USA – Tag 7 – Arches Nationalpark

Der Arches Nationalpark zieht uns in seinen Bann

Atemberaubende Sandsteingebilde in einem der bekanntesten US-Nationalparks

Der Schock nach dem gestrigen Beinahe-Crash auf dem Highway sitzt uns noch in den Gliedern. Das hält uns aber natürlich nicht davon ab, schon früh am Morgen nach Moab (GPS: N 38 34.444, W 109 33.047 – Google Maps) im US-Bundesstaat Utah aufzubrechen. Vor uns liegen 150 Meilen Fahrt, für die wir rund zweieinhalb Stunden brauchen. Der kleine Wüstenort Moab zählt gerade einmal gut 5000 Einwohner, ist aber ein echtes Eldorado für Offroad-Freaks und Abenteurer. An jeder Ecke sehen wir aufgemotzte Jeeps mit riesigen Gelände-Reifen und kleine Wüstenbuggys. Unser Ziel ist aber der Arches Nationalpark (GPS: N 38 36.973, W 109 37.245 – Google Maps) mit seinen gigantischen, rot schimmernden Steinbögen.

Schon die Fahrt in den Arches Nationalpark ist ein Erlebnis. Die Straße schlängelt sich in engen Serpentinen immer höher. Schon bald erreichen wir den ersten Aussichtspunkt, der sogenannte Park Avenue Viewpoint (GPS: N 38 37.463, W 109 35.976 – Google Maps). Hier beginnt eine rund 1,6 Kilometer lange Wanderung durch das  ausgetrocknete Wash. Links und rechts ragen riesige Felswände in den Himmel. Wer die kurze, aber beeindruckende Wanderung machen will, muss rund 100 Höhenmeter absteigen und landet am Ende der Wanderung am Parkplatz des Courthouse Towers Overlook. Für den Hin- und Rückweg sollte man etwa eine Stunde einplanen.

Park Avenue Viewpoint im Arches Nationalpark

Der Park Avenue Viewpoint empfängt die Besucher im Arches Nationalpark

Advertisements

Atemberaubende Felsformationen im Arches Nationalpark

Uns fällt regelrecht die Kinnlade runter beim Blick in die Ebene. Inzwischen ist es Mittag und die Sonne brennt unerbittlich. Nicht eben die beste Zeit für eine Wanderung und so fahren wir auf dem Arches Scenic Drive immer tiefer hinein in den Arches Nationalpark. Weit kommen wir aber nicht. Wir halten ständig an und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der La Sal Mountains View Point (GPS: N 38 37.584, W 109 35.474 – Google Maps) ist mindestens genauso beeindrukend wie eben der Park Avenue Viewpoint. Nicht viel weiter entfernt liegen “The Organ” und “The Tower of Babel” – beides beeindruckende Felsformationen, an denen man ohne ein Stopp unmöglich vorbeikommt.

Blick vom La Sal Mountains Viewpoint

Blick vom La Sal Mountains Viewpoint

Blick auf die schneebedeckten La Sal Mountains

In der Ferne erkennt man die schneebedeckten La Sal Mountains

"The Organ" gehört im Arches Nationalpark zu den bekanntesten Motiven

“The Organ” gehört im Arches Nationalpark zu den bekanntesten Motiven

Straße im Arches Nationalpark

Nicht nur im Arches Nationalpark ist das Motiv mit der Straße und der gelben Mittellinie ein Klassiker

Arches Nationalpark

An jeder Ecke gibt es interessante Felsformationen zu bestaunen

Balanced Rock und The Windows

Ein weiteres Highlight im Arches Nationalpark ist der sogenannte Balanced Rock (GPS: N 38 42.098, W 109 33.976 – Google Maps) etwa neun Meilen nach der Einfahrt in den Park. Je nach Standort scheint der riesige Felsen auf einem Monolithen zu balancieren. Ein kleiner Rundweg führt rund um den Balanced Rock – eine kurze und durchaus lohnende Tour. Wer meint, besser geht es nicht, der irrt. Nur einen Steinwurf vom Balanced Rock befinden sich der Turret Arch, das North Window und das South Window. Nach ein paar Minuten über einen gut ausgebauten Wanderweg, der North and South Window Arches Trail, stehen wir an den beiden Windows. Von hier aus blicken wir auch schon auf den Turret Arch, der auch nur ein paar Minuten entfernt ist. Aus der Ferne schauen die Windows nicht übermäßig groß aus. Das ändert sich aber, sobald man in diesen riesigen Arches steht. Noch eine Nummer größer wird an der Double Arch, die allerdings auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes liegt.

Balanced Rock im Arches Nationalpark

Der Balanced Rock ist schon aus der Ferne gut zu erkennen

North Window und South Window im Arches Nationalpark

Das North Window (links) und das South Window gehören zu den Höhepunkten im Arches Nationalpark

North Window im Arches Nationalpark mit Menschen

Erst im Vergleich mit den Menschen wird klar, wie groß die Steinbögen sind – hier das North Window

North Window im Arches Nationalpark

Das North Window kann auch ganz bequem durchschritten werden

Turret Arch im Arches Nationalpark

Der Turret Arch

Arches Nationalpark

Einfach ein tolles Fotomotiv

Anzeige
NATIONAL GEOGRAPHIC Traveler USA-Nationalparks
Von National Geographic
Preis: EUR 22,99
2 neu von EUR 22,994 gebraucht von EUR 11,87

Der Landscape Arch im Devils Garden

Auf dem Weg zum Devils Garden Trailhead, der am Ende des 18 Meilen langen Arches Scenic Drive liegt, machen wir noch Halt an Trailhead (GPS: N 38 46.319, W 109 35.456 – Google Maps) zum Skyline Arch. Von der Parkbucht sind es gerade einmal 0,2 Meilen Fußweg bis zu dem gewaltigen Steinbogen. Der kurze Abstecher lohnt sich.

Advertisements
Skyline Arch

Der Skyline Arch ist nach ein paar Minuten Fußweg erreicht

Vom Parkplatz des Devils Garden Trailhead (GPS: N 38 46.970, W 109 35.698 – Google Maps) brechen wir auf in Richtung Landscape Arch. Es gibt im sogenannten Devils Garden noch viele andere spannende Arches und Wanderungen. Bei der Bruthitze, die heute herrscht, genügt uns aber die knapp eine Meile lange Wanderung zum Landscape Arch. Der Landscape Arch ist einmalig und wird wohl nicht mehr sehr viele Jahre bestehen. Der Landscape Arch hat eine Spannweite von 92 Metern und ist damit einer der größten Steinbögen der Welt.

Der Arch ist allerdings extrem dünn und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das filigrane Gebilde in sich zusammenfällt. Der Landscape Arch ist an seiner dünnsten Stelle nicht einmal drei Meter dick. Wir verweilen hier eine Zeit und kehren mit atemberaubenden Eindrücken zurück zum Parkplatz. Wer mag, kann noch viel weiter in den Devils Garden vordringen. Bei den heutigen Temperaturen sollte man aber sehr früh am Tag starten und nicht zur größten Mittagshitze. Und denkt immer an ausreichend Sonnenschutz und viel Wasser.

Wir starten in Richtung Landscape Arch

Wir starten in Richtung Landscape Arch. Denkt immer an ausreichend Wasser

Arches Nationalpark

Die Landschaft im Arches Nationalpark ist einzigartig

Landscape Arch

Hier seht ihr den Landscape Arch – lange wird es diesen Steinbogen wohl nicht mehr geben

Der Delicate Arch im schönsten Abendlicht

Nach einer kleinen Pause sind wir wieder bei Kräften. Am Abend steht der Delicate Arch auf unserer Liste. Wir kommen recht spät am Parkplatz an (GPS: N 38 44.129, W 109 31.239 – Google Maps) und müssen die 1,5 Meilen bis zum Ziel die Beine in die Hände nehmen. Das ist einfacher gesagt als getan. Der Wanderweg zum Delicate Arch geht immer stramm nach oben. Wir wandern die ganze Zeit über Slickrock und kühlender Schatten ist weit und breit keiner zu sehen. Steinmännchen weisen den Weg, aber der Trail ist ohnehin gut besucht und der Fels abgelaufen. Für die Strapazen entschädigt der Ausblick auf die unendlichen Weiten des Arches Nationalpark. Nach einer guten Stunde erreichen wir eine 180 Meter lange Engstelle. Links geht es steil in die Tiefe, rechts versperrt eine Felswand die Sicht. Der Weg ist aber breit genug.

Wanderung zum Delicate Arch

Es geht gemütlich los zum Delicate Arch

Wanderweg über Slickrock

Der Weg zieht im Verlauf der Wanderung steil an und führt über Slickrock

Arches Nationalpark

Links geht es ganz schön in die Tiefe

Plötzlich steht er vor uns, der fast 20 Meter hohe Delicate Arch (GPS: N 38 44.623, W 109 29.950 – Google Maps), der unter anderem die Kfz-Kennzeichen der Autos in Utah ziert. Auf dem riesigen Plateu vor dem Delicate Arch tummeln sich am Abend hunderte Menschen und dutzende Fotografen mit Stativen. Alle wollen den Delicate Arch im Licht der untergehenden Sonne erleben. Und jeder will natürlich ein Foto mit sich und dem Delicate Arch. Wir Fotografen haben es da schwer, ein Bild ohne Person in den Kasten zu bekommen. Mit ein wenig Geduld gelingt aber auch das. Wir verbringen noch eine ganze Weile hier oben am Delicate Arch und genießen die Aussicht auf den imposanten Steinbogen und die La Sal Mountains im Hintergrund, die bis zu 3.877 Meter in den Himmel ragen. Es ist schon dunkel, als wir den Rückweg antreten. Mit einer Taschenlampe ist die Wegfindung aber kein Problem. Nach einer guten Stunde stehen wir wieder am Parkplatz und machen uns auf den Weg ins Motel.

Delicate Arch mit Menschen

Fotografen haben es nicht leicht, den Delicate Arch ohne Menschen abzubilden. Andererseits wird so erst die immense Größe des Steinbogens deutlich

Delicate Arch im Licht der untergehenden Sonne

Der Delicate Arch im Licht der untergehenden Sonne

Delicate Arch im Abendlicht

Kurz vor Sonnenuntergang wird der Delicate Arch noch einmal dramatisch angestrahlt

Sonnenuntergang am Delicate Arch

Wenige Minuten später ist die Stimmung am Delicate Arch noch einmal eine ganz andere

Anzeige – Der Reiseführer zur Region
USA Südwesten mit ganz Kalifornien (Reiseführer)
Von Hans-R. Grundmann, Isabel Synnatschke
Preis: EUR 25,00
58 neu von EUR 25,002 gebraucht von EUR 25,00
Broschiertes Buch
Dieser Reiseführer, von denselben Autoren wie "USA, der ganze Westen", bezieht sich auf das Kerngebiet des USA-West-Tourismus. Neben ganz Kalifornien sind dies der südliche Teil Nevadas (mit Las Vegas), der Süden Utahs und Colorados sowie der Westen von New Mexico und ganz Arizona. In diesem Bereich befinden sich die meisten bekannten Nationalparks der USA und mit San Francisco, Los Angeles, San Diego, Las Vegas, Phoenix, Tucson und Santa Fe die attraktivsten Großstädte des Westens.
+++++ Kalifornien und den Südwesten der USA individuell entdecken:
- Ausführlichste Informationen für die Reiseplanung, zahlreiche Web-Empfehlungen, dichtes Routennetz, die besten Wanderwege, geprüfte Unterkunfts- und Campinghinweise.
- Jede Menge geldsparende Tipps, damit die USA-Reise erschwinglich bleibt.
- Kalifornien: Die Metropolen San Francisco, Los Angeles und San Diego; alle Naturparks.
- Nevada mit großem Sonderkapitel Las Vegas.
- Utahs Süden und Südwest-Colorado mit Amerikas Super-Nationalparks und vorkolumbischen Indianerzivilisationen.
- Arizona: Grand Canyon, Navajo-Hopi-Reservate, Sonnencities, Kaktus-Wälder und Wildwest.
- New Mexico: Pueblokultur und Kontrastlandschaften zwischen Hochgebirgen, schwarzer Lava und weißer Wüste. +++++ Ausstattung: 768 Seiten, komplett in Farbe, zahlreiche Fotos, ca. 68 Karten, Routenübersicht und Kartenschnitte in den Umschlagklappen, separate Straßenkarte USA-Südwesten, Register, Griffmarken.

Hier kommst du zum nächsten Tag unserer USA-Reise

Das könnte dich auch interessieren

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Bist du auch schon durch den Südwesten der USA gereist? Was waren deine Highlights? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

Newsletter abonnieren & gewinnen

Begleite uns auf unseren Abenteuern rund um die Welt

Du willst nie mehr die spannendsten Reportagen und die besten Tipps rund ums Thema Fotografie verpassen? Dann melde dich zu unserem Newsletter an und hab jeden Monat die Chance, unser eBook “101 Fotografien und die Geschichte dahinter” zu gewinnen.

0 replies

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *