Glasgow Top-Sehenswürdigkeiten: Diese Orte musst du gesehen haben

Diese Orte in Glasgow musst du gesehen haben

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in Glasgow

Mit dem Bus 900 fahren wir von  Edinburgh nach Glasgow. Die Fahrt dauert circa eineinviertel Stunden und endet im Herzen Glasgows an der Buchanan Bus-Station. Wenn du wieder zurück nach Edinburgh musst, solltest du schon im Bus eine Hin- und Rückfahrt für zehn Pfund lösen. Das ist deutlich günstiger als zwei Einzelfahrscheine. Wir haben in Glasgow leider nicht viel Zeit – die nutzen wir aber, um die Jahrhunderte alte Stadt ausgiebig zu erkunden. Was wir in ein paar Stunden in Glasgow erlebt haben und welche Sehenswürdigkeiten zu empfehlen sind, verraten wir euch jetzt.

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Glasgow erinnert uns an New York

So muss  New York im Industriezeitalter ausgesehen haben. Das ist der erste Gedanke, der uns einfällt, als wir von der Busstation hinunter in Richtung George Place laufen. Wenn man kurz die Augen schließt und sich vorstellt, wie Dampf und Rauch aus den Schornsteinen strömt und alte Autos entlangrumpeln, dann fühlt man sich zurückversetzt in das alte New York. Der Grund ist einfach: Im alten New York lebten nicht wenige Menschen, die aus Glasgow immigriert waren. Zuvor sagten uns einige Freunde, dass sie Glasgow nicht so schön finden wie Edinburgh. Ich muss jedoch sagen, dass mich Glasgow mehr gepackt hat. Die alten Häuser in Glasgow und die engen Gassen inspirieren. Jede kleine Gasse und die vielen alten Gebäude haben ihren Charme. Dazu past die einmalige Streetart-Kunst in Glasgow. In der historischen Altstadt stehen aber auch häßliche Bausünden aus den 60ern, die das Stadtbild verschandeln. Natürlich ist nicht immer alles schön an einer Stadt. Auch fielen uns die vielen düsteren Gestalten in so mancher Gasse auf. Aber das ist ja in vielen größeren Städten so. Auch gehören die vielen Obdachlosen in Glasgow zum normalen Straßenbild (eigentlich sollte niemand auf der Straße leben müssen).

Straßenszene Glasgow

Glasgow Streetlife. Die Szene erinnert uns stark an New York

Enge Gasse

Enge Gassen wie diese verleihen der Stadt Flair

George Square

Bei unserem Besuch in Glasgow präsentierte sich der George Square – unser erstet Anlaufpunkt – von einer ganz besonderen Seite. Der Weihnachtsmarkt war auf dem großen Platz aufgebaut. Bunte Buden, die Essen oder Glühwein und Alkohol feil boten und viele Fahrgeschäfte belebten den zentralen Spot. Abends war es fast unmöglich mit dem Auto drum herum zu fahren. Der George Square wurde nach König George, dem Dritten, benannt. Auf ihm befinden sich verschiedene Denkmäler. Rund um den Platz aufgestellt findet man unter anderem verschiedene Statuen von bekannten schottischen Männern. Thomas Graham, beispielsweise, ein bekannter Chemiker und viele mehr. Auch ein weißes Kriegsdenkmal gedenkt der Teilnehmer im Krieg. Bei unserem Aufenthalt war es mit Kränzen und Kreuzen geschmückt. Am Ende des George Place befindet sich übrigens das Rathaus. Ein ebenfalls sehr eindrucksvolles Gebäude, das von zwei Löwen gesäumt wird. Auch die frühere Poststation war dort angesiedelt. Ihr seht schon. Der George Square ist der zentrale Platz in Glasgow. War der früher ein Ort für Zusammenkünfte, so ist er das nach wie vor. Denn es war wirklich viel los auf dem Rummel.

Warum befindet sich auf dem George Square jedoch keine Statue von König George? Nun, das liegt daran, dass George die schottischen Kolonien in den USA verlor. Und damit nicht nur Ruhm und Ehre in seiner Heimatstadt Glasgow aufs Spiel setzte, sondern eben auch ganz schön viel Geld verlor. So wurde er sozusagen geächtet, indem man von ihm kein Denkmal aufstellte. Aber immerhin trägt der zentralste Platz Glasgows seinen Namen.

Weihnachtsmarkt George Place

Der Weihnachtsmarkt auf dem George Square gehört definitiv zu den Top-Sehenswürdigkeiten in der kalten Jahreszeit

Museum of Modern Art

Generell gilt in Glasgow: Der Eintritt in allen Museen ist frei. Denn Kunst soll für alle zugänglich sein. Allein das hat uns schon begeistert. Auf unserer Speed-Sightseeing-Tour haben wir es leider nur in drei Museen geschafft. Diese legen wir euch jedoch wirklich ans Herz. Das Museum of Modern Art bietet auf verschiedenen Galerien und Stockwerken Einblick in moderne Kunst. Sie liegt im Zentrum der Stadt und ist nicht zu übersehen. Das Gebäude ist wahnsinnig imposant. Von Andy Warhole über andere Künstler kann man hier wirklich spannende Werke betrachten. Am meisten gefallen haben uns Werbe-Drucke, moderne Fotografie sowie zynische Textkompositionen, die besonders projiziert wurden. Also definitiv sehenswert. Zudem gibt es in dem Museum ein nettes Café.

Museum of Modern Art

Das Museum of Modern Art beeindruckt nicht nur von außen, sondern lohnt auch einen Besuch

Ausstellung Museum of Modern Art

Im Museum of Modern Art gibt es immer tolle Ausstellungen zu sehen. Und das Beste: Der Eintritt ist frei

The Lighthouse

Allein der Name The Lighthouse ( Website) hat uns so neugierig gemacht, dass wir dem Museum einen Besuch abstatten mussten. Wobei es sich hier um kein richtiges Museum handelt, sondern wohl eher um eine kreative Komposition von spannenden Ausstellungen. Bereits vor dem Eingang weisen große, beleuchtete Letterings auf The Lighthouse, den bekannten Designer Macintosh und weitere Teile der Ausstellung hin. Diese sind zwischen den engen Gassen angebracht und leiten die Besucher direkt zum Eingang. Zum 150-jährigen Geburtstag Macintoshs in 2018 widmet auch The Lighthouse eine Ausstellung dem bekannten Kreativen. Unser Weg führte uns durch den Macintosh-Bereich direkt zum richtigen Leuchtturm. Über eine enge Wendeltreppe – typisch für Leuchttürme – gelangt der Besucher auf eine Plattform. Von hier aus hat man einen traumhaften Ausblick auf die ganze Stadt. Von unten fotografiert sieht das Treppenhaus wie eine Schnecke aus. Von oben hat man ringsum den Blick frei auf die tolle Stadt mit ihren verschachtelten Gassen, den alten Türmen, zu sehenswerten Gebäuden und generell auf den Fluss Clyde.

Treppenhaus "The Lighthouse"

“The Lighthouse” bietet nicht nur interessante Ausstellungen, sondern auch dieses tolle Treppenhaus

Blick über Glasgow

Der Blick vom Turm über Glasgow ist einmalig

Blick über Glasgow

Historische Gebäude bestimmen das Bild der Innenstadt

Central Station

Den größten Bahnhof Schottlands dürft ihr euch nicht entgehen lassen. Betritt man die Central Station, hat man das Gefühl plötzlich in das Jahr der Eröffnung – 1879 – zurückgebeamt worden zu sein. Die Fassaden der Geschäfte und die alten Gleise scheinen alle in einer Zeit stehen geblieben zu sein. Eine Patisserie ist offensichtlich seit 1926 bereits an diesem Fleck im Hauptbahnhof. Auch die alte Uhr, die zentral an der Decke der Central Station angebracht ist, stammt aus dieser Zeit. Sie ist ebenfalls ein bei Touristen sehr beliebtes Fotomotiv. Aber auch die komplette Decken- und Dachkonstruktion der Central Station mit ihren Stahlträgern und Glasflächen gleicht an einem sonnigen Tag einem uralten Gebäude. Hineinschauen lohnt sich also auf alle Fälle.Es ist sehr beeindruckend dort.

Central Station

Die Central Station ist eine der Top-Attraktionen in Glasgow

Central Station Dachkonstruktion

Die alte Dachkonstruktion beeindruckt

Central Station Uhr

Der Bahnhof versetzt uns in eine längst vergangene Zeit. Auch die große Bahnhofsuhr ist ein Highlight

Caledonian Railway Bridge

Ein ganz besonders tolles Fotomotiv ist die Caledonian Railway Bridge. Vor allem kurz vor Sonnenuntergang. Wenn sich das Licht an der Brücke bricht. Die alte Brücke und die Gleise führen direkt in die Central Station.

Caledonian Railway Bridge

Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die Caledonian Railway Bridge – hier im schönsten Abendlicht

South Portland Suspension Bridge

Ebenfalls am Fluss gelegen, direkt neben der Central Station und der Railway Bridge liegt die alte Fußgänger-Brücke, die Suspension Bridge. Mit ihren pinken Streben und Stahlkonstruktionen ist die Brücke für Foto-Freaks sehr sehenswert.

South Portland Suspension Bridge

Die South Portland Suspension Bridge ist nur für Fußgänger freigegeben

Roman Catholic Metropolitan Cathedral of St Andrew

Ganz in der Nähe der Suspension Bridge in der Clyde Street am Nordufer des Flusses Clyde befindet sich die Roman Catholic Metropolitan Cathedral of St Andrew. Ein Blick in die 1814 bis 1816 unter großen Widerständen gebaute Kirche lohnt, wenn man in der Nähe ist. Die direkte Umgebung der Kirche ist leider nicht sonderlich schön. Die Clyde Street ist eine befahrene Hauptstraße und die Kirche liegt zwischen einigen Bausünden.

Roman Catholic Metropolitan Cathedral of St Andrew

Die Roman Catholic Metropolitan Cathedral of St Andrew beeindruckt, ist aber in dieser Umgebung etwas verloren

Roman Catholic Metropolitan Cathedral of St Andrew

Im Inneren der Kirche

Tolbooth Steeple

Wir folgen der Clyde Streetweiter bis zum Saltmarket. Hier biegen wir links ab. Schon bald kommt der Tolbooth Steeple in Sicht. Der Glockenturm des ehemaligen Zollhauses blickt auf eine lange Geschichte. Im Jahre 1626 begann der Bau, acht Jahre später wurde das Gebäude übergeben. 1921 wurde das Bauwerk mit Ausnahme des Turmes abgerissen. Heute steht der Tolbooth Steeple natürlich unter Denkmalschutz. Leider kann man nicht nach oben, aber der Turm ist auch von unten ein beeindruckendes Monument.

Tolbooth Steeple

Den Glockenturm Tolbooth Steeple sollte man gesehen haben, wenn man in Glasgow ist

Sonnenuntergang Glasgow

Sonnenuntergang über der Stadt

Kelvingrove Art Gallery

Das wohl größte Highlight für uns in Glasgow war die Kelvingrove Art Gallery – und damit sind wir nicht alleine. Denn sie ist das meistbesuchteste Museum außerhalb Londons. Allein die große Halle, die der Besucher als erstes betritt, überwältigt einen. Oben an der Seite befindet sich eine riesige Orgel, die täglich gespielt wird. Vor der Orgel tanzen dann Kinder in der großen Halle und Erwachsene lauschen dem Orgelspiel. Täglich um 13 Uhr (Stand November 2017) wird die Orgel bespielt, Sonntags um 15 Uhr. In der nächsten Halle befindet sich eine großartige Installation von Sophie Cave mit riesigen Köpfen, die mit unterschiedlichen Farben angestrahlt werden. In der Kelvingrove Art Gallery wird es 2018 zum 150. Geburtstag von Macintosh eine weltweit noch nie dagewesene Ausstellung über den Künstler geben. Wir hatten jedoch die Möglichkeit, seine ersten Tee-Haus-Entwürfe vor Ort begutachten zu können. Er war schottischer Architekt, Innenarchitekt, Kunsthandwerker, Designer, Grafiker und Maler. In der nächsten großen Halle im Erdgeschoss befinden sich die zwei ältesten Ausstellungsobjekte des Museums: ein großer Elefant und ein Flugzeug. Hier können sich vor allem Kinder auf eine spannende Zeitreise durch verschiedene Kontinente machen.

Im ersten Stock finden sich die Ausstellungen des berühmten Salvador Dali sowie schottische Gemälde. Dalis bekanntes Bild “Der Christus des Hl. Johannes vom Kreuz” befindet sich aktuell jedoch nicht in der Kelvingrove Art Gallery. Dafür kann man vor Ort viel über den Künstler erfahren. Viele schottische Gemälde befassten sich zudem mit der Geschichte Schottlands. Die Kunstausstellung ist ebenfalls sehr sehenswert. Auch architektonisch ist die Kelvingrove Art Gallery ein Mekka für Fotografen. Dieser Ort war wirklich wunderschön.

Orgel Kelvingrove Art Gallery

Die riesige Orgel der Kelvingrove Art Gallery

Köpfe Kelvingrove Art Gallery

In der der Kelvingrove Art Gallery trifft Moderne Kunst auf historische Werke. Hier die schwebenden Köpfe der der Schottin Sophie Cave

The first Duke of Buckingham

Das Porträt zeigt George Villiers, the first Duke of Buckingham. Das Bild wurde erst 2017 als echter Rubens erkannt und ist ein Besuchermagnet

Flugzeug in der Kelvingrove Art Gallery

In der Kelvingrove Art Gallery wird aber nicht nur Kunst gezeigt

Universität Glasgow

Direkt neben der Kelvingrove Art Gallery befindet sich der Hauptcampus der Universität Glasgows auf dem Gilmorehill. Die solltet ihr euch, wenn ihr noch Zeit findet, ansehen. Wir fuhren leider nur bei Nacht vorbei und haben es nicht geschafft, das Gebäude genauer unter die Lupe zu nehmen. Was sehr besonders an der Universität ist, ist zum Beispiel das Tor. Hier sind die Namen bekannter, besonderer und wichtiger Menschen für die Uni in Gold angebracht. Ebenfalls bemerkenswert: kein weiblicher Name steht an diesem Tor. Die Uni hat einen exzellenten Ruf und daher bewerben sich jedes Jahr viele Studenten, um hier studieren zu können. Gegründet wurde die Uni 1451 und sie ist damit die zweitälteste in Schottland. Älteste Universität ist die Universität St Andrews.

Für die Outlander-Fans unter euch (für alle Nichtkenner: es handelt sich hierbei um eine bekannte Serie): der Hauptdarsteller Jamie wohnt ums Eck der Universität. Hier in der Umgebung kann es durchaus sein, dass ihr den Schotten, sofern er nicht wieder für seine Serie dreht, in einem der Cafés antrefft. Hoffen und schauen darf man ja wohl ;-).

Tennent Brewery

Die Tennent Brauerei ( Website) ist ebenfalls sehr sehenswert – zudem kann man hier die verschiedenen Biersorten der Brauerei verkosten und eine Brauereiführung machen. Wer noch etwas Zeit übrig hat – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Brauerei wurde 1740 von Hugh und Robert Tennent gegründet. Ihre Bekanntheit erzielte die Brauerei ab 1885 mit dem untergährigen “Tennent’s Lager”. Dieses Bier ist in Schottland Marktführer.

Street-Art-Tour

Was wir leider nicht geschafft haben, aber dringend empfehlen ist entweder eine Streetart-Führung oder selbst durch die Gassen zu laufen. Die Kunstwerke, die wir zu Gesicht bekamen, waren allesamt toll und spannend. Von riesigen Pandabären, Tigern über großen Künstlerporträts, kann man alles in Glasgows Straßen bewundern. Also die Kunstwerke an den Wänden anzusehen, lohnt sich definitiv.

Pandabär Graffiti Glasgow

Riesige Graffities gehören zum Straßenbild in Glasgow

Großes Graffiti

Street Art in seiner schönsten Form

Lohnt eine Reise nach Glasgow?

Definitiv. Glasgow ist rau, aber auch sehr sehenswert. Die vielen alten Gebäude versetzen den Besucher unweigerlich in eine längst vergangene Zeit. Zu sehen gibt es wirkllich viel. Und am Abend locken unzählige Bars Nachtschwärmer an. Los geht’s schon nach der Arbeit, dann werden die stylischen Bars rappelvoll. Das Nachtleben Glasgows konnten wir leider nicht ausleben, man sagt aber, dass hier der Bär steppt.

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