Die besten Blogs – Interview mit Nikki und Michi – Weltreise scheibchenweise

Weltreise scheibchenweise

Weltreise mal anders

In unserer Serie „Die besten Blogs“ stellen wir euch regelmäßig lesenswerte Blogs aus den Bereichen Fotografie, Reisen und Wandern vor. Dieses Mal: Nikki und Michi vom gleichnamigen Blog. Weltreise! Aber wer sagt denn, dass man zwischendurch nicht mal nach Hause darf? Nikki & Michi erkunden den Planeten – scheibchenweise – und berichten darüber auf ihrem fantastischen Reiseblog Nikki&Michi. Schaut unbedingt mal rein, es lohnt sich, die beiden zu begleiten.

Nikki & Michi beim Tauchen in der Karibik

Nikki & Michi beim Tauchen in der Karibik – auch das gehört zu einer Weltreise

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Wenn man eure Weltkarte mit euren Reisen anschaut ist das ziemlich beeindruckend – aber welches Reiseziel war das schönste von allen?

Das ist die schwierigste aller Fragen, die wir natürlich immer wieder gestellt bekommen. DAS eine Land gibt es gar nicht, sehr wohl aber eine Topliste. Ganz oben auf dieser Liste steht zum Beispiel Costa Rica. Das Land hat eine unglaubliche Vielfalt. Wir sind an aktiven Vulkanen vorbei, haben die Kaffeeernte im Landesinneren beobachtet, durften die Karibikküste genießen, konnten uns an dünnen Drahtseilen durch deen Urwald schwingen und im Pazifik tauchen. Ein Highlight war auch der Flug im Ultraleichtflieger über die Küste.

Abseilen auf Costa Rica

Abseilen auf Costa Rica

Dann Südafrika. Ein Traum für Menschen, die nicht nur an einem Ort bleiben, sondern auch durch das Land reisen. Hier sind wir in Kapstadt aus dem Flugzeug gesprungen, tauchten mit dem Weißen Hai von Gansbaai und beobachteten Elefanten im Addo National Park. Die Garden Route ist wunderschön und natürlich auch die Weingüter in der Kap Region.

Asien – hier schlägt unser Herz für Bali, aber auch Vietnam und Kambodscha. Gerade Kambodscha ist ein Traumreiseziel, weil es noch nicht komplett kommerzialisiert ist. Hier haben wir sogar Brunnen für Familien gebaut, die keinen Zugang zu frischem Wasser haben.

Hier machen die beiden Kambodscha unsicher

Hier machen die beiden Kambodscha unsicher

Wir mögen auch den arabischen Raum sehr gern. Unsere Reise im Jeep kreuz und quer durch den Oman hat uns die Herzen geöffnet: Die Menschen sind wirklich unheimlich gastfreundlich. Aber auch die Landschaft ist atemberaubend schön. Wer dort hinfährt sollte unbedingt eine Nacht in der Wüste Wahiba Sands einplanen. So viele Sterne haben wir nicht einmal nachts auf den Malediven gesehen. Aber auch Jordanien ist wunderschön. Hier haben wir uns 2005 in der alten nabatäischen Stadt Petra verlobt.

In Südamerika sind uns vor allem Peru und Bolivien in schöner Erinnerung geblieben. Wer einmal die Magie von Matchu Picchu in sich aufgenommen hat, vergisst das nicht mehr. In Bolivien muss man unbedingt auf dem höchsten schiffbaren See der Welt cruisen und die Mond- und Sonneninsel im Lake Titicaca sehen und die schwimmenden Inseln der Urus bestaunen.

Da drängt sich natürlich auch die Frage auf: Wo müsst ihr nicht unbedingt noch einmal hin?

Die Liste ist ellenlang. Ost- und Westafrika fehlen uns noch fast komplett. Wir waren gerade noch einmal im Süden unterwegs. Simbabwe, Botsuana und Sambia. Superschön und super aufregend. Wir sind am Rande der Victoriafälle im Devils Pool geschwommen und haben unzählige wilde Tiere beobachtet. Das hat uns mehr Lust auf diesen Kontinent gemacht. Indien – auch dieses spannende Erlebnis steht noch auf dem Zettel. Und glaub es oder nicht, wir waren auch noch nicht in Australien und Kanada.

Todesmutig stürzen sich Nikki, Michi und ihr Guide in den Devils Pool in Sambia

Todesmutig stürzen sich Nikki, Michi und ihr Guide in den Devils Pool in Sambia – auch ein Ziel ihrer Weltreise scheibchenweise

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Ihr gewinnt den Lottojackpot – lasst ihr alles stehen und liegen und brecht auf erkundet die Welt auf oder bleibt ihr bei eurem Motto „Weltreise scheibchenweise“?

In der Tat zieht es uns ja immer wieder in die Ferne. Allerdings treibt uns nicht aus Deutschland weg. Wir wohnen im Herzen Hamburgs, eine auch nach knapp 20 Jahren immer wieder eine faszinierende und überaus lebenswerte Stadt. Wir haben viele Freunde in Deutschland und unsere Familien. All das liegt uns sehr am Herzen, wie eben auch unser „Nikki&Michi Basecamp“ in Hamburg. Mit dem Lotto-Jackpot würden wir uns ganz bestimmt eine dicke nächste Scheibe unserer lebenslangen Weltreise abschneiden. Aber wir kommen mit Sicherheit immer mal wieder zurück. Wir können uns aber durchaus vorstellen, eine Weile auf Bali oder in Costa Rica zu leben.

Welche drei Reiseziele, die ihr noch nie besucht habt, stehen bei euch ganz oben auf der Wunschliste?

Palau. Wer danach googelt und diese Farben sieht, bekommt sofort Fernweh. Patagonien und Feuerland – die Weite, die Größe, die Natur, herrlich. Mongolei – hier haben wir ein Patenkind, das wir gerne einmal besuchen würden.

Berge, Wüste, Strand oder Stadt? Wo fühlt ihr euch am wohlsten? 

Als Reisende sind wir Grenzgänger, immer offen für Neues. Städtetrips, etwa nach Amsterdam oder Barcelona, sind immer spannend. Strände sind der Inbegriff des Urlaubs. Wir lieben das Meer und die Küste. Wann wir allerdings das letzte Mal länger als zwei Stunden am Strand gelegen haben, wissen wir nicht mehr (beide lachen). Wir gehen dann entweder Tauchen, Boot fahren oder fliegen auch mal drüber. Die Wüste hat für uns einen besonderen Reiz. In vielen waren wir schon unterwegs. Wir haben großen Respekt vor Wüsten, sie ziehen uns aber auch magisch an. Die Berge sind gar nicht so sehr unser Fall, obwohl wir die Anden beispielsweise sehr genossen haben. Wandern gern, aber im Kraxeln haben wir nicht so viel Erfahrung. Da ist der Respekt noch größer. Vom Mount Everest schauen wir uns lieber schöne Fotos oder Videos an. Unsere Rangliste also: Wüste, Strand, Stadt, Berge.

Auch die Wüste Wadi Rum in Jordanien will auf einer Weltreise besucht werden

Auch die Wüste Wadi Rum in Jordanien will auf einer Weltreise besucht werden

Ihr werdet auf einer einsamen Insel ausgesetzt – welche drei Gegenstände kommen mit?

Multitool, Feuerstein, Wasseraufbereiter. Auch wir erliegen immer wieder dem irrigen Gefühl, zu wenig eingepackt zu haben. Durch Südamerika sind wir mit dem Rucksack, jeweils 14 und zwölf Kilogramm auf dem Rücken. Schon nach den ersten Tagen war klar, wir wären auch mit knapp der Hälfte klargekommen.

Was ratet ihr jemanden, der das erste Mal eine Fernreise wagt. Worauf sollte man besonders achten?

Auf die Freiheit, unvorhergesehenen Umständen gelassen begegnen zu können: Geld (Plastik und Banknoten), Reise-Apotheke, Kommunikationsmittel (Handy, Skype-Zugang). Und etwas wagen! Menschliche Kontakte sind unglaublich bereichernd. Statt Angst zu haben, eine Türklinke zu drücken, einfach machen. Wir haben auf all unseren Reisen so viel Zuspruch und Freundlichkeit erfahren. Das bringt einen menschlich wirklich weiter. Also nicht nur bei sich bleiben, sondern Kontakte knüpfen.

Ansonsten ist es wie bei einer Hochzeit: Vorbereitung ist alles, wenn man nur wenige Wochen zur Verfügung hat. Wir checken vorab natürlich mögliche Unterkünfte, Wege und Sehenswürdigkeiten, planen unsere Routen und sorgen auch für Puffer. In Zeiten von Bewertungen, Videos und Fotos muss niemand mehr bei der Wahl des Hotels Roulette spielen. Wir sind in den letzten Jahren nie mehr enttäuscht worden von den Gegebenheiten vor Ort. Google Maps, youtube, vimeo, tripadvisor und Co. sei Dank. Wichtig ist auf Reisen vor allem Flexibilität. Erstens kommt es zweitens anders als man drittens denkt. Wer maulig ist, weil Flüge verspätet sind oder das Hotelpersonal muffelig ist, zerstört sich die schönsten Wochen des Jahres. Mit einer relaxten Einstellung passiert das nicht. Also: Einfach machen! Denn auch die längste Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt…

Vielen Dank für das coole Interview! Schaut unbedingt einmal bei Nikki&Michi vorbei – es lohnt sich!

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