Job gekündigt (Teil 2): Geld verdienen mit dem eigenen Blog

So verdienst du Geld mit deinem Blog

15 Einnahmequellen für Blogger

In Teil 1 unserer Reihe  Job gekündigt haben wir ja groß und breit erklärt, was uns dazu getrieben hat, den sicheren Job aufzugeben und uns ins Abenteuer Selbständigkeit zu stürzen. Neben den vielen Glückwünschen kamen natürlich auch einige Fragen zum Thema: Und wovon lebt ihr jetzt? Je nach Thema, in dem der eigene Blog angesiedelt ist, gibt es natürlich zum Teil unterschiedliche Strategien. Einige Einnahmequellen wie Affiliate-Links sind bei allen Bloggern gleichermaßen beliebt, andere Geldquellen sind aber recht themenabhängig. So wird etwa nur ein Fotoblog potenzielle Firmenkunden im Bereich Fotografie ansprechen, Modeblogger erhalten dafür mitunter teure Klamotten, die sie behalten dürfen, und so weiter. In diesem Beitrag wollen wir euch einen Überblick darüber geben, wie man mit einem Blog  Geld verdienen kann und auch, wie wir mit unserem Foto-, Reise- und Outdoor-Blog Geld verdienen.

Einen wichtigen Hinweis möchten wir hier noch geben: Für spezielle Programme, etwa Affiliate-Links, Werbebanner oder VG Wort, ist eine Anpassung der Datenschutzangaben für den eigenen Blog nötig. Beachtet das bitte, wenn ihr den einen oder anderen Tipp (zum Reich werden ohne viel Arbeit .-)) umsetzt.

Gefällt dir dieser Artikel? Dann unterstütze uns doch. Alle in diesem Beitrag mit einem * markierten Links () sind sogenannte Affiliate-Links. Bestellst du etwas über diesen Link, erhalten wir eine kleine Provision – am Preis ändert sich nichts. Wofür? Damit wir wieder spannende Reisen planen und euch hoffentlich begeistern können.

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Inhaltsverzeichnis

Alle Teile unserer Reihe “Job gekündigt”

Geld verdienen mit dem Blog: Affiliate-Links

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Affiliate-Links sind die Einnahmequelle, mit der fast jeder Blogger zu tun hat und die mit am einfachsten zu realisieren ist. Mit Affiliate-Links verlinkt ein Blog zu einem Produkt auf einem Online-Shop. Klickt ein Leser auf diesen Link, registriert das System diesen Nutzer. Erfolgt über diesen Link nun ein Kauf (das kann auch ein anderes Produkt sein) in einer bestimmten Zeit, erhält der Blogbetreiber eine Provision. Für den Käufer spielt es übrigens keine Rolle, ob er über einen Affiliate-Link etwas kauf oder direkt im Shop nach dem Artikel sucht. Für die Provision kommt immer der Shopbetreiber auf. Eines der bekanntesten Affiliate-Programme betreibt der Onlinehändler Amazon. Je nach Produktkategorie gibt es hier zwischen einem und zehn Prozent Provision, wobei die exorbitant hohe Provision von zehn Prozent nur für Modeartikel gutgeschrieben wird. Ein sehr großes Affiliate-Netzwerk betreibt auch Affili.net – hier gibt es für wirklich jedes Themenfeld einen möglichen Werbepartner. Insgesamt zählt Affili.net rund 3500 Werbetreibende aus allen Bereichen.

Sehr viele Nutzer schrecken übrigens vor Affiliate-Links zurück und tätigen keinen Kauf über den Link. Woran das liegt, ist ganz unterschiedlich. Einigen mag der lange Link unseriös vorkommen, andere denken, sie müssten mehr bezahlen und andere gönnen es dem Blog-Betreiber schlicht nicht, dass er etwas an ihnen verdient. Einige Blogbetreiber verschleiern daher ihre Affiliate-Links, was allerdings nicht erlaubt ist und Abmahnungen und einen Ausschluss aus dem Affiliate-Programm nach sich ziehen kann. Wir haben in diesem Bereich auch schon einiges getestet und weisen klar auf die Affiliate-Links hin. Es gibt nämlich auch Leser, die einen Blogger gezielt unterstüzen wollen und bewusst auf einen Affiliate-Link klicken.

Anbieter (Auswahl):

Was kann man mit Affiliate Links verdienen: Das kommt wie gesagt ganz auf das Themenfeld an. Modeblogger werden bei gleichen Abrufzahlen im Amazon-Netzwerk mehr verdienen als Reiseblogger, einfach weil die Werbekostenerstattungen deutlich höher sind. Wir kennen Blogger, die mit 50.000 Besuchern im Monat einen vierstelligen Betrag von Amazon überwiesen bekommen. Das ist nach unserer Erfahrung aber ein extrem guter Wert, den nur wenige Blogger erreichen.

Geld verdienen mit dem Blog: VG Wort

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“Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) verwaltet die Tantiemen aus Zweitverwertungsrechten an Sprachwerken, auch von Funk und Fernsehen, in Deutschland; Berechtigte sind Autoren und Übersetzer von schöngeistigen und dramatischen, journalistischen und wissenschaftlichen Texten, welche der Urheber an die VG Wort per Meldekarte oder per Onlineverfahren angemeldet hat”, steht auf Wikipedia. Kurzum: Auch als Blogger hast du Anspruch auf Zahlungen der VG Wort.

Dazu musst du dich zunächst einmal bei der  VG Wort registrieren, beziehungsweise einen Wahrnehmungsvertrag schließen. Wenn das erledigt ist (das kann mitunter einige Monate dauern), erhältst du Zugang zu TOM „Texte Online Medien“. Hier kannst du sogenannte Zählmarken downloaden, die du nun deinen Blogartikeln zuordnen musst (in WordPress geht das ganz einfach mit dem Plugin Prosodia VGW OS). Am Ende des Jahres musst du die Zählmarken bei der VG Wort melden. Um eine Zahlung auszulösen, muss der Artikel frei zugänglich, mindestens 1800 Zeichen lang und im Kalenderjahr 1500 Mal geklickt worden sein. Ein solcher Artikel wird von der VG Wort mit 23,80 Euro (2017, jährlich schwankend) vergütet. 1500 Aufrufe sind wirklich nicht viel: Im Schnitt sind das pro Tag 4,1 Besucher. Einen Haken hat die Sache aber doch: Die VG Wort berücksichtigt nur Klicks aus Deutschland. Leser aus dem Ausland oder solche, die ihre Herkunft verschleiern, fließen nicht in die Zählung ein.

Was kann man mit der VG Wort verdienen: Die Anforderungen und Ausschüttungen verändern sich jährlich. Für 2017 kann man sagen: Hattest du etwa 50 Artikel, die mindestens 1800 Zeichen lang sind und aus Deutschland 1500 Mal geklickt wurden, überweist dir die VG Wort 1190 Euro. Die Höhe der Ausschüttung variiert jährlich. Je mehr Autoren einen Anspruch geltend machen, desto geringer der Anteil für jeden einzelnen. Dieser Artikel kostet uns also mitunter richtig viel Geld, wenn du dich jetzt bei der VG Wort anmeldest .-)

Geld verdienen mit dem Blog: Werbebanner

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Werbebanner in die Artikel einzublenden ist ebenfalls eine einfache Möglichkeit, mit dem Blog Geld zu verdienen. Google betreibt das mit Abstand größte Online-Werbenetzwerk und viele Blogs setzen daher auf Googles Plattform Adsense. Der Blogbetreiber muss sich nicht um sonderlich viele Sachen kümmern. Er meldet sich bei Adsense an und baut den Code in die eigene Website ein. Über Cookies erkennt Google, welche Anzeigen den Nutzer interessieren könnten. Geld gibt es in der Regel nur für Klicks auf die Werbebanner. Selber auf die Banner zu klicken, ist aber keine gute Idee. Google erkennt das und sperrt euch von dem Programm.

Anbieter (Auswahl):

Was kann man mit Werbebannern verdienen: Da schwanken die Angaben. In der Regel kann man mit einem bis fünf Euro pro 1000 Werbeeinblendungen rechnen.

Geld verdienen mit dem Blog: Bezahlte Aufträge

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Was zeichnet dich als Blogger aus? Hast du eine besondere Fähigkeit, die du über den Blog vermarkten kannst? Da ist ein Blog doch die perfekte Visitenkarte. Als Tauchlehrer mit einem Tauchblog generierst du über den Blog garantiert einige Aufträge, als Fotograf mit einem Fotoblog gilt das gleiche. Bei uns ist es das Thema Fotokurse, die sich sehr gut über den Blog vermarkten lassen.

Was kann man mit bezahlten Aufträgen verdienen: Gute Qualität ist teuer und muss bezahlt werden. Natürlich kommt es auf die Dienstleistung an, die du anbietest. Als kreativer Freelancer sollte man unserer Meinung nach einen Stundensatz von mindestens 50 Euro ansetzen. Je nach Art des Auftrags sind nach oben hin fast keine Grenzen gesetzt. Wir kennen Freelancer, die einen Tagessatz von 1000 Euro und mehr haben. Ein Blog ist das perfekte Aushängeschild, um diese Leistungen anzubieten.

Geld verdienen mit dem Blog: Instagram-Kanal

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Läuft Instagram Blogs im Internet den Rang ab? Dazu gibt es Meinungen wie Sand am Meer. Die einen sehen Blogs auf dem absteigenden Ast und setzen voll auf Instagram, die anderen halten Instagram für eine Modeerscheinung. Wir nutzen Instagram, sehen aber gerade für unsere Bereiche Fotografie, Reisen und Wandern einen Blog klar im Vorteil. Warum? Weil die (ausführlichen) Informationen und Bilder auf einem Blog auch in vielen Jahren noch im Internet zu finden sind. Wie schaut das mit Instagram aus? Ein Wisch und das mühevoll erstellte Bild mit dem Text sind verschwunden. Das mag für Modefirmen, die alle paar Monate eine neue Kollektion auf den Markt bringen, passen. Eine Wanderung auf die Zugspitze wird in zehn Jahren aber nicht viel anders sein als heute.

Was kann man mit Instagram verdienen: Instagramer mit Millionen Followern bekommen für einen einzelnen Werbe-Post mitunter einige tausend Euro. Aber auch mit 50.000 Followern ist man für Unternehmen durchaus interessant. Natürlich kommt es nicht nur auf die Follower-Zahl an. Was bringen 50.000 (mitunter gekaufte) Follower, die kaum mit dem Instagramer interagieren? Für uns ist  Instagram eine schöne Möglichkeit, mit der Außenwelt live zu kommunizieren und den Blog bekannter zu machen. Als Einnahmequelle spielt Instagram für uns indes keine Rolle. Vielleicht ändert sich das eines Tages, abzusehen ist das bislang aber nicht. Allerdings kommen über Instagram natürlich wieder Nutzer auf den Blog, was wieder die eine oder andere Einnahmequelle befeuern kann.

Geld verdienen mit dem Blog: Ebooks

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Ebooks sind eine super Möglichkeit, mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Vertreibt man das Ebook nur über den eigenen Blog, fallen kaum Kosten an. Anders schaut das aus, wenn das Ebook über Amazon oder Apple vertrieben wird, die einen großen Anteil der Erlöse einbehalten. Dafür hat man hier natürlich eine viel größere Reichweite. Einmal geschrieben, sorgen regelmäßige Ebook-Verkäufe für ein schönes passives Einkommen. Das Ebook sollte aber auch wirklich informativ sein und dem Leser einen echten Mehrwert liefern, will man den Leser noch einmal auf dem eigenen Blog wiedersehen.

Was kann man mit Werbebannern verdienen: Darauf gibt es leider keine pauschale Antwort. Mit den richtigen Themen und guten Zugriffszahlen auf dem Blog oder einer guten Platzierung in den Verkaufscharts sind hier leicht vierstellige Beträge im Monat möglich.

Geld verdienen mit dem Blog: Spenden

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Als Blogger kannst du auch auf die Zahlungsbereitschaft deiner Leser hoffen. Es gibt Programme, mit denen sich Buttons einbauen lassen, über die Leser einige Euro für einen guten Artikel spenden können oder das Projekt monatlich unterstützen. In Deutschland ist diese Einnahmequelle wenig verbreitet, obwohl es durchaus große Blogs gibt, die ein Spendensystem nutzen. Dazu gehört etwa der BILDBlog, der aber nichts (zumindest nicht direkt) mit der bekannten Boulevardzeitung zu tun hat. Bei Steady etwa wird dein Leser zahlender Abonnent. Flattr setzt auf ein anderes System. Leser, die Medien im Internet unterstützen wollen, zahlen einen monatlichen Betrag an Flattr. Flattr wiederum registriert, wenn der Nuzter auf einer Flattr-Teilnehmerseite surft. Am Monatsende errechnet das System, welcher Blogger welchen Betrag erhält. Eine weitere Option ist, einen Paypal-Button in deine Artikel einzubinden, über den Leser direkt an dich spenden können.

Anbieter (Auswahl):

Was kann man mit Spenden verdienen: Sehr große und bekannte Blogs erzielen mit Spenden durchaus ansehnliche vierstellige monatliche Einnahmen. Das ist aber die Ausnahme. Wir kennen Blogger, die monatlich mehr als 50.000 Aufrufe haben und nach langer Zeit mit Steady auf rund 100 Euro monatliche Spendeneinnahmen kommen. Man muss schon wirklich viele treue Leser auf seinem Blog haben, um mit Spenden einen nennenswerten Betrag zu verdienen. Ausgeschlossen ist das aber natürlich nicht und der Aufwand, ein solches System zu integrieren, ist nicht besonders hoch. Besonders schwierig scheint es derzeit bei Flattr zu sein. Die Einnahmen selbst großer Verlagshäuser, die auf Flattr setzen, tendieren offenbar gegen Null, wie zu erfahren ist.

Geld verdienen mit dem Blog: Bezahlte Werbeartikel

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Als Blogger stellst du für Unternehmen eine sehr attraktive Werbeplattform zur Verfügung. Bei zum Blog thematisch passenden Artikeln haben wir keine Probleme damit, diese bei uns zu veröffentlichen. Klar, dass wir keine Artikel zu Casino- oder Dating-Plattformen veröffentlichen (solche Anfragen landen ja täglich im Postfach). Natürlich sollten die “Gesponserten Artikel” nicht überhand nehmen, willst du deine Leser nicht vergraulen. Klar sollte auch sein, dass der Artikel als Werbung gekennzeichnet wird und du nur “nofollow”-Links zum Auftraggeber setzt.

Was kann man mit bezahlten Aufträgen verdienen: Auch das kommt sehr auf den Themenbereich an. Außerdem spielt es eine Rolle, ob du den Artikel selbst schreibst und womöglich Bilder lieferst oder ob du einen fertigen Text bekommst, den du nur in das System einpflegst. Als Größenordnung würden wir sagen: Für 10.000 Besucher im Monat solltest du für einen angelieferten Text mit 100 bis 200 Euro in die Verhandlungen eintreten. Musst du den Artikel selbst schreiben und bebildern, würden wir das mit dem persönlichen Freelancer-Stundensatz berechnen.

Geld verdienen mit dem Blog: Youtube-Kanal

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Auch über Youtube lassen sich regelmäßige Werbeeinnahmen erzielen. Einen großen Youtoube-Kanal mit vielen Zuschauern aufzubauen, ist in der Regel aber extrem aufwändig und dauert sehr lange. Der Vorteil ist, dass man sich um nichts weiter kümmern muss als um gute Inhalte (was schwer genug ist). Aber zumindest die Schaltung der Werbeanzeigen übernimmt Youtube (gehört zum Google-Mutterkonzern Alphabet).

Was kann man mit Werbeanzeigen auf Youtube verdienen: Das kommt natürlich sehr auf die Inhalte an. Wir können nur aus eigener Erfahrung mit Reise- und Wandervideos sprechen. 1000 Videoaufrufe spülen etwa 2,50 Euro in die Kasse. Um mit Youtube 1000 Euro im Monat zu verdienen, bräuchten wir also 400.000 Aufrufe. Solche Abrufzahlen schaffen sehr große Youtube-Kanäle. Kleinere Youtuber können von solchen Zahlen nur träumen.

Geld verdienen mit dem Blog: Fotos verkaufen

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Eine Einnahmequelle, die eher Berufsfotografen anspricht, aber nicht nur. Die Fotos, die für den Blog entstehen, können für Firmen durchaus interessant sein. Hin und wieder bekommen wir Anfragen von Firmen, die ein Foto für ihre Zwecke gegen eine Lizenzgebühr nutzen wollen. Ein solches Foto kann je nach Verwendungsweck leicht einen dreistelligen Betrag kosten. Eine andere Möglichkeit, eigene Fotos zu verkaufen, sind Plattformen wie Fineartprint oder Artflakes, die sich an Privatnutzer richten, die ein Bild gerne zuhause aufhängen möchten. Der eigene Blog ist dafür natürlich eine gute Werbetrommel. Als dritte Möglichkeit stehen Stockagenturen wie Fotolia zur Verfügung, auf denen Bilder aber oft für Cent-Beträge verscherbelt werden.

Anbieter (Auswahl):

Was kann man mit dem Verkauf eigener Fotos verdienen: Um bei Stockagenturen wie Fotolia wirklich Geld zu verdienen, muss man schon für diese Plattformen produzieren. Als Hobbyfotograf ist es in der Bilderflut nicht mehr möglich, ein halbwegs vernünftiges Einkommen zu erzielen. 50 Euro im Monat sind für einen Hobbyfotografen schon ein extrem guter Wert. Das steht in keiner Relation zum Aufwand. Auch über Bilderplattformen für Privatkunden lässt sich kaum noch etwas verdienen. Zwar sind die absoluten Provisionen hier deutlich höher. Allerdings ist es auch hier das immense Angebot an Fotos, die Verkäufe extrem selten werden lassen. Nur wer wirklich viele Fotos hochlädt und fleißig in den jeweiligen Communities aktiv ist, wird ab und an ein Bild verkaufen. Insgesamt ist es sehr schwer geworden, mit eigenen Fotos im Internet Geld zu verdienen.

Geld verdienen mit dem Blog: Paywall

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In den USA etwa sind sogenannte Paywalls längst etabliert und von den Lesern akzeptiert. Aber auch in Deutschland nutzen immer mehr Medienhäuser der Möglichkeit, bestimmte Artikel nur gegen Bezahlung freizuschalten. Vorreiter ist in Deutschland der Axel-Springer-Konzern mit Bild Plus, aber auch Handelsblatt und andere große Medien verlangen für bestimmte Beiträge Geld. Als langjährige Journalisten können wir diesen Schritt nur gutheißen. Die im Internet weit verbreitete Kultur, alles umsonst zu bekommen, kann auf Dauer nicht funktionieren. Auch hochprofessionelle Blog-Artikel, an denen mitunter tagelang gearbeitet und womöglich sogar viel Geld investiert wurde (sei es für Reisen), können nicht auf Dauer umsonst sein. Mit Werbebannern (an denen sich ja auch wieder viele stören) ist ein ernsthaftes Online-Angebot nicht zu finanzieren. Seit Anfang 2018 testen wir ebenfalls, bestimmte Artikel, die einen sehr hohen Nutzwert haben, nur gegen einen kleinen Obolus freizuschalten. Eine Möglichkeit, eine Paywall in ein WordPress-Blog zu integrieren, ist die  Steady Paywall. Der Leser wird hier Abonnent des jeweiligen Blogs und erhält bestimmte Vorteile – etwa Zugriff auf Artikel, die hinter der Paywall liegen. Der Abonnent kann die Mitgliedschaft und damit auch die Unterstützung für den Blog monatlich beenden (es sei denn, er hat gleich ein Jahrespaket bezahlt).

Was kann man mit der Paywall verdienen: Das kommt ganz darauf an, wie viele Leser deinen Artikel aufrufen und am Ende bereit sind, dafür zu zahlen. Oftmals werden Leser schon von Kleinstbeträgen von 50 Cent oder einem Euro abgeschreckt. Es würde uns also kaum wundern, wenn von 100 Besuchern nicht mehr als ein oder zwei bereit sind, zu zahlen. Dabei geht ja auch niemand zum Frisör und rennt nach getaner Arbeit ohne zu zahlen aus dem Salon .-) Hier muss in Deutschland ein massiver Wandel einsetzen, damit in Zukunft auch Blogs professionell betrieben werden können. Wir testen das System Paywall nun selbst und berichten bei Gelegenheit hier davon.

Geld verdienen mit dem Blog: Blogger-Reisen

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Journalisten großer Magazine und Zeitung sind es gewohnt, von Unternehmen zu spannenden Events rund um den Erdball eingeladen zu werden. Businessclass-Flüge mit der Lufthansa, noble 5-Sterne-Hotels und ein umfangreiches Rahmenprogramm sind der Standard (als langjähriger Journalist weiß ich das). Auf soviel Luxus dürfen zwar nur die wenigsten Blogger hoffen (so ab 100.000 Instagram-Followern vielleicht .-)), aber immerhin: Bei immer mehr Firmen wächst das Bewusstsein dafür, dass auch die Meinung von Bloggern nicht unerheblich zum positiven Image beiträgt. Blogger können also durchaus darauf hoffen, von Firmen eingeladen zu werden.

Was kann man mit Blogger-Reisen verdienen: In der Regel lautet der Deal: Berichterstattung gegen eine kostenlose Reise, wobei es Unternehmen gibt, die sehr viel großzügiger sind als andere. Manche übernehmen nur Kost und Logie, andere zahlen auch die Anreise und die Auslagen oder einen Tagessatz. Das kommt immer auf die Firma und die Reichweite des Blogs an. Wenn du aber zum Beispiel noch Extras anbieten kannst, wie einmalige Fotos, lohnt es sich durchaus, darüber extra zu verhandeln. Ganz wichtig: Wird im Vorfeld vereinbart, dass nach der Reise positiv über das Event geschrieben wird, muss dieser Artikel als Werbung gekennzeichnet werden. Lädt dich eine Firma aber ein, um dieses und jenes anzuschauen, und du völlig frei in der Berichterstattung bist (das kann soweit gehen, dass du die Reise überhaupt niemals erwähnst oder sie total in der Luft zerreist), ist das eine klassische Pressereise zu Recherchezwecken. Das ist auch steuerlich günstiger, weil keine Zuwendung im klassischen Sinne. Dazu sollte aber dein Steuerberater mehr sagen können.

Geld verdienen mit dem Blog: VG Bild-Kunst

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“Die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (VG Bild-Kunst) ist eine Verwertungsgesellschaft in Deutschland, die zur Wahrnehmung der Rechte von Urhebern gegründet wurde”, schreibt Wikipedia. Die  VG Bild-Kunst richtet sich an Urheber von Fotografien, also Fotografen. Und welcher Blogger ist das nicht? Kaum jemand wird seinen Blog mit Bildern von Fotolia schmücken. Das Prozedere bei der VG Bild-Kunst ist zum Glück nicht ganz so kompliziert wie bei der VG Wort. Es reicht, der VG Bild-Kunst mitzuteilen, wie viele Bilder du auf deinem Blog veröffentlicht hast. Sind deine Bilder noch auf anderen Websites erschienen, hast du auch hier Anspruch auf eine Beteiligung der VG Bild-Kunst. Voraussetzung ist, dass du namentlich auf der jeweiligen Website als Urheber genannt wirst. Leider gibt es auch hier einen Haken: Um dich bei der VG Wort zu registrieren, must du nachweisen, dass du Einkünfte aus künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit erzielst. Sind deine Bilder etwa in einem Magazin oder einem Buch (mit einer ISBN) erschienen, ist das der Fall. Auch als Mitglied in der Künstlersozialkasse wirst du keine Probleme haben, dich bei der VG Bild-Kunst anzumelden.

Was kann man mit der VG Wort verdienen: Wie bei der VG Wort gilt, dass die Höhe der Ausschüttung jährlich variert. Je mehr Urheber einen Anspruch geltend machen, desto geringer der Anteil für jeden einzelnen. Aktuell hat die VG Bild-Kunst die Ausschüttung für Websites allerdings gestoppt. Es sollte aber in Zukunft wieder möglich sein, Ansprüche geltend zu machen.

Geld verdienen mit dem Blog: Markenbotschafter

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Du brennst für ein Thema? Dann bist du womöglich der ideale Botschafter für eine Marke oder eine Firma. Je bekannter du oder dein Blog sind, desto eher lässt sich eine Partnerschaft mit einer bekannten Marke einfädeln. Wir sind zum Beispiel Markenbotschafter für die bekannte US-Rucksackmarke  Gregory und für den deutschen Sportbekleidungshändler  Keller Sports.

Was kann man als Markenbotschafter verdienen: Von Millioneneinnahmen wie Superstar Ronaldo können Blogger als Markenbotschafter natürlich nur träumen. Je nach Bekanntheit des Blogs, der Größe der Marke und der Art der Zusammenarbeit sind viele verschiedene Vertragskonstellationen denkbar. Als Markenbotschafter solltest du zumindest Ausrüstung gestellt bekommen und in der Regel hin und wieder darüber berichten. Wenn du es schon zu einiger Bekanntheit gebracht hast, spricht aber auch nichts gegen eine monatliche Zahlung.

Geld verdienen mit dem Blog: Blog-Sponsoren

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Warum sollte ein Blog nicht wie ein Sportverein auch einen großen Sponsor haben? Es gibt durchaus den Ansatz, einen Sponsor für sich bzw. für den Blog zu gewinnen. Der Sponsor könnte etwa einen Werbebanner prominent auf dem Blog erhalten, der Blogger könnte für Events des Sponsors zur Verfügung stehen oder diesen mit Fotos für seine Social-Media-Kanäle versorgen.

Was kann man mit Blog-Sponsoring verdienen: Das ist reine Verhandlungssache. Mit ein paar Produkten oder ein paar hundert Euro im Jahr sollte man sich nicht zufrieden geben, aber man sollte auch die Kirche im Dorf lassen. Einen fünfstelligen Betrag pro Jahr werden wohl nur die wenigsten Blogger bekommen. Am Ende muss es einfach für beide Seiten passen. Eine langfristige Zusammenarbeit mit fairen Konditionen bietet Bloggern und Unternehmen klare Vorteile.

Noch einmal alle Einnahmequellen im Überblick mit Gewichtung

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Sortiert haben wir die Einnahmequellen nach Wichtigkeit in der Umsetzung. Was heißt das? Bevor du deinen Youtube-Kanal befeuerst oder du dir einen Sponsor für deinen Blog suchst, solltest du ein passendes Affiliate-Programm einbauen oder dich bei VG Wort anmelden. Einige der Punkte – etwa einen Blog-Sponsor finden – kannst du ohnehin erst angehen, wenn du über eine seeeeehr große Fangemeinde verfügst. Ein Affliate-Programm kannst du schon ab Tag eins integrieren. Das ganze ist auch nur als grobe Leitlinie zu sehen. Jeder Blog ist anders und bei dem einen oer anderen macht vielleicht eine andere Rangfolge mehr Sinn.

Affiliate-Links

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

VG Wort

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Werbebanner

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Bezahlte Aufträge

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Instagram

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Ebooks

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Bezahlte Werbeartikel

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Spenden

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Youtube-Kanal

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Fotos verkaufen

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Paywall

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Blogger-Reisen

  • Aufwand ⭐⭐⭐⭐
  • Verdienstmöglichkeit ⭐⭐

VG Bild-Kunst

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Markenbotschafter

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Blog Sponsoren

  • Aufwand
  • Verdienstmöglichkeit

Fazit: So verdient man Geld mit dem eigenen Blog

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Es gibt nicht den einen Tipp, der aus deinem Blog ein lukratives Geschäft macht. Vielmehr steht der finanzielle Erfolg auf sehr vielen unterschiedlichen Stützen. Das ist auch überhaupt nicht schlecht. Läuft es in einem Bereich nicht mehr, kann das ein anderer Bereich ausgleichen. Was du in deinen Blog auf jeden Fall integrieren solltest, ist ein passendes Affiliate-Programm. Das lohnt sich mitunter auch schon, wenn du noch relativ wenige Besucher im Monat hast. Auf Werbebanner würden wir bis zu einer gewissen Reichweite komplett verzichten. Wegen fünf Euro im Monat musst du deine Artikel nicht mit Werbung zupflastern. Auch die VG Wort ist eine gute Einnahmequelle, sobald du eine gewisse Leserschaft aufgebaut hat. Gesponserte Beiträge sollten zu deinem Blog passen und nicht überhand nehmen. Auch ein gut geschriebenes Ebook kann die Blogger-Kasse auffüllen. Eines der wichtigsten Standbeine sollte aber sein, dich und deine Leistungen für potenzielle Auftraggeber interessant zu machen. Und ein ganz wichtiger Rat zum Schluss: Führe deinen Blog mit Leidenschaft und mit Spaß, und nicht, um Geld damit zu verdienen. Dann stellt sich der Erfolg auf kurz oder lang von ganz alleine ein. Das verlangt aber nach einem langen Atem und nach seeehr vielen unbezahlten Stunden vor dem heimischen Computer (wobei digitale Nomanden mehr am Strand arbeiten, hat man uns gesagt). Und noch ein Rat: Versuche immer wieder neue Sachen, um Geld zu verdienen. Experimentiere und stell dreh an ein paar kleinen Stellschrauben. Einige Projekte werden kein Geld abwerfen und du hast Zeit investiert. Das ist zwar ärgerlich, aber der nächste Versuch könnte schon viel besser klappen.

Noch ein Wort zur Steuer

Alles, was du mit dem Blog verdienst, muss natürlich als Einkommen versteuert werden. Dazu gehören auch Zuwendungen wie Reisen oder Produkte. Von Vorteil ist es deswegen, wenn die Firmen dir ein Produkt nicht kostenlos überlassen, sondern es als Dauerleihgabe herausgeben. Das Produkt geht damit ja nie in deinen Besitz über. Und Pressereisen zu Recherchezwecken sind klassischen Blogger-Reisen, bei dem eine Verpflichtung zur Berichterstattung besteht, zu bevorzugen. Mehr weiß dein Steuerberater.

Deine Meinung ist uns wichtig

Wie verdienst du Geld mit deinem Blog? Haben wir etwas vergessen oder hast du eine Methode, die quasi 100%ig funktioniert? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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