Kanada Rundreise (1) – Toronto & Niagarafälle

Toronto für Anfänger

Das erste Mal in Toronto

Unsere erste Kanada-Reise führt uns zunächst in die Millionenmetropole Toronto, bevor es weiter in den Norden nach Ottawa, Québec und schließlich nach Montréal geht. Die Stadt erinnert mit ihren imposanten Wolkenkratzern sofort an New York City. Zwischen all dem Glas und Beton findet man immer wieder Kleinode, die man hier nicht erwarten würde.


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Wo in Toronto übernachten unsere ganz besonderen Hotel-Tipps

Toronto

Vom Toronto Pearson International Airport ist es eine kleine Weltreise nach Downtown, das Herz der Stadt. Wir sind spät in der Nacht unterwegs und brauchen mit dem Auto eine gute halbe Stunde. Dabei ist nachts auf den Straßen kaum noch was los. Nur ein paar vereinzelte Nachtschwärmer sind unterwegs. Wir sind gespannt, was die Stadt zu bieten hat.

Toronto zu Fuß erkunden

Am nächsten Tag ziehen wir früh los, um Toronto zu Fuß zu erkunden. Unser Hotel liegt an der Yonge Street, der längsten Einkaufsstraße der Welt. Nun, wer an der Yonge Street wohnt, kann eigentlich überall in Toronto oder in der Provinz Ontario leben. Nach einigen Streitereien ist die Yonge Street heute “nur” noch 99 Kilometer lang. Nach alter Definition ist die Yonge Street tatsächlich 1896 Kilometer lang und endet im Norden Ontarios. Wer am Tag durch die Yonge Street schlendert, kann ein Vermögen bei bekannten Luxuslabels oder im Eaton Einkaufscenter lassen, aber auch einfach in einer Bar einen Burger essen. In der Nacht wandelt sich das Gesicht der Yonge Street. Am Tag streckenweise teure Einkaufsstraße, tummeln sich hier in der Nacht mitunter sehr dubiose Gestalten.

Ein Must-See: der Distillery District

Sehr zu empfehlen ist der alte Distillery District. Ab 1832 wurde auf dem Gelände von Gooderham and Worts ein imposanter Industriekomplex errichtet. Drei Jahrzehnte später war Gooderham and Worts die größte Destillerie der Welt. 1990 endet die Geschichte des Unternehmens. Das Gelände verfiel viele Jahre und wurde 2003 neu eröffnet. Heute findet man in den alten Gebäuden Restaurants, Shops, Cafés und vieles mehr. Man spürt das Flair längst vergangener Zeiten, wenn man durch die Straßen mit den Backsteinhäusern schlendert. Nirgends in Nordamerika findest du eine größere Ansammlung von Industriebauten aus der viktorianischen Zeit.

Distillery District

Der Distillery District gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Toronto

Empfehlenswerte Toronto-Reiseführer & Literatur

Multikulti in Kensington Market

Alternativer geht es in Kensington Market zu. Es macht einfach Spaß, durch das Multikulti-Viertel zu schlendern und hier und da eine Köstlichkeit zu probieren. Inzwischen hat sich der Charme des Viertels rumgesprochen. Einst ein armes Arbeiter- und Einwanderviertel, leben heute auch wohlhabendere Menschen in Kensington Market. Stylische Cafés und Bars mit Preisen, die sich die ursprüngliche Bevölkerung kaum leisten kann, gehören heute auch zu dem Viertel.

Kensington Market

Multikulti in Kensington Market

Church and Wellesley

Church and Wellesley ist ein kleines Viertel in Toronto mit vielen Kneipen und Bars. Ein großer Teil des Publikums sind Homosexuelle. Man sieht auch überall den Regenbogen. Selbst Fußübergänge sind in den Regenbogenfarben gestrichen. Die Atmosphäre ist locker und es macht wahnsinnig viel Spaß, durch das Viertel zu schlendern. Hier finden auch der Christopher Street Day und die Pride Week statt. In der parallel verlaufenden Queen Street gibt’s viele Restaurants und Cafés.

Street Art im Schwulen- und Lesbenviertel Church and Wellesley

Street Art im Schwulen- und Lesbenviertel Church and Wellesley

Fußgängerübergang in Regenbogenfarben

Regenbogenfarben, wohin das Auge blickt

Graffiti Alley Art

Die Graffiti Alley Art ist eine kleine Gasse, in der du unglaublich viele Street-Art-Werke bestaunen kannst. Die Gasse selbst ist ziemlich verdreckt und wirkt wenig einladend. Die Kunstwerke an den Hauswänden sind aber toll und inzwischen ein echter Besuchermagnet.

Graffiti Alley Art

Die Graffiti Alley Art ist eine versiffte Nebenstraße, die aber mit unglaublich tollen Street-Art-Werken aufwartet

Downtown

In Downtown, dem Finazviertel Torontos, läufst du durch enge Straßenschluchten. Der eine oder andere denkt dabei mit Sicherheit an New York City. Der CN Tower ist 553 Meter hoch und das höchste Bauwerk der Stadt. Bis 2007 war der CN Tower sogar das höchste Bauwerk der Welt. Der höchste Wolkenkratzer der Stadt ist der First Canadian Place mit 298 Metern. Insgesamt stehen in Downtown mehr als 100 Häuser mit einer Höhe von mehr als 100 Metern. Nur New York City zählt in Nordamerika mehr Hochhäuser. Leider ist es auch so, dass viele alte Häuser, die bis heute zwischen den Glaspalästen überlebt haben, abgerissen werden, um neuen Wolkenkratzern Platz zu machen.

Gooderham Building

Das Gooderham Building ist auch als Flatiron bekannt

Sonnenuntergang in Toronto Downtown

Sonnenuntergang in Toronto Downtown

Noch mehr Top-Sehenswürdigkeiten in Toronto

Das und noch vieles mehr kannst du in Toronto erleben und entdecken. Wenn du noch tiefer eintauchen willst, findest du hier unsere Top-Sehenwürdigkeiten in Toronto mit vielen Insider-Tipps. (Kommt bald)

Bus und Bahn in Toronto

Unser Tipp für Toronto: Schlender mindestes einen Tag durch die Stadt und du wirst unglaublich viel entdecken. Mit Bussen und Bahnen kommst du aber flott von A nach B, wenn du nicht mehr laufen magst. Der Nahverkeht ist gut ausgebaut. Es gibt drei Metro-Linien, Straßenbahnen und Busse. Eine Fahrt kostet 3,25 Kanadische Dollar. Um umzusteigen, musst du dir ein kostenloses Transferticket ziehen. Das gibt es aber erst, nachdem du bezahlt hast. Etwas günstiger sind die Token, die man kaufen kann. Ein Token kostet drei Dollar. Man muss aber mindestens drei Token kaufen. In Straßenbahnen und Bussen brauchst du passend abgezähltes Bargeld, Token oder ein Transferticket. Es gibt auch wiederaufladbare Karten sowie Wochen- und Monatskarten. Das kommt aber eher für Leute in Betracht, die länger in Toronto sind.

Die Niagarafälle

Südlich von Toronto liegen die bekannten Niagarafälle. Mit dem Auto braucht man für die 130 Kilometer etwa eineinhalb Stunden. Klar, dass wir die bekanntesten Wasserfälle der Welt auf unserer Kanada-Reise unbedingt sehen wollten. Die Ernüchterung war aber groß. Rings um die Niagarafälle wurde ein Vergnügungspark mit Riesenrad und Casinos aus dem Boden gestampft. Wir hatten ja einiges erwartet – das aber übertraf alle unsere Befürchtungen. Auch die Niagarafälle selbst sind bis zum allerletzten kommerzialisiert. Boote fahren Tag für Tag Tausende Besucher direkt an die Wasserfälle. Man braucht schon gute Nerven, diesen Trubel länger als eine Stunde zu ertragen. Aber: Die Wasserfälle sind wirklich schön und sehr beeindruckend.

Die Niagarafälle bestehen übrigens aus drei Wasserfällen. Auf US-amerikanischer Seite sind das die American Falls und die Bridal Veil Falls und auf kanadischer Seite die Horseshoe Falls. Besonders schön sind die Horseshoe Falls. Hier stürzt der Niagara River in Form eines Hufeisens in die Tiefe.

Attraktionen in Niagara Falls

Rund um die Niagarafälle im Ort Niagara Falls ist ein riesiger Vergnügungspark entstanden

Boot an den Horseshoe Falls

Boote bringen Besucher ganz nah an die Horseshoe Falls

Horseshoe Falls

Die Horseshoe Falls sind die schönsten Wasserfälle der Niagarafälle

Unser Tipp: Meide Wochenenden und Feiertage. An den Niagarafällen ist es dann noch voller als gewöhnlich. Am besten stehst du sehr früh auf und bist lange vor den Besuchermassen an diesem Naturwunder. Dann kannst du die Niagarafälle auch genießen und musst nicht um den besten Platz an einer der Aussichtsplattformen kämpfen.

Das kannst du noch in und um Toronto erleben

Deine Meinung ist uns wichtig

Du warst auch schon in Toronto? Was hat dir dort am besten gefallen? Haben wir einen Ort vergessen, den man unbedingt gesehen haben muss? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns!

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