Teneriffa – Tag 1 – Rundkurs an der Südküste

Um drei Uhr am Morgen geht’s schon los. Raus aus den Federn, schnell einen Kaffee runtergekippt und zum Flughafen.Wir sind noch gar nicht in Urlaubsstimmung – kehren wir wirklich dem kalten Deutschland den Rücken und machen uns auf den Weg gen Süden? Um zehn Uhr sind alle Zweifel beseitigt! Bei herrlichen 25 Grad steigen wir aus dem Flieger. Schnell unseren Fiat 500 bei Alamo abgeholt und los in Richtung Puertito de Guimar, ein typisches kanarisches Fischerörtchen und ein echter Geheimtipp. Unser Haus mit riesiger Terrasse liegt direkt am Meer. Unsere Vermieter warten schon auf uns mit einer Flasche Sekt und einem großen Obstteller. Wir sind verzaubert. Das fängt schon einmal gut an.

Lange hält es uns aber nicht und wir machen uns auf den Weg, die Südküste zu erkunden. Den ersten Stopp legen wir bei La Caleta ein. Hier hat sich das Meer durch die harte Lavaküste gearbeitet und einen kleinen Geysir erschaffen, der bei jeder ankommenden Welle ein lautes Grollen von sich gibt. Heute ist das Meer noch ziemlich rau – gestern war ein schwerer Sturm über die Insel gefegt und die Nachwehen spürt man noch heute.

Geysir auf Teneriffa

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Über die alte Küstenstraße geht es weiter nach La Puente. Hier wartet ein fast völlig unbekannter Lava-Arch auf uns. Ein Tunnel führt uns auf die andere Seite der Schnellstraße in einen kleinen Canyon. Bald schon erreichen wir die Schlüsselstelle: Es gilt, einen etwa zwei bis drei Meter hohen Felsvorsprung zu überwinden. Als Hilfsmittel dient lediglich eine klapprige Holzstiege, die an den Fels gelehnt ist. Das Unterfangen ist nicht ganz ungefährlich, zumal es oben in einem steilen Lavaslot feucht ist und es keinerlei Möglichkeit gibt, sich festzuhalten. Das erklärt wohl auch, warum dieser Spot so gut wie unbekannt ist. Schwindelfreiheit, feste Schuhe und kräftige Arme sind ein Muss!

Weg zum Arch

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Dieses Hindernis überwunden, erreichen wir den Arch recht schnell. Wir sind überwältigt. So etwas habe ich bisher nur in den USA gesehen. Der Arch misst geschätzt zehn bis 15 Meter – ein echter Koloss.

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lavaarch_teneriffa

Auf dem Rückweg macht die Schlüsselstelle arge Probleme. Ich benötige bestimmt fünf Minuten, um mich den Felsvorsprung runterzuhangeln. Fällt die Holzstiege um, sitzt man fest. Das gilt es unbedingt zu verhindern. Auf Hilfe kann man hier wohl auch nicht hoffen.

Der nächste Halt ist eine kleine süße Bucht in Los Roques. Hier werden wir heute Abend auch shooten, schließlich wartet eine beeindruckende Kulisse auf uns.

Los_Roques

Unsere Tour führt uns weiter zum Leuchtturm Faro de Abona. Hier parken wir unser Auto und machen uns zu Fuß auf in die Geisterstadt „Sanatorio de Abona“. Das Dorf wurde 1943 als Lepra-Station geplant und angefangen, aber nie fertiggestellt. Heute finden sich hier zahlreiche Ruinen, die aber allesamt noch begehbar sind.

Leuchtturm_Teneriffa

Geisterstadt_Teneriffa_1

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Nach dem Fotoshoot in Los Roques fahren wir nach Candelaria. Wir setzen uns ins erstbeste Restaurant an der Strandpromenade und werden positiv überrascht. Das Restaurante El Timon ist ein echter Geheimtipp. Leckeres, authentisches Essen zu einem guten Preis. Wir werden hier noch öfters vorbeischauen.

Und hier die Bilder des Abendshoots:

Los Roques

4 replies
  1. San Juan
    San Juan says:

    Auch im Süden der Insel findet man viele interessante Orte.So ist die ganze Küste von Los Christianos bis Los Gigantes atemberaubend. Und die vielen kleinen Fischerdörfer haben ihren urtümlichen Charme behalten.

    Reply

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