Island – Tag 9 – Der geheimnisvolle Basaltfelsen Hvítserkur

Vom Basaltfelsen Hvítserkur in die Westfjorden

Morgenshooting am Hvítserkur

Am Morgen hat sich der Wind gelegt. Nach einem kurzen Fußweg und dem relativ steilen Abstieg über gerölligen Untergrund zum Strand liegt er vor mir: der riesige Basaltfelsen Hvítserkur (GPS: N 65 36.384, W 20 38.138 – Google Maps), der so früh noch ganz mir alleine gehört. Der 15 Meter hohe Felsen ist Nistplatz zahlreicher Vogelarten. Der Legende zufolge ist der Hvítserkur ein Troll, der von der Sonne versteinert wurde. Der Hvítserkur hat es sogar schon zu internationaler Berühmtheit gebracht: 1990 zierte der Felsen eine isländische Briefmarke. Der Strand füllt sich erst im Laufe des Vormittags langsam. Einige Besucher sind hier unten nur mit Flip Flops unterwegs – trotz der eisigen Temperaturen. Außerdem ist der Abstieg für Ungebüte nicht ganz einfach.

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  Hvítserkur 5

HvítserkurHvítserkur 2Hvítserkur 3Hvítserkur 4Schafe auf IslandAm Strand von Hvítserkur

Wir folgen der Straße 711 und erreichen ein Vogelschutzgebiet in Illugastadir (GPS: N 65 36.420, W 20 52.742 – Google Maps) das auch Heimat zahlreicher Robben ist. Da gerade Brutzeit ist, ist hier im Wasser, an Land und in der Luft einiges los. Besonders interessant zu beobachten sind die Möwen, die ihre Beute in Süßwasser reinigen, bevor sie es an den Nachwuchs verfüttern.

MöweIllugastadirRobben auf Island

Foto-Tipp: Um die Robben in der Entfernung abzulichten oder Möwen im Anflug, ist ein starkes Telezoom unerlässlich. Dabei den Bildstabilisator einschalten, die Blende weit auf und den ISO-Wert hoch, um Verwackler zu vermeiden

Unsere Reise führt uns weiter nach Laugar. Wir parken unser Auto am Edda-Hotel (GPS: N 65 14.751, W 21 48.229 – Google Maps), ziehen unsere Wanderschuhe an, schnappen unsere Wanderstöcke und machen uns auf den Weg in die farbenprächtige Schlucht Ránagil. Anfangs führt uns der kaum sichtbare Weg über grüne Wiesen und Hügel, bevor es in die Schlucht geht. Alles leuchtet rot und orange, beim Blick zurück erst erkennen wir, wie mächtig die Schlucht ist. Mehrmals müssen wir den Bach überqueren – dabei haben wir immer die steilen Canyonwände im Blick. Hier unten droht erhöhte Steinschlaggefahr. Es geht weglos bis zu einem Wasserfall (GPS: N 65 15.729, W 21 50.231 – Google Maps), der den Weiterweg versperrt. Ohne Kletterausrüstung ist hier Schluss.

Wandern auf IslandIsland TrekkingIsland Wanderung CanyonRanagilFlorian Westermann Island 2Wasserfall Ránagil

Foto-Tipp: Für den Wasserfalle habe ich extra das Stativ mitgeschleppt. Mit einem Graufilter verlängere ich die Belichtungszeit, so dass das Wasser schön weich erscheint

Insgesamt ist die Rundwanderung knapp sieben Kilometer weit und es müssen 280 Höhenmeter absolviert werden. Obwohl recht kurz, ist die Wanderung schon als mittelschwer einzustufen (GPS-Track am Ende der Seite). Auf dem Parkplatz vor dem Hotel Edda werfen wir noch einmal unseren Camping-Kocher* an und kochen zehn Eier für die nächsten Tage sowie eine Portion Pasta – leider ganz ohne Salz, das gehört hier auf Island nicht zu unserer Ausrüstung.

Campingkocher Island

 

Nach dem Abendessen brechen wir auf in Richtung Westfjorde. Wir fahren durch tiefe Täler und schneebedeckte Berggipfel ziehen an uns vorbei. Am Himmel zieht sich eine bedrohlich wirkende Wolkenfront zusammen. Wir fahren noch lange nach Mitternacht durch die mystische Landschaft, die uns in einem Teil der “Herr der Ringe” wähnt. Mit großen Augen folgen wir der Küstenstraße, die immer wieder atemberaubende Ausblicke gewährt. Linkerhand geht es ungesichtert teils mehrere hundert Meter tief ins Meer, rechts türmen sich hunderte Meter hohe Fels- und Geröllwände auf.

Island LandschaftAuf dem Weg in die Westfjorde

Nach einer stundenlangen Fahrt durch die hell erleuchtete Nacht schlagen wir in der Nähe des Ufers unser Zelt auf. Der Wind reißt uns das Zelt beim Aufbau fast aus den Händen, aber nach einem Gewaltakt steht unser Unterschlupf für die Nacht. An Schlaf ist aber kaum zu denken, zumindest geht mir das so. Jeden Moment, so scheint es, können wir mitsamt unserer Zeltes ins Meer gefegt werden.

Zelten Island

Tourdaten Ránagil-Schlucht:

Datum: Juli 2015
Gesamtweglänge: 6,0 Kilometer
Höhenmeter: 250 Meter
Reine Gehzeit: 2:00 Stunden

Die GPS-Daten als Download

Die besten Reiseführer & Co für deine Island-Reise

Unsere Island-Reise im Überblick

Tag 1 Die heißen Quellen des Vulkans Gunnuhver | Tag 2 Nationalpark Þingvellir & Gullfoss | Tag 3 Reynisdrangar & Skogafoss | Tag 4 Skatfell Nationalpark & Gletschersee Jökulsárlón | Tag 5 Zauberhaftes Stokksnes | Tag 6 Dettifoss & Námafjall | Tag 7 Whale Watching in Húsavík | Tag 8 Godafoss, Aldeyjarfoss & Hvítserkur | Tag 9 Der geheimnisvolle Basaltfelsen Hvítserkur | Tag 10 Der mächtige Dynjandi Foss | Tag 11 Kap Bjargtangar und die Puffins | Tag 12 Der Berg Kirkjufell | Tag 13 Kirkjufell, Rauðanes & Snæfellsjökull | Tag 14 Islands höchster Wasserfall Glymur

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Du warst auch schon in der Ránagil-Schlucht oder am riesigen Hvítserkur-Felsen? Wie waren deine Eindrücke? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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