Sizilien – Tag 10 – In einer längst vergessenen Zeit

Am Morgen regnet es immer noch – endlich können wir einmal ausschlafen. Auf dem Weg nach Palermo sehen wir schließlich das Hinweisschild zu den Ruinen von Segesta. Klar, dass wir nicht einfach daran vorbeifahren und so stehen wir kurz später vor einem beeindruckenden dorischen Tempel – der allerdings nie fertiggestellt wurde. Wie alle antiken Siedlungen auf Sizilien hat auch Segasta eine bewegende Vergangenheit. Im Jahr 413 v. Chr. verlor Segesta im Bündnis mit Athen eine bedeutende Schlacht gegen Syrakus und verbündeten sich schließlich mit Karthago. Gut hundert Jahre später fiel die Stadt in die Hände Syrakus – mit schrecklichen Folgen für die Bewohner. Wer nicht ermordet wurde, wurde versklavt. Eine Hochzeit erlebte Segesta noch einmal mit der römischen Herrschaft auf Sizilien. Letztendlich fiel die Stadt aber den Vandalen und den Arabern zum Opfer. In den folgenden Jahrhunderten siedelten hier zwar immer wieder Menschen, Segestas Blütezweit war aber endgültig vorbei.

Segesta

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Neben dem griechischen Tempel ist das Amphitheater aus dem 3. bis 2. Jh. v. Chr. mit fantastischem Blick auf die Landschaft zu bewundern. Besonders spannend wird es beim Abstieg vom 431 Meter hohen Monte Barbaro – hier bekommt man eine hervorragende Sicht auf den Tempel.

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Palermo lassen wir erst einmal links liegen, vielmehr steuern wir das Naturreservat Capo Gallo an – und zwar von Mondello aus, also der Nordseite. Hier pulsiert das Leben – am Tag liegt hier halb Palermo am Strand, später stürzen sich die Menschen ins Nachtleben. Der Zugang zum Naturreservat  bleibt uns von dieser Seite aus allerdings verschlossen – eine kostenpflichtige Privatstraße hält uns davon ab, die Wanderschuhe auszupacken. 

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Stattdessen umrunden wir den Monte Gallo auf der Südseite mit dem Auto und erreichen nach 20 Minuten den kostenfreien Westzugang zum Naturreservat. Die Landschaft zieht uns wieder einmal in ihren Bann. In völliger Abgeschiedenheit folgen wir einem Trail, der sich allerdings immer mehr im Gelände verläuft. Wie ich erst später feststelle, ist eine Umrundung des Monte Gallo wegen der steilen Klippen garnicht möglich – aber das ist auch garnicht nötig, die hier gewonnenen Eindrücke sind auch so unvergesslich.

Capo Gallo7 Capo Gallo8

Nach einem Picknick in absoluter Abgeschiedenheit mit Blick aufs Meer machen wir uns auf den Rückweg. Von einer kleinen Landzunge aus haben wir einen tantastischen Blick auf den Monte Gallo, der vom Licht der untergehenden Sonne angestrahlt wird.

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