Island – Tag 8 – Vom Godafoss zum Hvítserkur

Der Godafoss zeigt sich in seiner vollen Pracht

Vom Godafoss machen wir einen Abstecher zum Aldeyarfoss, bevor es zum Basaltfelsen Hvítserkur geht

Am Morgen machen wir das Areal um den Godafoss (GPS: N 65 41.056, W 17 32.923 – Google Maps) unsicher. Inzwischen tummeln sich hier natürlich wieder ganze Menschenmassen, schließlich liegt der Godafoss wirklich direkt an der Ringstraße.

Godafoss

Foto-Tipp: Gute Wasserfallbilder benötigen immer ein Stativ – mit einem Graufilter kannst du auch tagsüber länger belichten und das Wasser schön weich zeichnen

Da ich meine Kamera gestern Abend am Aldeyarfoss (GPS: N 65 21.995, W 17 20.592 – Google Maps) nicht dabei hatte, wagen wir es heute noch einmal – diesmal mit Kamera. Auch lassen wir uns nicht von der F-Straße abhalten und fahren mit unserem Kia die letzten drei Kilometer direkt zum Aldeyarfoss. Ich muss zwar einigen größeren Brocken ausweichen, aber bis zum Parkplatz schlägt sich unser Auto doch ganz gut. Das Wetter scheint es heute gut mit uns zu meinen und der Aldeyarfoss liegt in seiner ganzen Pracht vor uns.

Aldeyjarfoss klein c Aldeyjarfoss

Foto-Tipp: Um den Aldeyarfoss in seiner vollen Breite abzulichten, benötigst du ein Ultraweitwinkelobjektiv. Die Alternative ist ein Panorama aus mehreren Bildern.

Auf dem Weg zum Basaltfelsen Hvítserkur (GPS: N 65 36.384, W 20 38.138 – Google Maps), was soviel heißt wie weißes Nachthemd, gabeln wir Lumi aus Finnland auf. Sie geht noch zur Schule und arbeitet im Sommer hier auf Island in einer Eisdiele in Reykjavík, wie sie erzählt. Aktuell umrundet sie Island per Anhalter. Taffes Mädchen, denken wir nur. “Ihr habt wirklich Pech mit dem Wetter”, sagt sie. Im Hochland habe es kürzlich sogar noch geschneit. Wir nehmen es, wie es ist – die Landschaft ist ja trotzdem einmalig, wie unsere lange Fahrt wieder einmal eindrucksvoll beweist.

Island an der Ringstraße An der Ringstraße auf Island 2 Blick ins Tal Endlich Sonne auf Island

Abendessen am Straßenrand

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In Blönduós trennen sich unsere Wege. Lumi will heute noch nach Reykjavík kommen – zumindest versucht sie es. Wir biegen indes nach Norden ab nach Kálfshamarsvík. Hier habe ich im Vorfeld unserer Reise einen Leuchtturm (GPS: N 66 01.016, W 20 25.943 – Google Maps) ausgemacht, der inmitten markanter Basaltfelsen liegt. Auf dem Weg zum Leuchtturm werden wir von brütenden Möwen attackiert – ein komisches Gefühl. Das ganze erinnert uns ein wenig an Hitchcocks “Die Vögel”. Zu unserem Glück schafft es die Sonne zumindest eine Weile, durch die dicke Wolkendecke zu brechen – lange hält das tolle Licht aber nicht an.

Leuchtturm Island Möwen auf Island Möwen greifen an

Auch in der näheren Umgebung des Leuchtturms gibt es einiges zu entdecken

  Unser Auto auf Island Leuchtturm Island 2 Küste Island

Auf der Fahrt zum Hvítserkur zieht wieder dichter Nebel auf. Wir fahren eine halbe Ewigkeit über eine Schotterpiste, bis wir den Hvítserkur tief in der Nacht endlich erreichen. Natürlich ist es nicht dunkel, viel Licht kommt durch die dicken Regenwolken aber nicht mehr durch. Wir haben wegen der starken Sturmböen ziemliche Schwierigkeiten, das Zelt aufzubauen. Es gelingt am Ende nur, weil wir unser Auto als Windschutz benutzen. An Fotografieren ist heute Nacht nicht mehr zu denken. Ziemlich fertig fallen wir in unsere Schlafsäcke und freuen uns auf den morgigen Tag.

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