Intro – Eine Reise in den Südwesten der USA

Der Südwesten der USA und seine Magie

Wie alles anfängt

Vor langer langer Zeit… Nein, quatsch, es ist gerade einmal ein Jahr her, das wir im Südwesten der USA waren. Nach unserer Reise in den Südwesten der USA Mitte 2010 war uns sofort klar: Wir kommen wieder. Schon im Dezember reifen die ersten Ideen für eine neue Tour. Ganz oben auf der Wunschliste steht der Yellowstone Nationalpark. Der Supervulkan wird eines Tages in die Luft fliegen und uns alle mit in die ewigen Jagdgründe nehmen. Dem wollen wir zuvorkommen – doch es kommt anders. 

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Ein Abstecher zum Yellowstone Nationalpark würde schließlich ein erhebliches Loch ins ohnehin knappe Budget schlagen und auch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Nationalpark liegt recht abgelegen. Mit dem Auto bräuchte man aus Las Vegas eine Ewigkeit und Flüge sind teuer. So entschließen wir uns, den Yellowstone Nationalpark auszulassen.

Also drei Wochen Wüste, Klapperschlangen und rote Steine? Nein! Stattdessen wollen wir in der letzten Woche von Las Vegas über Los Angeles dem Highway 1 nach Norden in Richtung San Francisco folgen. Die Tour steht quasi schon fest, als ich ein atemberaubendes Foto vom Lake Tahoe in einer amerikanischen Fotozeitschrift entdecke. Ich bin sofort Feuer und Flamme. Der Lake Tahoe liegt leider weit weg vom Schuss. Also doch nicht hin? In werfe alle Pläne über den Haufen und überlege mir eine neue Route. Wir werden von Las Vegas durchs Landesinnere nach San Francisco fahren und von dort aus noch einen Abstecher nach Süden wagen. Das hat den Vorteil, dass wir an den Alabama Hills und dem Mono Lake vorbeikommen.  Nun steht die Route endlich und wir können mit dem Feintuning beginnen. Hotels buchen, GPS-Daten speichern und Karten ausdrucken. Geplant sind unter anderem anstrengende Wanderungen durch den Coyote Gulch – ein beeindruckender Canyon in der Nähe des Wüstenstädtchens Escalante in Utah – und zur sogenannten Golden Cathedral, die am Vormittag vom Sonnenlicht in ein goldenes gelb getaucht wird. Doch es kommt wieder einmal alles anders.

Drei Wochen vor unserem Abflug klingelt mein Handy: “Haben wir eine  Reiserücktrittsversicherung?”, schallt eine verzweifelte Stimme durch die Ohrmuschel. Es ist Tiny T, die sich einen Außenbandriss zugezogen hat. Doch der Doc macht immerhin leise Hoffnungen, dass sich das bis zu unserer Abreise am 18. Juni halbwegs stabilisieren könnte. Größere Wanderungen müssen wir allerdings streichen. Also gut, noch einmal alles neu planen. Keine zwei Wochen vor unserem Abflug komme dann ich völlig unvermittelt ins Krankenhaus und werde noch am selben Tag operiert. Zum Glück kann ich die Klinik nach zwei Tagen verlassen. Ich bin allerdings schwer angeschlagen. Aber würde Rambo vor dem entscheidenden Showdown aufgeben? Nein! Also los, ab in den Südwesten der USA. 

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Unsere Route durch den Südwesten der USA

Und für alle Neugierigen, hier unsere Tour im Schnelldurchlauf: Nach einem katastrophalen Flug ins Zockerparadies Las Vegas geht’s mit 50 Liter Wasservorrat im Kofferraum für zwei Tage ins Valley of Fire. Eingewöhnungsphase. Tag drei führt uns in den Zion Nationalpark und zum fast 2.000 Meter hohen Observation Point. Ohne Schweiß ist das aber nicht zu haben. So werden wir am Ziel auch mit “Congratulations” beglückwünscht. Der Ausblick vom Observation Point ist unbeschreiblich und stellt so manche Hollywood-Produktion in den Schatten. Weiter geht’s ins kleine Wüstenstädtchen Escalante – auf dem Weg dahin dürfen der Willis Creek und der Kodachrome State Park nicht fehlen. Der nächste Stopp heißt Cathedral Valley. Nach einer Flußdurchquerung und unzähligen Meilen durch die Wüste kommt das schlimmste Stück am Ende. Für den Rückweg nach Escalante entscheiden wir uns für den Burr Trail. Tag acht ist ganz dem Autofahren gewidmet: Allerdings abseits geteerter Pisten – es geht die Cottonwood Canyon Road nach Süden Richtung Page. Ein Abstecher zum Alstrom Point soll nicht fehlen, gerät aber zum Desaster. 

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Der nächste Tag ist nicht besser. Wir wagen den Weg ins Gebiet von White Pocket und bleiben im Sand stecken. Nur mit viel Glück befreien wir uns aus der Falle. Am nächsten Morgen geht es zu den Coyote Buttes South. Nach den Strapazen der vergangenen Tage lassen wir es im Arches Nationalpark ruhiger angehen. Tag zwölf zieht uns am Morgen zum Delicate Arch. Der geplante Trip zu den Fisher Towers fällt dann mehr oder weniger ins Wasser. Auch der nächste Tag bringt Anfangs keine Besserung. Am Abend kämpfen wir uns zur False Kiva vor. Hierbei handelt es sich um einen sagenumwobenen Ort in den Steilwänden des Canyonlands Nationalparks. Tags darauf treten wir die lange Reise nach Las Vegas an, wo wir eine Suite im legendären Venetian beziehen. Zum Entspannen ist aber keine Zeit: Tag 15 führt uns quer durchs Death Valley weiter zu den Alabama Hills in Kalifornien. Aber ein Plattfuß durchquert unsere Pläne. Mit viel Glück wird unser Gefährt wieder fit gemacht und so geht’s am kommenden Morgen zum Mono Lake und weiter nach Norden zum Lake Tahoe. Der nächste Stopp: San Francisco. Aber halt, die Reise ist noch nicht zuende. Erst fahren wir noch zwei Tage auf dem Highway 1 in Richtung Süden. Auf unserer Route liegen der Pfeiffer State Park und der berühmte Steinstrand im Garrapata State Park. Am letzten Tag unserer Reise geht es noch einmal auf die Straßen von San Francisco.

Der Südwesten der USA in Bildern

Südwesten der USA - Arches Nationalpark

Der Arches Nationalpark in Utah ist eines der bekanntesten Ziele im Südwesten der USA

Südwesten der USA - Delicate Arch

Der Delicate Arch im Arches Nationalpark im Morgenlicht

Südwesten der USA - Valley of Fire

Steinformation im Valley of Fire in Nevada

Südwesten der USA - Cathedral Valley

Das Cathedral Valley ist noch ein Geheimtipp im Südwesten der USA

Deine Meinung ist uns wichtig

Du warst auch schon im Südwesten der USA? Was war denn dein persönliches Highlight? Oder hast du noch einen Geheimtipp, den man auf keinen Fall verpassen darf? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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