Island – Tag 14 – Islands höchster Wasserfall Glymur

Der Glymur stürzt 200 Meter in die Tiefe

Eine Wanderung zu Islands höchstem Wasserfall

Vom Campingplatz in Borgarnes erreichen wir die Hraunfossar (GPS: N 64 42.101, W 20 58.713 – Google Maps), die Wasserfälle des Flusses Hvítá, in rund einer Stunde. Klar, dass uns unser Navi über eine Schotterpiste schickt, wenn gleich auf der anderen Seite des Flußes eine Teerstraße ist – die Gute ist offenbar noch im Abenteuermodus. Auf etwa 700 Meter Länge strömt in dutzenden kleinen Wasserfällen das Wasser aus dem schwarzen Lavagestein und verwandelt die Landschaft in ein Meer aus Kaskaden. Da die Hraunfossar direkt an der Straße liegen und der kurze Wanderweg gut ausgebaut ist, ist hier gegen Mittag natürlich die Hölle los.


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Hraunfossar

Hraunfossar 2

Unser nächster Halt führt uns zum Parkplatz des Glymur (GPS: N 64 23.107, W 21 17.600 – Google Maps). Eine relativ anspruchsvolle Wanderung führt zu Islands höchsten Wasserfall – den Glymur (GPS: N 64 23.465, W 21 15.087 – Google Maps). Erstaunlicherweise herrscht hier Hochbetrieb. Leider müssen wir auf der  gut sechs Kilometer langen Wanderung, auf der 500 Höhenmeter zu überwinden sind, feststellen, dass sich doch einige Wanderer überschätzen. Der Höhepunkt ist eine Frau, die, am Ziel angekommen, fast einen Nervenzusammenbruch erleidet – aber keine Sorge, es gibt ein Happy End, alle kommen wieder heil nach unten.

Der Weg führt anfangs völlig problemlos durch flaches Gelände. Wir durchqueren eine kleine Höhle, bevor es hinab zum Fluß geht, über den nur ein mit einem Seil gesichterter Baumstamm führt. Ab nun geht es relativ steil nach oben, viele Stellen sind mit einem Seil gesichert. Aber keine Sorge, das Seil ist wirklich nur angebracht worden, weil sich offenbar viele völlig unerfahrene Wanderer auf die Tour begeben – wirkliche Gefahr droht hier nicht.

Wanderung GlymurAufstieg am Glymur

Je höher wir uns kämpfen, um so fantastischer wird die Aussicht in den Canyon. Allerdings ist er wieder hier, der eisige Polarwind. Trotz Sonnenschein sind winddichte Outdoor-Klamotten absolute Pflicht. Am Plateau angekommen genießen wir erst einmal die Aussicht und den Blick in die 200 Meter tiefe Schlucht, in die der Glymur-Wasserfall rauscht. Unseren Plan, den Fluss etwas oberhalb zu furten und auf der gegenüberliegenden Seite abzusteigen, geben wir auf – der Fluss führt dazu einfach zuviel Wasser. Auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen sind, steigen wir also wieder ab.

Blick in die TiefeBlick auf den GlymurGlymur SchluchtGlymurWanderweg am GlymurBiggi vor dem Glymur

 

Florian Westermann am GlymurGlymur von oben

Happy End

Hier endet jetzt leider unsere Island-Reise. An einer windgeschützten Stelle in Meeresnähe heizen wir ein letztes Mal unseren Camping-Kocher* an – ein letztes Mal leckere Pasta – wie immer ohne Salz.

Angler IslandGaskocher IslandSelfie auf Island

Nach dieser wohlverdienten Pause geht es weiter in Richtung Reykjavik. Wir lassen die Hauptstadt aber links liegen und fahren direkt in unser Motel in der Nähe des Flughafens. Die erste richtige Dusche nach zwei Wochen Island im Zelt fällt etwas länger aus. Bis wir fertig sind, ist es auch schon kurz vor Mitternacht. Uns bleiben nur noch vier Stunden, bevor wir zum Flughafen aufbrechen müssen.

Selfie Flo und Biggi

In München erwartet uns sommerliche Wärme und viel Sonne. Nach zwei Wochen in der Tiefkühltruhe Europas ist das ein angenehmer Kontrast. Wir haben Island in zwei Wochen auf der Ringstraße umrundet und sogar einen Abstecher in die Westfjorde geschafft. Islands Landschaft ist atemberaubend schön, einfach absolut spektakulär. Das Wetter kann allerdings böse mitspielen – vor allem, wenn man nur mit dem Zelt unterwegs ist. Die Temperaturen können auch im Hochsommer empfindlich absacken und zehren an der Substanz. Im Hochland liegt sogar noch Schnee. Unser einziger Rückzugsort war unser Auto. Trotzdem würde ich die Tour jederzeit wieder machen – gerne auch länger und mit einem Abstecher ins Hochland.

Danke, dass ihr mit an Bord wart. Ich hoffe, euch hat unser Island-Reisebericht gefallen. Wenn ihr Lust habt,  hinterlasst doch einen Kommentar am Ende dieser Seite. So long und bis zur nächsten Reise. Und damit ihr nie mehr etwas verpasst, folgt uns am besten bei Facebook, Google oder Instagram.

Tourdaten Glymur:

Datum: Juli 2015
Gesamtweglänge: 5,6 Kilometer
Höhenmeter: 350 Meter
Reine Gehzeit: 2:15 Stunden

Die GPS-Daten als Download

Die besten Reiseführer & Co für deine Island-Reise

Unsere Island-Reise im Überblick

Tag 1 Die heißen Quellen des Vulkans Gunnuhver | Tag 2 Nationalpark Þingvellir & Gullfoss | Tag 3 Reynisdrangar & Skogafoss | Tag 4 Skatfell Nationalpark & Gletschersee Jökulsárlón | Tag 5 Zauberhaftes Stokksnes | Tag 6 Dettifoss & Námafjall | Tag 7 Whale Watching in Húsavík | Tag 8 Godafoss, Aldeyjarfoss & Hvítserkur | Tag 9 Der geheimnisvolle Basaltfelsen Hvítserkur | Tag 10 Der mächtige Dynjandi Foss | Tag 11 Kap Bjargtangar und die Puffins | Tag 12 Der Berg Kirkjufell | Tag 13 Kirkjufell, Rauðanes & Snæfellsjökull | Tag 14 Islands höchster Wasserfall Glymur

Deine Meinung ist uns wichtig

Du warst auch schon am Glymur auf Island? Wie waren deine Eindrücke? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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10 replies
  1. Travel-Queen says:

    wow! Toller Bericht und traumhafte Bilder. Macht Lust auf mehr. Obwohl es kalt aussieht, muss ich jetzt wohl mal nach Island aufbrechen!!!

    Reply
  2. Reisefieber says:

    Tolle Berichte und geniale Fotos. Die Tipps zum Fotografieren sind perfekt. Danke dir dafür. Ein toller Bericht, der die Schönheit Islands auf atemberaubende Weise schildert.

    Reply
    • Florian Westermann says:

      Hi Christian,

      ja, viel Spaß dabei, das lohnt sich! Leider ist Island inzwischen sehr überlaufen… Erwartet also nicht zuviel Ruhe… Die findet man wohl nur noch im Hochland, dazu braucht man aber ein entsprechendes Fahrzeug oder man ist sehr hart im nehmen und wandert drauf los :-)

      Viele Grüße
      Florian

      Reply
  3. Tim says:

    Island steht auch noch ganz oben auf meiner Reiseliste! Bei den Fotos will ich am liebsten direkt meinen Rucksack packen, Kamera und Stativ noch rein und los gehts ;) Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr!

    Viele Grüße,
    Tim

    Reply

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