Olympus OM-D E-M1 und Manfrotto BeFree auf dem Oberstdorfer Fotogipfel im Test

Im Test: Olympus OM-D E-M1 und Manfrotto BeFree

Während des Oberstdorfer Fotogipfels hatten wir die Gelegeheit zu einem ausführlichen Test

Der Oberstdorfer Fotogipfel ruft nun schon zum vierten Mal Fotobegeisterte nach Oberstdorf im Allgäu. Für Manfrotto – bekannt für seine Stative – war das Grund genug, seine neue Off-road-Kollektion vorzustellen und einige Foto-Journalisten und Fotoblogger – Jenny und Basti von 22places, Inka von Blickgewinkelt, Luisa von sunnyside2go und mich – ins Allgäu einzuladen. Wir hatten außerdem das Glück, den Fotografen Michael Frede – offizieller Fuji-Fotograf und Mitglied in der weltweiten Community von “X-Photographers”, an unserer Seite zu haben. Challenge accepted.

Präsentation Manfrotto Offroad-Kollektion

Samira präsentiert die neue Manfrotto Off-road-Kollektion

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Manfrotto BeFree und Olympus OM-D E-M1 im Einsatz

Mit dem Manfrotto BeFree und der Olympus auf einer ersten Tour durch Oberstdorf

Vor der offiziellen Eröffnung des Oberstdorfer Fotogipfels (09. Juni bis 14. Juni 2016) – in diesem Jahr mit dem Thema “Mensch” – ging es am nächsten Morgen mit der gesamten Crew mit der Nebelhornbahn nach oben. Leider goss es wie aus Kübeln und von Fernsicht konnte keine Rede sein. Den Leuten von Olympus war das wohl ganz recht, hatten sie doch jedem eine Kamera in die Hand gedrückt, die wir hier ausgiebig testen konnten. Ich entschied mich für die Olympus OM-D E-M1 mit dem Olympus 7-14 mm 1:2.8 Pro Objektiv – am Kleinbildsensor entspricht das 14-28mm. Olympus wirbt damit, dass der Kamera Frost, Staub und Spritzwasser nichts anhaben können. Spritzwasser ok, aber starker Dauerregen? Wir werden sehen.

Bewaffnet mit der Olympus OM-D E-M1 und dem Manfrotto BeFree – einem extrem leichten Reisestativ – ging es zuerst an der Nebelhorn-Mittelstation auf Fotojagd. Hier entstanden bereits einige spannende Bilder mit dem Ultraweitwinkelobjektiv. Der dichte Nebel war hier sogar von Vorteil, da dass Licht zu dieser Tageszeit schon sehr hart gewesen wäre. Der Regen hätte nicht sein müssen, aber der Technik konnte das nichts anhaben. An der Nebelhorn-Bergstation – genau wie an der Mittelstation waren auch hier im Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels großformatige Fotografien zu bewundern – wurde der Regen noch schlimmer. Mit der gewölbten Linse, die Regentropfen magisch anzieht, kein leichtes Unterfangen.

Olympus OM-D E-M1 im Regen

Die Teilnehmer der Manfrotto-Reise testen ihr Equipment im Regen

Oberstdorfer Fotogipfel

An der Zwischenstation des Nebelhorns sind im Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels Fotos installiert

Bildqualität Olypmus OM-D EM-1

In der 100-Prozent-Ansicht erkennt man, dass die Olypmus OM-D EM-1 gestochen scharfe Bilder liefert

Langzeitbelichtung mit der Olympus OM-D EM-1

Mit der Olympus OM-D EM-1 lassen sich natürlich wie mit jeder DSLR auch Langzeitbelichtungen realisieren

Model Samira von Manfrotto

Hier steht mir Samira von Manfrotto Model – das Rauschen im Bild ist gewollt und unterstreicht die Stimmung

Oberstdorfer Fotogipfel: Fotoinstallation auf dem Nebelhorn

Der Oberstdorfer Fotogipfel: Fotoinstallation auf dem Nebelhorn

Nebelhorn im Nebel

Das Nebelhorn macht seinem Namen alle Ehre. Dank des 7-14mm-Objektivs konnte ich den Fokus auf den Vordergrund legen

Nebelhornbahn im Nebel

Die Nebelhornbahn verschwindet im Nichts

Nach einer kleinen Stärkung auf der Alpe Dornach ging es noch in die Breitachklamm. Durch das Schmelzwasser führte der Breitach extrem viel Wasser. Durch den Regen kam auch noch jede Menge Wasser von oben. Hier musste die Olympus OM-D E-M1 jetzt endgültig beweisen, dass die Ingenieure das Gehäuse spritzwasserfest konstruiert haben. Durch das schlechte Wetter war relativ wenig los in der Breitachklamm, was uns natürlich sehr gelegen kam. Im Sommer bei schönem Wetter ist hier aber die Hölle los – das Naturerlebnis geht dabei natürlich völlig verloren. Ein Besuch in der Breitachklamm lohnt auf alle Fälle. Schon nach ein paar Minuten Fußweg rücken die Klammwände immer weiter zusammen. Es dauert nicht lange, bis man den Himmel kaum noch sieht. Eineinhalb Stunden haben wir in der Breitachklamm, um Kamera und Stativ ausgiebig zu testen. Auch wenn nicht viel Zeit war und die Bedingungen durch den Regen nicht unbedingt einfach waren, sind doch einige tolle Bilder in der Breitachklamm entstanden.

Breitachklamm

Schon am Beginn der Breitachklamm packe ich das Stativ aus, um länger zu belichten

Langzeitbelichtung Breitachklamm

In der Breitachklamm finden wir Motive ohne Ende

Fotograf Michael Frede

Michael Frede in seinem Element

Am Abend wurde der Oberstdorfer Fotogipfel offiziell eröffnet. Wir hatten uns schon zuvor einen Überblick verschafft und ich kann versichern, dass jede Menge hochkarätige Arbeiten gezeigt werden. Besonders beeindruckt haben mich die Fotografien des Fotografen Bruno Maul. Das Thema: “Cuba – Insel im Aufbruch”. Seine Cuba-Fotos sind aber bei weitem nicht der einzige Grund, dem Oberstdorfer Fotogipfel einen Besuch abzustatten.

Abschlussfoto Oberstdorfer Fotogipfel

Ein Abschlussfoto mit der ganzen Crew

Oberstdorf Haus

Im Oberstdorf Haus wird der Fotogipfel eröffnet (Fotografiert mit dem iPhone)

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Fotoinstallationen Oberstdorfer Fotogipfel

Der Oberstdorfer Fotogipfel hat auch im Freien einiges zu bieten (Fotografiert mit dem iPhone)

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema: Wie schlagen sich denn nun die Olympus Olympus OM-D E-M1 und das Manfrotto BeFree im Einsatz?

Olympus OM-D E-M1 im Test

Wer micht kennt, weiß: Die Bildqualität steht bei mir an erster Stelle, dann kommt sehr lange nichts. Bedienbarkeit kommt an zweiter Stelle vor Gewicht und Kompaktheit. Einen Fakten-Testbericht erspare ich mir und euch, es finden sich viele gute Testberichte im Internet. Mir geht es hier um meine persönlichen Eindrücke. Gewicht und Größe sind natürlich die Stärken der Olympus OM-D E-M1. Mit dem Ultraweitwinkelobjektiv Olympus 7-14 mm 1:2.8 (534g) wiegt die Kamera mit Akku und Speicherkarte exakt 1031 Gramm, als rund ein Kilo. Zum Vergleich: Die Kombi, mit der ich meistens unterwegs bin (Nikon D810 + Nikkor 14-24mm), wiegt mit zwei Kilo das Doppelte. Auf langen Wanderungen, bei denen nicht die Fotografie im Vordergrund steht, kommt deshalb immer meine kleine Sony Alpha 6000 mit dem 16-50mm Standardobjektiv mit. Mit 460 Gramm ist das die perfekte Wanderkamera für mich.

Mit der Bedienung der Olympus OM-D E-M1 kam ich schnell klar. Das mag natürlich auch daran liegen, das ich immer im manuellen Modus fotografiere und mir irgendwelche Gimmicks nicht wirklich wichtig sind. Blende und Belichtungszeit werden an der Olympus an zwei Rädchen eingestellt, ganz wie an einer großen DSLR. Sehr praktisch ist dabei auch der Griff, ohne den ich mir Fotografieren kaum vorstellen kann. Nicht ganz so gut gefiel mir an der Olympus das Histogramm, das ein wenig grob daherkommt. Tadellos funktionierte dagegen die Übertragung der Fotos aufs Smartphone per WLAN. Bei meiner Sony klappt das leider nicht immer so gut und bei meiner Nikon D810 sucht man so eine Funktion sogar vergebens.

Nun aber zum letzten und wichtigsten Punkt: die Bildqualität. Hier kann die Olympus OM-D E-M1 in Komination mit dem 7-14 mm 1:2.8 mit kleinen Einschränkungen überzeugen. Die Bilder sind bis in die Ecken scharf und man erkennt auch in der 100-Prozent-Ansicht sehr viele Details. Der Four-Thirds-Sensor kann es durchaus mit DSLRs mit einem größeren APS-C-Sensor aufnehmen. Auch der Dynamikumfang hat mich überzeugt. 

Mit der Olympus OM-D E-M1 haben die Japaner ein leistungsfähiges Kraftpaket ins Rennen geschickt, mit dem Fotografieren wirklich Spaß macht. Preislich bewegt sich die Olympus allerdings schon auf Augenhöhe mit einigen Vollformatkameras, die der OM-D E-M1 in Sachen Bildqualität bauartbedingt überlegen sind. Der große Vorteil der Olympus ist das geringere Gewicht und das kleinere Volumen. Wer keine meterhohen Ausdrucke benötigt, wird mit der Bildqualität der Olympus allerdings vollkommen zufrieden sein. Außerdem muss man sich um die Witterungsbedingungen kaum Gedanken machen. Schnee, Regen, Frost, Staub – das ist für teure DSLRs ebensowenig ein Problem wie für die Olympus. Damit ist die Olympus der ideale Begleiter auf langen Reisen etwa durch die Wüste, durch tropische Gefilde oder in arktische Regionen.

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Reisestativ Manfrotto BeFree im Test

Wer ernsthaft fotografieren will, kommt an einem Stativ in der Regel nicht vorbei. Große und schwere DSLRs verlangen auch nach robusten Stativen, die allerdings auch einiges wiegen. Etwas anders sieht die Sache aus, wenn man mit einer kleineren DSLM unterwegs ist. Mit dem BeFree, das schon seit einiger Zeit am Markt ist, zielt Manfrotto auf reisebegeisterte Fotografen, die Platz und Gewicht sparen wollen. Mit 1,1 Kilo inklusive Kugelkopf ist das Manfrotto BeFree in der Carbon-Ausführung (die Aluminium-Variante wiegt knapp 1,4 Kilo) wirklich extrem leicht. Zudem lässt das Packmaß mit 40 cm keine Wünsche übrig. Die Beine lassen sich dank des Klappverschlusses schnell ausfahren und sicher justieren. In der Handhabung kommt das Manfrotto BeFree aber nicht an ein großes Stativ heran – der Preis für das geringe Gewicht und das kleine Packmaß. Die Beine lassen sich weniger präzise justieren und der Kugelkopf ist natürlich auch stark abgespeckt. Zudem sind viele Teile – wohl auch aus Gewichtsgründen – aus Plastik. Für lange Wanderungen oder Treks, wo es auf jedes Gramm ankommt, ist das leider nicht ganz günstige Manfrotto BeFree aber auf alle Fälle eine Überlegung wert. Wo das Gewicht weniger eine Rolle spielt, sollte man jedoch zu einem stabileren Stativ greifen.

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Anmerkung: Anreise, Übernachtung und Verpflegung wurden im Rahmen einer Pressereise von Manfrotto übernommen. Dies ändert jedoch nichts an unserer Beurteilung. Wir erwähnen hier sowohl positive als auch negative Eigenschaften und lassen uns weder vom Hersteller noch von einer PR-Agentur beeinflussen. 

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