Der Frühling kommt: Die schönsten Wanderungen in Bayern

Die schönsten Wanderungen in Bayern

Der Frühling steht vor der Tür – diese fünf leichten Wanderungen in Bayern könnt ihr zum Saisonauftakt angehen

Die Berggipfel der Alpen sind zwar mitunter noch schneebedeckt, doch der Winter zieht sich langsam zurück. Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger und die Sonne steigt immer höher. Damit rückt auch die Wandersaison in greifbare Nähe. Mit diesen fünf Wanderungen in Bayern startet ihr gut in die neue Saison.

Durch die Höllentalklamm auf das Kreuzeck (1.651m) – Wettersteingebirge

Die Wanderung durch die Höllentalklamm über das Kreuzeck ist ein Spaß für groß und klein. Vom kostenpflichtigen Parkplatz in Hammersbach (GPS: N 47 28.100, E 11 02.453 – Google Maps) – von München aus in eineinhalb Stunden mit dem Auto zu erreichen – geht es erst ein Stück durch den Wald, bevor ihr am Eingang zur Höllentalklamm steht. Die Klamm öffnet ihre Pforten erst in der schneefreien Zeit – in der Regel ab Mai. Vorher ist es nicht möglich, durch die Klamm zu gelangen. Weitere Infos zu den Öffnungszeiten und den Eintrittsgeldern findet ihr auf der Website der Höllentalklamm. In der Klamm ist es auch im Sommer sehr kühl – außerdem plätschert das Wasser von allen Seiten auf euch herab. Der Weg folgt immer dicht an der steilen Felswand, das eine oder andere Mal müsst ihr dunkle Tunnels passieren. Unter euch hört ihr das Rauschen des Hammerbachs. Sobald ihr die Klamm verlasst, erwartet euch ein unbeschreiblicher Blick auf die umliegenden Berge. Der Weg führt euch nun zur Höllentalangerhütte (1.387m), die 2015 komplett neu errichtet wurde. Von der Höllentalangerhütte biegt der Weg schließlich scharf nach links ab. Über das Hupfleitenjoch geht es nun in Richtung Kreuzeck (1.651m). Einige Stellen sind leicht ausgesetzt und mit einem Stahlseil gesichert. Der Blick auf dieser Route – auch auf die Zugspitze – ist unbeschreiblich und lässt Bergfeeling par excellence aufkommen. Am Gipfel angekommen könnt ihr im Kreuzeckhaus einkehren. Vom Gipfel erwartet euch ein großartiger Ausblick zur Alpspitze. Wer mag, kann von hier aus mit der Kreuzeckbahn ins Tal abfahren – oder über einen unschwierigen Weg zurück zum Parkplatz absteigen. Mehr Bilder von dieser Wanderung gibt es hier

Die schönsten Wanderungen in Bayern: Hier der Weg auf das Kreuzeck

Die schönsten Wanderungen in Bayern: Hier der Weg auf das Kreuzeck

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Wanderung auf den Jochberg (1.567m) – Bayerische Voralpen

Von der Münchner Innenstadt erreicht ihr den Wanderparkplatz Kesselberg (GPS: N 47 37.381, E 11 21.014 – Google Maps) auf 850 Metern Höhe mit dem Auto in rund einer Stunde. Hier kann es mitunter sehr voll sein, so dass ihr, wenn ihr zu spät kommt, nur noch schwer einen Parkplatz ergattert. Die Wanderung startet dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite – ein Wegweiser zeigt euch die Richtung. Es geht gleich recht steil los über Stock und Stein in den Wald hinein. Schnee liegt mitunter bis ins Frühjahr. Lawinen müsst ihr hier nicht befürchten, doch kann der Auf- und Abstieg bei Eis und Schnee sehr unangenehm werden. Nach einer Stunde werdet ihr mit der ersten Aussicht auf den Kochelsee belohnt. Den Weg zur Jocheral ignoriert ihr, es geht immer geradeaus. Nach eineinhalb Stunden erreicht ihr einen offenen, mit Gras bewachsenen Gipfelhang. Von hier sehr ihr schon den Jochberg-Gipfel. Es wird noch einmal steil, bevor ihr am Gipfelkreuz steht, das mitunter von Kühen belagert wird. Von hier oben genießt ihr einen fantastischen Blick über den Kochelsee und den Walchensee und darüber hinaus.

Auf dem Rückweg lohnt eine Rast an der Jocheralm mit der schönen Sonnenterrasse. Wer mag, steigt von hier nun wieder durch den Wald ab zum Parkplatz. Spektakulärer ist aber der kleine Umweg zum Walchensee. Dazu folgt ihr dem breiten Fahrweg in Richtung Sachenbach bzw. Walchensee. In der Linkskurve geht rechts ein Pfad ab. Aufgepasst: Die Beschilderung kann leicht übersehen werden. Ihr folgt dem Pfad, der später in einen steilen steinigen Forstweg mündet – Wanderstöcke sind hier sehr hilfreich – und schließlich am Walchensee endet. Wer mag, legt hier noch einmal eine Rast ein. Das Ufer lädt zum Verweilen ein. Rechts entlang führt euch der asphaltiertr Weg zurück nach Urfeld. Jetzt heißt es noch einmal Ausdauer beweisen, der Wanderparkplatz liegt nämlich ein ganzes Stück höher. Teilweise müsst ihr direkt an der Straße laufen. Ein wenig Vorsicht ist also angesagt, gerade wenn Kinder dabei sind. Mehr Bilder von dieser Wanderung gibt es hier

Blick vom Jochberg auf den Walchensee

Blick vom Jochberg auf den Walchensee

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Ettaler Mandl (1.633m) – Ammergauer Alpen

Das Ettaler Mandel gehört zu den beliebtesten Gipfelzielen unter den Münchner Hausbergen. Den Parkplatz (GPS: N 47 34.078, E 11 05.828 – Google Maps) an der Schaukäserei Ammergauer Alpen erreicht ihr aus der Münchner Innenstadt mit dem Auto in rund einer Stunde. Das Parkticket bis 24 Uhr kostet zwei Euro, vier Stunden kommen auf einen Euro. Ihr folgt dem breiten Forstweg, der euch neben einem Wassergraben sanft nach oben führt. Der Weg zum Ettaler Mandl ist gut ausgeschildert, Verlaufen ist also eigentlich ausgeschlossen. Der Fahrtweg mündet in einen Pfad, der euch nun immer weiter durch den Wald führt. Noch versperren Bäume den Blick auf Ettal und die dahinterliegenden Bergen. An einigen Stellen ist der schmale Pfad leicht ausgesetzt, aber Probleme bereitet die Strecke nicht. Ihr erreicht schließlich eine kleine Hütte im Wald. Von hier aus genießt ihr einen tollen Blick auf das Kloster Ettal und die Notkarspitze. Hinter der kleinen Hütte zieht der Weg noch einmal richtig an. Ihr folgt dem Pfad immer weiter durch den Wald. An einer beschilderten Weggabelung biegt ihr scharf nach rechts ab in Richtung Ettaler Mandl. Der Pfad führt nun an einer hohen Felswand entlang und auch hier ist der Weg wieder leicht ausgesetzt. Nach ein paar Minuten steht ihr nun am Beginn des Klettersteigs auf das Ettaler Mandl. Ein Hinweisschild warnt noch einmal vor den Gefahren. Der Klettersteig ist durchgehend mit einer schweren Kette gesichert. Vorsicht: An einigen Stellen ist der Klettersteig stark ausgesetzt und es geht ordentlich in die Tiefe. Der Steig führt über Schrofen und teilweise blankpolierten Fels. Weniger erfahrene Bergwanderer oder Kinder sollten hier unbedingt Klettergurt und Klettersteigset* anlegen.

Vom Klettersteig genießt ihr immer wieder tolle Tiefblicke und eine atemberaubende Aussicht auf die Umgebung. Vom Gipfel des Ettaler Mandl habt ihr eine einmalige Rundumsicht auf den Staffelsee, die Ammergauer Alpen, das Estergebirge, das Karwendel und das Wettersteingebirge. Viel Platz ist hier oben allerdings nicht – an Wochenenden mit Sonnenschein wird es hier mitunter sehr eng. Wer Lust hat, kann das Ettaler Mandl auf dem Rückweg auch umrunden und dabei dem Soilesee einen Besuch abstatten. Mehr Bilder von dieser Wanderung gibt es hier

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Die Aussicht vom Gipfel des Ettaler Mandl - definitiv eine der schönsten Wanderungen in Bayern

Die Aussicht vom Gipfel des Ettaler Mandl – defiitiv eine der lohnenswertesten Wanderungen in Bayern

Heuberg (1.338m) – Chiemgauer Alpen

Mit dem Auto erreicht man den Wanderparkplatz Schweibern (GPS: N 47 44.331, E 12 12.255 – Google Maps) von München aus in rund einer Stunde. Vom Parkplatz aus folgt man dem Wegweiser in Richtung Heuberg. Wer die einfache Variante bevorzugt, nimmt den Weg über die Daffnerwald-Almen zum Heuberg-Hauptgipfel. Auf den Daffnerwald-Almen – etwa auf halben Weg zum Gipfel – lockt die Deindlalm zur Einkehr. Obwohl nur 1.338 Meter hoch, genießt man vom Grasgipfel des Heubergs eine tolle Aussicht auf hunderte Gipfel. Die Wanderung über die Daffnerwald-Almen auf den Heuberg-Hauptgipfel ist absolut unproblematisch und ein echter Wandertipp für Familien mit Kindern. Wer mag, besteigt den Gipfel der Wasserwand. Der Einstieg in den Klettersteig ist nur einen Steinwurf vom Heuberg-Hauptgipfel entfernt. Ein Stahlseil ermöglicht es auch Anfängern, den Gipfel zu erklimmen. Wer nicht absolut sicher in den Bergen unterwegs ist, sollte unbedingt Klettergurt und Klettersteigset* anlegen. Für die letzten Meter auf dem Grat zum Gipfelkreuz der Wasserwand sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unabdingbar – hier gibt es keine Sicherungen.

Wer es anspruchsvoller mag, wählt die Aufstiegsvariante über Mailach auf den Heuberg-Hauptgipfel. 1,2 Kilometern hinter dem Parkplatz weist ein Wegweiser links zu den Daffnerwald-Almen – der landschaftlich schönere und deutlich anstrengendere Weg biegt aber rechts ab. Es geht durch den Wald über Stock und Stein, der Weg ist nicht immer gleich auf Anhieb zu erkennen. Wer es sich zutraut, wagt den kurzen Abstecher auf den Gipfel der Kindlwand. Der Einstieg liegt direkt am regulären Wanderweg. Hier muss aber eine Kletterstelle überwunden werden. Sicherungen gibt es nicht. Dafür ist der Ausblick vom Gipfel der Kindlwand auf die Wasserwand spektakulär. Mehr Bilder von dieser Wanderung gibt es hier

Vom Heuberg-Gipfel erwartet einen dieser tolle Blick auf die Wasserwand

Vom Heuberg-Gipfel erwartet einen dieser tolle Blick auf die Wasserwand

Brecherspitz (1.683m) – Mangfallgebirge

Die Brecherspitz (1.683m) im Mangfallgebirge in den Bayerischen Voralpen liegt direkt am Spitzingsee. Die Wanderung startet am Parkplatz des Kurvenlifts (GPS: N 47 39.988, E 11 52.570 – Google Maps). Anfangs folgt man dem asphaltierten Kratzerweg vorbei an der Kratzerhütte. An der Unteren Firstalm geht es rechts ab, das letzte Stück zur Oberen Firstalmeinem der beliebtesten Berggasthöfe in den Bayerischen Voralpen – führt über eine schöne Almwiese. Spätestens auf dem Rückweg sollte man in einer der beiden Hütten Rast machen. Vorher steht aber noch der Gipfel der Brecherspitz an. Der Weg verläuft auf einem steilen Grashang – bei Nässe artet die Wanderung deshalb zur Schlammschlacht aus. Weiter oben auf dem Grat in Richtung Brecherspitz-Gipfel wird der Weg steiniger. Einige Stücke sind etwas ausgesetzt, ein Schild warnt ausdrücklich vor der Gefahr. Die heiklen Stellen sind aber mit einem Drahtseil gesichert und für erfahrene Wanderer kein großes Problem. Trittsicher und schwindelfrei sollte man aber in jedem Falle sein. Dank der kurzen Gratwanderung kommt sogar ein wenig hochalpine Stimmung auf. Insgesamt ist die Wanderung auf die Brecherspitz ein toller Enstieg in die neue Wandersaison – wie bei jeder Tour in den Bergen sollte man die Gefahren aber nicht unterschätzen. Mehr Bilder von dieser Wanderung gibt es hier.

Ebenfalls eine der schönsten Wanderungen in Bayern: die Brecherspitz

Ebenfalls eine der schönsten Wanderungen in Bayern: die Brecherspitz

 

 

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