Das Castle Moil ist eine alte Burg auf der Isle of Skye in Schottland
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Castle Moil: alte Burg auf der Isle of Skye

Die Isle of Skye ist traumhaft schön und ein Paradies für Fotografen, Abenteurer und alle, die die Natur lieben. Imposante Berge, schroffe Küsten und verwunschene Burgruinen.

Zu den Top-Highlights auf der Isle of Skye gehören der Old Man of Storr, die Fairy Pools und der Neist Point. An diesen Hotspots ist aber immer einiges los - selbst wenn einem der Wind den kalten Regen ins Gesicht peitscht.

Wer den Besuchermassen entgehen will und einen Geheimtipp auf der Isle of Skye sucht, sollte in Kyleakin Stopp machen und der Burgruine des Caisteal Maol - oder Castle Moil - einen Besuch abstatten.

Aktualisiert am 08.05.2022

Das Castle Moil in Kyleakin

Schon im Hafen von Kyleakin hast du einen tollen Blick auf das Castle Moil (Google Maps). Die Burgruine stammt übrigens aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert. Auf der anderen Seite des Hafens kannst du übrigens die Brücke zur Isle of Skye in ihrer vollen Pracht bewundern. Daher solltest du dir unbedingt Zeit nehmen und diesen tollen Ort besuchen.

So kommst du zum Castle Moil

Vom Hafen aus ist das Castle Moil aber nicht direkt zu erreichen – es sei denn, du schwimmst. Dein Auto parkst du am besten auf dem großen Parkplatz, den du schon auf der Fahrt in den Hafen gesehen hast. Von hier aus läufst du durch den Ort zum Castle Moil. Vom Parkplatz aus siehst du in Richtung Süden schon eine kleins Brücke. Hier musst du rüber. Der Straße folgst du etwa 500 Meter. Dann siehst du rechts einen Trampelpfad, der in Richtung der Burgruine führt.

Bei unserem Besuch im Frühjahr 2018 war der Weg offiziell gesperrt. Es ist aber ein leichtes, an der Absperrung vorbeizukommen. Die Ruine selbst ist übrigens wegen Einsturzgefahr auch gesperrt! Das Burggelände haben wir daher nicht betreten, da war uns das Risiko doch zu hoch.

Der Blick auf Castle Moil vom Hafen
Die Ruine vom Hafen aus gesehen
Das Castle Moil
Die Ruine ein wenig „herangezoomt“

Bucht mit Ausblick

Zumindest bis zu der kleinen Bucht mit dem alten Schiffshaus besteht aber keine große Gefahr. Trotzdem gilt: Betreten auf eigene Gefahr. Auch sind die Steine an der Bucht mitunter spiegelglatt. Hier musst du gut aufpassen, nicht auszurutschen. Der Weg kann bei Flut übrigens überschwemmt werden. Beachte das, wenn du das Castle Moil näher betrachten willst. In der kleinen Bucht liegen zwei alte Schiffswracks im Wasser – das ist ein super Fotomotiv. Im Hintergrund ragt die Ruine des Castle Moil in den Himmel.

Die Ruine wurde übrigens in den Jahren 1949 und 1989 durch einen Sturm schwer beschädigt, aber vor weiterem Verfall geschützt und stabilisiert. Ein Blitzschlag im Februar 2018 hat die Ruine erneut beschädigt. Seitdem ist auch der Zugang zu den alten Mauern gesperrt.

Altes Boot am Castle Moil
Wer den gesperrten Weg ein Stück weit wandert, landet in dieser kleinen Bucht, in der dieses alte Boot liegt
Wrack im Wasser mit Castle Moil
In der kleinen Bucht liegt auch dieses Wrack
Altes Bootshaus mit Schiff im Wasser
In dem alten Bootshaus steht auch noch ein Schiff. Woher wir das wissen? Man kann durch die Spalten der Tür ins Innere blicken

Was man über die Burgruine weiß

Die strategisch gut gelegene Burg – zumindest das, was heute noch steht – wurde ziemlich sicher im späten 15. oder im frühen 16. Jahrhundert gebaut. Die Burg hat damals den extrem wichtigen Seeweg am Loch Alsh kontrolliert. Wenn du dir die Lage einmal auf der Landkarte anschaust, wirst du sofort verstehen, weshalb die Burg so bedeutend war.

Wer nicht um die Isle of Skye segeln wollte (oder auch heute noch will), muss den Seeweg über Loch Alsh nehmen. Die Alternative war (ist), die Isle of Skye auf der langen und stürmischen Passage „The Minch“ zu umfahren. Man nimmt daher an, dass bereits vor der heute noch existierenden Burgruine eine Befestigungsanlage auf der Anhöhe gestanden haben muss.

Die Legende von Castle Moil

Wie bei jeder Burg in Schottland gibt es übrigens auch zum Castle Moil eine Legende: Demnach hat Findanus, vierter Chief des Clans MacKinnon, um das Jahr 900 eine normannische Prinzessin geheiratet. Von dieser ominösen Prinzessin ist übrigens nur der Spitzname „Saucy Mary“ bekannt. Saucy Mary soll in Beinn na Caillich auf Skye beerdigt sein und ihr Gesicht in Richtung Norwegen zeigen. Das Castle Moil (oder vielmehr das, was einst davor dort stand) gelangte durch die Heirat in den Besitz der MacKinnons. Findanus und seine Gemahlin, so heißt es in der Legende, haben eine schwere Eisenkette von Castle Moil bis nach Kyle of Lochalsh am anderen Ufer gespannt, um von vorbeifahrenden Schiffen Zoll zu fordern. Keine schlechte Geschäftsidee, so eine Maut, oder?

Die vielen Namen des Castle Moil

Die alte Burg ist übrigens unter vielen verschiedenen Namen bekannt. Castle Moil ist wohl der am meisten benutze Name. Castle Moil wird aber auch Caisteal Maol, Castle Maol, Dun Akyn, Dunakin Castle, Dun Haakon und Castle Dunakin genannt.

Lohnt sich ein Besuch des Castle Moil?

Wir hoffen, dir mit unserem kleinen Reiseführer zum Castle Moil ein paar wichtige Tipps und Infos gegeben zu haben. Bist du in der Gegend, solltest du definitiv einen Abstecher zu der alten Ruine einplanen. Ein weiterer Top-Tipp in der Region ist das Eilean Donan Castle. Davon hast du aber sicher schon gehört, es ist eines der meistfotografierten Motive in Schottland. Deine Phototravellers Biggi und Flo.

Hier verraten wir dir übrigens die Top-Sehenswürdigkeiten in Schottland.

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