht das natürlich flotter. Die Überseestadt ist ein Ortsteil des Stadtteils Walle, der Name steht aber auch für ein Stadtentwicklungsvorhaben, in dessen Rahmen alte Hafengebiete modernisiert werden. Wie das aussieht, ist hier gut zu sehen. In teils modernen, teils alten Häusern haben sich Cafés, Restaurants, Fitnessstudios und andere Läden angesiedelt. Autofans dürfte beim  Schuppen 1 das Herz höher schlagen. In der Halle stehen ständig über 60 Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge. Der Schuppen hat täglich geöffnet und der Eintritt ist frei.

Uferpromenade

Wir folgen der Uferpromenade, müssen aber bald rechts abbiegen

Marina Europahafen

Der Marina Europahafen

Schuppen 1

Autofans kommen im Schuppen 1 voll auf ihre Kosten

Wir folgen der Uferpromenade weiter und genießen den Ausblick, bis wir eine weitere Sehenswürdigkeit erreichen – den Mäuseturm. Der kleine Leuchtturm im Hafen ist ein super Motiv. Eigentlich heißt der Turm, der zwölf Meter hoch ist und 1906 errichtet wurde, Molenfeuer Überseehafen Süd. Vom Mäuseturm aus könnte man auch noch mit der Fähre durch den Hafen fahren und ein wenig umschauen. Wer jetzt kein Fahrrad gemietet hat, kommt übrigens mit der Buslinie 20 (Haltestelle “Am Winterhafen”,  Link zur Fahrplanauskunft) schnell zurück in die Innenstadt.

Weserufer

Wir schlendern an der Weser entlang

Molenfeuer Überseehafen Süd

Das Molenfeuer Überseehafen Süd ist ein beliebtes Ausflugsziel

Bremer Hafen

Von hier hat man einen tollen Blick auf den Hafen

Alle Sehenswürdigkeiten in Bremen im Überblick

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Sehenswürdigkeiten in Bremen

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Schnoor-Viertel: 53.072867, 8.809522
Kirche St. Johann: 53.073805, 8.807865
Badestubenbrunnen: 53.073083, 8.808660
Hochzeitshaus: 53.072500, 8.809630
Weihnachts Träume: 53.072636, 8.811116
Kunsthalle Bremen: 53.072724, 8.813401
Steinhäuser Vase: 53.078817, 8.810335
Kaffee Mühle: 53.080162, 8.806910
Der Schweinehirt und seine Herde: 53.078427, 8.808600
Dom zu Bremen: 53.075439, 8.809093
Bremer Rathaus: 53.075961, 8.807677
Bremer Stadtmusikanten: 53.076201, 8.807530
Hachez: 53.076226, 8.806728
Spuckstein: 53.075813, 8.809021
Kirche Unser Lieben Frauen: 53.076451, 8.807554
Bremer Loch: 53.075637, 8.807564
Bremer Roland: 53.075852, 8.807307
Böttcherstraße: 53.075136, 8.805879
Die Schlachte: 53.077708, 8.800333
Marina Europahafen: 53.086318, 8.779836
Schuppen 1: 53.091463, 8.772395
Mäuseturm: 53.106202, 8.747724

Übrigens: Mit unserer Karte kannst du dich auch navigieren lassen. Klicke einfach auf einem Spot auf “Directions” und Google Maps wird geöffnet

Nützliche Links

Reiseführer und Literatur zu Bremen

Zahlen und Fakten über Bremen

  • Die ersten Siedlungen entstanden zwischen dem 1. und dem 8. Jahrhundert n. Chr. an der Weser
  • In Bremen leben heute 557.000 Menschen (Stand: 2017)
  • Damit ist Bremen die elftgrößte Stadt Deutschlands
  • Mit 32 Metern hat Bremen die niedrigste höchste natürliche Erhebung aller Bundesländer
  • In Bremen gibt es über 600 Brücken
  • An der Universität Bremen studieren etwa 20.000 Menschen
  • Eine der bekanntesten Bremer Spezialitäten ist Kohl und Pinkel (Grünkohl und Grützwurst)

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2 replies
  1. Sandra Mühlner
    Sandra Mühlner says:

    Hallo liebe phototravellers. Erneut kann ich nur sagen: ein toller, mit Liebe aufbereiteter Beitrag. Wie immer schön zusammengefasst und klasse Tipps. Der Henker sieht ja wirklich zum Fürchten aus. Danke für den großartigen Tipp. Werde ich im Hinterkopf behalten, wenn es bald nach Bremen geht.
    Liebe Grüße,
    Sandra

    Reply

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