Unsere Fotoausrüstung fürs Reisen und Wandern

Kameras und Zubehör im Überblick

Als Vollzeit-Blogger, Weltreisende und Outdoor-Fans haben wir hohe Ansprüche an unsere Kameraausrüstung. Zum einen wollen wir Fotos in Top-Qualität – und dafür braucht es einfach eine hervorragende Fotoausrüstung. Zum anderen sind wir aber auch viel unterwegs. Nicht nur in fernen Ländern, sondern auch auf hohen Bergen und in unwirtlichen Gegenden – zum Teil tagelang. Nichts ist da schlimmer als ein schwerer Rucksack. Für diese Spezialeinsätze haben wir daher auch immer eine kompakte Alternativ-Ausrüstung. Mit welcher Fotoausrüstung wir auf Reisen und womit wir in den Bergen unterwegs sind, verraten wir dir in diesem Artikel.

Landschaftsfotos

Was gibt es schöneres, als nach einer langen Reise mit Fotos wie diesen nach Hause zu kommen?

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Wenn es um Top-Qualität geht: Nikon D810 und eine breite Palette an lichtstarken Objektiven

Für Fotos in Top-Qualität, etwa für Fotoausstellungen, geht nichts über das Vollformat (das Mittelformat lasse ich einmal außen vor). Vollformatkameras sind leider schwer und unhandlich. Das gilt für DSLRs noch mehr als für Systemkameras (DSLM). DSLRs haben aber auch einige Vorteile (zum  Vergleich DSLR vs. DSLM), gerade auf langen Reisen mit schlechter Stromversorgung oder in rauen Gegenden. Seit Jahren ein treuer Begleiter auf all unseren Reisen ist die Nikon D810. Noch besser ist natürlich der Nachfolger Nikon D850. Aber wir sehen es einfach nicht ein, alle paar Jahre den extrem teuren Kamera-Body zu wechseln, zumal die Fotos der Nikon D810 schon auf höchstem Niveau sind. Und: Das Foto macht nicht die Kamera, sondern immer der Fotograf. Viel entscheidender als eine gute Kamera sind zudem gute Objektive, die im Extremfall und bei guter Pflege Jahrzehnte genutzt werden können.

Ohne gute Objektive nutzt die allerbeste Kamera nichts. Um keine Kompromisse in der Landschaftsfotografie einzugehen, setzen wir im Weitwinkelbereich auf das Nikkor 14–24 mm 1:2,8. Viele sagen, es sei das beste Ultraweitwinkelobjektiv der Welt. Ich kann nur bestätigen, dass das Objektiv immer gestochen scharfe Bilder bis in die Ecken liefert und auch bei Nacht ganz hervorragende Fotos macht. Als Standardobjektiv ist das Nikkor 24–70 mm 1:2,8 immer im Fotorucksack. Das Nikkor 80-400 mm 1:4,5-5,6 ergänzt unsere Fotoausrüstung.

Man darf aber nicht verschweigen, dass eine Vollformat-DSLR mit lichtstarken Objektiven extrem klobig und schwer ist. Man muss schon sehr gute Gründe haben, eine so schwere Ausrüstung mit auf lange Reisen oder Wanderungen zu nehmen.

Polarlichter über dem Kirkjufell

Für solche Aufnahmen bietet sich ein lichtstarkes Ultraweitwinkelobjektiv wie das Nikkor 14-24 mm 2.8 an

Wenn es ums Gewicht geht: die Canon M50 für Wanderungen

Die schwere und sperrige Nikon D810 zaubert traumhafte Fotos. Auf lange Wandertouren nehmen wir die Vollformat-Nikon mit den schweren Objektiven nur mit, wenn wir am Ziel ein Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangs-Shooting planen. Kommt es auf jedes Gramm an, setzen wir auch wegen der guten Video-Funktion auf die Canon M50 (zum  Test). Die kompakte DSLM mit APS-C-Sensor ist ideal für lange Wanderungen und als „Immer-Dabei-Kamera“. Die Bildqualität lässt in dieser Klasse keine Wünsche offen. Um möglichst viele Situationen abzudecken, setzen wir auf das Canon EF-M 18-150 mm 3.5-6.3 IS STM, das über einen enormen Brennweitebereich verfügt. Von leichten Weitwinkelaufnahmen bis hin zu Teleaufnahmen ist mit diesem Objektiv alles möglich.

Canon M50

Die kompakte Canon M50 schlug sich in unserem Kameratest ganz hervorragend

Reinigungsmittel für Objektive und Filter

Saubere Linsen und Filter sind essentiell für beeindruckende Fotos. Wir haben wirklich schon viele verschiedene Reinigungsmittel ausprobiert. Filter reinigt man am besten unter warmen Wasser mit etwas Spülmittel und einem Tuch, das nicht fusselt. Für Objektive und für unterwegs sind wir bei den Reinigungsmitteln von Hama hängengeblieben. Vor allem, weil die Reinigungsflüssigkeit quasi keine Schlieren hinterlässt. Das kann man nicht von allen Reinigern sagen. Neben Reinigungsflüssigkeit und Tüchern gehören ein Pinsel und ein Blasebalg in den Fotorucksack. Auch ein sogenannter Lenspen ist sehr nützlich. Wichtig: Entferne immer erst allen Staub vorsichtig mit Pinsel und Blasebalg von den Linsen. Erst danach reinigst du das Glas mit Reinigungsflüssigkeit.

Das Smartphone

Natürlich spielt auch das Smartphone eine immer größere Rolle. Die Kameras der Top-Geräte werden immer besser, selbst bei schwierigen Lichtsituationen. Und wie heißt es so schön: Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat. Eine der besten Smartphone-Kameras bietet aktuell das iPhone Xs mit zwei Hauptkameras.

Video-Ausrüstung

Canon M50 und iPhone Xs machen schon ganz hervorragende Videos. Als dritte Komponente kommt in unseren  Youtube-Videos auch eine Gopro Hero5 Black mit Gimbal zum Einsatz. Aktuell überlegen wir aber, auf die GoPro Hero 7 Black umzusteigen, weil es mit der Gopro Hero5 doch öfter Software-Probleme gibt. Außerdem ist der Bildstabilisator der GoPro Hero 7 Black wirklich beeindruckend. Einen Gimbal braucht man mit der GoPro Hero 7 Black in der Regel nicht mehr.

Kamera-Drohne

Auf unseren Reisen begleitet uns auch stets eine Drohne. Klein und leicht sollte sie sein, auch wegen der vielen Wanderungen. Und so haben wir uns für die DJI Spark entschieden. Für ihre Größe macht die DJI Spark gute Aufnahmen, an die großen DJI-Modelle reicht die Spark aber natürlich nicht dran. Hier überlegen wir aktuell, wieder aufzurüsten (nachdem wir lange mit einer DJI Phantom 4 unterwegs waren). Auf der anderen Seite: Es wird immer schwieriger zu fliegen, weil es immer mehr Einschränkungen und Verbote gibt.

Kamera-Filter

Filter sind das A & O in der Landschaftsfotografie. Über den Nutzen von Grauverlaufsfiltern ( Kaufberatung) kann man sich streiten. Polfilter und Graufilter sind aber definitiv durch nichts – auch nicht durch die beste Bildbearbeitungssoftware – zu ersetzen. Mit dem Grauverlaufsfilter kannst du den Himmel abdunkeln. Das ist sehr praktisch, wenn du am Morgen oder am Abend gegen die tief stehende Sonne fotografierst. Ein Polfilter nimmt die Reflexionen aus nichtmetallischen Oberflächen weg. Mit dem Graufilter kannst du dein Foto länger belichtet, also etwa, um Wasser wie Nebel erscheinen oder Wolken verschwimmen zu lassen. Im Laufe der Jahre haben sich einige Filtermarken bei uns angesammelt, die allesamt gute Arbeit leisten. In unserem Fotorucksack finden sich Grauverlaufsfilter von Formatt-Hitech (Firecrest-Serie), Lee und  Rollei. Bei den Graufiltern nutzen wir Filter von Formatt-Hitech (Firecrest-Serie) und Haida. Der Polfilter kommt ebenfalls von Haida. Bei allen unseren Filtern handelt es sich um rechteckige Steckfilter in der Größe 150 mm (das ist dem sperrigen Nikkor 14–24 mm 1:2,8 mit gewölbter Linse geschuldet). Heißt, auf das Objektiv wird ein Filterhalter geschraubt. In diesen werden dann die Filter eingeschoben (bis zu drei Stück in Reihe). Um die Filter auf das sperrige Nikkor 14–24 zu montieren, nutzen wir den Haida 150mm Filterhalter (inkl. Adaper für die anderen Nikon-Objektive). Für die Canon M50 nutzten wir kleinere Filter in der Größe 100 mm und einen Lee-Filterhalter.

Grauverlaufsfilter (100er-System)

Graufilter (100er-System)

Polfilter (100er-System)

Filterhalter

Stativ

Eine große Vollformat-Kamera mit schweren Objektiven verlangt nach einem robusten Stativ. Für lange Reisen und auf Wanderungen darf das Stativ aber auch nicht zu schwer sein. Die Lösung kommt aus Italien: das Gitzo Traveler GK1545T mit dem Stativkopf 82TQD ( Testbericht). Billig ist diese Kombination leider nicht. Rund 1000 Euro werden fällig, will man mit dem Gitzo auf Fotosafari gehen. Für das Geld bekommt man auch schon eine Vollformat-Kamera. Wer das Gitzo aber einmal benutzt hat, will nie mehr mit etwas anderem arbeiten. Das Stativ bringt mit Stativkopf rund 1,5 Kilo auf die Waage und steht bei jedem Wetter wie ein Fels in der Brandung. Wer keinen vierstelligen Betrag für ein Stativ ausgeben will, findet in unserer  Stativ-Kaufberatung gute Alternativen.

Gitzo Traveler

Mit dem Gitzo Traveler im Hochgebirge in Nepal unterwegs

Fotorucksack

Der Lowepro Flipside 400 AW ist ideal für uns. Man muss zwar etwas quetschen, aber dann bekommt man die Nikon D810 mit den drei lichtstarken Objektiven, allen Filtern und dem Filterhalter in den praktischen Rucksack, der nur über das Rückteil Zugriff auf die Kameraausrüstung erlaubt (Langfinger haben keine Chance). Das Stativ findet locker außen Platz. Die Canon M50 muss bei voller Bestückung leider anders transportiert werden.

Wanderrucksack

Als Markenbotschafter für den US-Rucksackhersteller Gregory haben wir natürlich auch jede Menge Wanderrucksäcke. Für lange und anspruchsvolle Touren empfehle ich den  Gregory Baltoro. Ich kenne keinen Rucksack, der sich so gut dem Rücken anpasst und der auch nach Stunden noch locker zu tragen ist. Hier bekommt man auch auf langen Wanderungen außerdem einen Teil der Kameraausrüstung unter.

Der Gregory Baltoro im Einsatz in den französischen Alpen

Kamerahalterung Peak Design Capture Clip

Seit Jahren schon begleitet uns der Peak Design Capture Clip auf allen Reisen und Wanderungen. Dank der Kamerahalterung ist unsere Kamera immer sofort griffbereit. Der Peak Design Capture Clip (zum  Test) wird einfach am Gurt des Rucksacks festgemacht. Hier wird dann die Kamera eingehackt. Dabei spielt es keine Rolle, ob kleine DSLM oder Vollformat-DSLR.

Das war also ein Blick in unseren prall gefüllten Reise- und Fotorucksack. Unser Fokus liegt natürlich auch auf Reisen auf der Landschaftsfotografie. Heißt, unsere Ausrüstung ist nicht für jeden die ideale Ausrüstung. Dann kommt es eben auch sehr darauf an, was du mit den Fotos machen willst. Für Instagram, Facebook und kleine Ausdrucke reicht oftmals sogar das Smartphone, zumal es hier ja auch Geräte mit mehreren Brennweiten für verschiedene Situationen gibt. Fotografierst du viel mit dem Smartphone? Dann haben wir hier für sich Tipps für  richtig gute Smartphone-Fotos.


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