Sonnenaufgangs-Wanderung auf den Jochberg (1.565m)

Zum Sonnenaufgang auf den Jochberg

Ein stürmisches Erlebnis

Der Jochberg gehört zu den beliebtesten Hausbergen der Münchner. Mit dem Auto erreicht man den Parkplatz an der Passhöhe vom Kesselberg (GPS N 47 37.232, E 11 20.942 – Google Maps) in rund einer Stunde und der Gipfel ist selbst im Winter meist problemlos zu erreichen. Anfang März liegt in den Bergen insbesondere in den hohen Lagen natürlich reichlich Schnee – der 1.565 Meter hohe Jochberg ist dagegen fast schneefrei. Trotz der geringen höhe genießt man vom Gipfel einen sagenhaften 360-Grad-Rundumblick.

Um zum Sonnenaufgang unter dem Gipfelkreuz zu stehen, brechen wir um drei Uhr in der Früh in München auf. Das hat auch den Vorteil, dass die am Wochenende oft überfüllte Autobahn leer ist. Eine Stunde später erreichen wir den Wanderparkplatz, von dem aus man auch den Herzogstand erreicht. Der Himmel ist sternenklar, dafür weht ein heftiger Wind. Der Wetterdienst warnt vor Böen mit bis zu 160 Stundenkilometern – davon lassen wir uns heute aber nicht abschrecken.

Aufstieg zum Jochberg-Gipfel

Im Licht unserer Stirnlampen machen wir uns an den Aufstieg zum Jochberg-Gipfel. Die Bäume rauschen wie das Meer im Sturm. Größere Äste liegen aber nicht auf dem Wanderweg, den man kaum verfehlen kann. Der Wind bläst zwar kräftig, die Bäume scheinen aber standzuhalten. Dann steht unserem Gipfelglück ja nichts mehr im Wege. Wir kämpfen uns den Wanderweg Meter für Meter nach oben. Die Nacht ist stockfinster, viel verpassen wir beim Aufstieg aber nicht. Es geht immer nur durch den Wald, Ausblicke sind Mangelware. Im zweiten Teil des Aufstiegs kommen etwas Eis und Schnee hinzu. Nichts dramatisches, ohne Grödel muss man hier aber schon gut aufpassen, gerade beim Abstieg. Wie immer im Winter haben wir unsere Grödel dabei. Es ginge auch ohne, die kleinen Stahlspikes an den Wanderschuhen machen die Tour aber doch sehr viel angenehmer.

Sonnenaufgang auf dem Jochberg

Nach einer guten Stunde erreichen wir ein Gatter – bei Tageslicht hätten wir von hier einen tollen Blick auf den Kochelsee und die Jocheralm. Hier endet der Wald und der kalte Wind bläst noch stärker. Zeit für eine dickere Jacke und Handschuhe. Der Weg führt recht steil in Serpentinen zum Richtung Gipfel. Nach eineinhalb Stunden stehen wir unter dem Gipfelkreuz. Von hier oben genießen wir einen ganz fantastischen Blick ins Alpenvorland und in die Berge. Der Walchensee liegt uns quasi direkt vor den Füßen. Leider stürmt es so sehr, das es quasi unmöglich ist, mit Stativ und Filtern zu arbeiten. Trotzdem gelingen ein paar schöne Fotos vom Jochberg-Gipfel aus.

Jochberg Gipfelkreuz Nacht

Zusammen mit einem anderen Päärchen warten wir auf dem Gipfel auf den Sonnenaufgang

Inzwischen dämmert es und wir warten – zusammen mit einem anderen Päärchen – gespannt auf den Sonnenaufgang. Dann endlich bricht die Sonne über den Bergen im Südoste hervor. Wir genießen einfach den Augenblick und die atemberaubende Aussicht. Beim Abstieg kommen uns die ersten Wanderer entgegen. Inzwischen hat sich der Sturm gelegt – keiner von ihnen ahnt, wie aufregend es noch kurz zuvor am Gipfel zuging.

Sonnenaufgang Jochberg

Wir sind lange vor Sonnenaufgang auf dem Gipfel und genießen die Aussicht

Sonnenaufgang

Endlich kommt die Sonne hinter dem Horizont hervor

Gipfelkreuz Jochberg

Der Himmel färbt sich rot hinter dem Gipfelkreuz

Gitzo Traveler + Nikon D810

Bei Sturm ist an Fotografieren mit Stativ kaum noch zu denken

Kochelsee

Der Kochelsee

Walchensee vom Jochberg

Auch den Walchensee sieht man vom Jochberg-Gipfel ganz hervorragend

Biggi am Gipfel

Biggi genießt die wärmende Sonne

Ausblick Jochberg

Der Ausblick ins Hochgebirge ist fantastisch

Blick Walchensee

Blick auf den Walchensee

Abstieg Jochberg

Wir machen uns wieder an den Abstieg

Leberblümchen

In der Nähe der Straße finden wir Leberblümchen. Die Pflanze steht unter Schutz

Tourdaten Jochberg

Gesamtweglänge: 6,5 Kilometer
Höhenmeter: 690 Meter
Reine Gehzeit: 3:00 Stunden

Die GPS-Daten als Download

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Fazit

Die Wanderung auf den Jochberg ist technisch nicht anspruchsvoll und auch für Menschen mit Höhenangst kein Problem. Ausgesetzte Stellen gibt es auf der gesamten Wanderung nicht. Die knapp 700 Höhenmeter erfordern allerdings etwas Kondition. Vom Jochberg-Gipfel genießt man schließlich einen tollen Ausblick vom Voralpenland bis hineins ins Hochgebirge. Zwei Highlights sind auch der Walchensee und der Kochelsee, die einem quasi direkt vor den Füßen liegen. Im Sommer lockt außerdem die tiefer gelegene Jocheralm auf knapp 1.400 Metern mit kühlen Getränken und leckerem Essen. Wer mag, kann von der Jocheralm auch direkt zum Walchensee absteigen und hier ins kühle Nass springen. Der Jochberg kann in der Regel auch im Winter begangen werden. Vorab sollte man sich aber auch hier über die Lawinengefahr informieren, da insbesondere das letzte Stück zum Gipfel recht steil ist.

Nützliche Links

  • Parkplatz an der Passhöhe vom Kesselberg (GPS N 47 37.232, E 11 20.942 – Google Maps)
  • Jocheralm

 

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