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Wandern in den Dolomiten – Tag 5 – Unwetter

Das nächste Unwetter

Es blitzt und donnert – aber wir genießen unsere Reise

Der Wecker reißt uns um drei Uhr aus dem Schlaf – am Himmel zucken aber noch immer Blitze. Das hat den Vorteil, dass wir es heute etwas ruhiger angehen lassen können. Am Morgen sieht es dann schon besser aus, der Wetterbericht sagt für den Nachmittag aber schon wieder schwere Gewitter voraus. Wir wagen eine kleine Tour hinauf zu Raschötzhütte auf 2.170 Metern. Hier könnte man auch mit ruhigem Gewissen die Bahn wählen. Der überaus langweilige Fahrtweg zieht und zieht sich. Erst nach eineinhalb Stunden erreichen wir die Hütte.

Blick auf den Langkofel

Raschötzhütte

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Die Dolomiten sind die bekannteste Gebirgsgruppe der Alpen und eines der beliebtesten Ferienziele für den Urlaub oder den Wochenendtrip. Bei Tagesanbruch und in der Abendsonne nehmen die durch Wasser, Wind und Eis geformten Spitzen und Türme ihre charakteristische feuerrote Färbung an, ein Naturphänomen, das schon Generationen von Alpinisten begeistert hat. Doch die teilweise über 3.000 Meter hohen Gipfel sind nur die eine Seite des eindrucksvollen Landschaftsprofils: Hinzu kommen prächtige Almböden und schmale Gebirgstäler mit ihren urtümlichen Siedlungen sowie Ausflüge in größere Städte wie Bozen mit seiner reizvollen Mischung aus alpenländischer Beschaulichkeit und südlich-italienischem Flair. Neben vielen praktischen Hinweisen bietet das Reisebuch 20 exakt ausgearbeitete Wandervorschläge durch das "Land der bleichen Berge".

Hier oben weichen die undurchdringlichen Bäume einer weitläufigen Almwiese, auf der Pferde und Kühe grasen. Nach ein paar Minuten ist eine kleine Kapelle erreicht – nur ein paar Schritte weiter führt der Kreuzweg zum Gipfel und einem überaus beeindruckenden Gipfelkreuz, das von Heerscharen von Wanderern belagert wird.

Seceda Kühe in den Dolomiten Gipfelkreuz Blick auf die Seceda

Am Nachmittag bricht wie vorhergesagt das Unwetter über uns herein. Wir sind zu diesem Zeitpunkt aber schon lange wieder in St. Ortisei und lassen es uns bei Kaffee und Kuchen gutgehen.

St. Ulrich

Nach jedem Gewitter kommt ein Sonnenschein und so brechen wir am Abend mit dem Auto über Compatsch auf zur Seiser Alm auf. Leider ziehen schon wieder bedrohliche Wolken auf – als Landschaftsfotograf hat man es wirklich nicht einfach. Aber Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Blick auf den Schlern am Abend

Wandern in den Dolomiten – Tag 1 – Der Schlern

Sechs Tage Wandern in den Dolomiten – der Auftakt

Die Dolomiten bieten atemberaubende Wanderwege und faszinierende Ausblicke

Die Tour mit Maik alias der Bergpixel fängt gut an. Aber der Reihe nach. Am Sonntagnachmittag landet mein Flieger aus Reykjavik – jetzt habe ich noch ein paar Stunden, um für eine Woche Wandern in den Dolomiten zu packen. Natürlich sind meine Outdoor-Klamotten nach zwei Wochen mit dem Zelt auf Island völlig versifft. Aber es ist ja nur Maik, der ist ein harter Hund und kann das ab – hoffe ich.

Pünktlich um drei Uhr Morgens – ich bin jetzt seit 48 Stunden auf den Beinen – brechen wir in München auf. Wir brettern in der Dunkelheit über den Brenner in Richtung St. Ulrich (Ortisei) (GPS: N 46 34.370, E 11 40.435 – Google Maps) in Südtirol. Gegen sieben Uhr erreichen wir unser Ziel. Nach einem Cappuccino zur Stärkung schnallen wir unsere Wanderschuhe an und schultern unsere schweren Wanderrucksäcke. Ich fluche jetzt schon.

Die ersten Höhenmeter legen wir mit der Seiser Alm Bahn zurück – mit dem schweren Gepäck müssen wir uns nicht die Strapazen des ersten Aufstiegs antun. An der Bergstation klappt mir die Kinnlade runter: Der Blick auf Lang- und Plattkofel ist einfach unbeschreiblich.

Langkofel und Plattkofel

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