Seychellen (La Digue) – Tag 10 – Traumstrand Anse Coco, der ultimative Geheimtipp

Der Traumstrand Anse Coco: der ultimative Geheimtipp auf La Digue

Der Tag beginnt gewohnt sportlich um fünf Uhr. In der Finsternis radele ich mit Vollgas in Richtung Grande Anse. Inzwischen habe ich mich an die Dunkelheit und die merkwürdigen Geräusche aus dem Dschungel gewöhnt. Endlich angekommen stapfe ich schnellen Schrittes weiter Richtung Petit Anse.

Gefällt dir dieser Artikel? Dann unterstütze uns doch. Alle in diesem Beitrag mit einem * markierten Links () sind sogenannte Affiliate-Links. Bestellst du etwas über diesen Link, erhalten wir eine kleine Provision – am Preis ändert sich nichts. Wofür? Damit wir wieder spannende Reisen planen und euch hoffentlich begeistern können.

Folgt uns auf Instagram | Facebook | Youtube | Twitter | Google+ | Feedly | Bloglovin | RSS | Newsletter

Werbung

Petit Anse4

Aber schon nach ein paar Aufnahmen packt mich der Ehrgeiz: “Ich muss zur Anse Coco aufbrechen, meine Neugier besänftigen.” Sagen und Mythen besagen, dass die Anse Coco der schönste Strand auf La Digue sei. Das muss ich mit eigenen Augen sehen. Ich packe ich meine Sachen und kämpfe mich querfeldein einen schmalen Pfad folgend durch eine Plantage, die sich in der Hand zahlreicher Wespen befindet. Im Anschluss folgt eine recht kraftraubende Bergüberquerung. Nur knapp weiche ich einem riesigen Netz einer Palmspinne aus. Die feinen Fäden sind in dem schummrigen Licht leicht zu übersehen – die riesige Spinne weniger. Ob sie auf mich gewartet hat?

Endlich erreiche ich die Anse Coco, ich fühle mich wie Robinson Crusoe auf seiner einsamen Insel. Palmen, feinster Puderzuckersand und türkis schimmerndes Wasser – noch dazu weit und breit keine Menschenseele. Links und rechts begrenzen Granitblöcke den palmengesäumten Strand. Das absolute Highlight finde ich am Ende des Strandes. Ein riesiger Granitfelsen schützt den Strand vor den Wellen, die sonst mit voller Wucht auf Land treffen würden.

 

Anse Coco

Für den Rückweg zur Grand Anse benötige ich rekordverdächtige 29 Minuten und 12 Sekunden, bei normaler Gangart sollte das Stück leicht in 45 Minuten zu machen sein.

Grand Anse

Jetzt beginnt der Tag erst richtig. In der tiefsten Mittagshitze breche ich auf zur Anse Marron auf, mein GPS ist mein treuer Begleiter und zeigt mir zuverlässig die Strecke. Auch die Kletterpartien durch die Granitfelsen sind schnell abgehackt. Plötzlich liegt sie wieder vor mir, die Anse Marron mit ihren Granitblöcken, die aussehen wie von Aliens geschaffen.

Anse Marron Anse Marron

Nach der schweißtreibenden Tour reiße ich mir mein T-Shirt vom Körper und springe in das kühle Nass. Viel Zeit habe ich an diesem magischen Ort leider nicht, schließlich steigt das Wasser bereits wieder. Bei Flut ist die Strecke unpassierbar und ich würde hier festsitzen. Es gibt allerdings schlimmere Orte als diesen, um zu stranden.

Werbung

Am frühen Abend treffe ich Terry, einen einheimischer Fischer, der mich mit seinem Fischerboot zur Anse Marron bringt. Die in Deutschland so viel gelobte Pünktlichkeit ist hier auf den Seychellen gänzlich unbekannt und so komme ich erst fünf Minuten vor dem großen Showdown – wenn die Sonne im Meer versinkt – am Ziel an. Zum Fotografieren habe ich kaum noch Zeit, schließlich wird es in diesen Breitengraden extrem schnell dunkel. Schon wenige Minuten nach Sonnenuntergang ist es stockfinster und ich sitze einsam am Strand, an dem sich riesige Brecher unter lautem Getöse ihren Weg an Land bahnen.

Anse Marron Anse Marron Anse Marron

Ob Terry wohl zurückkommen wird oder ob ich diese Nacht doch alleine am Strand verbringen muss? Nach einiger Zeit sehe ich in der Ferne ein Licht aufleuchten. Oder ist es eine Illusion? Plötzlich ist das Licht wieder verschwunden. Jetzt kann ich aber auch leise den Außenbordmotor eines Bootes hören. Terry kommt zurück und lässt mich nicht mit den unzähligen blutdrünstigen Moskitos am Strand verenden.

Auf der Rückfahrt durch die tiefste Nacht versucht seine Crew noch, einige Calamari aus dem Meer zu fischen – allerdings bleibt der Erfolg aus. Nur in fahlem Mondlicht brettert Terry wie ein Besessener über das Meer. Rechts an uns ziehen die Granitfelsen der Anse Source D’Argent vorbei. Während Davi, Terrys rechte Hand, völlig gelassen, ja fast schon gelangweilt, in dem Boot sitzt, genieße ich den einmaligen Sternenhimmel. Nur ab und an werde ich aus meinen Träumen gerissen. Nämlich immer dann, wenn das Boot den Kontakt zum Wasser verliert und bei voller Fahrt wieder auftrifft. Kurz vor dem Ziel drosselt Terry die Maschine. “Zu gefährlich”, tönt trocken aus seiner Kehle. Doch was meint er bloß damit? Schnell wird es mir klar: Wir fahren über einem Riff, jede Unachtsamkeit kann den Boden des Bootes wie eine Konserve aufschlitzen. Ein junger Mann, vielleicht 14 oder 15 Jahre alt, leuchtet am Bug mit einer kleinen Taschenlampe ins Meer und gibt Terry Anweisungen, wo er lang zufahren hat. Vielleicht ist die Methode etwas ungewöhnlich, aber am Ende kommen wir wohlbehalten an. Der kleine Trip hat mich zwar ein kleines Vermögen gekostet, aber es war jeden Cent wert.

Das könnte dich auch interessieren

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Warst du auch schon auf den Seychellen? Welche Insel oder welcher Strand hat dir besonders gut gefallen? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

Newsletter abonnieren & gewinnen

Begleite uns auf unseren Abenteuern rund um die Welt

Du willst nie mehr die spannendsten Reportagen und die besten Tipps rund ums Thema Fotografie verpassen? Dann melde dich zu unserem Newsletter an und hab jeden Monat die Chance, unser eBook “101 Fotografien und die Geschichte dahinter” zu gewinnen oder einen 50-Euro-Gutschein für unsere Fotokurse zu gewinnen.

0 replies

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *