Spartan Race München 2015

Es war eine Laune, die mich dazu veranlasst hatte, mich beim Spartan Race anzumelden. Irgendwo bei Facebook stand die Werbung – Monate zuvor hatte ich schon einmal von diesem Hindernisslauf gehört. Der sportliche Ehrgeiz trieb mich dazu, ohne groß zu überlegen mitzumachen. Und so nahm alles seinen Lauf.

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Der Plan: Jeden Morgen aufstehen und fünf Kilometer im Sprint absolvieren. Daraus wurde natürlich nichts. In den letzten Tagen vor dem Spartan Race machte dann auch noch ein Muskel im Rücken zu, von einer Zerrung im Handgelenk ganz zu schweigen.

Entsprechend aufgeregt war ich am vergangenen Samstag. Was würde mich wohl erwarten? Fest stand: Es wird nicht warm. Es regnete zwar nicht, aber die Luft war kühl und unangenehm.

Am Olympiastadion angekommen stieß ich auf tausende Läufer und Zuschauer – der Wahnsinn. Über den Tag verteilt traten 5500 Frauen und Männer an, um sich dem Rennen zu stellen.

Der Spartan Race startet

Mein Block startete um Punkt 14:00 Uhr. Laute Beats schepperten am Start aus den Lautsprechern, ein junger Typ heizte uns Läufern ein und das Adrenalin ließ alle Schmerzen vergessen.

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Los gehts, den Olympiaberg hoch und anschließend wieder runter. Das ganze noch einmal, nur dass man sich oben einen langen Code merken und bis zum Zieleinlauf merken musste – ansonsten gab es eine Strafe. Ich hämmerte mir meinen Code tief ins Gedächtnis ein. So tief, dass ich ihn heute noch weiß: “Mike 025 5788”.

Auf dem Weg nach unten mussten wir einen Baumstamm schleppen und über die ersten Mauern klettern beziehungsweise darunter hindurch rollen. Dann ging es auch schon das erste Mal in den See, es folgten Reifenspringen mit verbundenen Füßen und schließlich die Durchquerung des Olympiasees. Das gefühlt fünf Grad kalte Wasser ging mir bis zur Brust. Ziemlich durchfroren erreichten wir Spartaner das andere Ufer – jetzt ging die Quälerei erst richtig los.

Langhangeln an Stangen – mit klatschnassen Händen keine Chance, zumindest nicht für mich. Als Strafe 30 Burpees oder Liegestützsprünge, wie man auf deutsch sagen würde. Das am Boden gespannte Netzt, durch das man robben musste, sowie der netzbespannte Turm waren ebensowenig ein Problem wie das Seilklettern unter der Brücke.

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Der anschließende Marsch gegen den Strom im Fluß – vier Mal musste man mit dem Kopf unter Wasser tauchen – dagegen schon. Der Herzschlag schoss regelrecht in die Höhe, wenn ich mit dem Kopf in das Eiswasser tauchte. Gegen die leichte Strömung und auf dem rutschigen Untergrund war das Vorankommen äußerst mühsam. Das Netz am Ende der Strecke – pillepalle. Ebenso das durch den Matsch robben und das zentnerschwere Gewicht, das es an einem Seil hochzuziehen galt.

Der Einlauf ins Olympiastadion war fantastisch – nur dass hier keine jubelnden Menschenmassen, sondern weitere Gemeinheiten warteten. Zwei Mal die Tribüne rauf und runter, dann Speerwurf. Ich verfehlte das Ziel – 30 Burpees.

Richtig fies wurde die folgende Aufgabe. Mit einem 25-Kilo-Sack zwei Mal das Stadion runter und wieder rauf. Die Waden standen kurz vor der Explosion, mein Herz schlug gefühlt 200 Mal die Minute. Das war der Punkt, an dem ich dachte: Leute, das ist jetzt echt genug!

Zum Glück war das Ziel nicht mehr weit. Lediglich eine zwei Meter hohe Wand, ein Matschbad und der finale Feuersprung lagen noch zwischen mir und der Ziellinie.

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Ziemlich unterkühlt rannte ich meiner Medaille entgegen – nur wegen diesem Teil habe ich das hier alles gemacht. Am Ende landete ich sogar im ersten Fünftel – dafür, dass ich null vorbereitet war, keine so schlechte Leistung. Das nächste Mal bin ich aber besser vorbereitet – ich habe schließlich Blut geleckt!

Spartan Race3 (Small)

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