Reisetipps für deinen Urlaub in der Karibik

Tipps für deinen Urlaub in der Karibik

Erholung pur

Herrliche Palmen, strahlende Sonne bis zum Abend, breite Strände mit pudrig-weißem Sand, türkisblaues Meer, frisch-fruchtige Cocktails, Reggae-Musik von fröhlichen Einwohnern – so sieht unser Bild von der Karibik aus. Wenn du deinen Karibikurlaub angetreten hast, siehst du, wie sehr diese Vorstellung der Wirklichkeit entspricht. Allerdings haben die großen und kleinen Inseln noch weit mehr Großartiges zu bieten als nur die grandiose Natur, die einen wunderbaren, lässigen Strandurlaub ermöglicht. Unsere aktuellsten Karibik-Reisetipps findest du übrigens am Ende der Seite.

Alles für die Krone

Solche Gedanken hatte Kolumbus nicht, als er 1492 eine Insel der Bahamas betrat und sie für einen Teil Indiens hielt. Im Gegenteil: Er war darum bemüht, die Vormachtstellung der spanischen Krone, in deren Auftrag er die Reise unternahm, zu sichern. Das tat er, indem er wenig später auf Hispaniola eine Festung errichtete. Sie gilt als der Beginn des europäischen Kolonialismus, aus dem sich nach und nach der Karibiktourismus entwickelt hat, den wir heute kennen.

Wissenswertes zur Karibik

Zum Atlantischen Ozean zählt das Karibische Meer. Es grenzt an Mittel- und Südamerika und ist im Norden von Kuba, Hispaniola und Puerto Rico sowie im Osten von vielen kleinen Inseln umgeben, die auf einer Bogenlinie liegen. Nordöstlich von Kuba erstrecken sich die Bahamas und die Turks and Caicos Islands, während sich innerhalb des Inselkreises vor der Küste Venezuelas die sogenannten ABC-Inseln befinden. Auch Jamaica und die Caymaninseln liegen innerhalb des Bogens, und zwar südlich von Kuba.

Für die Inseln gibt es verschiedene Unterteilungen: Die Großen und die Kleinen Antillen beziehen sich auf die Größe. Aus diesem Grund zählen zu den Großen Antillen lediglich Kuba, Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik, Puerto Rico sowie Jamaika. Nach der geografischen Lage gibt es die Unterteilung in vor und hinter – auch über und unter – dem Wind. Gemeint ist der Passatwind aus Nordost, der zeitweise viel Regen und vor allem auch heftige Stürme bis hin zu zerstörerischen Hurricans mit sich bringt.

Die etwa 40 Millionen Einwohner haben sich aufgrund des Sklavenhandels während der Kolonialzeit aus vielen Völkern und Volksstämmen vermischt. Unser Karibikurlaub verhilft ihnen zu einem gewissen Wohlstand. Viele Inseln sind bereits darauf bedacht, Öko-Tourismus zu betreiben – Vorreiter war Dominica.

Vielfältige Möglichkeiten beim Karibikurlaub

Die einzelnen Karibikinseln haben die wunderbaren Strände und die gleichbleibend hohen Temperaturen gemein. Dennoch haben sie alle ihre spezifischen Besonderheiten. Dadurch ist es möglich, den Urlaub ganz individuell zu gestalten.

Da das Meer eine gleichbleibend angenehme Wärme aufweist und jede Insel in der Karibik über mindestens einen wunderbaren Strand verfügt, streben die meisten Touristen einen Strandurlaub an. Einzelne Inseln und Hotelanlagen bieten deutlich mehr Komfort als andere, was sich auf das Preisniveau auswirkt. Somit kann die Reise in die Karibik durchaus zum Luxusurlaub werden.

Wer dabei noch sein körperliches und seelisches Wohlbefinden pflegen möchte, entscheidet sich für einen Wellness-Urlaub. Viele Ressorts bieten spezielle Arrangements an, wobei sie meist auf typisch karibische Zutaten setzen: Rohrzucker-Peelings, „Tropical Coconut Scrub“, die Heilkraft aus dem Meer oder „Caribbean Coffee Massage“ sind nur einige der Wohltaten, die einen Wellnessurlaub in der Karibik zum exotischen Wohlfühl-Erlebnis machen.

Wer den Urlaub in der Karibik lieber aktiv gestalten möchte, hat dazu beste Möglichkeiten. Beinahe jedes Hotel hat an seinem Strand Wassersportanbieter, die nicht nur das Equipment stellen, sondern auch Unterricht erteilen. Ob Schnorcheln, Tauchen, Segeln, Surfen oder Kitesurfen – in der Karibik kannst du alles betreiben. Auch Funsport wie Banana-Ridung oder Paragliding ist möglich.

Zum Aktiv-Urlaub zählen für viele Touristen in der Karibik auch Wanderungen und anderer Sport. Auf mehr als 300 Kilometern Wanderwegen lässt sich etwa der geschützte Regenwald auf Guadeloupe erkunden; auf Dominica sind die Wege durch atemberaubende Natur etwas anspruchsvoller.

Stadtbesichtigungen gehören auf den ersten Blick beim Urlaub in der Karibik nicht ins Repertoire. Dennoch: Die Altstadt von Havanna ist unbedingt sehenswert. Auch die Hauptstädte der übrigen Karibikinseln versprühen einen faszinierenden Charme, der die bunte Lebensfreude der Bewohner mit den Charakteristika der jeweiligen Kolonialmächte verbindet.

Verliebte Paare finden in der Karibik ebenso ihre Ressorts für einen romantischen Strandurlaub wie Familien, für deren Kinder es spezielle Unterhaltungsangebote gibt, während die Eltern am Strand relaxen.

Tauchen in der Karibik

Die Karibik gilt als Eldorado für Taucher: In der faszinierenden Unterwasserwelt schillert das Meer in bunten Farben, beeindruckt mit Korallenriffs und zeigt imposante Felsformationen. Seltene Tiere wie Schildkröten und Delfine sowie riesige bunte Fischschwärme siehst du beim Tauchen vorbeiziehen. Die schon seit langer Zeit beliebtesten Tauchreviere liegen bei Barbados, der Dominikanischen Republik und den Jungferninseln.

Begeisternd sind auch insbesondere die Kleinen Antillen, auf denen es in den letzten Jahrzehnten zu einem Vulkanausbruch kam. Durch die ins Meer geflossene Lava haben sich bizarre Formationen gebildet, in denen sich inzwischen viele tropische Bewohner angesiedelt haben.

Auch das Tauchen zu Wracks ist in der Karibik ein beliebtes Vergnügen. Die bekanntesten gesunkenen und nie geborgenen Schiffe sind die Bianca B vor Aruba und die Santa Cruz vor den Bahamas. Weniger beachtet ist etwa die Veronika L, die vor Grenada am Meeresboden liegt. Außerdem sind viele Überreste von Kriegsgerät in der Karibik zu finden. Dazu gehören Kanonenrohre vor Puerto Rico und den Cayman-Inseln.

Die beliebtesten Reiseziele in der Karibik

Alle Zielgebiete in der Karibik sind empfehlenswert, weil große wie auch kleine Inseln den Urlaubern ein Maximum an Abwechslung und Erholung bieten. Sprachbarrieren gibt es kaum; denn fast alle Einwohner sprechen Englisch.

Bei den Deutschen sind die Dominikanische Republik auf Hispaniola und Kuba die Favoriten. Die übrigen Nationen bevorzugen die Inseln, zu denen sie aufgrund der Kolonialzeit einen Bezug haben. Wenn du einen wahren Luxusurlaub anstrebst, wählst du Martinique. Hier ist bei aller lässigen karibischen Mentalität die französische Eleganz deutlich spürbar.

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Karibik

Genau genommen sind türkisblaues Meer, weiter und weißer Strand, Palmen, die Möglichkeit zum Schnorcheln, Tauchen, Segeln und Surfen schon Gründe genug, einen Strandurlaub in der wunderbaren Karibik zu verbringen. Aber es gibt einige Highlights auch abseits von Strand und Meer, die durchaus sehenswert sind.

1. Havanna/Kuba

Insbesondere der alte Teil von Kubas Hauptstadt Havanna präsentiert sich in historischem Ambiente. Nicht umsonst gehört er zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Bar, in der Hemingway verkehrte, und vor allem die schon fast verfallenen Kolonialbauten versprühen einen nostalgischen Charme, dem sich kaum jemand entziehen kann.

2. Trinidad/Kuba

Die kubanische Stadt Trinidad präsentiert sich mit sehr schön restaurierten Kolonialbauten insbesondere an der Plaza Mayor. Dort befinden sich auch bedeutende Museen. Vom turbulenten Leben des Abends in den zahllosen Bars lässt sich jeder gerne anstecken.

3. Dominica

Die Insel mit den wunderbaren Stränden und dem herrlichen Meer gilt als Naturinsel. Dominica ist auch unter dem Kunstnamen „The Nature Island“ bekannt. Zu den sorgsam geschützten Highlights zählt der Regenwald Morne Trois, der sich mit geschulten Führern erkunden lässt. Wasserfälle (zu den  → schönsten Wasserfällen auf Dominica), brodelnd heiße Seen und bizarre Formationen begeistern jeden. Wanderer finden auf Dominica den längsten durchgehenden Wanderweg der Karibik, den Waitukubuli National Trail. Weitere Highlights auf der Karibikinsel sind der → Emerald Pool und die → Titou Gorge.

4. Santo Domingo

Die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, die älteste Stadt Amerikas, entstand aus einem Kastell von Kolumbus. Der Gouverneurspalast mit seinem historischen Flair, der Palast Alcázar de Colon und Wohnhäuser aus der Kolonialzeit prägen das Bild.

5. Ochos Rios/Jamaika

Bei den „acht Flüssen“ befindet sich der berühmte Dunn’s River Fall. Der 56 Meter hohe Wasserfall ist eine der Hauptattraktionen auf Jamaika und wagemutige Urlauber können über die Steine hochklettern.

6. Grenada

Die für ihre Gewürze bekannte Insel Grenada präsentiert auch für Besucher Einblicke in Anbau und Verarbeitung, so etwa das Douglaston Spice Estate oder die Grenada Cooperative Nutmeg Association.

7. Curacao

Die vor Passatwinden geschützte Insel Curacao zeigt ein herbes, aber sehr charmantes Aussehen mit vielen wunderbaren Möglichkeiten zum Baden, Surfen und Schnorcheln. Die Hauptstadt Willemstad besticht mit ihren hübschen bunten Häusern.

8. Guadeloupe

Die Insel Guadeloupe lebt von ihren Naturschönheiten. Die bedeutendste ist der aktive Vulkan La Soufrière. Eine Wanderung hinauf oder an den Hängen entlang ist ein großartiges Erlebnis.

9. Saint Vincent

Die landschaftlich berauschende Insel Saint Vincent bietet mit dem Layou Petroglyph Park auch ein kulturelles Highlight: Felszeichnungen von den Kariben Indianern.

10. Cat Island/ Bahamas

Die sechstgrößte Insel der Bahamas zeichnet sich durch vor allem eines aus: eine wunderschöne Unberührtheit. Wunderschön, weil hier die Natur noch vom Massentourismus verschont und sauber ist. Das Meer ist kristallklar und türkis. Es befinden sich rund um die Insel wahrliche Traumstrände. Der Tourismus kommt dort nur langsam in Gang und das ist auch gut so. Dieses unberührte Fleckchen Erde wird dadurch weiterhin zum Paradies gehören. Aktivitäten, die du dort ausleben kannst: Kitesurfen, Tauchen, Schnorcheln, über die Insel fahren, kleine Wanderungen machen und vor allem eines: entspannen. Hier findest du die → Top-Sehenswürdigkeiten auf Cat Island.

Die Anreise ins karibische Meer

Der größte Teil der Karibik-Touristen bucht eine Pauschalreise, um das Urlaubsziel zu erreichen, und zwar meist mit dem Flugzeug. Dabei setzen sich All-inclusive-Angebote mehr und mehr durch. Die Vorteile liegen auf der Hand: Im Voraus ist alles gebucht und bezahlt mit Ausnahme von Ausflügen vor Ort. Diese Art des Reisens zerstört aber langfristig auch viel. Die Touristen bleiben zum Essen in ihren teuren 5-Sterne-Hotels, kleine Restaurants leiden massiv und müssen schließen.

Ganz anders die Individualtouristen. Sie buchen Flug und Unterkunft separat – oft auch nur für die ersten Tage – und erkunden die karibischen Inseln auf eigene Faust. Dabei gibt es weitaus mehr persönlichen Freiraum hinsichtlich der zur Wahl stehenden Ausflugsziele. Spannend ist dabei eine Art Kreuzfahrt für Individualisten als Mitfahrer auf immer wieder einem anderen Schiff.

Weniger verbreitet, aber besonders interessant ist eine Kreuzfahrt. Dabei verläuft meist eine Strecke im Flugzeug – manchmal auch beide – und der Rest der Zeit entfällt auf Besichtigungen im karibischen Meer. Eine clevere Alternative, weil das Hotel von Ort zu Ort mitreist. Eine Kreuzfahrt ist also ein wahrer Luxusurlaub, zumindest hinsichtlich des Komforts. Finanziell gibt es sehr gute und dabei günstige Angebote.

Wer bei einer Kreuzfahrt eine Strecke mit dem Schiff zurücklegt, hat zudem das besondere Erlebnis, den atlantischen Ozean zu überqueren, heute keine so wesentliche Sache mehr wie in den Anfängen der Passagierschifffahrt, aber dennoch sehr interessant.

Die beste Reisezeit für eine Karibik-Reise

Die karibischen Inseln liegen im Einflussbereich des Passatwindes aus Nordost. Er bringt in den Sommermonaten von Ende April bis Anfang November Regen und Wind mit, der sich bis zum Hurrican steigern kann. Die Regenzeit verursacht zwar das saftige Grün der üppigen Pflanzen und die exotisch-bunten Blütenpracht, aber immer wieder heftigste Niederschläge trüben jeden Strandurlaub. Und die Stürme können schwere Schäden verursachen.

Von diesen Witterungserscheinungen sind die Nordküsten der großen und alle Kleinen Antillen betroffen, sofern sie nicht geschützt im Inneren des Inselbogens im Meer liegen. Das sind die Cayman-Islands, die ABC-Inseln und Trinidad mit Tobago. Dort ist dafür eine eher karge Vegetation anzutreffen, wobei die trockene Hitze vielfach besser verträglich ist.

Generell liegt die beliebteste und auch beste Reisezeit zwischen November und März.

Kulinarisches aus der Karibik

Die karibische Küche ist ebenso vielseitig wie die Karibik selbst. Das ursprünglich Kreolisch-Karibische hat sich über den Atlantischen Ozean mit Einflüssen aus Asien, Afrika und Europa vermischt Daraus hat sich eine köstliche Gastronomie mit vielen Meeresfrüchten und seltenen Gewürzen entwickelt. Hinzu kommt die knackige Frische der sonnengereiften Früchte mit einer unvorstellbar aromatischen Süße.

Gemüse und Fleisch – vor allem Rind und Geflügel – sind mit unterschiedlichen Currys, Pfeffer und Ingwer oft recht scharf gewürzt, aber immer so, dass der Eigengeschmack wunderbar zur Geltung kommt.

Fisch kommt häufig im Ganzen gegrillt auf den Tisch; Fleisch ist dagegen meisten geschmort. Als Beilagen kennen die Karibikbewohner süße Kartoffeln, grüne Bananen und Mehlklöße Daneben gibt es oft ein aus Maismehl hergestelltes knuspriges Gebäck.