Nepal – Tag 11 – Wanderung von Dingboche nach Lobuche

Von Dingboche nach Lobuche

Zur Thukla Alm und weiter hinauf

Wir starten zeitig in unserer Lodge in Dingboche. Unser Tagesziel ist Lobuche. Direkt hinter Dingboche geht es einen Berg nach oben. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir eine Hochebene, auf die wir schon gestern auf unserer Wanderung zum Nangkartshang Peak geblickt haben. Hier verläuft der Weg zum Everest Base Camp – entsprechend voll ist es hier. Das ändert aber nichts an der unglaublichen Schönheit der Landschaft. Nach rund drei Stunden erreichen wir die Thukla-Alm auf 4620 Metern. Hier geht es zu wie auf dem Gipfel der  Zugspitze. Hunderte Trekker machen hier Rast und genießen die Sonne. Kurzzeitig haben wir hier sogar das Gefühl von Urlaub. Das hält aber nur kurz an. Von der Thukla Alm ist es noch ein weiter steiniger Weg bis nach Lobuche. Biggi und ich teilen uns wieder ein Mittagessen. Den steilen Aufstieg direkt hinter der Thukla Alm wollen wir nicht mit vollen Mägen angehen.

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Blick auf Dingboche

Wir starten am Morgen und lassen Dingboche hinter uns

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Helikopter in Dingboche

In Dingboche landen immer wieder Helikopter – zum Teil üben die Piloten hier Start und Landung

Everest Base Camp Trek

Der Everest Base Camp Trek führt uns über diese Ebene

Wanderer vor Taboche und Cholatse

Unsere Gruppe vor Taboche und Cholatse

Everest Base Camp Trek

Der Everest Base Camp Trek führt durch diese imposante Landschaft

Wanderer vor der Ama Dablam

Der Blick zurück: Ein einsamer Wanderer vor der Ama Dablam

Blick auf Pheriche

Unten im Tal liegt der Ort Pheriche. In einigen Tagen werden wir hier langwandern

Biggi vor dem Cholatse

Biggi macht eine kurze Pause. Vor ihr ragen Taboche und Cholatse in den Himmel

Wanderer in Nepal

Fotomotive finden sich hier an jeder Ecke

Wandergruppe auf dem Everest Base Camp Trek

Wir kämpfen uns den Everest Base Camp Trek hinauf

Thukla-Alm

Wir erreichen die sogenannte Thukla-Alm

Mittagspause an der Thukla-Alm

Zeit für eine kleine Stärkung

Träger auf der Thukla-Alm

Auch viele Träger, die auf dem Weg ins Everest Base Camp sind, stoppen hier

Gedenkstätte für die toten Bergsteiger am Mount Everest

Direkt hinter der Thukla Alm geht es einige hundert Höhenmeter steil nach oben. Der Weg ist extrem staubig und wir spüren die Höhe schmerzlich bei jedem Schritt. Dutzende Trekker kämpfen sich mit uns nach oben, vorbei an großen Yak-Karawanen, die auf dem Weg ins Everest Base Camp sind oder von dort kommen. Die Tiere schnaufen ganz schön. Die Yak-Treiber verlangen den Tieren wirklich viel ab. Nach 45 Minuten haben wir den steilen Aufstieg in der prallen Mittagssonne bewältigt. Oben stoßen wir auf dutzende Gedenktafeln für verunglückte Bergsteiger auf dem Mount Everest.

Eines der bekanntesten Todesopfer ist Scott Fischer. 1996 leitete Fischer eine Expedition auf den Mount Everest. Fischer kam beim Abstieg in einen Schneesturm und starb am Berg. Neben Fischer gab es in den Tagen noch sieben weitere Todesopfer anderer Expeditionen am Everest zu beklagen. Die toten Bergsteiger liegen zum Teil heute noch im ewigen Eis des Everest. Besonders makaber: Auf 8500 Metern kommen Everest-Bergsteiger auf der Nordroute an einer Leiche mit grünen Bergstiefeln vorbei. Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um Tsewang Paljor, der 1996 wohl im selben Sturm wie Fischer starb. Die Leiche dient heute quasi als Wegpunkt auf dem Weg zum Everest-Gipfel und ist bekannt als “Green Boots“. Die Geschichte um das Drama am Mount Everest ist als Film und Buch erschienen und wirklich sehens- oder lesenswert. (Hier gibt es die  Blu-ray* und das  Buch*). Aber auch die anderen Gedenksteine offenbaren dramatische Geschichten. Da ist etwa die Kanadierin Shriya Shah-Klorfine, die es 2012 zum Everest-Gipfel schaffte, aber nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Wir verharren eine Weile schweigend an diesem Ort und genießen die Aussicht. Der Everest, nein, das wäre wohl nichts für uns. Neben dem finanziellen Aspekt – für den Aufstieg auf den Everest muss man locker mit 50.000 Euro rechnen – geht hier doch der Spaß verloren. Sich wochenlang quälen und das Leben riskieren, nur um mit Glück ein paar Minuten auf dem höchsten Berg der Welt zu stehen, das wäre es uns nicht wert.

Gedenkstätte für Everest-Bergsteiger

Wir erreichen die Gedenkstätte für die verunglückten Bergsteiger am Mount Everest zwischen Thukla und Lobuche

Gedenkstätte für Everest-Bergsteiger

Die Gebetsfahnen wehen vor der Ama Dablam im Wind

Gedenkstein Scott Fischer

Der Gedenkstein für Scott Fisher, der bei der schweren Katastrophe am Everest 1996 sein Leben verlor

Gedenkstein Rob Hall

Auch Fischers Bergsteigerkollege Rob Hall – hier sein Gedenkstein – starb im Mai 1996 am höchsten Berg der Welt

Gedenkstätte Mount Everest

Dutzende große und kleine Gedenksteine erinnern hier an die Toten

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Ausblick auf Ama Dablam

Biggi genießt den Blick auf die Ama Dablam

Ankunft in Lobuche

Von der Gedenkstätte ist es noch weit nach Lobuche. Bevor wir den Ort erreichen, kämpfen wir uns durch eine unendliche Steinwüste, die umgeben ist von imposanten Bergen. Der Weg zieht sich. Mit dem doch recht schweren Gepäcke mühe ich mich ziemlich ab. Da ich ständig Fotos von dieser beeindruckenden Landschaft mache, ist es schwer, mit der Gruppe mitzuhalten. Einer unserer Guides bleibt aber immer an meiner Seite. Am frühen Nachmittag erreichen wir endlich unsere Lodge in Lobuche. Die Bezeichnung Baracke trifft es voll. Die Lodge besteht nur aus ein paar dünnen Brettern. Jeder, der zum Everest Base Camp will, muss sich darüber im Klaren sein, dass er jeglichen Komfort hinter sich lässt. Mir geht es nach der recht langen und schweißtreibenden Wanderung nicht besonders gut. Mein Kopf schmerzt und ich habe das Gefühl, langsam zu ersticken. In der Lodge lege ich mich ein wenig hin und die Beschwerden klingen nach einer Schmerztablette zum Glück ab.

Yaks

Wir wandern weiter in Richtung Lobuche. Uns kommen immer wieder Yaks entgegen

Blick auf den Pumori

Der Gipfel des 7161 Meter hohen Pumori erscheint in der Ferne

Yek vor dem Lobuche

Ein Yak vor dem 6145 Meter hohen Lobuche

Everest Base Camp Trek

Schritt für Schritt kämpfen wir uns vor in Richtung Lobuche

Lobuche

Wir erreichen den kleinen Ort Lobuche

Sonnenuntergang

Wir setzen uns noch ein wenig ins Freie und genießen die Sonnenstrahlen. Der Wind ist aber eiskalt und ich hole noch eine Jacke aus der Lodge. Vor unserem Zimmer steht ein Typ mit dem aufgeschlossenen Schloss in der Hand. Angeblich hat er sich im Zimmer vertan. Ob das nun stimmt oder nicht: Es macht durchaus Sinn, ein eigenes Vorhängeschloss an den Zimmertüren anzubringen. Am Abend verlassen wir Lobuche und steigen auf einen Hügel einige hundert Meter vom Ort entfernt. Unter uns liegt ein Ausläufer des Khumbu-Gletschers. Vom Eis ist aber nicht viel zu sehen – der Gletscher ist von Fels und Geröll bedeckt. Aber ganz in der Ferne, da leuchtet das Eis des Gletschers.

Kala Patthar und Pumori

Der Pumori thront über dem Kala Patthar – das ist der kleine schwarze Schuttberg am Fuße des Pumori

Khumbu-Kessel

Wir steigen einen Hügel hinauf und genießen mit anderen Wanderern die Aussicht

Pokalde-Massiv

Blick auf das Pokalde-Massiv

Südflanke des Nuptse

Mit dem Tele erkennt man die vereiste Südflanke des Nuptse

Khumbu-Gletscher

Vor uns gleitet der von Geröll überzogene Khumbu-Gletscher ins Tal

Unsere Nepal-Reise im Überblick

Tag 1 Ankunft in Kathmandu | Tag 2 Der Horror-Flug von Kathmandu nach Lukla | Tag 3 Über die Hillary-Bridge nach Namche Bazar | Tag 4 Wanderung von Namche Bazar nach Khunde | Tag 5 Wanderung von Namche Bazar nach Thame | Tag 6 Wanderung von Thame nach Khumjung | Tag 7 Wanderung von Khumjung nach Tengboche | Tag 8 Pangboche und Ama Dablam Base Camp (4600m) | Tag 9 Wanderung von Pangboche nach Dingboche | Tag 10 Wanderung auf den Nangkartshang Peak (5068 Meter) | Tag 11 Wanderung von Dingboche nach Lobuche | Tag 12 Wanderung auf den Kala Patthar (5625m) | Tag 13 Wanderung zum Everest Base Camp (5364m) | Tag 14 Wanderung Lobuche, Pheriche, Upper Pangboche | Tag 15 Wanderung zum Mong La Pass | Tag 16 Wanderung von Mong nach Namche Bazar | Tag 17 Rund um Namche Bazar | Tag 18 Wanderung von Namche Bazar nach Lukla | Tag 19 Lukla-Flug, Kathmandu und Patan | Tag 20 Die Pashupatinath-Tempel und der Stupa von Bodnath | Tag 21 Der Swayambhunath-Tempel in Kathmandu

Du willst es lieber kurz und knackig? Eine Zusammenfassung unseres Trekkings zum Everest Base Camp findest du hier

Wissenswertes, Reiseführer und Literatur zu Nepal

Richtig coole Outdoor-Klamotten und Gimmicks

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