Sizilien – Tag 1 – Italienische Gelassenheit

Pünktlich zum Wetterumschwung kehren wir Deutschland den Rücken. Unser Ziel: die italienische Trauminsel Sizilien. Viel haben wir vor unserer Reiseplanung nicht gewusst über dieses Paradies im Mittelmeer. Während der Planung ist uns aber schnell klar geworden, dass elf Tage kaum ausreichen werden, um Sizilien wirklich kennenzulernen. Zu groß und zu abwechslungsreich ist die Insel. Uns bleibt also wieder einmal nichts anderes übrig, als die Nacht zum Tag zu machen, wollen wir halbwegs etwas sehen. 

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Unser Alitalia-Flug landet am Nachmittag pünktlich auf dem Flughafen Catania. Obwohl es bereits Anfang September ist, misst das Termometer über 30 Grad. Mit unseren Koffern bewaffnet machen wir uns aufden Weg  zum Mietwagenschalter. Hier treffen wir nicht zum ersten Mal auf die italienische Gelassenheit. Wir warten eine geschlagene Stunde, bis wir endlich mit unserem kleinen Lancia Ypsilon davonbrausen können. Der Autoverkehr in Catania – mit knapp 300.000 Einwohnern nach Palermo die zweitgrößte Stadt Siziliens – übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen. Verkehrsregeln haben keine Bedeutung, aber zumindest rote Ampeln werden teilweise beachtet. Trotzdem geht es ganz ohne Blechschäden voran. Wenige Minuten vor Sonnenuntergang erreichen wir Aci Trezza. Im Meer vor dem kleinen Städtchen liegen einige wirklich beeindruckende Felsen. An der Strandpromenade pulsiert das Leben. Ein frisch verheiratetes Ehepaar lässt sich vor der atemberaubenden Kulisse ablichten, andere sitzen einfach herum und genießen die Stimmung, das Rauschen des Meeres und die sanfte Brise.

Aci Trezza auf Sizilien Aci Trezza auf Sizilien Aci Trezza auf Sizilien

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Sizilien, das heißt Sommer von April bis Oktober, griechische Tempel, normannische Kathedralen, lange Strände und eine Vielzahl malerischer Schluchten. Sizilien ist eigentlich schon ein Kontinent für sich und alles andere als ein "pflegeleichtes" Ferienparadies. Die mit über 25.000 Quadratkilometern größte Insel des Mittelmeers verblüfft durch zahlreiche Kontraste: blühende Zitronenplantagen am Meer und kahle, sonnenverbrannte Berglandschaften, chaotische Metropolen voller krasser sozialer Gegensätze und idyllische Barockstädtchen, hastig hochgezogene Badesiedlungen und einsame Strände. Nicht zu vergessen sind dabei die Inselchen um die Insel, wobei jede ihren eigenen Charakter hat. Auf 660 Seiten findet man eine Fülle von wertvollen Tipps zu Camping, Hotels, Restaurants und Verkehrsmitteln, aber auch interessante Hintergrundberichte zum Sightseeing in Palermo, Baden im Naturpark Zingaro und zur Vulkanbesteigung auf Stromboli. Der Autor Thomas Schröder erweist sich als Landeskenner und hat reichlich Anekdoten zu Sehenswürdigkeiten sowie zur Geschichte und zur Gesellschaft Siziliens parat. Besucht wurden außerdem die Liparischen und Egadischen Inseln, Ustica, Pantelleria, Linosa und Lampedusa!

In unserer Unterkunft, dem Agriturismo Biologico dell’ Etna, kommen wir erst spät in der Nacht an. Michele, der Besitzer des Anwesens, wartet schon ungeduldig und heißt uns schließlich herzlich willkommen.  Michele zerrt uns sofort in die kleine Küche und versorgt uns mit jeder Menge Tipps über die Region. Anfangs verstehen wir kein Wort – Michele spricht nur italienisch. Aber mit Händen und Füßen klappt es schließlich ganz gut. Wir sind gespannt, was uns in den nächsten Tagen erwartet.

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