USA – Tag 9 – Sonnenaufgang am Mesa Arch

Der Mesa Arch im schönsten Morgenlicht

Der Mesa Arch ist ein Hotspot für Landschaftsfotografen

Unser Wecker reißt uns um drei Uhr un der Früh aus dem Schlaf. Wir fühlen uns noch etwas gerädert, wollen aber auf keinen Fall den Sonnenaufgang am Mesa Arch verpassen. Schnell das Gesicht waschen und und die Klamotten gesprungen und schon kann es losgehen. Um diese Uhrzeit ist Moab wie ausgestorben und auch auf dem Weg in den Canyonlands Nationalpark sehen wir kaum eine Menschenseele auf der Straße. Auf dem Parkplatz (GPS: N 38 23.351, W 109 52.085 – Google Maps) stehen aber schon ein paar Autos – dabei sind wir lange vor Sonnenaufgang da. Wir warten noch eine Weile, bevor wir aufbrechen, schließlich haben wir noch genug Zeit und draußen ist es stockdunkel.

Mit Stirnlampen bewaffnet machen wir uns schließlich auf den Weg zum Mesa Arch. Es ist empfindlich kalt auf dieser Höhe und zu dieser Uhrzeit. Mit unseren kurzen Klamotten ist das kein Zuckerschlecken. Nach nicht einmal zehn Minuten Fußweg erreichen wir den Mesa Arch – ganz alleine sind wir hier aber nicht. Mit uns warten schon ein paar andere Fotografen auf den Sonnenaufgang. In der nächsten halben Stunde kommen noch ein Dutzend Leute, die den Sonnenaufgang an der Mesa Arch erleben und fotografieren wollen. Langsam dämmert es und der Mesa Arch setzt sich von seinem dunklen Hintergrund ab. Inzwischen geht es hier schon fast zu wie auf dem Rummel. Der Mesa Arch ist eben schon lange kein Geheimtipp mehr und wurde schon Millionen Mal fotografiert. Trotzdem, man muss diesen gewaltigen Steinbogen einfach mit eigenen Augen gesehen haben.

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Fotoshooting am Mesa Arch

Sonnenaufgang Mesa Arch

Die Sonne ist gerade hinter dem Horizont aufgestiegen

Empfehlenswerte Karten, Reiseführer und Literatur zum Südwesten der USA

Die Menge wartes gespannt auf den Moment, wenn die Sonne hinter dem Horizont auftaucht und den Mesa Arch endlich in oranges Licht taucht. Es dauert noch eine ganze Weile, bis die Sonnenstrahlen den Steinbogen erreichen und zum Leuchten bringen. Jetzt kennt die Fotografenmeute aber kein Pardon mehr. Es wird um die besten Plätze gekämpft und niemand will auch nur einen Zentimeter zur Seite rücken. Auch mir gelingen atemberaubende Aufnahmen von diesem bekannten Hotspot. Das frühe Aufstehen hat sich also definitiv gelohnt.

Fotografen am Mesa Arch

Auch wenn es auf den bekannten Bildern nicht so scheint: Jeden Morgen gibt es einen Menschenauflauf am Mesa Arch

Mesa Arch im schönsten Morgenlicht

Der Mesa Arch im schönsten Morgenlicht

Mesa Arch am Morgen

Viel Zeit bleibt nicht, um dieses intensive Leuchten am Mesa Arch abzulichten

Mesa Arch

Der Mesa Arch in seiner vollen Pracht

Der Mesa Arch ist ein absoluter Morgenspot. Schon eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang ist die ganze Magie verflogen und der Fels wirkt kühl und fast langweilig. Auch am Abend ist die Stimmung lange nicht mehr so schön wie am Morgen. Wer das Leuchten selbst erleben will, muss also ziemlich früh aufstehen. Der Lohn sind atemberaubende Fotos. Übrigens: Viele Windows-Nutzer werden den Mesa Arch kennen: Der Steinbogen ist bei Windows 7 auf einem der Desktop-Hintergründe abgebildet.

Wanderung durchs Goblin Valley

Nach dem Morgenshooting am Mesa Arch machen wir uns auf den Weg ins Goblin Valley (GPS: N 38 33.858, W 110 42.209 – Google Maps) in der Nähe von Hanksville. Wind und Wasser haben hier im Laufe von Millionen Jahren aus dem Sandstein Figuren geformt, die an Kobolde erinnern. Daher auch der Name Goblin Valley, was auf deutsch mit Koboldtal übersetzt werden kann. Wir erreichen Goblin Valley gegen Mittag, dementsprechend hart ist das Licht.

Richtig gute Fotos entstehen hier am Morgen und am Abend, auf einer Rundreise kann man sich das aber leider nicht immer aussuchen. Am Parkplatz vom Goblin Valley ist einiges los. Vorallem für Familien mit kleinen Kindern ist das Goblin Valley offenbar ein beliebtes Ausflugsziel. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an und machen uns ein Stück weit auf in das Tal. Überall erblicken wir große und kleine Gebilde, die aus der Ferne aussehen wie Kobolde. Schon nach einer Viertelstunde Fußweg begegnen wir keinem Menschen mehr. Wir sind hier, so scheint es zumindest, völlig alleine.

Goblin Valley

Schon am Eingang wird klar, warum das Goblin Valley seinen Namen trägt

Kobold (Goblin) im Goblin Valley

Wohin man auch schaut, überall lauern Kobolde (Goblins) in den unterschiedlichsten Formen

Sandsteinformationen im Goblin Valley

Auch das ist nicht ungewöhnlich fürs Goblin Valley

Goblin Valley

Wir dringen immer weiter vor ins Tal der Kobolde

Skulpturen im Goblin Valley

Die Kobolde beobachten uns überall im Goblin Valley

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Fantastische Gestalten im Goblin Valley

Wir stoßen auf immer fantastischere Gestalten im Goblin Valley

Goblin Valley

Noch einmal der Blick zurück ins Goblin Valley

In der Nähe des Goblin Valley

Ganz in der Nähe des Goblin Valley erinnert nichts mehr an die Kobolde

 

Auf in den Capitol Reef Nationalpark

Auf unserem weiteren Weg in den Capitol Reef Nationalpark durchfahren wir auch Hanksville (GPS: N 38 22.460, W 110 42.727 – Google Maps). Zugegeben, ein wenig unheimlich ist es hier schon. Auf den Straßen ist kein Mensch zu sehen, nur ab und zu kommt uns ein Auto entgegen. Am Straßenrand machen wir noch eine ganz interessante Entdeckung: Offenbar baut hier jemand aus Schrott Kunst. Wir schauen uns ein wenig um, lassen dabei aber nie die Umgebung aus den Augen – man weiß ja nie.

Auf der weiteren Fahrt biegen wir auch noch einmal vom Highway 24 ab. Ein Schild weist den weg zum Blue Ghost Ranch Valley (GPS: N 38 21.519, W 110 52.434 – Google Maps). Wir durchqueren ein Wash, das nur wenig Wasser führt, und kämpfen uns einige Meilen in die Prärie vor. Außer ein paar verlassenen Wohnwägen, einigen völlig verrosteten Landmaschinen und ein paar Schildern finden wir aber nichts. Lange halten wir uns an diesem Ort aber nicht auf – gut möglich, dass hier einige Geister ihr Unwesen treiben.

Moderne Kunst aus Schrott in Hanksville

Moderne Kunst aus Schrott in Hanksville

Wanted Schild Cassidy Gang

Die berühmt berüchtigte Cassidy Gang machte den Wilden Westen um das Jahr 1900 unsicher. Der Anführer Butch Cassidy starb angeblich 1908 in einer Schießerei mit der bolivianischen Armee. Andere behaupten, Butch Cassidy starb erst sehr viel später unter dem Namen William K. Phillips im Jahr 1937

Schild Blue Ghost Ranch Valley

Dieser Schild sagt uns, wo wir sind: im Blue Ghost Ranch Valley

Blue Ghost Ranch Valley

Viel steht nicht mehr im Blue Ghost Ranch Valley

Wegweiser

Hier noch ein alter Wegweiser

Pectol’s Pyramid im Abendlicht

Wir folgen dem Highway 24 immer weiter in Richtung Westen. Die Landschaft ändert sich schlagartig. Waren wir vor wenigen Stunden noch in einer Steinwüste, ist es hier spürbar kühler und überall spriesen Pflanzen. Im Capitol Reef Nationalpark angekommen wagen wir uns noch auf die kurze Wanderung über den zwei Kilometer langen Hickman Bridge Trail zur Hickman Natural Bridge. Der Parkplatz liegt direkt am Highway 24 (GPS: N 38 17.322, W 111 13.704 – Google Maps). Leider liegt dieser beeindruckende Steinbogen so spät am Nachmittag schon vollkommen im Schatten – auf ein Bild verzichte ich deshalb. Auf dem Rückweg biegen wir noch etwas vom Weg ab, um Pectol’s Pyramid besser ins Sichtfeld zu bekommen. Besonders die vielen runden Felsen im Vordergrund machen Pectol’s Pyramid von diesem Standort aus für Fotografien so interessant.

Pectols Pyramid im Abendlicht

Pectol’s Pyramid im schönsten Abendlicht

Wir verbringen hier noch einige Zeit und machen uns auf den Weg in das kleine Städtchen Richfield in Utah, unserem nächsten Stopp. Fast hätte sich auf dem Highway noch ein kleines Drama ereignet. Wie aus dem Nichts rennt uns ein Stinktier direkt vors Auto. Ich steige voll in die Eisen und komme kurz vor dem kleinen Stinker zum Stehen. Der Wagen hinter uns legt ebenfalls eine Vollbremsung hin – es ist der Sheriff. Der Gesetzeshüter hat aber offenbar ein Herz für Tiere. Er lässt uns weiterfahren, ohne uns die Leviten zu lesen, wieso wir so ein riskantes Fahrmanöver hinlegen.

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