Mallorca – Tag 1 – Zugfahrt mit dem „Roten Blitz“ von Palma nach Sóller

Mit dem “Roten Blitz” von Palma nach Sóller

Eine atemberaubende Zugfahrt durch grandiose Landschaft

Die Baleareninsel Mallorca ist nach wie vor das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen. Ich war in den vergangenen Jahren viele Male auf der Mittelmeerinsel – das war aber noch lange, bevor es diesen Reiseblog gab. Am berühmt berüchtigten Ballermann bin ich dabei nur einmal aus Interesse entlanggeschlendert. Nein, meine Welt ist das nicht. Es waren schon immer die landschaftlichen und kulturellen Schätze der Insel, die mich reizen. Im September 2017 haben Biggi und ich spontan entschlossen, nach langer Zeit wieder einmal nach Mallorca zu reisen. Für die Reiseplanung hatten wir nicht einmal eine Woche Zeit. Zum Glück kannte ich die Insel aber schon ein wenig.

Die Fotos in diesem Artikel wurden mit der  Nikon D810 geschossen. Was wir sonst noch so dabei haben auf unseren Wanderungen und Reisen? Hier geht es zu unserer  Fotoausrüstung.


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Der „Rote Blitz“ – Zugfahrt nach Sóller

Zu den absoluten Highlights einer jeden Mallorca-Reise gehört die Zugfahrt mit dem  El Tren de Sóller, dem „Roten Blitz“, von Palma nach Sóller. Zumindest einmal muss man diesen Ausflug gemacht haben. Natürlich steht die Fahrt mit dem historischen Zug, der 1912 das erste Mal fuhr und damals Sóllers Wirtschaft ankurbeln sollte, auch in jedem Reiseführer. Entsprechend überlaufen ist der kleine Bahnhof (GPS: N 39 34.593, E 2 39.222  Google Maps) am Morgen gegenüber des Plaça d’Espanya in Palma. Auf dem engen Bahnsteig drängen sich schon die Fahrgäste. Wir beschließen, einen späteren Zug zu nehmen und zunächst ein wenig durch Palma zu schlendern – eine gute Entscheidung.

Ein Blick in die Vergangenheit

Unser Zug fährt erst am Nachmittag um kurz vor drei Uhr. Anders als die Züge am Vormittag und Mittag geht es um diese Uhrzeit absolut gelassen zu. Wir haben den von außen mit Brettern verkleideten Waggon mit den Art-déco-Leuchten an der Decke fast für uns alleine und trotzdem noch genug Zeit, um ein wenig durch Port de Sóller zu schlendern, bevor der Zug zurück nach Palma fährt. Wer mag, kann übrigens von Port de Sóller mit dem Schiff weiter nach Sa Calobra mit dem imposanten Torrent de Pareis fahren (und auf gleichem Weg zurück). Für diese Tour brauchst du aber wirklich eine Menge Sitzfleisch – uns wäre das definitiv zu lang.

Der Rote Blitz

Der Rote Blitz fährt seit 1912 zwischen Palma de Mallorca und Sóller

An den Decken der Waggons hängen stilecht Art-déco-Leuchte

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Die Fahrt mit dem “Roten Blitz”

Die von einer alten Elektro-Lok angetriebene Bummelbahn rumpelt pfeifend und mit lautem Getöse durch die Straßen Palmas und weiter durch hässliche Industriegebiete mit großen Lagerhallen. Das ist der weniger schöne Teil der Fahrt. Aber schon bald lassen wir Palma hinter uns und der „Rote Blitz“ fährt gemächlich und laut ratternd in Richtung Sóller. Direkt neben der Bahnstrecke wachsen Oliven- und Mandelbäume, die die Landschaft im Frühjahr in ein Meer aus Blüten verwandeln. In der Ferne ziehen die wolkenverhangenen Berge an uns vorbei. Der Rote Blitz macht immer wieder Halt an kleinen Bahnhöfen wie in Bunyola, aber niemand will zu- oder aussteigen.

Biggi im Roten Blitz

Biggi genießt die Zugfahrt bei geöffneten Fenstern sichtlich

Berge auf Mallorca

Mit dem Zug fahren wir durch eine atemberaubende Kulisse

Kurvenfahrt Roter Blitz

Der “Rote Blitz” legt sich in die Kurve

Mirador des Pujol d‘en Banya

Die 27 Kilometer lange Strecke führt durch die imposante Bergwelt der Mittelmeerinsel und durch einige dunkle Tunnel – insgesamt sind es zehn. Nach einer Dreiviertelstunde kommt das absolute Highlight der Fahrt. Kurz nach einem Tunnel blicken wir auf der rechten Seite über Sóller hinweg – ein atemberaubender Ort. Einige als Panoramazüge gekennzeichnete Bahnen legen hier an der Aussichtsplattform „Mirador des Pujol d‘en Banya“ einen längeren Fotostopp ein, bei dem man die Aussicht noch intensiver genießen kann. Unser „Blitz“ rumpelt aber nach einem ganz kurzen Halt weiter – keine Chance, auszusteigen.

Mirador des Pujol d‘en Banya

Blick vom bekannten Aussichtspunkt Mirador des Pujol d‘en Banya auf Sollér

Fototipp: Um auf der Zugfahrt tolle Fotos zu schießen, ist ein sehr lichtstarkes Objektiv von Vorteil. Damit kannst du auch in den dunklen Waggons noch schöne Bilder schießen. Bei der Brennweite bietet sich ein Standardzoom (24-70mm, Kleinbildformat) an.

Sóller

Den Bahnhof von Sóller erreichen wir nach ziemlich genau einer Stunde. Hier geht es zumindest für uns gleich weiter mit der historischen Straßenbahn, die uns in einer Viertelstunde nach Port de Sóller bringt. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du natürlich auch noch ein wenig durch Sóller schlendern.

Schild Sóller

In Sóller empfängt uns dieses Schild

Mit der historischen Straßenbahn nach Port de Sóller

Die hölzerne, offene Straßenbahn fährt vorbei an Orangenhainen und versetzt uns in eine andere Zeit. Die Bahn wurde bereits 1914 eingeweiht und hat ihr Flair behalten. Ein Tipp: Die Fahrt mit der historischen Straßenbahn ist mit sieben Euro leider sehr teuer. Deutlich billiger ist es, bereits in Palma ein Kombiticket für den „Roten Blitz“ und die Straßenbahn zu kaufen. Alternativ kannst du ab Sóller natürlich auch den deutlich günstigeren Bus in den Hafen nehmen. Zumindest einmal im Leben muss man die Fahrt mit der alten Straßenbahn aber schon gemacht haben, finden wir.

Straßenbahn in Sóller

In Sóller steigen wir in die historische Straßenbahn um, die uns zum Hafen fährt

Straßenbahn Sóller

Die Straßenbahn rumpelt gemächlich durch Sóller

Biggi in der Straßenbahn

Einfach sitzen und die Fahrt genießen

Port de Sóller

Nach einer Viertelstunde erreicht die alte Straßenbahn die Endhaltestelle Port de Sóller. Der kleine Ort am Meer lädt dazu ein, durch die Gassen zu schlendern und bei einem kühlen Drink in einer Bar die Seele baumeln zu lassen. Sehr spannend ist auch der Hafen, in dem millionenteure Mega-Yachten vor Anker liegen.

Fischerboote im Hafen von Port de Sóller

Fischerboote im Hafen von Port de Sóller

Port de Sóller

Blick vom Hafen auf die Altstadt

Das musst du über die Zugfahrt mit dem “Roten Blitz” wissen

Von Palma nach Port de Sóller haben wir rund eineinhalb Stunden gebraucht. Die gleiche Zeit sitzen wir noch einmal im Zug auf der Rückfahrt. Daher unser Hinweis am Anfang: Wer ab Port de Sóller mit dem Schiff weiter nach Sa Calobra fährt (und natürlich auch wieder zurück muss), ist wirklich den ganzen Tag unterwegs. Wenn du auf die historische Zugfahrt verzichten kannst und stattdessen schnell, günstig und komfortabel von Palma nach Port de Sóller willst, kannst du natürlich auch den Bus nehmen.

Restaurant-Tipp in Palma

Wir erreichen Palma erst wieder am Abend. Ein guter Tipp fürs Abendessen ist das  Toque De Queda, zu Deutsche Ausgangssperre (Carrer de Can Cavalleria, 15B, 07012 Palma). In der alten Bäckerei gibt es leckere und vergleichsweise günstige Tapas (auf Mallorca ist günstig natürlich immer relativ). In die Tapasbar kommen auch sehr viele Spanier – für uns ein echter Ausgehtipp.

Toque De Queda

Am Abend essen wir in Palma im Toque De Queda. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen

Unsere Mallorca-Reise im Überblick

Tag 1 Zugfahrt mit dem „Roten Blitz“ von Palma nach Sóller | Tag 2 Wochenmarkt in Pollença & Mirador Es Colomer | Tag 3 Wanderung auf den Puig des Tossals Verds (1118m) | Tag 4 Wanderung zur Klosterruine La Trapa | Tag 5 Wanderung auf den Puig de Massanella (1364m) | Tag 6 Wanderung zum Traumstrand Platja des Coll Baix | Tag 7 Die große Tour durch alle Tropfsteinhöhlen

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2 replies
  1. Birgit says:

    Hallo Biggi und Flo, eine schöne Beschreibung dieser wirklich tollen Fahrt! Man kann diesen Ausflug wirklich nur empfehlen für alle, die am echten Mallorca interessiert sind und keinen Bock auf Ballermann und Co haben!

    Reply

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