USA – Tag 14 – Mit dem Auto von Las Vegas ins Death Valley

Von Las Vegas ins Death Valley

Atemberaubende Landschaften im Death Valley

Heute lassen wir es gemütlich angehen. Wir vetrauen auf unsere innere Uhr und brechen am Vormittag ins Venetian – eines der bekanntesten Hotels auf dem Strip in Las Vegas – auf. Schon von außen wird klar, warum das Venetian seinen Name zu Recht trägt. Auf einem riesigen Wasserbecken fahren venezianische Gondeln – genau wie in Venedig. Wir halten uns nicht lange außen auf und tauchen ab in die riesigen Katakomben des Venetian. Alles scheint auf den ersten Blick so echt. Wir schlendern über den Markusplatz und am Canale Grande entlang, während der blaue Himmel an den Decken die Illusion beinahe perfekt macht. Ja, fast könnte man meinen, wirklich in Venedig zu sein. Nur ist hier nichts alt, sondern alles auf Hochglanz poliert. Unser Highlight kommt aber erst: Wir brechen ins Death Valley auf.

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Das Venetian in Las Vegas

Venetian in Las Vegas

Das Venetian in Las Vegas ist ein Hochglanzabbild von Venedig

Venetian in Las Vegas

Selbst der Himmel ist perfekt gestaltet

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Das Death Valley

Nach unserem Abstecher nach Italien geht es gegen Mittag ins Death Valley. Allerdings unterschätzen wir die Entfernung, die wir ab Las Vegas zurücklegen müssen. Von Las Vegas aus sollte man etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto ins Death Valley einplanen. Die Fahrt ist leider nicht besonders aufregend. Wir spulen Meile für Meile ab, ohne dass sich die karge Landschaft groß verändert. Das Thermometer steigt, je weiter wir uns dem Death Valley nähern. Wir erreichen den Nationalpark in Kalifornien am frühen Nachmittag.

Kaktus in der Wüste

Auf dem Weg ins Death Valley

Der Zabriskie Point – ein Highlight im Death Valley

Den ersten Stopp legen wir am bekannten Zabriskie Point (GPS: N 36 25.203, W 116 48.736 – Google Maps) ein. Wir reißen die Türen auf und werden von der Hitze regelrecht erschlagen. Das Thermometer zeigt 45 Grad. Weit und breit ist kein kühlender Schatten in Sicht und der starke Wind bringt leider auch keine Abkühlung. Ganz im Gegenteil, wir fühlen uns wie beim Saunaaufguss. Trotzdem kämpfen wir uns die kleine Anhöhe hoch, von der aus man einen tollen Blick über den Zabriskie Point erhascht. Lange halten wir es hier zu dieser Uhrzeit aber nicht aus. Wir schießen ein paar Fotos und eilen zurück zum Auto. Übrigens ist der Zabriskie Point vor allem wegen des gleichnamigen Films des italienischen Filmregisseurs Michelangelo Antonioni von 1970 bekannt. Der Streifen gilt als Hommage an die Flower-Power- und Hippie-Bewegung der späten 1960er Jahre.

Zabriskie Point im Death Valley

Der Zabriskie Point lässt sich leicht per Auto erreichen und gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten im Death Valley

Felsformationen Zabriskie Point Death Valley

Was die Natur hier geschaffen hat, sucht ihresgleichen

Zabriskie Point Death Valley

Besonders zur Dämmerung lohnt sich ein Abstecher zum Zabriskie Point. Das schaffen wir heute leider nicht

Zabriskie Point Death Valley

Die Farben und Formen sind einfach umwerfend

Furnace Creek – Blick in die Vergangenheit

Unsere Reise ins Death Valley führt uns weiter in die Mesquite Flats Sanddünen (GPS: N 36 36.365, W 117 06.907 – Google Maps). Ist es hier etwa noch heißer als am Zabriskie Point? Es fühlt sich jedenfalls so an. Wir laufen ein paar Meter in die Sanddünen hinein und bemerken beim Blick auf den Boden ein Funkeln im Sand, das sich als feinster Goldstaub herausstellt. Leider haben wir unsere Schürfutensilien nicht parat und so wird es auch im Death Valley nichts mit dem großen Reichtum. Lange würde man es hier am Nachmittag ohnehin nicht aushalten. Die Hitze ist brutal, so etwas habe ich zuvor noch nie erlebt. Wer es nicht direkt vor Ort spürt, wird es auch kaum glauben. Fotos? Nein, dazu ist es uns wirklich zu heiß. Wir machen auf dem Weg in den Süden kurz Halt in Furnace Creek. Hier leben wirklich Menschen – und das freiwillig. Gut, mit 20 bis 30 Bewohnern ist der Ort überschaubaur – aber trotzdem sind wir verwundert.

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Old Dinah Death Valley

Old Dinah – dieser alte von einer Dampfmaschine angetriebene Traktor von 1894 ersetzte die Maultier-Transporte und kam auch im Death Valley im Bergbau zum Einsatz. Zu sehen gibt es das Relikt aus der Vergangenheit in Furnace Creek

Highway durchs Death Valley

Dieses Verkehrsschild warnt vor einer Mulde auf dem Highway

Death Valley

Getrocknetes Salz, wohin das Auge reicht

Sonnenuntergang im Badwater Basin

Den Sonnenuntergang genießen wird im Badwater Basin (GPS: N 36 13.776, W 116 46.022 – Google Maps). Von den Mesquite Flats Sanddünen brauchen wir mit dem Auto rund eine Dreiviertelstunde. Badwater ist eine Senke, die 86 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Damit ist Badwater der tiefste Punkt Nordamerikas. Wohin das Auge blickt, sehen wir Salz. Das Salz macht das wenige Wasser hier ungenießbar – daher stammt auch der Name Badwater (“schlechtes Wasser”). Ob man es glaubt oder nicht, in dem Becken leben sogar Tiere und Pflanzen wie etwa die Badwater-Schnecke. Zu Gesicht bekommen wir das kleine Tierchen aber nicht.

Schild Badwater Basin

Das Badwater Basin im Death Valley gehört zu den tiefsten Punkten der Erde

Wasser im Badwater Basin

Wer glaubt, im Death Valley gibt es kein Wasser, der irrt. Nur trinken sollte man hieraus besser nicht

Man kann übrigens kilometerweit in das Gebiet wandern. Je weiter man sich vom Parkplatz entfernt, desto ursprünglicher wird die Landschaft. Allerdings sollte man sich auch nicht zu weit vorwagen. Die Salzkruste über dem Schlamm ist nur dünn und nicht tragfähig. Bricht man hier ein, kann das böse enden. Die getrocknete Salzkruste ist scharf wie Rasierklingen. Wir warten, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwindet. Dann facht der Wind plötzlich kräftig an. Es ist kaum erträglich unter diesen harschen Bedingungen und der Rückweg zum Auto zieht sich – genau wie die lange Rückfahrt nach Las Vegas.

Salzkruste Death Valley

Wer ein wenig in das Gebiet hineinwandert, steht bald auf einer weißen Kruste aus Salz

Dämmerung im Death Valley

Die Sonne geht bald unter – die Landschaft wird von Minute zu Minute schöner

Sonnenuntergang im Death Valley

Die letzten Sonnenstrahlen lassen die Berge leuchten

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