Kreta – Tag 11 – Der Strand von Elafonisi

Kretas Traumstrand Elafonisi

Elafonisi ist anders als viele Strände auf Kreta

Am Morgen besuchen wir noch einmal die Küste zwischen Nopigia und Paralia (GPS: N 35 30.826, E 23 43.372 → Google Maps). Als Fotograf könnte man hier leicht Tage verbringen, ohne dass einem langweilig würde. Die schroffe Küste ist einfach spektakulär und überall springen einen die Motive förmlich an. Leider hat man nie viel Zeit, um Bilder wie diese zu zaubern. Dazu ändert sich das Licht einfach viel zu schnell, gerade hier im Süden. Unsere Reise führt uns dann weiter zum Strand von Agia Marina. Heute ist ausnahmsweise kein Wind und unsere Drohen kann endlich wieder abheben. Das Highlight des Tages soll aber der Strand von Elafonisi werden, zu dem wir am Vormittag mit dem Auto aufbrechen.

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Magischer Sonnenaufgang auf Kreta

Sonnenaufgang an der Küste von Nopigia

Sonnenaufgang an der Küste von Nopigia

Wir sind bester Laune

Am Strand von Agia Marina – wir sind bester Laune

Der Phototravellers-Schriftzug im Sand

Der Phototravellers-Schriftzug im Sand

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Auf dem Weg zum Strand von Elafonisi

Das Problem mit den fiesen Blasen an meinen Fersen hat sich noch einmal verschlechtert. Den letzten Tag unserer Kreta-Rundreise gehen wir deshalb gemütlich an. Von Chania aus fahren wir über die Schnellstraße bis nach Trachilos. Von hier führt eine kurvenreiche Bergstraße durch urige Dörfer in gut einer Stunde nach Elafonisi (GPS: N 35 16.426, E 23 32.625 → Google Maps). Der Strand ist ein echtes Highlight auf Kreta – hier kommt echtes Karibikflair auf.

Die Westküste Kretas

Die Westküste Kretas

Auf dem Weg nach Elafonisi kommen wir durch einige kleine Bergdörfer

Auf dem Weg nach Elafonisi kommen wir durch viele kleine Bergdörfer

Elafonisi – der perfekte Familienstrand

Der berühmte rosa Strand von Elafonisi – eigentlich ist das der Name der vorgelagerten Insel – ist für seine seichte Lagune und das türkisblaue Wasser bekannt. Bei Ebbe und ruhigem Meer kommt man sogar trockenen Fußes bis nach Elafonisi. Bei Flut kann es schon passieren, dass man durch seichtes Wasser waten muss.

Die Bucht von Elafonisi

Die Bucht von Elafonisi

Türkises Wasser soweit das Auge reicht

Türkisblaues Wasser und feiner Sand soweit das Auge reicht

Hier lässt es sich einfach aushalten

Hier lässt es sich doch aushalten

Ein echtes Highlight

Der Strand von Elafonisi gehört ohne Zweifel zu den schönsten auf Kreta. Man kann hunderte Meter weit ins türkisblaue Wasser der Lagune laufen – ideal für Familien mit kleinen Kindern. Das Wasser ist glasklar und der von kleinen Muschelteilchen rosa gefärbte Sand butterweich. Obwohl eine frische Brise weht und das Wasser zu dieser Jahreszeit noch recht kalt ist, tummeln sich hier schon hunderte Urlauber. Zur Hauptsaison kommen tausende Touristen, um am Strand von Elafonisi auszuspannen. Wir stürzen uns das erste mal auf unserer Kreta-Reise ins kühle Nass und genießen die Sonne. Morgen geht es leider schon wieder zurück ins verschneite Deutschland. Wir verbringe Stunden, lassen die Seele baumeln und beobachten das Treiben im Meer.

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Die dunklen Geheimnisse von Elafonisi

So schön es hier auch ist, Elafonisi hat auch zwei dunkle Geheimnisse. Am Ostersonntag des Jahres 1824 haben osmanische Truppen ein Massaker unter den Griechen verübt. Zwischen 600 und 850 Menschen, darunter Frauen, Kinder und Alte, sind dabei ermordet worden. Auf dem höchsten Punkt der Insel erinnert ein Denkmal an diesen traurigen Tag. Außerdem findet zum Gedenken alljährlich im August ein sportlicher Wettbewerb, die “Lafonisia“, statt. Im Februar 1907 kam es vor der Küste der Insel außerdem zu einem verheerenden Schiffsunglück. Das 1888 in Dienst gestellte Passagierschiff  Imperatrix geriet in einen Sturm und sank. 40 der 140 Passagier kamen ums Leben und wurden auf Elafonisi bestattet. Als Konsequenz wurde auf Elafonisi ein Leuchtturm errichtet, der im Zweiten Weltkrieg durch die Deutschen zerstört und später  wiederaufgebaut wurde. Das Wrack der  Imperatrix liegt noch heute vor der Küste der Insel in etwa zehn Metern Tiefe und ist ein beliebtes Ziel für Taucher.

Fahrt durch die Topoliano-Schlucht

Für die Rückfahrt nach Chania wählen wir die Route durch die Topoliano-Schlucht, in der man übrigens auch hervorragend wandern kann. Die Straße, die uns unter anderem durch Pappadiana führt, windet sich durch die Berge und ist mindestens so spektakulär wie die Küstenstraße. Immer wieder machen wir Halt und blicken über grüne Täler und in die tiefe Schlucht.

Die Topoliano-Schlucht ist auch ein tolles Wandergebiet

Die Topoliano-Schlucht ist auch ein tolles Wandergebiet

Unser vorerst letzter Sonnenuntergang auf Kreta

Am Abend besuchen wir noch einmal die Küste zwischen Nopigia und Paralia. Jetzt herrscht hier eine ganz andere Stimmung als noch am Morgen. Wie immer sind wir hier völlig alleine. Zu der Stelle, an der wir die Kamera aufbauen, führt nur eine Schotterpiste, die in der Regel nur von Einheimischen genutzt wird und bei Touristen gänzlich unbekannt ist.

Sonnenuntergang auf Kreta

Sonnenuntergang auf Kreta an der Küste zwischen Nopigia und Paralia

Zum krönenden Abschluss unserer Kreta-Reise essen wir noch einmal im → To Stachi zu Abend. Für Vegetarier ist das der Top-Tipp in Chania. Die Gerichte sind lecker, der Laden ist gemütlich und die Inhaberin gut drauf und immer für einen Plausch zu haben.

Würden wir wieder nach Kreta reisen?

Kreta ist wirklich eine atemberaubend schöne und äußerst vielfältige Insel. Lange Sandstrände gibt es hier genauso wie anspruchsvolle Wanderungen bis auf knapp 2500 Meter oder anspruchsvolle Kletterrouten. Die Kretaner sind ausgesprochen herzlich und die kretische Küche hat für jeden etwas zu bieten. In der Nebensaison spart man viel Geld und erlebt die Insel recht ursprünglich. Dafür ist es zum Baden noch viel zu kalt. Wer zum Wandern nach Kreta kommt, wird die Nebensaison aber lieben. Ein idealer Standort für lange Wanderungen in den Weißen Bergen ist Anopolis. Außerdem locken auf Kreta tolle Küstentouren und atemberaubende Schluchtwanderungen, etwa durch die Samaria-Schlucht. Aber auch Strandliebhaber kommen im Sommer voll auf ihre Kosten. 

Nützliche Links und GPS-Koordinaten im Überblick

  • Tolle Fotomotive an der Küste zwischen Nopigia und Paralia (GPS: N 35 30.826, E 23 43.372 → Google Maps)
  • Der Strand von Elafonisi (GPS: N 35 16.426, E 23 32.625 → Google Maps)
  • Infos zum gesunkenen Passagierschiff  Imperatrix
  • Leckeres vegetarisches Essen in Chania im  To Stachi

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Unsere Kreta-Reise im Überblick

Tag 1 Der erste Eindruck | Tag 2 Wanderung auf den Psiloritis (2456m) | Tag 3 Knossos und Heraklion | Tag 4 Der Palmenstrand Preveli Beach | Tag 5 Wanderung um das Kap Kako Mouri bei Plakias | Tag 6 Wanderung durch die Aradena-Schlucht | Tag 7 Wanderung auf den Pachnes (2456m) | Tag 8 Wanderung durch die Imbros-Schlucht | Tag 9 Rund um Chania | Tag 10 Wanderung durch die Samaria-Schlucht | Tag 11 Der Strand von Elafonisi

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8 replies
  1. Birgit Westermann
    Birgit Westermann says:

    Wieder einmal eine sehr unterhaltsame und anschauliche Schilderung einer Reise, und dazu tolle Photos! Machte wirklich Vergnügen und frischte bei mir auch Erinnerungen an Orte auf, die ich auch schon mal besucht habe…

    Reply
  2. AdventureLady
    AdventureLady says:

    Genialer Reisebericht! Ich schätze eure Ausführlichkeit und die tollen Tipps! Gefällt mir immer wieder sehr! Und auf Kreta wäre ich nie im Leben gekommen. Danke für die Inspiration.

    Reply
  3. Jürgen Musi
    Jürgen Musi says:

    Hallo zusammen,

    schöner Bericht! Aber warum schreibt Ihr bei “Am Ostersonntag des Jahres 1824 sollen osmanische Truppen ein Massaker unter den Griechen veranstaltet haben” von “sollen”? Es handelt sich hier um eine geschichtliche Tatsache!
    Gruss,
    Jürgen

    Reply

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