Höhlentour im Silberloch im Altmühltal

Das Silberloch

Eine Höhlentour im Altmühltal

Heute steht unsere erste Höhlentour auf dem Programm. Wir brechen zeitig auf, schließlich liegen gut 100 Kilometer zwischen München und dem Altmühltal. Wir sind zeitig da und werden bereits von den Guides von Simply Outdoor erwartet. Regenjacken und warme Klamotten standen auf der Packliste, nichts davon brauchen wir bei dem strahlenden Sonnenschein. Langsam rollen auch die anderen Teilnehmer der Tour ein – insgesamt sind wir zwölf Männer und Frauen und vier Guides. Die Gruppe wird später aber geteilt, damit es in der Höhle schneller vorangeht. Dann kann der Spaß ja beginnen! Nach einer kurzen Wanderung stecken uns die Guides in Overalls, wir legen uns die Klettergurte an und setzen unsere Helme auf. Von außen sieht das Silberloch wenig spektakulär aus. Einfach ein kleines Loch mitten im Fels.

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Schon kurz nach dem Eingang wartet die erste Abseilstelle. Es ist nicht wirklich tief, vielleicht zwei, drei Meter. Wegen des nassen rutschigen Fels‘ bin ich aber froh, hier nicht frei klettern zu müssen.

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Von hier erreichen wir schnell den ersten größeren Raum. Es hat schon einen Hauch von Abenteuer hier unten, wir kommen uns vor wie die größten Entdecker. Das ist natürlich Unsinn, aber das Gefühl ist, was zählt.

Die nächste Stelle ist schon schwieriger zu überwinden. Es geht gut drei Meter steil nach oben. Ein Seil hilft, Halt zu finden. Auch hier ist der Fels wieder extrem glatt. Was auf den ersten Blick sehr einfach aussieht, ist für Ungeübte gar nicht so leicht. Unsere Guides bringen uns aber alle sicher nach oben.

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Nach ein paar Metern in völliger Dunkelheit – nur unsere Stirnlampen spenden etwas Licht – heißt es: Auf den Boden, Kopf einziehen und robben. Viel Platz ist nicht und der Durchgang ist bestimmt zehn, 15 Meter lang, bevor es wieder in einen größeren Raum geht.

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Hier erwartet uns der sogenannte Geburtskanal. Der Name könnte nicht passender gewählt sein. Es geht steil nach oben, bestimmt zehn Meter. Wir quetschen uns alle einzeln durch einen winzigen Schacht, versuchen irgendwie auf dem nassen Fels Halt zu finden. Ich verliere jegliches Zeitgefühl. Habe ich jetzt drei Minuten für den Kanal gebraucht – oder waren es zehn? Wie auch immer, oben kommen wir in einen riesigen Raum voller Stalaktiten und Stalagmiten.

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Die dringlichste Frage ist: Müssen wir durch den Geburtskanal etwa wieder nach unten? Kalter Angstschweiß rinnt mir über die Stirn. Das wird kein Spaß! Doch Entwarnung. Nach einer kurzen Pause seilen wir uns wieder ab. Es geht bestimmt zehn Meter in die Tiefe. Wer nicht aufpasst, rutscht schnell an dem glitschigen Fels aus.

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Wir kämpfen uns den selben Weg nach draußen, den wir hergekommen sind. Ohne die Guides wären wir aber wohl aufgeschmissen gewesen. Viele kleine Tunnel führen in unterschiedliche Richtungen. Ich wäre hier drinnen hoffnungslos verloren, würde vermutlich nie wieder Tageslicht sehen. Aber so kommen wir schließlich alle wieder nach drei Stunden wohlbehalten draußen an.

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Zurück am Parkplatz genießen wir noch das schöne Wetter und den Blick auf Burg Randeck, die hoch über der Altmühl im Altmühlta.

Burg Randeck bei Essing

Fazit

Eine sehr beeindruckende und teilweise schweißtreibende Tour für alle, die ein wenig Abenteuer suchen. Die Guides sind super nett und gut ausgebildet. Man wird aber nicht durch die Höhle getragen, das sollte einem klar sein. Blaue Flecken bleiben kaum aus und wer Platzangst hat, ist hier völlig falsch. Eins steht aber fest: Unsere nächste Höhlentour ist ausgemachte Sache!

Ihr wollt auch auf Entdeckungsreise in die Unterwelt gehen? Hier geht’s zur Tour*


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