Kreta – Tag 8 – Wanderung Imbros-Schlucht und Sweetwater Beach

Die Imbros-Schlucht ist die kleine Schwester der Samaria-Schlucht

Eine atemberaubende Wanderung durch die Imbros-Schlucht

Heute stehen gleich mehrere Punkte auf dem Plan. Neben der Ruinenstadt Aradena (GPS: N 35 13.378, E 24 03.713 → Google Maps) die Imbros-Schlucht und am Nachmittag der Sweetwater Beach. Der Wecker klingelt früh. Wir starten unser kleines Abenteuer in tiefster Dunkelheit. Aradena liegt mit dem Auto nur einen Steinwurf von unserer Unterkunft in Anopolis entfernt. Schon am kleinen Parkplatz stehen die ersten Ruinen – die Stimmung am Morgen ist gespenstisch. Wir packen die Kameraausrüstung und schleichen durch die Ruinen. Ganz verlassen ist Aradena aber nicht. Wir stoßen immer wieder auf Häuser, in denen noch jemand wohnt. Wie es sich wohl anfühlt, in einer echten Geisterstadt zu leben?

 

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Die Geisterstadt Aradena

Die Geisterstadt Aradena

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Ganz alleine ist man hier aber nicht...

Ganz alleine ist man hier aber nicht…

Einige Häuser sind noch immer bewohnt

Einige Häuser in Aradena sind noch immer bewohnt

Aradena aus der Luft

Aus der Luft erkennt man gut, dass nicht ganz Aradena verlassen ist. Neben den vielen Ruinen stehen immer wieder bewohnte Häuser. Selbst die kleine Kirche ist gerade erst frisch renoviert worden und erstrahlt im schönsten Weiß.

Aradena aus der Luft gesehen

Aradena aus der Luft gesehen

Aus der Luft hat man auch noch einmal einen guten Blick in die Aradena-Schlucht

Von oben hat man auch noch einmal einen guten Blick in die Aradena-Schlucht

Die Sonne bricht durch

Plötzlich bricht die Sonne für wenige Minuten durch die dichte Wolkendecke. Das Licht verleiht der Ruinenstadt noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre. Für Fotografen ist das der Jackpot. Jetzt heißt es schnell sein. Das  Stativ aufbauen, die  Filter aufschrauben und los gehts. Mit einem  Ultraweitwinkelobjektiv gelingen am Morgen atemberaubende Fotos, die es so in dieser Form wohl noch nicht gibt.

Fotoshooting in Aradena

Fotoshooting in Aradena

Sonnenaufgang in Aradena

Sonnenaufgang in Aradena. Diese Perspektive gelingt nur mit einem starken Weitwinkelobjektiv

Plötzlich Schüsse

Auf einmal fallen Schüsse. Immer wieder hören wir einen lauten Knall und das Echo in den Bergen. Am Parkplatz steht ein Typ in Tarnkleidung und großem Hund und blickt mit dem Fernglas in die Berge. Er grüßt nur mürrisch und lässt das, was er im Visier hat, keine Sekunde aus den Augen. Ganz geheuer ist uns diese Situation ehrlich gesagt nicht und wir sind froh, Aradena hinter uns zu lassen.

Wanderung durch die Imbros-Schlucht

Wir frühstücken in der Taverne Anolopi. Nikos tischt uns große Omelettes und griechischen Joghurt auf, bevor wir in Richtung Imbros-Schlucht aufbrechen. Der Parkplatz der beliebten Schlucht (GPS: N 35 14.898, E 24 10.042 → Google Maps) liegt direkt an einer Taverne, die wir aber links liegen lassen. Ein großes Holzschild schickt uns in die richtige Richtung. Nach ein paar Minuten erreichen wir das Kassenhäuschen. Der Eintritt in die Imbros-Schlucht kostet zwei Euro (Stand: April 2016). Werft die Tickets bitte nicht weg – diese muss man beim Verlassen der Schlucht wieder vorzeigen.

Der Eingang der Imbros-Schlucht ist kaum zu übersehen

Der Eingang der Imbros-Schlucht ist kaum zu übersehen

Das Kassenhäuschen der Imbros-Schlucht. Die Tickets müssen beim Verlassen vorgezeigt werden

Das Kassenhäuschen der Imbros-Schlucht. Die Tickets müssen beim Verlassen vorgezeigt werden

Eine tolle Fmilienwanderung

Die Imbros-Schlucht wird auch die kleine Schwester der → Samaria-Schlucht genannt. Anfangs führt uns der Weg durch ein breites ausgetrocknetes Flussbett. Überall wachsen Blumen und die Vögel zwitschern. Wir folgen dem Weg in Richtung Meer. Schwierigere Stellen können stets auf dem gut ausgebauten Weg umgangen werden. Hier muss niemand kraxeln. Wir steigen gemütlich immer weiter ab in die Schlucht und genießen die wunderschöne Natur, die im Frühling regelrecht explodiert. 

Wir starten in einem breiten Flußbett

Wir starten die Wanderung in einem breiten Flussbett

Der schmale Pfad ist immer gut zu gehen

Der schmale Pfad in der Imbros-Schlucht ist immer gut zu gehen und bereitet keine Probleme

Den Weg kann man nicht verlieren

Den Weg kann man nicht verlieren

Die Höhepunkte der Imbros-Schlucht

Nach einer guten Stunde erreichen wir die erste Engstelle der Imbros-Schlucht. Die Wände gehen steil in die Höhe und man kann die Wände fast mit beiden Händen berühren. Hier sollte man auf jeden Fall einen kurzen Stopp einlegen und ein paar Erinnerungsfotos schießen. Es wird im Laufe der Wanderung aber noch besser – die engste Stelle liegt schließlich noch vor uns.

Auf der Tour sind wir voll ausgestattet

Auf der Tour sind wir voll ausgestattet

Die Wanderung ist nicht sehr anspruchsvoll, aber sehr spektakulär

Die Wanderung durch die Imbros-Schlucht ist nicht sehr anspruchsvoll, dafür aber sehr spektakulär

Die Wände stehen schon sehr eng zusammen

Die Wände stehen schon sehr eng zusammen und geben ein tolles Fotomotiv ab

So eng, dass ich fast beide Wände erreiche

So eng, dass ich die Wände mit den Händen fast erreiche – aber eben nur fast

Die engste Stelle der Imbros-Schlucht

Noch ein paar Minuten weiter stehen die Wände der Imbros-Schlucht nur noch 1,60 Meter weit auseinander – es ist die engste Stelle der Imbros-Schlucht. Hier berühren beide Hände problemlos die Wände. Viel ist hier aber noch nicht los, nur alle paar Minuten begegnen wir ein paar Wanderern. Aber fast niemand registriert die spektakulärste Stelle der Imbros-Schlucht. Wir lassen uns dagegen viel Zeit, bevor wir weiter absteigen.

Hier ist die Schlucht besonders spektakulär

In diesem Teil ist die Schlucht besonders spektakulär

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Die Wände der Imbros-Schlucht ragen senkrecht in die Höhe

Die Wände der Imbros-Schlucht ragen senkrecht in die Höhe

Gleich erreichen wir das Highlight der Imbros-Schlucht

Gleich erreichen wir das Highlight der Imbros-Schlucht

An der engsten Stelle ist die Imbros-Schlucht nur 1,60 Meter breit

An der engsten Stelle ist die Imbros-Schlucht nur 1,60 Meter breit

Wir kehren um

Bald erreichen wir einen Unterschlupf. Felle liegen auf den Bänken und verblichene Fotos zieren den Holzverschlag. Den spektakulärsten Teil der Schlucht haben wir jetzt hinter uns. Von nun an wird das Bachbett wieder breiter, die Wände ragen aber immer noch steil nach oben. Viele steigen weiter ab und nehmen im Ort ein Taxi zurück zum Auto. Das kostet etwa 20 Euro. Man sollte auf andere Wanderer warten und sich ein Taxi teilen, um Geld zu sparen. In der Hauptsaison ist immer genug los. Wir drehen an dieser Stelle aber um und wandern zurück zum Eingang der Schlucht.

Hier endet unsere Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Wir kehren um

Hier endet unsere Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Wir kehren um

Der kleine Rastplatz ist ein beliebtes Fotomotiv

Der kleine Rastplatz ist ein beliebtes Fotomotiv

Das Wandervideo zur Imbros-Schlucht

Tourdaten Auf- und Abstieg

Datum: April 2016
Gesamtweglänge: 6,3 Kilometer
Höhenmeter: 265 Meter
Gehzeit: 2:30 Stunden

Die GPS-Daten zum Download

Wanderung zum Sweetwater Beach

Am Abend machen wir uns auf den Weg zum Sweetwater Beach (Paralia Glyka Nera). Wir parken das Auto in eine Kurve (GPS: N 35 12.115, E 24 07.049 → Google Maps) der Serpentinenstraße nach Anopolis. Ein Schild weist uns den Weg zum Sweetwater Beach. Fährt man hier mit dem Auto vorbei, glaubt man eigentlich nicht, dass hier eine schöne Wanderung am Meer startet.

Der Wegweiser zum Sweetwater Beach - die Einschusslöcher sind in der Gegend typisch

Der Wegweiser zum Sweetwater Beach – die Einschusslöcher sind in der Gegend typisch

Hier beginnt die kurze Wanderung zum Sweetwater Beach

Hier beginnt die kurze Wanderung zum Sweetwater Beach

Kurze, aber spektakuläre Wanderung

Es geht über einen Geröllhang hoch über dem Meer entlang. Der Weg ist stellenweise leicht ausgesetzt, Trittsicherheit ist also Voraussetzung für die etwa halbstündige Wanderung. Ein Teil des Weges ist in eine senkrecht abfallende Felswand geschlagen – dieser Teil ist besonders spektakulär. Links geht es in die Tiefe, rechts blickt man auf massiven Fels. Wir sehen den Sweetwater Beach bereits aus der Ferne. Der schmale Weg führt weiter in Richtung Meer hinab. Im Laufe der Jahrhunderte sind hier riesige Felsblöcke ins Meer gestürzt. Eine fabelhafte Kulisse. Der Pfad schlängelt sich nun durch die Lkw-großen Felsen. Die letzten paar hundert Meter führt uns der Wanderweg nahe am Meer zwischen den Felsen vorbei. Uns kommen einige Wanderer entgegen, die die Küstenwanderung von Loutro nach Chora Sfakion unternommen haben. Am Sweetwater Beach ist am Abend nicht mehr viel los. Nur zwei Weitwanderer übernachten am Strand und schlagen ihr Lager auf – ansonsten haben wir den Sweetwater Beach ganz für uns alleine. 

Der Weg ist breit genug, Höhenangst sollte man aber besser nicht haben

Der Weg ist breit genug, Höhenangst sollte man aber besser nicht haben

Hier wurde der Wanderweg in die Felswand geschlagen

Hier wurde der Wanderweg in die Felswand geschlagen

Wir erreichen den Sweetwater Beach

Wir erreichen bald den Sweetwater Beach

Türkises Meer und riesige Felsen prägen das Bild am Sweetwater Beach

Türkises Meer und riesige Felsen prägen das Bild am Sweetwater Beach

Feiner Kies lädt zum Verweilen ein

Feiner Kies lädt zum Verweilen ein

Das Wandervideo zum Sweetwater Beach

Sonnenuntergang in der Bucht von Frangokastello

Noch haben wir ein wenig Zeit, bis die Sonne im Meer versinkt. Wir machen uns noch einmal auf den Weg zur Bucht von Frangokastello und warten auf den Sonnenuntergang. Am Strand gibt es einige tolle Felsformationen, die einen lohnenden Vordergrund für spektakuläre Landschaftsbilder abgeben.

Blaue Stunde an der Bucht von Frangokastello

Blaue Stunde an der Bucht von Frangokastello

Feuchtfröhlicher Abend in den Anopoli Rooms

In unserer Taverne werden wir am Abend wieder mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnt. Nikos und seine Familie tischen jeden Tag andere Gerichte auf – Abwechslung ist also garantiert. Besonders stolz ist man auf das hausgemachte Olivenöl, das es in der Regel auch nicht zu kaufen gibt. Aber nett fragen lohnt sich. Der Abend wird länger als geplant. Gestern haben wir ja bereits Marcus kennengelernt. Der urige Typ aus England kommt zwei Mal im Jahr nach Anopolis zum Wandern und kennt wohl jeden Winkel der Region. Heute sind auch sein Sohn Roan und vier Freunde am Tisch. Als die sechs die Gitarren auspacken und anfangen zu singen, hält und nichts mehr und wir gesellen uns dazu. Ihr könnt euch vorstellen, dass die Lage mit sechs Engländern in einem kleinen kretischen Bergdorf bei viel Raki schnell eskaliert. Es wird ein feuchtfröhlicher und langer Abend bei guter Musik.

Nützliche Links und GPS-Koordinaten im Überblick

  • Tolle Fotomotive in der Ruinenstadt Aradena (GPS: N 35 13.378, E 24 03.713 → Google Maps)
  • Parkplatz Imbros-Schlucht (GPS: N 35 14.898, E 24 10.042 → Google Maps)
  • Parkplatz Sweetwater Beach (GPS: N 35 12.115, E 24 07.049 → Google Maps)

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Unsere Kreta-Reise im Überblick

Tag 1 Der erste Eindruck | Tag 2 Wanderung auf den Psiloritis (2456m) | Tag 3 Knossos und Heraklion | Tag 4 Der Palmenstrand Preveli Beach | Tag 5 Wanderung um das Kap Kako Mouri bei Plakias | Tag 6 Wanderung durch die Aradena-Schlucht | Tag 7 Wanderung auf den Pachnes (2456m) | Tag 8 Wanderung durch die Imbros-Schlucht | Tag 9 Rund um Chania | Tag 10 Wanderung durch die Samaria-Schlucht | Tag 11 Der Strand von Elafonisi

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4 replies
  1. Martina
    Martina says:

    Hallo ihr 2 lieben,

    … hab grad wieder die Visitenkarte entdeckt, die wir beim Auto-Ausleihen in Heraklion von euch bekamen.
    Ja, ich bin Martina, eine der 4 Kletter-Tauch-Österreicher, die zur selben Zeit wie ihr Kreta bereisten.

    Unglaublich eindrucksvolle Bilder habt ihr da.
    Ja, wir sahen ähnliche und auch ganz unterschiedliche Orte dieser wunderschönen Insel.

    Macht’s gut, einen schönen Sommer und lieber Gruß aus Feldkirch!

    martina

    Reply
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Hallo Martina,

      vielen Dank und schön, dass euch die Bilder so gut gefallen. Vielleicht trifft man sich ja mal wieder an einem Mietwagenschalter oder so 🙂

      Liebe Grüße
      Florian

      Reply
  2. Andrea
    Andrea says:

    Hallo, super schönes Video, vielen Dank, wir wollen Ende Oktober nach Kreta, wohnen in Georgioupolus oder so ähnlich.
    Wie weit ist es bis zu der Hütte , wenn ihr da umgekehrt seid ? Also Imbrosschlucht meine ich.
    Lieben Dank

    Reply

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