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USA – Tag 10 – Der “King of Wings”

Nach einer gewohnt kurzen Nacht erwartet uns das nächste Highlight: Der Sonnenaufgang über dem Monument Valley. Wir erleben ein unbeschreibliches Spektakel aus Schatten- und Licht, in der Ferne liegen die berühmten Buttes im Dunst der Wüste.

Hunts Mesa am Morgen

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USA – Tag 10 – Der Spider Rock und die Spinnenfrau

Der sagenumwobene Spider Rock

Höhepunkt des Canyon de Chelly in Arizona ist der 240 Meter hohe Spider Rock – doch was hat es mit dieser Felsnadel auf sich?

Die Bisti Badlands lasen mich einfach nicht mehr los. Überwältigt von der Schönheit dieser Landschaft quäle ich mich lange vor Sonnenaufgang aus dem Bett meines verranzten Hotelzimmers. Schnell die Sachen gepackt, den Zimmerschlüssel in den Briefkasten geworfen und los gehts. Trotz des frühen Aufstehens bin ich fast schon ein wenig spät dran. Vom Parkplatz brauche ich schließlich noch eine ganze Weile bis zu den Cracked Eggs, die ich unbedingt im Morgenlicht fotografieren will. Es ist ein unglaubliches Gefühl, ganz alleine in dieser endlosen Steinwüste zu stehen und den Sonnenaufgang zu erleben. Die skurrilen Sandsteinskulpturen werfen lange Schatten und alles leuchtet in den schönsten Farben. Das Licht- und Schattenschauspiel geht aber nur ein paar Minuten – dann steigt die Sonne zu hoch und die vorher so bunt leuchtenden Steine ergrauen. Höchste Zeit, meine Reise durch den Südwesten der USA fortzusetzen.

Bisti Badlands

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USA – Tag 9 – Die Cracked Eggs in den Bisti Badlands

Die Cracked Eggs in New Mexico

Eine Wanderung in den Bisti Badlands ist wie eine Wanderung auf einem fremden Planeten – ein Highlight sind die Cracked Eggs

Am Morgen kann ich im Mesa-Verde-Nationalpark noch nicht viel machen. Die Straßen zu den Sehenswürdigkeiten sind bis zum Sonnenaufgang gesperrt – genau wie die wenigen frei zugänglichen Wanderwege in dem Nationalpark. Über den Zaun klettern lohnt sich nicht. Wer ertappt wird, zahlt bis zu 500 Dollar Strafe oder landet gleich bis zu sechs Monate im Knast. Ich stehe zwar schon früh auf der Matte, mangels passender Motive fällt das Morgenshooting heute aber aus. 

Ich packe meine sieben Sachen und mache mich auf den Weg nach New Mexico. Zielstrebig steuere ich die Bisti Badlands nahe der Kleinstadt Farmington an. Hinter Farmington verläuft der Highway 50 Kilometer wie an der Schnur gezogen fast immer geradeaus. Auf der einzigen längeren Kurve der Strecke haut es mich fast von der Fahrbahn. Eine wirklich fiese Bodenwelle an einer tückischen Stelle wird mir fast zum Verhängnis. Zahlreichen Bremsspuren auf dem brodelnden Asphalt zeigen, dass hier offenbar regelmäßig Autos von der Piste abfliegen (im Sommer 2013 war die Stelle entschärft).  

An einer Schotterstraße biege ich ab in Richtung Bisti Badlands. Auf dem Parkplatz stehen schon einige Autos, darunter auch ein paar Camper. Ob hier jeder auf der Suche nach dem geheimen King of Wings ist? Ich schnalle meine Wanderschuhe an und begebe mich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Felsen. Den Standort kennen bislang nur wenige Menschen – angeblich wissen nicht einmal die Ranger, wo sich der King of Wings befindet. Angesichts der immensen Größe des Gebiets wird mir schnell klar, dass ich den King of Wings nicht so schnell finden werde. Trotzdem lohnt sich die Erkundung für meinen Ausflug am Abend. An jeder Ecke warten wahnwitzige Steinformationen darauf, entdeckt zu werden. Bei Tageslicht kann man ohne größere Probleme weiter in das Gebiet vordringen, am Horizont gibt es immer ein paar Anhaltspunkte zur Orientierung. Ein GPS-Gerät ist dennoch sehr zu empfehlen. In der Nacht wäre man hier als ortsunkundiger aber hoffnungslos verloren.

Egal wohin ich schaue, überall erwarten mich kuriose, durch Wind und Wasser gebildete Sandsteinskulpturen. Es lohnt sich, das Gebiet auch abseits des großen ausgetrockneten Flußbettes zu erkunden.

Bisti Badlands

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