Sizilien – Tag 3 – Bezwingung des Ätna

Den Sonnenaufgang verbringen wir an der Küste von Santa Tecla – ein idyllisches Fischerdürfchen nördlich von Catania. Dunkles Lavagestein prägt die Steilküste – mitten im Meer ragt ein alter Wachturm in die Höhe. Der Sonnenaufgang ist wieder einmal atemberaubend und taucht die Landschaft in ein magisches Licht.

Santa Tecla

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Im Anschluss machen wir uns auf den Weg in die Alcantara Schlucht. Die Fahrt dorthin führt uns über enge Landstraßen durch kleine Ortschaften. An der Schlucht angekommen stellen wir unseren Wagen auf dem Hauptparkplatz ab und laufen etwa 200 Meter nach Nordenwesten. Hier führt eine Treppe in die Schlucht – die acht Euro für den Fahrstuhl (!) sparen wir uns so. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir den Fluss Alcantara, der sich über Jahrmillionen bis zu 20 Meter tief in die erstarrte Lava des Ätna gefressen hat. Die Wände bestehen aus prismischen, fünf- und sechseckigen Säulen und stechen sofort ins Auge.

Alcantara Schlucht

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Der Baedeker SMART Sizilien führt mit perfekten Tagesprogrammen durch die einzelnen Regionen der italienischen Insel und zeigt die beliebtesten Attraktionen, jeweils mit Tipps für kleine Pausen in Cafés, Restaurants oder Bars.

Den Auftakt bilden die TOP 10 von Sizilien: die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel, die man unbedingt gesehen haben muss, von der absoluten Nummer eins bis zur Nummer zehn. Sizilien emotional zu erleben- dabei helfen die Tipps des "Sizilien Gefühls", zum Beispiel ein traditionelles Frühstück aus Wassereis und Brioche genießen oder die Insel auf einer Vespa erkunden.
"Das Magazin" erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten über das Leben auf der Insel des Feuers. Vorgestellt wird Sizilien als ein jahrtausendlanger Kreuzweg für Seefahrer und Abenteurer, nicht zuletzt wegen des Berges des Feuergottes, dem Ätna, der den Seemännern als Leuchtfeuer diente. Erzählt wird auch von saisonaler, lokaler und frischer Küche, von farbenfrohen Festivals und vonder berühmt-berüchtigten sizilianischen Mafia.
In fünf nach Regionen gegliederten Kapiteln werden die wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten vorgestellt und auf erlebnisreichen Tagestouren erkundet, die natürlich auch Zeit für genussvolle Pausen einplanen. Detailreiche 3D-Grafiken blicken in das Kloster Monreale oder in den Concordia-Tempel von Agrigent .
Abgeschlossen werden die einzelnen Kapitel mit den Beschreibungen ausgewählter Restaurants, der besten Shoppingmeilen und der attraktivsten Ausgeh-Adressen. Auf Spaziergängen durch Palermo oder einem Rundgang durch kann man die vielen verschiedenen Facetten der italienischen Insel kennenlernen.
Zum Schluss laden die amüsanten "10 Gründe wiederzukommen" zu einem weiteren Besuch der Insel ein - schließlich bietet Sizilien immer wieder Neues.

Leider ist die Schlucht flußaufwärts aus Sicherheitsgründen gesperrt – ohne Neoprenanzug ist es im eiskalten Wasser aber ohnehin nicht auzuhalten. Wir überqueren den Fluss an einer seichten Stelle und wandern flussabwärts. Immer wieder treffen wir auf beeindruckende Basalt-Formationen und Wasserfälle. Zu so früher Stunde sind wir noch ganz alleine. Das ändert sich erst am frühen Vormittag, wenn die Busse hunderte Tagesausflügler herankarren.

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Alcantara Schlucht

Die weitere Route führt uns auf den Ätna – mit 3.323 Metern der höchste und aktivste Vulkan Europas. Mit dem Auto geht es bis zur Station Rifugio Sapienza auf 1.910 Metern. Die kurvenreiche Straße mit dem herrlichen Weitblick ist ein Hochgenuss für Auto- und Motorradfahrer. Die meisten Touristen wählen ab der Station Rifugio Sapienza die einfache Variante und lassen sich mit der Seilbahn bis auf etwa 2.500 Meter bringen. Wir wählen den schweißtreibenden Aufstieg zu Fuß. Dabei folgen wir einen teils sehr steilen Trail über Lavageröll. Auffällig sind die unzähligen Marienkäfer, die sich in dieser Höhe offenbar keine Gedanken über Fressfeinde machen müssen.

Völlig verschwitzt erreichen wir nach rund eineinhalb Stunden die Bergstation der Seilbahn. Von hier aus besteht die Möglichkeit, sich mit einem geländegängigen Bus bis auf rund 2.920 Meter in das Gebiet des Torre del Filosofo chauffieren zu lassen. Wir setzen unsere Wanderung aber unbeirrt zu Fuß fort und stehen nach einem Abstecher auf einen Nebenkrater und nach insgesamt etwa dreieinhalb Stunden Fußmarsch auf einem rauchenden Krater 2.940 Meter über dem Meeresspiegel. Der Ausblick ist atemberaubend, schwarzes Lavagestein wohin das Auge reicht und in der Ferne ist das Meer zu erkennen. In dieser Höhe bläst der Wind unerlässlich. Die Böen sind so stark, dass sie uns beinahe umreißen. Viele Besucher, die mit der Bahn nach oben gefahren und nur mit einem T-Shirt bekleidet sind, kämpfen mit den eisigen Temperaturen auf dieser Höhe. Schon zu dieser Jahreszeit fallen die Tagestiefstwerte unter den Gefrierpunkt.

Wer sich den Fußmarsch sparen will, kann die gesamte Route bis auf 2.940 Meter mit der Seilbahn und dem Bus zurücklegen – die Tour schlägt dann allerdings mit rund 60 Euro zu Buche. Um zum Cratere Centrale – dem Gipfel des Ätna – auf über 3.300 Metern zu gelangen, ist ein ortskundiger Bergführer obligatorisch.

Ätna Ätna Ätna Ätna

Wir suchen uns ein windgeschützes Eckchen und genießen die Szenerie. Bald sind wir hier oben ganz alleine, die Seilbahn bringt die letzten Besucher um 17 Uhr nach unten.  Gespannt warten wir auf den Sonnenuntergang. Doch inzwischen kämpfe ich trotz hervorragender Ausrüstung mit Taubheitsgefühlen in Fingern und Beinen. So entschließen wir uns eine knappe Stunde vor Sonnenuntergang, den beschwerlichen Rückweg anzutreten. Es dauert nicht lange, bis die Dunkelheit über uns hereinbricht. Es hat fast etwas gespenstisches, uns nur im Licht der Taschenlampe durch die schier unendlichen Lavafelder zu kämpfen.

Ätna

Am Ende der Wanderung zeigt das GPS eine Wegstrecke von rund 14 Kilometern und knapp 1.400 Höhenmeter an.

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