Dominica – Tag 1 – Pferdereiten, Indian River und “Fluch der Karibik”

Der Indian River ist eine Top-Sehenswürdigkeit auf Dominica

Auf den Spuren von “Fluch der Karibik”

Nach der langen Anreise über Paris und Guadeloupe wir waren insgesamt 26 Stunden auf den Beinen starten wir den neuen Tag am Strand bei angenehmen 26 Grad. Hier befinden wir uns im Nordwesten Dominicas, in der zweitgrößten Stadt Portsmouth. Zwei Nächte werden wir in den Picard Beach Cottages schlafen. In den wunderschönen Cottages direkt am Strand hat übrigens auch die Filmcrew von “Fluch der Karibik 2” übernachtet. Wir laufen am Morgen durch den feinen Sand und genießen den Sonnenaufgang, danach gibt es ein leckeres Frühstück bei einer leichten Brise direkt am Meer. Wir genießen den Augenblick, bevor uns Oris mit seinem Taxi abholt. Oris wird uns die nächsten Tage auf unserer Dominica-Rundreise begleiten. Heute sitzen wir das erste Mal in unserem Leben auf einem Pferd, bevor wir mit dem Boot den Indian River unsicher machen. Ein Video zur Bootsfahrt auf dem Indian River findest du am Ende des Artikels.

Dominica wurde von Wirbelsturm Maria 2017 schwer getroffen. Vieles wurde zerstört, vieles aber auch schon wieder aufgebaut. Wir haben uns im Juni 2018 auf Dominica umgesehen. Diese Recherchereise wurde unterstützt von  Discover Dominica.

Die Fotos in diesem Artikel wurden mit dem iPhone 6s, der  Nikon D810 und der  Sony Alpha 6000 geschossen. Was wir sonst noch so dabei haben auf unseren Wanderungen und Reisen? Hier geht es zu unserer Fotoausrüstung.


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Die Picard Beach Cottages

Die Picard Beach Cottages in Portsmouth liegen direkt am Meer und waren auch Unterkunft für die Filmcrew von “Fluch der Karibik 2”. Schilder verraten, wer in welcher Cottage untergebracht war. Wir schlafen in Cottage 319 von Josh Bleibtreu, Director of Photography Second Unit. Das passt ja irgendwie.

Picard Beach Cottages

Wir genießen beim Frühstück die tolle Aussicht aufs Meer

Picard Beach Cottages

Auf dem Weg zu unserem Cottage

Baum

Dieser riesige Baum hat Wirbelsturm Maria getrotzt

Empfehlenswerte Reiseführer zu Dominica und zur Karibik

Pferdereiten auf Dominica

Wir treffen Valerie, die seit mehr als 20 Jahren aus Dominica lebt und hier Exkursionen mit dem Pferd anbietet (Website). Valerie ist stolz auf ihre Pferde. Vor allem auf die Fohlen, die erst kürzlich auf die Welt kamen. Vor allem ein Fohlen ist besonders wichtig für sie. Sein Vater ist im Wirbelsturm Maria gestorben. Valerie hat ihr Lieblingspferd verloren. Daher ist es für sie umso mehr ein Wunder, dass ihr Pferd noch einen Nachkommen gezeugt hat. Jeder Bewohner der Insel hat seine eigene Story zu Maria. Das ist Valeries Geschichte.

Fohlen

Eines der Fohlen

Für uns ist das eine Premiere. Als Kind saß jeder von uns schon mal auf einem Pony – aber auf einem echten Pferd? Nein, das ist heute neu. Als Valerie und unser Begleiter die Pferde fertig machen, bekomme ich schon ein komisches Gefühl im Magen. Wie wird es wohl werden, aufzusteigen und loszureiten? Aber so schnell kann ich gar nicht schauen, als dass ich meinen linken Fuß im Steigbügel habe und mich über den Sattel schwinge. Wow, ich sitze auf einem echten Pferd. Als es losläuft, fängt es richtig an zu schaukeln. An dieses Gefühl muss ich mich erst einmal gewöhnen. Und ja, ich habe mir vorher nicht vorgestellt, wie es sich wohl anfühlen würde auf einem Pferd zu sitzen. Für erfahrene Reiter dürfte es recht lustig klingen, aber für mich war das alles echtes Neuland.

Reiten am Meer

Wir reiten gemütlich am Meer entlang

Fort Shirley im Cabrits National Park

Mit Valerie und unserem Begleiter brechen wir mit drei Pferden auf. Ehrlich gesagt komme ich mir vor wie ein nasser Sack auf einem wankenden Schiff. Ich bin auch etwas unzufrieden mit mir selbst. Schließlich will ich nicht, dass mein Pferd unter meiner schlechten Haltung und meinem Nichtwissen leidet. Das tut Ginger, mein Pferd offensichtlich nicht. Dennoch, ich wüsste gerne, wie ich ihr sagen soll, dass es mir leid tut, dass sie so einen Dilletanten auf ihrem Rücken ertragen muss ;-). Unser Begleiter kümmert sich wirklich toll um Flos oder mein Pferd. Angst braucht man die ganze Tour über nicht zu haben. Wir wandern mit den Pferden in den Cabrits National Park und haben von dort einen traumhaften Ausblick auf die Insel. Wir besichtigen Fort Shirley. Die Festung diente im 18. Jahrhudert als militärischer Außenposten der Briten zur Verteidigung des Inselnordens. 1854 überließen die Briten Fort Shirley dem Verfall. 1989 wurden einige der Gebäude vom Historiker Lennox Honychurch wieder aufgebaut. Im Wald finden sich aber noch immer viele Ruinen, die langsam verfallen.

Fort Shirley

Teile von Fort Shirley wurden aufwändig restauriert

Blick auf Portsmouth

Blick von Fort Shirley auf Portsmouth

Ruine Fort Shirley

Auch das ist Fort Shirley. Im Urwald finden sich noch einige Ruinen

Mit den Pferden am Purple Turtle Beach

Wir reiten mit den Pferden eine schöne Runde im Nationalpark und dann geht es noch an den Purple Turtle Beach. Hier dürfen wir mit den Pferden ins Wasser reiten. Der Strand ist sehr lang, der Sand super fein und das Wasser ist einfach nur wunderbar warm. Wir genießen den Aufenthalt hier sehr. Als ich mich wieder aus dem Sattel schwinge, habe ich Pudding-Beine. Mal sehen, ob wir am nächsten Tag Muskelkater haben werden.

Reiten im Meer

Es ist gar nicht so einfach, im Meer das Gleichgewicht auf einem Pferd zu halten

Der Indian River  Schauplatz von “Fluch der Karibik”

Der Indian River gehört zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten auf Dominca. Wir sind schon gespannt, was wir auf der Tour sehen werden. Jerome, unser Guide, plaudert aus dem Nähkästchen. Immerhin wurde “Fluch der Karibik 2” unter anderem auf Dominica gedreht – und zwar auch hier auf dem Indian River. Natürlich nicht alles, aber einige Szenen aus dem Film. Und Jerome war es, der Johnny Depp alias Captain Jack Sparrow, Orlando Bloom alias William „Will“ Turner und Keira Knightley alias Elizabeth Swann mit seinem Ruderboot immer zum Set auf den Indian River gefahren hat. Wow, und wir sitzen jetzt bei Jerome auf dem Boot und fahren zum Set von Fluch der Karibik. Wenn du auch einmal auf Dominica Urlaub machst und den Indian River anschaust, solltest du einen Anbieter wählen, der Ruderboote nutzt. Es gibt auch Anbieter mit Motorbooten – da geht aber das Feeling vollkommen verloren.

Wir lassen die Anlegestelle und den Trubel der Straße schnell hinter uns und tauchen ganz schnell in die unberührte Natur ein. Es ist traumhaft schön. Wir sehen riesige Krabben und dann taucht im Baum sogar ein Leguan auf.  Wow, einen Leguan in freier Wildbahn haben wir beide auch noch nie gesehen. Es gibt hier sogar Boas. Wir sehen aber leider keine der Riesenschlangen, die auch ganz hervorragend schwimmen können. Der Indian River ist übrigens der einzige schiffbare Fluss auf Dominica und zieht sich sieben Kilometer aus dem Landesinneren bis zum Meer.

Bootsfahrt auf dem Indian River

Wir starten unsere Bootsfahrt auf dem Indian River

Bootsfahrt

Ich genieße die Fahrt

Indian River

Der Indian River führt durch den dichten Urwald

Ruderer

Jerome rudert uns den Fluss entlang

Indian River - Drehort "Fluch der Karibik"

Hier wurde eine Szene von Fluch der Karibik gedreht. Wirbelsturm Maria hat das Filmset leider zerstört

Mangroven

Wir fahren vorbei an Mangroven

Leguan im Baum

In einem Baum sehen wir einen Leguan

Vogel im Wald

Wir kommen bei der Fahrt mit dem Boot auch vielen Vögeln ganz nah

Riesenkrabbe

Der Indian River ist auch Lebensraum dieser Riesenkrabben

Johnny Depp und “Fluch der Karibik”

Jerome rudert uns auf dem Fluss entlang und erzählt allerlei Wissenswertes über Flora und Fauna. Die Fahrt in dem kleinen Ruderboot ist wirklich ein Erlebnis – und sehr zu empfehlen. Ein weiteres Highlight wartet ein Stück weiter im dichten Dschungel. Hier gibt es tatsächlich eine Dschungel-Bar. Jerome erzählt, dass Johnny Depp gerne einen Dynamite Punch getrunken hat. Klar, dass wir den auch probieren. Und der knallt! An Rum hat der Barkeeper nicht gespart – und das ist gut so. Bei Reggae-Musik im Dschungel genießen wir unseren Punch. Rund um die Bar haben die Landsleute hier einen Botanischen Garten angelegt. Wer Interesse an einheimischen Pflanzen hat, wird hier definitiv fündig. Wir laufen die kleinen verschnörkelten Wege entlang, manche sind mit kleinen Brücken ausgestattet – und schauen uns um. Ein Mitarbeiter bindet gerade Blätter, um sie für das Dach zu präparieren. Er bündelt sie auf kleinen Haufen. Wilder Hibiskus und andere Pflanzen wachsen hier und sind wunderschön. Man kann sich an diesem Ort kaum satt sehen. Schließlich bestellen wir noch einen Dynamite Punch für die Rückfahrt zum Mitnehmen. Es ist eine sehr lustige Fahrt.

Anlegestelle

Hier legen wir an. Die Dschungelbar ist nicht weit

Bar im Urwald

Der Barkeeper serviert einen Rumpunsch, der vor uns schon Johnny Depp umgehauen hat (den vielleicht weniger als uns)

Baden auf Dominica

Zurück in Portsmouth wartet schon Oris, der uns ins Hotel fährt. Es ist noch recht früh. Wir nutzen den Nachmittag, um ins Meer zu springen. Wir haben noch immer ziemlich viel Alkohol im Blut und genießen das Hier und Jetzt. Der Strand ist kilometerlang und menschenleer. Die Sonne brennt und das Wasser hat bestimmt 28 Grad. Es ist ein herrliches Gefühl, nach dem doch sehr schweißtreibenden Tag in die kühlenden Fluten zu springen.

Video: Bootsfahrt auf dem Indian River

Unsere Dominica-Reise im Überblick

Tag 1 Pferdereiten, Indian River und “Fluch der Karibik” | Tag 2 Voluntourism und Wegbau (Waitukubuli National Trail) | Tag 3 Emerald Pool & die Kalinagos | Tag 4 Titou Gorge, Trafalgar Falls und Wotten Waven Pools | Tag 5 Wanderung durch den Dschungel | Tag 6 Freshwater Lake, Soufrière, Champagne Reef & Scotts Head | Tag 7 Mero Beach und Salisbury Beach | Tag 8 Wasserfall-Tour | Tag 9 Das erste Mal Tauchen

Empfehlenswerte Reiseführer zu Dominica und zur Karibik

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