Wanderung auf dem Grand Balcon Sud zum Planpraz

Genusswanderung zum Planpraz

Immer im Blick: der Mont Blanc

Nach vielen schönen Stunden im Schnee im Hochbebirge während der Arc’teryx Alpine Academy müssen wir Abschied nehmen von Chamonix. Die Fahrt nach München ist lang und anstrengend – aber noch haben wir ein wenig Zeit für eine kurze Wanderung. In Chamonix erkundigen wir uns erst im Tourismusbüro nach Wanderungen, die man Mitte Juni bei den aktuellen Schneeverhältnissen angehen kann. Wir werden aber gleich ein paar Meter weiter ins Büro der örtlichen Bergwacht “La Chamoniarde” geschickt. Wir haben bereits ein paar Ziele wie den 2.525 Meter hohen Gipfel des Brévent im Auge – die sind aber alle noch komplett eingeschneit und nur schwer zugänglich. Als schönen Halbtagestrip empfiehlt man uns die Wanderung von La Flégère zum 2.000 Meter hohen Planpraz. Das gehen wir heute auch an.

Seilbahn nach La Flégère

Vom Parkplatz in Les Praz (GPS: N 45 56.480, E 6 53.134 – Google Maps) nehmen wir die Seilbahn Téléphérique de La Flégère, die uns nach La Flégère auf 1.877 Meter bringt. La Flégère ist Ausgangspunkt vieler beeindruckender Wanderungen, etwa zum Lac Blanc auf 2.350 Metern oder den Chéserys Seen. Unsere Wanderung führt uns heute aber über einen traumhaften Panoramaweg nach Planpraz. Der Grand Balcon Sud, der Südbalkon, bietet einen einzigartigen Panorama-Blick auf das Mont Blanc-Massiv und ist auch für Familien, die ein wenig bergbegeistert sind, leicht zu schaffen. Die sogenannten Balcone sind nämlich leicht begehbare Wanderwege mit geringen Höhenunterschieden. Hundebesitzer müssen ihre Vierbeinigen Freunde leider zuhause lassen. Hunde sind auf den Wegen nicht erlaubt – auch nicht an der Leine.

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An der Bergstation La Flégère angekommen müssen wir uns erst einmal die Jacken anziehen. So weit über Chamonix herrscht doch ein ganz anderes Klima und eine ordentliche Brise. Vielleicht ist auch deshalb noch nicht viel los – wir sind fast die einzigen Wanderer. Im Hochsommer kann es hier zuweilen aber sehr voll werden. Den Einstieg zum Wanderweg Grand Balcon Sud finden wir nicht auf anhieb. Ein Arbeiter verrät uns aber den Weg. Wir nehmen nicht den breiten Fahrweg, sondern beginnen unsere Wanderung quasi auf Höhe der Bergstation. Von hier ist der Mont Blanc, mit 4.810 Metern der höchste Berg der Alpen, aber noch nicht zu sehen.

Aiguille Verte

Wir starten an der Bergstation La Flégère mit diesem grandiosen Blick auf die 4.122 Meter hohe Aiguille Verte

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Korsika – Tag 11 – Wanderung auf den Monte Rotondo (2622m)

Der Monte Rotondo – Korsikas Nummer 2

Anspruchsvolle Bergwanderung ins Hochgebirge

Der Wetterbericht sagt strahlenden Sonnenschein voraus und auf dem Plan steht eine Tour auf den Monte Rotondo. Mit 2.622 Metern ist der Monte Rotondo nach dem Monte Cinto, der auf 2.706 Meter kommt, der zweithöchste Berg Korsikas. Wir brechen zeitig in L’Île-Rousse auf. Noch lange vor Sonnenaufgang stehen wir an der kleinen Parkbucht im Restonica-Tal (GPS: N 42 15.270, E 9 04.210 – Google Maps), von der aus wir unsere Wanderung auf den Monte Rotondo starten wollen. Da unser letzter Tag auf Korsika anbricht, blicke ich wehmütig in den Himmel. Sollte ich nicht noch einmal das Stativ aufbauen? Schließlich sind wir nicht jeden Tag auf Korsika. Gedacht, getan. Unsere Wanderung verschiebt sich dadurch zwar noch einmal ein ganzes Stück nach hinten – solche Fotos sind es aber wert.

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Sonnenaufgang Restonica Tal

Die Sonne geht auf im Restonica Tal

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Korsika – Tag 10 – Wanderung auf den Gipfel der Punta Liatoghju

Der Aussichtsgipfel Punta Liatoghju

Bergtour am Meer

Der Morgen verheißt nichts Gutes. Über der Küste hängen dunkle Wolken und der Wind pfeifft. Auf der Straße wirbeln immer wieder Blätter durch die Luft. Sollen wir den Tag heute ruhiger angehen? Erst einmal die Lage checken. Wo ginge das besser als direkt hier im Hafen von L’Île-Rousse. Vom Hotel ist es nur einen Katzensprung zur vorgelegerten Insel Île de la Pietra. Hier an der schroffen Felsküste peitscht das Meer mit unbändiger Macht gegen die riesigen Felsen. Die vom Sturm aufgewirbelte Gischt benetzt mein Gesicht, die Lippen schmecken salzig. Auch zum Fotografieren ist es eine Herausforderung. Der Wind ruckelt ständig an der Kamera und den riesigen Glasfiltern.

Langzeitbelichtung Île de la Pietra

Das Bild entstand am Morgen auf der Île de la Pietra. Das Bild wurde 30 Sekunden lang belichtet

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Korsika – Tag 9 – Corte und die Kaskaden des Agnone

Die heimliche Inselhauptstadt Corte

Rundgang durch Cortes alte Innenstadt

Zugegeben, in den vergangene Tagen haben wir nicht viele Städte auf Korsika gesehen. Aber wir hatten auch nie groß das Bedürfnis – im Vergleich zu italienischen Schmuckstücken wie Florenz, Verona oder Venedig sind die korsischen Städtchen doch eher einfach und schlicht. Keine pompösen Prachtbauten, kein italienisches Flair, keine Kunstwerke. Da das Wetter heute aber nicht mitspielt und die Insel noch immer unter einer dicken Wolkendecke liegt, bleibt uns nicht viel anderes übrig, als uns nach einer Alternative zu einer Bergtour umzusehen. Da fällt unser Blick auf Corte. Die 6.300 Einwohner zählende Kleinstadt in der Inselmitte gilt schließlich als die heimliche Inselhauptstadt.

Die Zitadelle von Corte

Von unserem Stützpunkt in L’Île-Rousse erreichen wir Corte über die Inselhauptstraße in rund einer Stunde. Parkplätze sind in den engen Gassen Cortes Mangelware, aber es gibt genügend bezahlbare Parkhäuser. Wir machen uns natürlich gleich auf den Weg zur bekanntesten Sehenswürdigkeit Cortes – der Zitadelle. Schon von weiten ist die Festung, die auf einem riesigen Felsblock thront, nicht zu übersehen. Gassen mit Kopfsteinpflaster führen hinauf zur Zitadelle. Die Innenstadt von Corte ist nicht besonders groß – nach wenigen Minuten stehen wir an der pompösen Festungsmauer.

Brunnen in Corte

Die Innenstadt von Corte ist süß – es lohnt sich, hier ein wenig zu schlendern

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Korsika – Tag 8 – Wanderung auf dem Grat zur Punta Culaghia (2034m)

Beeindruckende Bergwanderung zur Punta Culaghia

Ein Höhepunkt in Korsikas Bergwelt

Wir brechen früh in L’Île-Rousse auf – schließlich steht heute eine längere Bergtour zum Col Perdu auf dem Plan. Auf der ausgebauten Inselhauptstraße kommen wir zwar schnell voran – nicht mehr aber auf der D147, die durch das beeindruckende Asco-Tal zum Ausgangspunkt unserer Wanderung führt. Die Straße ist bisweilen sehr eng und wie so viele Straßen auf Korsika extrem kurvig. Entschädigt werden wir wieder einmal mit einer atemberaubenden, fast unberührten Landschaft. Am Ende der Straße (GPS: N 42 24.203, E 8 55.409 – Google Maps), das wir nach insgesamt eineinhalb Stunden erreichen, liegt ein großer Parkplatz. Vor allem deswegen, weil hier das Skigebiet Haut Asco liegt. Viel los ist aber nicht. Ein paar Bauarbeiter bereiten die Skipisten mit schwerem Gerät für den Winter vor – ansonsten stehen noch zwei andere Autos auf dem Parkplatz. Unser urspränglicher Plan, zum Col Perdu zu Wandern, verläuft aber im Sande. Stattdessen stehen wir bald auf dem 2.034 Meter hohen Punta Culaghia. Ganz geplant ist das aber nicht.

Straße im Asco-Tal

Die Straße D147 schlängelt sich durch das Asco-Tal. Immer dabei: der fantastische Ausblick

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