Island – Tag 7 – Whale Watching in Húsavík

Whale Watching in Island

Beim Whale Watching schwimmen uns zwei Wale vor die Linse – am Abend stehen wir am Godafoss

Am Nachmittag steht in Húsavík (GPS: N 66 02.760, W 17 20.662 – Google Maps) Whale Watching, also eine Walsafari, auf dem Programm. Wir zahlen 80 Euro pro Person für eine vierstündige Fahrt auf einem Segelschiff. Dicke Overalls sollen uns vor der Kälte und dem Regen schützen – außerdem sind die Overalls der Lebensretter, sollte man unerwartet bei der rauen See über Bord gehen.

Hafen von Húsavík

Das erste Ziel ist die unbewohnte Insel Lundey (zu deutsch „Papageitaucher-Insel”) (GPS: N 66 06.893, W 17 22.250 – Google Maps) auf der Tausende der kleinen bunten Flattermänner nisten. Aus verständlichen Gründen können wir mit dem Schiff leider nicht sehr nah an die Insel fahren – aber immerhin tummeln sich auch im Meer zahlreiche Papageientaucher, auch Puffins genannt. Auge in Auge werden wir den süßen Puffins aber erst im weiteren Verlauf unserer Reise gegenüberstehen.

Lundey

Foto-Tipp: Ihr solltet auf alle Fälle ein Teleobjektiv nutzen – sonst werdet ihr weder die Puffins noch die Wale richtig ablichten können. Um Verwackler auf dem schwankenden Boot zu vermeiden, nutzt Belichtungszeiten von wenigen Hundertstelsekunden. Öffnet die Blende weit und dreht den ISO-Wert nach oben. Ein Regenschutz* für die Kamera schützt die empfindliche Technik vor Salzwasser und Regen

Wir drehen schließlich ab und fahren weiter aufs offene Meer hinaus. Jetzt heißt es ausharren. Garnicht einfach angesichts der rauen See, die heute herrscht. Zum Glück dauert es nicht lange, bis plötzlich eine Wasserfontäne aus dem Meer schießt. Unser erster Wal! Ein raunen geht durch das gesamte Schiff. Schon bald zeigt sich der Wal – ein Buckelwal – wieder. Nach über zwei Stunden an Bord habe ich inzwischen große Mühe, alles bei mir zu behalten. Anderen geht es da noch schlechter. Direkt neben mir übergeben sich zwei Mädels. Aber Augen zu und durch, unser Wal taucht immer wieder auf – plötzlich erscheint noch ein zweiter Wal. Ein kleiner Blauwal, vermutet die Schiffscrew. Es ist ein unbeschreiblicher Augenblick, diesen Riesen der Meere so nah zu sein.

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Nach vier Stunden – ich bin inzwischen völlig ausgekühlt und mir ist kotzübel – steuern wir endlich wieder den Hafen von Húsavík an. Von meiner Seite aus hätte auch die kürzere Tour ohne den Abstecher nach Lundey ausgereicht. Die Puffins sind viel zu weit weg, als dass man viel erkennen könnte. Die Begegnung mit den Walen ist aber ein Highlight. 

Godafoss & Aldeyjarfoss

Auf unserer Fahrt zum Godafoss (GPS: N 65 41.056, W 17 32.923 – Google Maps) gabeln wir Helena am Straßenrand auf. Trampen gehört auf Island einfach dazu und wenn wir Mal ein wenig Platz im Auto haben, nehmen wir auch gerne Leute mit. Am Godafoss sagen wir Goodbye. Der Godafoss – wie könnte es anders sein – liegt im Nebel. Wir versuchen es etwas weiter landeinwärts beim Aldeyjarfoss (GPS: N 65 21.995, W 17 20.592 – Google Maps). Zum Wasserfall führt nur eine Schotterpiste – rund 40 Kilometer geht das so. Kurz vor dem Ziel müssen wir unser Auto stehen lassen. Die letzten Kilometer führen über eine F-Straße, auf der nur Autos mit Vierradantrieb fahren dürfen.

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg und spulen die rund drei Kilometer in einer guten halben Stunde ab. Der Weg zum Aldeyjarfoss lohnt sich defintiv – leider liegt auch hier alles im dichten Nebel.

Hochland Island Florian Westermann Island

Foto-Tipp: Menschen auf einem Foto machen dem Betrachter erst deutlich, wie riesig alles ist

Unser Zelt schlagen wir schließlich fast direkt am Godafoss auf. Der kleine, kaum besuchte Campingplatz (GPS: N 65 41.101, W 17 32.342 – Google Maps) kostet 2000 Kronen und hat sogar eine kleine Dusche in einem Holzverschlag.

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