Korsika – Tag 10 – Wanderung auf den Gipfel der Punta Liatoghju

Der Aussichtsgipfel Punta Liatoghju

Bergtour am Meer

Der Morgen verheißt nichts Gutes. Über der Küste hängen dunkle Wolken und der Wind pfeifft. Auf der Straße wirbeln immer wieder Blätter durch die Luft. Sollen wir den Tag heute ruhiger angehen? Erst einmal die Lage checken. Wo ginge das besser als direkt hier im Hafen von L’Île-Rousse. Vom Hotel ist es nur einen Katzensprung zur vorgelegerten Insel Île de la Pietra. Hier an der schroffen Felsküste peitscht das Meer mit unbändiger Macht gegen die riesigen Felsen. Die vom Sturm aufgewirbelte Gischt benetzt mein Gesicht, die Lippen schmecken salzig. Auch zum Fotografieren ist es eine Herausforderung. Der Wind ruckelt ständig an der Kamera und den riesigen Glasfiltern.

Langzeitbelichtung Île de la Pietra

Das Bild entstand am Morgen auf der Île de la Pietra. Das Bild wurde 30 Sekunden lang belichtet

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Île de la Pietra

Das gleiche Motiv – hier liegt die Belichtungszeit aber bei 0,6 Sekunden

Wachturm Île de la Pietra

Auf dem Weg zurück ins Hotel fällt mir dieser Bus auf – ein tolles Motiv mit dem riesigen Wachturm

Im Laufe des Morgens legt sich der Wind und die Wolken lösen sich langsam auf – zumindest an der Küste. In den Bergen hängen noch immer dicke Wolken. Wir entscheiden uns schließlich die die leichte Wanderung zum Aussichtsgipfel Punta Liatoghju hier ganz in der Nähe. Vom Parkplatz aus (GPS N 42 39.097, E 9 04.735 – Google Maps) folgen wir ein Stück einem Feldweg, vorbei an grasenden Kühen und Pferden. Schon bald erreichen wir die ersten Hügel. Der Weg zieht von nun an langsam an und bringt uns schnell ein paar Höhenmeter nach oben. Die Aussicht ist fantastisch. Vor uns tut sich schon das erste Ziel, der 210 Meter hohe Gipfel des Cima a Forca, auf. Der Weg ist ein wenig verwachsen und matschig. Vom Gipfel genießen wir einen tollen Blick auf den Strand und den Punta Liatoghju.

Kuhherde auf Korsika

Direkt am Parkplatz wartet diese Kuhherde auf uns

Wanderweg Punta Liatoghju

Der Weg führt uns gemütlich in Richtung Punta Liatoghju

Hirten-Hütte auf Korsika

Schon bald erreichen wir diese Hirten-Hütte

Wanderung Punta Liatoghju

Wie aus dem nichts ragen plötzlich blankgewaschene Felsen in den Himmel

Ausblick Wanderung Punta Liatoghju

Die ersten Höhenmeter sind geschafft – und die Aussicht ist atemberaubend

Cima a Forca

Hier haben wir unser erstes Tagesziel im Blick: Den Cima a Forca

Blick auf den Punta Liatoghju

Wir machen noch ein paar Höhenmeter und blicken schon auf den Punta Liatoghju

Aufstieg Cima a Forca

Die letzten Meter zum Gipfel des Cima a Forca

Ausblick Cima a Forca

Blick vom Cima a Forca in die Berge Korsikas

Blick vom Punta Liatoghju

Der Weg führt uns vorbei an einer alten Schäferbehausung, von der nur noch die dicken Mauern stehen. Von hier aus führt ein Pfad auf den 222 Meter hohen Aussichtsgipfel Punta Liatoghju. Das letzte Stück ist etwas steiler als der bisherige Weg und führt zum Teil über riesige Felsplatten. Auf dem Gipfel ist jetzt allerdings ein wenig Trittsicherheit gefragt, da es ringsum doch steil in die Tiefe geht. Vom Punta Liatoghju blicken wir direkt auf Korsikas Bergwelt, nach L’Île-Rousse und auf den langen Sandstrand Plage d’Ostriconi – unser nächstes Ziel. Wir verbringen noch ein wenig Zeit auf dem Gipfel, gemießen die Aussicht und machen und dann auf den Weg zum Strand.

Ruine auf Korsika

Auf dem weiteren Weg kommen wir an einigen verfallenen Hirten-Hütten vorbei

Wanderweg Punta Liatoghju

Hier führt uns der Weg auf den Punta Liatoghju

Gipfel Punta Liatoghju

Biggi auf dem Gipfel des Punta Liatoghju

Plage d'Ostriconi

Strand von Ostriconi am Rande der Désert des Agriates ist einer der schönsten Strände im Norden Korsikas

Gipfelfoto

Ohne Gipfelfoto geht es nicht

Wandering Punta Liatoghju

Wir treten den Rückweg an. Hier oben am Gipfel ist schon ein wenig Trittsicherheit gefragt

Der Sandstrand Plage d’Ostriconi

Besonders die riesigen Kakteen am Wegrand machen diesen Teil der Wanderung lohnenswert. Schon bald stoßen wir auf die Ausläufer der Sanddünen des Plage d’Ostriconi. An der paradiesischen Sandbucht machen wir erst einmal Pause. Zeit, die Füße im frischen Nass etwas abzukühlen. Einige Hartgesottene springen sogar in die raue See – das Wasser ist aber wirklich kalt und der Wind noch immer kräftig. In der Sonne ist es aber gut auszuhalten. Während in Deutschland schön längst der Winter Einzug gehalten hat, sitzen wir hier am Strand, hören dem Rauschen des Meeres zu und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Wir erkunden noch ein wenig die Umgebung und machen uns schließlich wieder auf den Rückweg. Dabei nehmen wir aber den direkten Weg zurück zum Parkplatz – den Punta Liatoghju lassen wir aus.

Kakteen auf Korsika

Auf dem Weg zum Strand von Ostriconi kommen wir an riesigen Kakteen vorbei

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Dünen Strand von Ostriconi

In den Dünen vom Strand von Ostriconi

Strand von Ostriconi

Den Strand von Ostriconi haben wir fast für uns alleine

Felsen am Strand von Ostriconi

Wenn man noch ein wenig durch den Sand schlendert, steht man plötzlich hier

Luftaufnahme Plage d'Ostriconi

Der Plage d’Ostriconi aus der Vogelperspektive

Abendshooting im Asco-Tal

Inzwischen ist es schon recht spät – wir müssen uns so langsam für ein Fotomotiv für den Abend entscheiden. Die Wahl fällt auf das wildromantische Asco-Tal. Mit dem Auto brauchen wir wieder eine ganze Weile – vor allem über die kurvige Bergstraße. Die Fahrt dauert gefühlt eine Ewigkeit – aber es lohnt sich. Das Asco-Tal ist im Herbst mit den bunten Bäumen einfach wunderschön. Leider bleibt wie immer nicht viel Zeit, diese geniale Stimmung einzufangen.

Straße im Asco-Tal

Die Herbstfarben im Asco-Tal sind einfach wunderschön

Sonnenuntergang im Arco-Tal

Die letzten Sonnenstrahlen scheinen die Berggipfel im Asco-Tal an

Asco-Tal

Viel Zeit bleibt nicht mehr, die tolle Stimmung einzufangen

Sonnenuntergang Asco-Tal

Wir fahren noch ein Stück zurück und genießen die grandiose Fernsicht

Asco-Tal Luftaufnahme

Das Asco-Tal aus der Vogelperspektive

Sonnenuntergang im Asco-Tal

Wir lassen unsere Drohne hoch über dem Asco-Tal schweben und fangen diesen tollen Moment ein

Tourdaten Punta Liatoghju

Reisezeitraum: Oktober 2016
Gesamtweglänge: 9,0 Kilometer
Höhenmeter: 290 Meter
Reine Gehzeit: 2:30 Stunden

Die GPS-Daten als Download

Fazit

Die Rundwanderung auf die beiden Gipfel Cima a Forca und Punta Liatoghju ist technisch nicht anspruchsvoll und auch für Familien geeignet. Der Weg führt den Wanderer durch eine tolle Landschaft. Von den Gipfeln genießt man außerdem einen tollen Rundumblick. Im Gipfelbereich ist etwas Vorsicht und Trittsicherheit gefragt – es geht mitunter steil in die Tiefe. Das Highlight dieser leichten Wanderung ist der traumhafte Sandstrand Plage d’Ostriconi, der allerdings auch direkt mit dem Auto erreicht werden kann.

Unsere Korsika-Reise im Überblick

Tag 1 Sonnenuntergang in Bonifacio | Tag 2 Wanderung zum Wasserfall Piscia di Gallo | Tag 3 Wanderung in den Aiguilles de Bavella (1611m) | Tag 4 Wanderung zur Felsenklippe Capu Rosso | Tag 5 Wanderung zum Ninosee (1743m) | Tag 6 Wanderung durch die Spelunca-Schlucht | Tag 7 Wanderung zum Melosee (1711m) und Capitellosee (1930m) | Tag 8 Wanderung auf dem Grat zur Punta Culaghia (2034m) | Tag 9 Corte und die Kaskaden des Agnone | Tag 10 Wanderung auf den Gipfel der Punta Liatoghju | Tag 11 Wanderung auf den Monte Rotondo (2622m)

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Du warst auch schon auf dem Punta Liatoghju und am Sandstrand Plage d’Ostriconi? Wie haben die die Wanderung und die Sandbucht gefallen? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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