Bryce Canyon

USA – Tag 10 – Wanderung durch den Bryce Canyon

Abstecher in den Bryce Canyon Nationalpark

Farbige Felspyramiden bestimmen das Bild im Bryce Canyon

Heute lassen wir es relativ gemütlich angehen. Unser Wecker geht erst um sechs los und reißt uns aus dem Schlaf. Der Schlafentzug der vergangenen Tage macht sich schon bemerkbar, aber noch sind wir bester Laune. Kein Wunder, schließlich geht es heute in den Bryce Canyon. Der Nationalpark in Utah (GPS: N 37 37.410, W 112 10.039 – Google Maps) ist vor allem wegen der unzähligen farbigen Felspyramiden, den sogenannten Hoodoos, bekannt. Der Bryce Canyon verdankt seinen Namen dem Siedler Ebenezer Bryce, der sich dort um 1875 niederließ. 1924 wurde das Gebiet zum National Monument und vier Jahre später zum Nationalpark erklärt. Mit weit über einer Million Besucher im Jahr ist der Bryce Canyon, der auf 2.400 bis 2.700 Metern Höhe liegt, einer der beliebtesten Nationalparks in den USA.

Von unserem Motel in Richfield brauchen wir rund zwei Stunden mit dem Auto zum Bryce Canyon. Auf dem Weg machen wir in der Nähe von Panguitch an einigen verlassenen Häusern Halt. Alte verfallene Ruinen sind hier in der Gegend nichts Ungewöhnliches, aber ein bißchen unheimlich ist es ja schon. Doch wer glaubt schon an Geister.

Verlassenes Haus in Utah

In diesem verlassenen Haus wohnt schon lange niemand mehr

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Verlassenes Haus in Utah

Was hier wohl passiert ist?

Verlassenes Haus

Kleine verlassene Siedlungen wie diese findet man überall im Südwesten der USA

Alte Scheune

Eine alte Scheune

Das erste Mal im Bryce Canyon

Schon weit vor dem eigentlichen Ziel stimmen uns die ersten bunten Steinpyramiden im Red Canyon darauf ein, was uns im Bryce Canyon erwartet.

Red Canyon

Der Red Canyon

Vom rappelvollen Parkplatz am Besucherzentrum aus wandern wir einen knappen Kilometer am Rim entlang zum Sunset Point. Von hier aus hat man speziell am späten Nachmittag und am Abend einen tollen Blick auf den Bryce Canyon. Ein Wanderweg führt in Serpentinen nach unten ins Tal. Dabei geht es zu wie auf dem Rummel. Der Navajo Loop Trail entführt uns und viele andere Besucher in die faszinierende Welt des Bryce Canyon. Überall ragen bunte Felsformationen in den Himmel. Kein Felsturm ähnelt dem anderen und an jeder Ecke gibt es etwas neues spannendes zu entdecken. Der Navajo Loop Trail ist gerade einmal gut zwei Kilometer lang. Wir brauchen aber Stunden für die kurze Wanderung, weil es einfach überall etwas zu entdecken gibt.

Bryce Canyon

Der Bryce Canyon ist atemberaubend schön

Bryce Canyon

Wind und Wetter haben in Millionen Jahren völlig abgefahrene Sandsteinskulpturen geschaffen

Bryce Canyon

Die Wanderung führt uns ins Tal

Thors Hammer

Kein Reiseführer über den Bryce Canyon kommt ohne Thors Hammer aus

Thors Hammer

Thors Hammer noch aus einer anderen Perspektive

Wegweiser im Bryce Canyon

Ein Wegweiser im Bryce Canyon

Bryce Canyon

Dieser Durchbruch ist ein oft fotografiertes Motiv im Bryce Canyon

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Fasziniert sind wir auch von der Vegatation. Unzählige Douglastannen, einige bis zu 700 Jahre alt, wachsen zwischen den rotorangen Steintürmen des Bryce Canyon. Die knallige Farbe der Felsen hängt übrigens mit dem hohen Anteil von Eisen und Manganoxid zusammen. Unterwegs sehen wir leider immer wieder Besucher, die den hier heimischen Squirrels Süßigkeiten, Brot und andere Lebensmittel hinwerfen. Die Parkverwaltung bittet eindringlich darum, das nicht zu tun, schließlich handelt es sich um Wildtiere. Bei den ganzen Menschenmassen, die jeden Tag durch den Bryce Canyon wandern, lässt sich das aber wohl kaum verhindern.

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Douglastannen

Douglastannen werden bis zu 700 Jahre alt

Squirrel mit Schokolinse

Ein Squirrel mit einer Schokolinse

Nach rund dreieinhalb Stunden steigen wir am Sunrise Point wieder auf. Dass die Wanderung so lange dauert, hängt mit den ganzen Fotostopps zusammen, die man hier unweigerlich einlegt.

Wanderweg Bryce Canyon

Hier führt uns der Weg wieder nach oben

Bryce Canyon

Wilde Steinformationen, wohin das Auge blickt

Bryce Canyon City

Als nächstes fahren wir in das kleine Touri-Örtchen Bryce Canyon City. Dort angekommen treffen wir erst einmal auf ein Relikt der deutschen Geschichte. In Bryce Canyon City steht neben auf alt gemachten Fassaden als Attraktion auch ein Trabant mit deutschem Kennzeichen. Auf der Frontscheibe prangert in großen Lettern die Internetadresse D-Rolf.com – was es damit auf sich hat, lest ihr direkt hier. Wir schlendern ein wenig durch Bryce Canyon City und schießen ein paar ganz witzige Fotos. Das Highlight des Tages war aber natürlich der Bryce Canyon.

Trabi in Bryce Canyon City

Dieser Trabi steht in Bryce Canyon City

Gefängniszelle in Bryce Canyon City

Eine Gefängniszelle in Bryce Canyon City – natürlich ist das nur Spaß

Sonnenuntergang am Bryce Canyon

Inzwischen ist es Abend. Wir fahren noch einmal zum Bryce Canyon und ich baue die Kamera auf in der Hoffnung auf einen spektakulären Sonnenuntergang. Es wird nicht ganz so farbenfroh wie ich erhofft hatte, aber der Bryce Canyon ist eigentlich immer ein tolles Motiv. Zum Abendessen gönnen wir uns heute mal etwas typisch amerikanisches: eine nur so vor fett triefende Pizza – pure Nervennahrung. Für 18 Dollar kein ganz billiger Spaß, aber es lohnt sich.

Dämmerung im Bryce Canyon

Dämmerung im Bryce Canyon

Bryce Canyon

Der Nationalpark gehört zu den Höhepunkten im Südwesten der USA

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