Crystal Mill Wanderung (Colorado)

Wanderung zur Crystal Mill

Ein traumaftes Wanderziel in Colorado

Vor zehn Jahren sah Flo diesen einzigartigen Fotospot in einem Buch des Fotografen Laurent Matrès (→ Photographing the Southwest: Colorado/New Mexico*). Jetzt hat er sich mit mir einen kleinen Traum erfüllt und wir haben die Crystal Mill – gelistet im National Register of Historic Places – auf unserem Roadtrip durch Colorado besucht. Vor zehn Jahren war dieser Ort quasi noch völlig unbekannt. Dank Social Media, insbesondere Instagram, hat sich das heute leider geändert. Nach wie vor kann man diesen wunderschönen Ort besuchen, allerdings ist man nicht mehr alleine, wie vielleicht noch vor zehn Jahren.

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Start unserer Wanderung in Marble hinter dem Beaver Lake

Unsere Wanderung beginnt in dem kleinen Ort Marble in Colorado. Wie der Name schon sagt (deutsch: Marmor), finden sich in Marble große Marmor-Vorkommen. Es macht Spaß durch den Ort zu fahren, weil überall Marmor-Blöcke und schöne Marmor-Figuren stehen. Auf dem Weg nach Marble kommen wir an einem kleinen See vorbei, der ein schönes Fotomotiv ist. Hinter Marble liegt der Beaver Lake. Hier gibt es einen größeren Parkplatz. In den Sommermonaten musst du vermutlich hier parken. Wir fahren jedoch noch ein paar Kilometer weiter, bis ein Schild uns darauf hinweist, dass ab hier nur noch Autos mit Allrad-Antrieb weiterkommen. Wir stellen also unseren Camper-Truck ab und haben noch rund siebeneinhalb Kilometer Fußweg vor uns bis zur Crystall Mill.

"4 Wheel Drive" Schild

Kurz nach dem Beaver Lake kommt dieses Schild: “4 Wheel Drive Only”. Für uns ist es Zeit, das Auto zu parken

Steiler Anstieg auf dem Weg zur Crystal Mill

Gleich zu Beginn führt uns der Weg steil bergauf. Wir laufen die unspektakuläre Schotterpiste hinauf. Hin und wieder kommt uns ein Quad oder ATV entgegen. Ansonsten haben wir die Straße für uns. Wir sind allerdings froh, unser Auto unten geparkt zu haben. Die Schotterpiste hat ganz schön tiefe Löcher, Stufen und Ausbuchtungen, die wir mit unserem Campervan nicht hätten meistern wollen. Oben angekommen, führt uns ein Wegweiser nach rechts in Richtung Crystal. Jetzt geht es ersteinmal wieder bergab. Hier beginnt auch die vier Meilen lange One-Way-Offroadpiste. Spätestens hier sollte man seinen Miet-SUV stehen lassen (es gibt allerdings quasi keine Parkmöglichkeiten).

Wegweiser Crystel

Wir folgen der Schotterpiste bis zu diesem Schild und folgen dem Weg in Richtung Crystal

Offroadpiste zur Crystal Mill

Ab nun wird die Piste auf langen Teilen einspurig. Kommt hier Gegenverkehr, muss man mitunter lange zurücksetzen

Steinstufe

Die Stufen, die mit dem Auto zu überwinden sind, können sich sehen lassen

Der Lizard Lake

Wir kommen schließlich am Lizard Lake vorbei. Dieser kleine schöne See liegt idyllisch in der Landschaft. Wir folgen der Straße. Hin und wieder kommen hochgelegte Autos vorbei, wir treffen auch ein paar Wanderer. Die Strecke führt bergauf und bergab und in engen Kurven. Oft geht es an der Straße einen steilen Abgrund hinunter. Zwei Autos kommen hier kaum aneinander vorbei. Ein Autowrack am Flussufer lässt ahnen, was mit unachtsamen Fahrern passiert.

Lizard Lake

Wir erreichen den Lizard Lake, der idyllisch in der Landschaft liegt

Offroadpiste

Nach einem langen Aufstieg geht’s wieder bergab

Offroadpiste zur Crystal Mill

Hier geht’s rechts steil in die Tiefe

Autowrack am Crystal River

Am Ufer des Crystal River unterhalb der Schotterpiste liegt dieses alte Autowrack

Offroadpiste zur Crystal Mill

Wir folgen der Piste durch den Wald

Endlich an der Crystal Mill

Schließlich führt uns die Straße ebenerdig am Fluss entlang durch den Wald. Wir haben Glück und der Weg ist nicht verschneit, sondern einfach zu laufen. Nach zwei Stunden erreichen wir die Crystal Mill. Oder besser gesagt die Überreste des einstigen Kraftwerks. Anders als der Name suggeriert, war die Crystal Mill (auch als Lost Horse Mill oder Sheep Mountain Power House bekannt) nie eine Mühle, sondern seit 1892 das Kraftwerk für die Sheep Mountain Silbermine am Crystal River. Das, was heute noch steht, ist das alte Transformatorhaus, das erhaben auf einem Felsen steht. Die Silbermühle wurde 1917 aufgegeben. Von der alten Mine sieht man heute kaum noch etwas.

Crystal Mill

Nach knapp siebeneinhalb Kilometern erreichen wir die Crystal Mill. Wer zu der Stelle will, von der aus das Foto geschossen wurde, muss ein Formular unterzeichnen und zehn Dollar zahlen. Rechts erkennt man übrigens noch einen alten Stollen

Die Crystal Mill ist ein tolles Fotomotiv

Leider sind wir Ende Oktober etwas spät dran. Die Bäume haben ihre bunten Blätter schon fast alle verloren. Trotzdem ist die Crystal Mill mit dem Wasserfall ein unglaublich schönes Fotomotiv. Durch den enormen Besucherandrang (und damit einhergehend leider auch Vandalismus) in den vergangenen Jahren ist der Zugang zur Crystal Mill selbst leider nicht möglich. Ein Aufpasser (die Mühle befindet sich nach wie vor in Privatbesitz der Familie) achtet darauf, dass niemand über die neu errichteten Absperrungen klettert. Wer aber mindestens zehn Dollar spendet, darf hinunter zum kleinen See, der sich vor dem Wasserfall gebildet hat, und dort fotografieren. Drohnen sind an der Crystal Mill übrigens nicht erlaubt.

Crystal Mill

Noch schöner ist die alte Crystal Mill von dieser Stelle. Leider sind wir zwei Wochen zu spät für den berühmten “Indian Summer”. Um die Crystal Mill so aufzunehmen, brauchst du ein Ultraweitwinkelobjektiv

Immenser Besucherandrang

An einem schönen Samstag Anfang Oktober, als die Bäume in den schönsten Farben strahlten, haben sich mehr als 500 Fahrzeuge auf den Weg zur Crystal Mill gemacht, berichtet uns der Aufpasser. 500 Autos und ATVs auf einer oftmals nur einspurigen Offroad-Piste. Das muss ein Chaos ohne gleichen sein! Unfassbar, wie sich ein Ort durch das Internet in so wenigen Jahren komplett wandeln kann.

Die Geisterstadt Crystal

Nur drei Minuten hinter der Crystal Mill liegt übrigens die Geisterstadt Crystal. 1880 als Stadt für die umliegenden Minen gegründet, wurde Crystal City 1917 schon wieder aufgegeben. Zur Hochzeit lebten in dem Ort rund 500 Menschen. Die Häuser werden aber heute von den Eigentümern in Schuss gehalten und lassen einen Blick in die Vergangenheit zu. Der Abstecher lohnt sich auf jeden Fall. Dann geht es wieder zurück. Der Aufseher an der Mühle sagt uns, dass ein Schneesturm aufziehen könnte. Das ist hier in dieser rauen Gegend nicht ungewöhnlich und kann sehr gefährlich sein. Also nochmal ein wichtiger Hinweis: immer genug Kleidung in den Bergen dabei haben. Das Wetter kann sich super schnell ändern. Wir kommen trockenen Fußes wieder am Auto an.

Geisterstadt Crystal

Nur ein paar Minuten entfernt liegt die Geisterstadt Crystal, in der noch einige alte Gebäude stehen

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2 replies
  1. Birgit Westermann says:

    Hallo Biggi und Flo,
    das Foto ist auch nach Indian Summer wunderschön.
    Ich selbst war auch in der Gegend schon unterwegs und fand es damals sehr unberührt und beeindruckend. Das war allerdings vor ca 25 Jahren und noch vor Instagram und Co….

    Reply

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