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Ligurien – Cinque Terre

Spontan mit dem Auto nach Italien – einen echten Plan haben wir aber nicht. Bisher wissen wir nur, dass unser erstes Ziel der berühmte Küstenstreifen Cinque Terre, was auf Deutsch so viel wie fünf Länder oder fünf Ortschaften bedeutet, in Ligurien sein wird. Wir haben das bekannte Fotomotiv mit dem Küstenörtchen Manarola vor Augen. Zu diesem Zeitpunkt ahnen wir aber noch nicht, wie schwer es sein wird, diesen Ort zu finden. Maik alias Bergpixel.de und ich brechen spät am Abend in München auf. Vor uns liegen fast 700 Kilometer Strecke. Die Fahrt über den Brenner zieht sich und in Italien stoppen wir immer wieder, um uns mit einem Espresso wach zu halten.

Aktualisiert am 03.03.2022

Sonnenaufgang in Vernazza

Gegen sechs Uhr erreichen wir das kleine Örtchen Vernazza (GPS: N 44 08.099, E 9 41.101 – Google Maps). Wir haben ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns erwartet. Wir lassen uns einfach überraschen. Wir parken etwas oberhalb der Altstadt von Vernazza und machen uns mit der schweren Kameraausrüstung zu Fuß auf den Weg. Um diese Uhrzeit ist außer uns und einem Straßenkehrer noch kein Mensch unterwegs. Die engen Gässchen Vernazzas sind wirklich wunderschön. Unser Ziel ist aber der kleine Fischerhafen von Vernazza.

Vernazza bei Nacht
Die Gassen in Vernazza sind um diese Uhrzeit wie leergefegt

Noch ist es stockfinster und wir haben keine Idee, von wo aus wir den besten Blick auf den Ort haben. Allerdings wird uns recht schnell klar, dass es nicht das gesuchte Motiv ist. Die Bucht von Manarola liegt ein paar Kilometer weiter südlich – aber das ahnen wir jetzt noch nicht. Macht aber nichts: Auch in Vernazza entdecken wir jede Menge tolle Fotomotive.

Fotograf am Hafen von Vernazza
Maik in seinem Element
Vernazza im Morgenlicht
Vernazza zur blauen Stunde
Blaue Stunde im Hafen von Vernazza
Der Hafen von Vernazza zur blauen Stunde
Altstadt Vernazza
Die farbenfrohe Altstadt Vernazzas
Hafen von Vernazza
Der Hafen von Vernazza
Boote im Hafen von Vernazza
Die orangen Boote im Hafen sind ein toller Kontrast zur Altstadt

Nach Sonnenaufgang bauen wir unsere Fotoausrüstung ab und machen uns auf den Weg in die Altstadt – endlich frühstücken. Ein schmaler Tunnel weckt aber unser Interesse. Was sich dort hinter wohl versteckt? Wir kommen an einen felsigen Strand an einer schroffen Küste. Das Frühstück muss noch warten. Wir haben Glück mit dem Licht. Die Wolken am Himmel wirken wie ein Diffusor. In Windeseile bauen wir unsere Stative auf und lassen die Speicherkarten glühen.

Tunnel in Vernazza
Dieser schmale Tunnel weckt unsere Neugierde
Nikon D810 am Strand
Bei diesem Licht macht es ohne Filter wenig Sinn zu fotografieren
Strand von Vernazza
Dank der langen Belichtungszeit verschwimmen die Wellen
Strand von Vernazza
Der Strand von Vernazza hat wirklich einiges zu bieten
Strand von Vernazza
Ich kraxle einen Felsen nach oben und werde mit diesem Motiv belohnt

Wir verbringen über eine Stunde an dem kleinen Strand. Irgendwann überwältigt uns aber der Hunger. Höchste Zeit, ein nettes Café zu suchen. Wir haben die Qual der Wahl. In Vernazza gibt es jede Menge Einkehrmöglichkeiten – so wie man sich das vorstellt eben. Wir landen in einem kleinen typischen italienischen Café. Für mich gibt es Rührei mit Käse – Maik wählt die rustikale Variante mit Speck. Mit hunderten tollen Fotos im Kasten und einem vollen Magen machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz.

Suche nach dem Hotspot der Cinque Terre

Wir haben in Vernazza zwar tolle Fotos geschossen – wir wollen aber unbedingt dieses eine so bekannte Motiv der Cinque Terre finden. Mit dem Auto machen wir uns auf den Weg nach Levanto und später nach Monterosso. Auf der Fahrt halten wir immer wieder an und genießen den tollen Ausblick auf diese grandiose Landschaft. Die Straßen sind allerdings eng und kurvig. Wir kommen nur langsam voran. Außerdem steckt uns die Lange Fahrt aus München in den Knochen. Wir lassen das Auto in Levanto auf einem Campingplatz stehen – auch hier verbirgt sich das bekannte Motiv nicht – und steigen in den Zug, der alle fünf Ortschaften der Cinque Terre in wenigen Minuten miteinander verbindet. Wer sich nun fragt, warum wir nicht einfach einen Einheimischen nach dem gesuchten Postkartenmotiv fragen: das haben wir. Aber jedes Mal erhielten wir eine andere Antwort. Jetzt bleibt nur noch das Dörfchen Manarola.

Küste Cinque Terre
Wir halten immer wieder an, um den Ausblick zu genießen
Küste Cinque Terre
Bewaldete Hügel an der Küste der Cinque Terre
Zelt auf Campingplatz
Unser Schlafplatz heute Nacht

Sonnenuntergang in Manarola

In Manarola (GPS: N 44 06.392, E 9 43.689 – Google Maps) müssen wir richtig sein. Schon vom Bahnhof strömen hunderte Touristen in Richtung der schönen Altstadt. Wir folgen der Masse und landen schnell am Hafen. Ein Panoramaweg führt auf der gegenüberliegenden Seite sanft nach oben und verspricht fantastische Blicke auf Manarola mit den vielen bunten Häusern in der Steilküste. Bis zum Sonnenuntergang haben wir aber noch etwas Zeit. Mit einem kühlen Bier machen wir es uns unten am kleinen Fischerhafen auf einem Felsen bequem und genießen die mediterrane Stimmung und das Flair des urigen Örtchens.

Birra Moretti
Wir zischen noch ein kühles Bier in der Bucht von Manarola

Auf dem Panoramaweg ist am Abend einiges los. Ganze Busladungen asiatischer Touristen drängen nach oben, um eine Blick auf Manarola zu erhaschen und dann gleich wieder weiterzuziehen zum nächsten Hotspot. Wir lassen uns Zeit und genießen die Stimmung. Am frühen Abend taucht die Sonne die Landschaft in goldenes Licht – welch ein Anblick. Ein paar Wölkchen sind auch am Himmel. Fotografenherz, was willst du mehr. Wir bleiben weit bis nach Sonnenuntergang. Erst die Lichter lassen das kleine Fischerdorf in seiner ganzen Pracht erstrahlen.

Manarola im Abendlicht
Manarola ist eines der Highlights der Cinque Terre
Steilküste Manarola
Es gibt natürlich eine Absperrung – ich will aber so nah wie möglich ans Geschehen
Nikon D810 mit Filtern vor Manarola
Hier kommen ein Graufilter und ein Grauverlaufsfilter zum Einsatz
Sonnenuntergang Manarola
Manarola kurz nach Sonnenuntergang
Cinque Terre
Die Straßenlaternen tauchen Manarola noch einmal in ein ganz besonderes Licht
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8 Kommentare

  • - Marianne

    Wer in Italien verliebt ist, bei dem darf der Besuch der atemberaubenden Ligurischen Küste nicht von der Urlaubsliste fehlen. Sie reihen sich wie Edelsteine auf einer Kette – die traumhaftesten Ortschaften die man sich nur vorstellen kann. Die fünf Dörfer Riomaggiore, Manarola, C orniglia, Vernazza und Monterosso waren jahrhundertelang nur zu Fuß oder über das Meer zu erreichen. Die fünf malerischen Perlen an der ligurischen Riviera gehören definitiv zu den schönsten Orten, die ich je besucht habe. Die unberührte Landschaft der Cinque Terre ist einfach traumhaft und selten zu finden. Cinque Terre ist auch bekannt für seinen tollen Weißwein, der in den terassenförmigen Weinbergen heranwächst.Die Cinque Terre gehört zu einem der schönsten Küstenabschnitte Italiens. Fünf kleine Orte liegen hier am Hang, inmitten von Weinterrassen und Olivenhainen, nur durch eine Bahnlinie und einen Fußweg miteinander verbunden. Diese uralte Kulturlandschaft mit ihren künstlich geschaffenen Terrassen für den Weinanbau ist inzwischen ein Teil des Weltkulturerbes! Unvergesslich wird Ihnen die Bootsfahrt entlang der Küste zum berühmten Ferienort Portofino und die Bahnreise in die Cinque Terre sein.

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