Kreta – Tag 3 – Knossos und Heraklion

Die Ruinenstadt Knossos

Knossos ist der historische Höhepunkt auf Kreta

Nach den gestrigen Strapazen lassen wir es heute gemütlicher angehen – zumal der Blick in den Himmel um fünf Uhr am Morgen nicht sehr vielversprechend aussieht. Über Kreta liegt eine dicke Dunstglocke, gemischt mit Saharastaub. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Knossos (GPS: N 35 17.907, E 25 09.659 – Google Maps). Die Palastruine ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Kreta und auch zur Nebensaison gut besucht. Vor den Toren Knossos’ gibt es zahlreiche kleine Läden, in denen man allerlei Schnickschnack erwerben kann. Bei mir wird es ein T-Shirt mit einem Sparta-Aufdruck für fünf Euro.

Der alte Palast von Knossos

Der Eintritt für den minoischen Palast von Knossos, errichtet zwischen 2100 und 1800 v. Chr. und genutzt bis 1370 v. Chr., beträgt 15 Euro (Stand: April 2016) – das ist eine Ansage. Ob der Preis gerechtfertigt ist, muss jeder selbst entsscheiden. Wir empfinden den Preis als völlig überzogen für das, was geboten wird. Knossos ist zwar sehr schön hergerichtet, allerdings sind die ganzen Gebäude im Zuge einer aufwändigen Restaurierung neu aufgebaut worden – mit Stahlbeton und anderen modernen Baustoffen. Von der ursprünglichen Palastanlage ist nicht mehr viel zu sehen außer einigen Grundmauern. Der Palast von Knossos wurde durch ein Erdbeben zwischen 1750 und 1700 v. Chr. zerstört, danach aber noch prächtiger wieder aufgebaut. Um 1370 v. Chr. wurde Knossos schließlich in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit den Achäern vollkommen zerstört. Unserer Meinung nach muss man Knossos nicht unbedingt besuchen. Wer sich für Ruinen interessiert, ist etwa auf Sizilien besser aufgehoben – viele werden das aber sicher anders sehen.
Der Palast von Knossos: Das ist wohl eines der bekanntesten Motive

Der Palast von Knossos: Das ist wohl eines der bekanntesten Motive

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Hier sind noch die Grundmauern vom Palast von Knoss zu sehen

Hier sind noch die Grundmauern vom Palast von Knoss zu sehen

Knossos wurde teilweise wieder aufgebaut - mit modernen Baumaterialien wie Stahlbeton

Knossos wurde teilweise wieder aufgebaut – mit modernen Baumaterialien wie Stahlbeton

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Die Keimzelle europäischer Kultur wartet mit eindrucksvollen Zeugnissen einer großen Geschichte auf: Dabei sind sowohl der minoische Palast von Knossos, die alte römische Inselhauptstadt Gortis und das Kloster Arkadi, das an die Zeit der Türkenherrschaft und an den Widerstand der Kreter erinnert, von Bedeutung. Aber auch Individualreisende kommen durchaus auf ihre Kosten - es gibt sie noch, die unbebauten Strände und malerischen Buchten, vor allem im Südteil der Insel Kreta. Wer sich die Mühe macht, das Inselinnere, etwa zum Wandern, aufzusuchen, kann in den Bergdörfern noch heute gelebte Traditionen vorfinden. Über 180.000 Leser bereisten schon die Insel mit dem Kompendium von Eberhard Fohrer im Reisegepäck. Viele von ihnen haben mit ihren Tipps und Anregungen mitgeholfen, ein Buch zu schaffen, über das die Stiftung Warentest bereits urteilte: "Der mit Abstand informationsreichste Kretaführer für Individualtouristen jeder Art".

Stadtbummel durch Kretas Hauptstadt

Am Nachmittag zieht es uns in die Innenstadt von Heraklion oder Iraklio (GPS: N 35 20.321, E 25 07.980 – Google Maps) – benannt nach Herkules, der der Sage nach als eine seiner zwölf Heldentaten Kreta von einer Bestie befreite. In der Fußgängerzone von Kretas Hauptstadt (174.000 Einwohner) ist einigs los und die vielen Straßencafes sind gut besucht. Es ist zum Glück noch nicht zu heiß – über Kreta hängt nach wie vor eine dichte Glocke aus Dunst und Saharasand. Das absolute Highlight auf unserer Stadtbesichtigung ist der venezianische Hafen. Hier sind dutzende alte Fischerboote vertaut, die ein tolles Fotomotiv abgeben. Im Hintergrund liegt die Hafenfestung Koules aus dem 16. Jahrhundert, die allerdings derzeit restauriert wird und deshalb geschlossen ist.
Der Morosini Fountain - errichtet 1628

Der Morosini Fountain – errichtet 1628

Die Kirche Saint Titus im Herzen von Iraklion

Die Kirche Saint Titus im Herzen von Iraklio

Die Fischer trocknen ihre Netze

Die Fischer trocknen ihre Netze

Der Hafen von Iraklion

Der Hafen von Iraklio

Die Hafenfestung Koules im Hafen von Iraklion

Die Hafenfestung Koules im Hafen von Iraklio

Aber auch die Kathedrale Agios Minas (GPS: N 35 20.249, E 25 07.837 – Google Maps) lohnt einen Abstecher. Die Kathedrale ist dem heiligen Minas, dem Schutzheiligen von Heraklion, geweiht. Errichtet wurde das Bauwerk von 1862 bis 1895. Im Inneren der beeindruckenden Kathedrale ist Platz für 8.000 Gläubige. Damit ist die Kathedrale Agios Minas eines der größten Gotteshäuser in ganz Griechenland.
Die Kathedrale Agios ist eines der größten Gotteshäuser Griechenlands

Die Kathedrale Agios Minas ist eines der größten Gotteshäuser Griechenlands

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Im Inneren der Kathedrale Agios Minas

Im Inneren der Kathedrale Agios Minas

Fotospot gesucht

An Nachmittag begeben wir uns auf die Suche nach einem spannenden Fotospot für den Sonnenuntergang. Wie immer hatten wir im Vorfeld unserer Kreta-Reise bei Google Earth bereits einige vielversprechende Stellen rausgesucht. Der erste Spot, die Bucht von Mades (GPS: N 35 24.001, E 25 02.019 – Google Maps), ist ein echter Vollteffer. Wir finden eine kleine Bucht vor, die umsäumt ist von türkisen Quarzstein – so etwas bekommt man selten zu sehen. Wir haben noch ein wenig Zeit und lassen unsere Füße ins kühle Wasser baumeln.
Die Bucht von Mades im Tageslicht

Die Bucht von Mades im Tageslicht

Die nächsten zwei Spots sind eine Enttäuschung – beide Orte liegen auf Privatgrund und sind durch einen Zaun abgesperrt. Da fällt die Entscheidung nicht schwer. Am Abend stehen wir wieder in der Bucht von Mades und warten bei einem kühlen Radler – das heißt hier tatsächlich so – auf den Sonnenuntergang. Die Bucht von Mades ist ein toller Ort für Fotografen – vor allem, wenn das Licht mitspielt.
Die Bucht von Mades im schönsten Abendlicht

Die Bucht von Mades im schönsten Abendlicht

Fototipp: Das Bild wurde mit einem Ultraweitwinkelobjektiv aufgenommen – in diesem Fall mit einer Brennweite von 14mm am Kleinbildformat. Um den Himmel abzudunkeln, kam ein Grauverlaufsfilter zum Einsatz. Um die Spiegelung auf dem Wasser zu reduzieren, nutzte ich außerdem einen Polfilter. Hier findest du elf Tipps für grandiose Landschaftsfotos.
Am Abend verschlägt es uns wie schon gestern in die Taverne Ouzeri tou Terzaki, nur zwei Minuten von unserem Hotel entfernt. Das Essen ist auch heute ausgezeichnet, die Bedienung freundlich und der Preis fair. Ein Besuch lohnt sich.

Reisezeitraum April 2016

Zum Wandern auf Kreta empfehlen wir den Rother-Wanderführer Kreta: Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 65 Touren. Mit GPS-Tracks*. Wer noch auf der Suche nach dem passenden GPS-Gerät ist, sollte sich einmal das Garmin GPSMap 64s* anschauen. Als klassischer Reiseführer für Kreta bietet sich der Tippgeber aus dem Michael Müller Verlag an*. Außerdem sollte man immer eine Freytag Berndt Autokarte Kreta* im Gepäck haben.

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