Canon 5D Mark IV oder Nikon D810 – der große Test

So schlägt sich die Canon 5D Mark IV im Test

Canon oder Nikon – für viele ist das eine Glaubensfrage. Dabei sollte doch jedem klar sein: Canon, Nikon und Hersteller wie Sony, Pentax und wie sie alle heißen, bewegen sich auf einem extrem hohen Niveau. Ob ein Foto mit einer Canon oder Nikon entstanden ist, wird nicht einmal der Profi erkennen. Und doch beansprucht die jeweilige Seite das jeweils beste Produkt für sich. Mit der Canon 5D Mark IV hat die Nummer 1 bei Spiegelreflexkameras seit September 2016 ein neues Spitzenmodell für ambitionierte Hobbyfotografen und Profifotografen im Angebot. Die D810 des Erzrivalen Nikon gilt vielen Experten und Fachmagazinen als beste Kamera in dem Segment. Die D810 kam allerdings schon Mitte 2014 auf den Markt – ist also nicht mehr ganz taufrisch. Außerdem hängt der Nachfolger Nikon D850 die Latte wieder höher.

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Canon 5D Mark IV

Die Canon 5D Mark IV

Ich selbst bin Mitte 2015 von einer Canon 5D Mark III auf die Nikon D810 umgestiegen. Neben der deutlich höheren Auflösung spricht der enorme Dynamikumfang für die Nikon, die bekanntlich mit Sony-Sensoren daherkommt. Ist Canon mit der 5D Mark IV der große Wurf gelungen? Und wie schlägt sich die Canon 5D Mark IV im Vergleich mit der Nikon D810? Ich hatte das Vergnügen, die Canon einige Tage lang unter realen Bedingungen zu testen.

Canon 5D Mark IV im Test: der erste Eindruck

Wie nicht anders zu erwarten, ist die Verarbeitung der Canon 5D Mark IV auf allerhöchstem Niveau. Die Kamera liegt gut in der Hand, die Materialien fühlen sich hochwertig an und – wie nicht anders zu erwarten – kein Knopf oder Rädchen ruckelt oder wackelt. Das Display ist gestochen scharf und gut abzulesen.

Canon 5D Mark IV im Test: die Ausstattung

In den vergangenen Jahren hat sich ja einiges in Sachen Ausstattung getan. WLAN, Touchscreen und GPS sind heute selbst bei relativ günstigen Modellen zu finden – klar, dass Canon sich nicht lumpen lässt und der 5D Mark IV all diese Extras gönnt. Wer ein schwenkbares Display sucht, wird aber enttäuscht. Das ist nach wie vor den kleineren Modellen – bei Canon sind das die Kameras mit höheren Kennzahlen – vorbehalten. Was auf den ersten Blick vielleicht unlogisch erscheint, macht durchaus Sinn. Das Gehäuse der Canon 5D Mark IV ist, wie auch das der Vorgängermodelle, aus Magnesium gefertigt und extrem widerstandsfähig – auch gegen Staub und Nässe. Viele Landschaftsfotografen nutzen die 5D Mark IV auf ihren Reisen. Mit Samthandschuhen wird so eine Kamera vielleicht vom ambitionierte Hobbyfotografen angefasst, der sich die rund 4000 Euro alleine für das Gehäuse mühsam zusammengespart hat. Für Profis ist die Kamera ein Arbeitsgerät – und wo gehobelt werden, fallen Spähne. Ein schwenkbares Display wäre hier meiner Meinung nach nur eine potenzielle Fehlerquelle. Für Videofilmer ist das fehlende Klappdisplay allerdings eine herbe Enttäuschung – auch das muss an dieser Stelle gesagt werden. Ohnehin sind Videoaufnahmen nicht die Stärke der Canon 5D Mark IV.

Canon 5D Mark IV im Test: die Handhabung

Canon-typisch ist bei der 5D Mark IV alles perfekt aufgeräumt. Die Bedienung lässt nicht viele Fragen offen. Wer mit Canon vertraut ist, dürfte gleich zurechtkommen. Das gilt auch für Fotografen, die von anderen Marken kommen. Die Menüführung von Canon gilt ohnehin als vorbildlich – das ändert sich auch bei der 5D Mark IV nicht.

Canon 5D Mark IV im Test: die Bildqualität

Von der Verarbeitungsqualität und der Handhabung ist die Canon 5D Mark IV wie erwartet erste Sahne. Wie sieht es aber mit der Bildqualität aus? Ich bin damals wegen der deutlich höheren Auflösung und des besseren Dynamikumfangs von Canon auf Nikon gewechselt. Im Vergleich zum Vorgänger 5D Mark III hat Canon die Auflösung bei der 5D Mark IV um gut ein Drittel Prozent auf 30,4 Megapixel gesteigert. Eine höhere Auflösung sorgt natürlich nicht unbedingt für bessere Fotos – allerdings hat man doch bei der Postproduktion mehr Möglichkeit, das Bild nach seinen Wünschen zu beschneiden. Obwohl die einzelnen Pixel bei der 5D Mark IV geschrumpft sind, ist der Dynamikumfang gestiegen. Zudem kann der Fotograf bei der Canon 5D Mark IV ISO-Werte zwischen 100 bis 32000 (erweiterbar auf 50 bis 102400) wählen. Ein höherer ISO-Wert bedeutet eine höhere Lichtempfindlichkeit. Damit steigt zwar das Bildrauschen, aber mit einem hohen ISO-Wert sind selbst im Dämmerlicht noch brauchbare Aufnahmen aus der Hand ohne Verwackler möglich. Das von Canon so hochgelobte Dual Pixel RAW Feature habe ich nicht getestet. Per Software soll man hier den Fokus nachträglich  leicht verschieben können. Nach allem, was ich dazu gelesen habe, sind die Möglichkeiten aber sehr stark begrenzt.

Getestet habe ich die Canon 5D Mark IV gleich bei fünf unterschiedlichen Einsätzen. Die folgenden Fotos zeigen euch, was mit der Kamera alles möglich ist. Alle Aufnahmen sind mit dem Canon 24-70mm f/2.8L II entstanden.

Morgenshooting am Geroldsee

Mit Kamera und Stativ bewaffnet ging es zum Geroldsee in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Mit dem Stativ sind natürlich lange Belichtungszeiten möglich. Außerdem kamen bei den gezeigten Bildern Grauverlaufsfilter zum Einsatz. Das Licht war extrem anspruchsvoll, da der Himmel hinter den Bergen glüht, während vorne noch alles im Schatten liegt. Wolken am Himmel hätten das ganze sehr viel einfacher gemacht – hier musste die Canon 5D Mark IV gleich zeigen, was in ihr steckt. Einige Bild könnt ihr in voller Größe ansehen – einfach klicken und mit der rechten Maustaste speichern. Die Dateien sind aber sehr groß!

Dynamikumfang Canon 5D Mark IV

Sonnenaufgang am Geroldsee. Der Dynamikumfang war brutal (zur Vollansicht klicken und speichern)


Sonnenaufgang Alpen

Kurz nach Sonnenaufgang – selbst die Konturen auf dem Mond sind gut zu erkennen


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt

Die folgenden Fotos entstanden ebenfalls am Geroldsee – der Blick geht aber in eine völlig andere Richtung. Hier gibt es kein Gegenlicht – für die Kamera ist das ein leichtes Spiel.

 

Die Canon 5D Mark IV ist doch etwas kompakter und leichter als die Nikon D810. Gerade auf langen Wanderungen ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Mit dem Canon 24-70mm f/2.8L II machte ich mich auf in Richtung Große Arnspitze. Dass ich es nicht bis zum Gipfel geschafft habe, lag nicht am Gewicht der Kamera, sondern an der vergessenen Taschenlampe, ohne die ein sicherer Abstieg nicht mehr möglich gewesen wäre.

Testaufnahme Canon 5D Mark IV Dreitorspitze

Aufnahmen bei Tageslicht sind für die Canon 5D Mark IV ein Kinderspiel


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt

Abendshooting am Kochelsee

Am Abend am Kochelsee hatte ich mehr Glück mit dem Himmel. Die untergehende Sonne ließ die dichte Wolkendecke über den Bergen in den schönsten Farbtönen leuchten. Um den Kontrast zu mindern, kam auch hier wieder ein Grauverlaufsfilter zum Einsatz.

Dynamikumfang Canon 5D Mark IV

Hier noch ein Beispiel eines hohen Dynamikumfangs. Bei der Canon 5D Mark IV kann man endlich die Tiefen ohne starkes Bildrauschen zurückholen


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt

Bei fahlem Licht durch die Partnachklamm

Mit dem Stativ zur Dämmerung und bei Tageslicht hat die Canon 5D Mark IV bewiesen, dass sie tolle Fotos macht. Aber wie sieht es aus, wenn man nicht den Luxus hat, mit einem Stativ zu arbeiten? Schießt die Canon 5D Mark IV auch bei schlechten Lichtbedingungen aus der Hand gute Fotos? Wo könnte man das besser testen als in der Partnachklamm. Wenn man es darauf anlegt, sind die Lichtbedingungen hier wirklich unter alles Sau. Für Fotograf und Kamera ist die Partnachklamm schwierigstes Testgelände.

Partnachklamm

Die Partnachklamm ohne Stativ zu fotografieren ist eine Herausforderung – mit der Canon 5D Mark IV aber möglich. F8, 30mm, 1/60s, ISO 2500


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt


ISO 5000 Canon 5D Mark IV

Auch bei ISO 5000 macht die Canon 5D Mark IV eine gute Figur


Beispiel ISO 32.000 Canon 5D Mark IV

Selbst bei ISO 32.000 kommen noch akzeptable Fotos in den Kasten (zur Vollansicht klicken und speichern)


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt

Canon 5D Mark IV vs. Nikon D810

Ihr habt jetzt gesehen, wie sich die Canon 5D Mark IV im Alltag schlägt. Wie aber sieht es im direkten Vergleich mit der Nikon D810 aus? Dazu habe ich mich am Morgen – leider war das Wetter nicht besonders gut – auf einer Isarbrücke in München positioniert. Es entstand eine Serie mit der Canon und eine mit der Nikon. Bei beiden Kameras kam der gleiche Aufbau zum Einsatz – natürlich sind auch die Einstellungen gleich gewählt. Die ersten beiden Bilder könnt ihr zum Vergleich wieder downloaden.

Testbild Canon 5D Mark IV

Testbild Canon 5D Mark IV (zur Vollansicht klicken und speichern)


Testbild Nikon D810

Testbild Nikon D810 (zur Vollansicht klicken und speichern)


Ausschnitt Canon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt der Canon 5D Mark IV


Ausschnitt Nikon-Test

Ein leicht komprimierter 100-Prozent-Ausschnitt der Nikon D810. Aufgrund der höheren Pixelzahl bei der Nikon ist der Ausschnitt nicht ganz gleich

Fazit:

Die Canon 5D Mark IV ist in Sachen Bildqualität fast auf dem Niveau der Nikon D810 angelangt. Ein Unterschied ist für das menschliche Auge kaum mehr zu erkennen. Beim Dynamikumfang hat allerdings immer noch Nikon die Nase vorne. Kritiker bemängeln, dass die Canon 5D Mark IV wesentlich neuer ist und daher doch einen deutlichen Vorsprung haben müsste. Inzwischen sind die Sensoren aber auf einem so hohen Niveau angelangt, dass es wirklich nur noch um Nuancen geht. Bei der Bedienung und Qualität gibt es bei der Canon 5D Mark IV nichts zu meckern – hier ist alles auf höchstem Niveau. Bei der Ausstattung hat Canon nicht gespart – es ist alles an Bord, was man von einer modernen Kamera erwartet. Videofilmer setzen aber lieber auf eine andere Kamera. Das fehlende Klappdisplay ist ebenso wie die großen Videodateien und die Brennweitenverlängerung von 1,75 ein Ärgernis.

Die Frage, ob man nun zur Canon 5D Mark IV oder besser zur Nikon D810 greifen soll, ist wie die Frage, ob man lieber Mercedes E-Klasse oder BMW 5er kaufen soll. Für die Canon sprechen das geringere Gewicht und die kompakteren Maße. Auch das Touch-Display hat seine Reize. Außerdem sind GPS, NFC und Wi-Fi an Bord – D810-Nutzer müssen darauf verzichten beziehungsweise noch einmal für Zubehör tief in die Tasche greifen.

Für die Nikon spricht indes der deutlich günstigere Preis. Sehr zu schätzen gelernt habe ich an der Nikon D810 außerdem die Möglichkeit, den Sucher bei Langzeitbelichtungen zu verschließen. Auf der Habenseite verbucht Nikon – nach wie vor – auch den höheren Dynamikumfang. Zudem verzichtet Nikon bei der D810 im Gegensatz zu Canon bei der 5D Mark IV auf den optischen Tiefpassfilter. Der Verzicht kann die Detailschärfe in Verbindung mit erstklassigen Objektiven erhöhen.

Die Canon 5D Mark IV ist nicht revolutionär, sondern eine behutsame Weiterentwicklung. Im Vergleich zum Vorgänger 5D Mark III hat die Bildqualität weiter zugelegt. Für Nutzer einer noch älteren 5D Mark II ist die 5D Mark IV ein Quantensprung, was Bedienung, Bildqualität, Geschwindigkeit und Autofokus angeht. Nutzer einer Nikon D810 dürften mit Neid auf GPS und Wi-Fi der 5D Mark IV schielen – in Sachen Bildqualität können sich Nikon-Fotografen aber zurücklehnen. Es wird spannend, was Nikon und die anderen Hersteller 2017 präsentieren – sicher ist, dass die Messlatte dann noch um einiges höher gelegt wird.

Canon 5D Mark IVNikon D810
Release-DatumSeptember 2016Juli 2014
effektive Pixelzahl30,4 Mio36,3 Mio.
Auflösung6.720 Pixel × 4.480 Pixel7.360 × 4.912 Pixel
ISO100-32.000, erweiterbar auf 50-102.40064-12.800, erweiterbar auf 32–51.600
AF-Messfelder 61 Messfelder51 Messfelder
Verschlusszeiten1/8.000 s bis 30 s, Bulb1/8.000 s bis 30 s, Bulb
Bildfrequenz7 Bilder pro Sekunde5 Bilder pro Sekunde im FX-Format, 6 Bilder pro Sekunde im DX-Format
Video – Bildgröße4.096 x 2.160 Pixel1.920 x 1.080 Pixel
integrierter Blitzneinja
Bildstabilisatorobjektivseitigobjektivseitig
Wi-Fijanein
GPSjanein
NFCjanein
USB3.03.0
Sucheroptischoptisch
LCD-Monitor3,2 Zoll mit 1,6 Mio. Pixel3,2 Zoll mit 1,2 Mio. Pixel
Touchscreenjanein
klappbares Displayneinnein
Gewicht800 Gramm880 Gramm
Maße (H x B x T)ca. 116 × 151 mm × 76 mmca. 123 x 146 x 82 mm
Preis (Dezember 2016)ca. 4.000 Euroca. 2.600 Euro
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Die Canon 5D Mark IV wurde uns freundlicherweise kostenlos zum Testen von Foto-Video Sauter zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr die Canon 5D Mark IV im Onlineshop von Foto-Video Sauter. Wer das ganze nur einmal testen möchte oder ein ganz spezielles Motiv im Auge hat, kann die Kamera auch ausleihen.

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10 replies
  1. Gunther Fröhlich
    Gunther Fröhlich says:

    Hallo Florian,
    vielen Dank für den Test und Dein Fazit! Leider deckt sich Dein Eindruck mit anderen Tests, die ich gelesen habe. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Canon mit dem aktuellen Modell der 5D-Reihe zumindest an den 2 Jahre älteren Modellen der Konkurrenz vorbeizieht. Dies scheint enttäuschenderweise aber nicht der Fall zu sein. Insofern bleibe ich meiner guten alten 6D erst mal treu, auch wenn der – im Vergleich zur 6D – besser Autofokus der 5D-Modelle für mich ein gutes Kaufargument gewesen wäre …
    Viele Grüße, guten Rutsch in ein bilderreiches und erfolgreiches neues Jahr 2017 und allzeit gutes Licht,
    Gunther

    Reply
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Hi Gunther,

      wie gesagt, das Niveau ist inzwischen insgesamt schon sehr hoch. Ich denke, diese Riesensprünge, die wir in der Vergangenheit gesehen haben, sind in Zukunft nicht mehr möglich. Das hat ja aber auch etwas Gutes: Man ist nicht mehr “gezwungen”, alle paar Jahre auf eine neuere Kamera umzusteigen.

      Liebe Grüße und einen guten Rutsch
      Florian

      Reply
  2. Spellerberg
    Spellerberg says:

    Ich finde den Test super geschrieben und sehr gewählt formuliert. Überstürzt hat Canon hier in der Entwicklung sicher nix, aber es ist ein gut durchdachtes und nicht übereiltes/unüberlegtes Update, bei dem sicher keine neuen “Kinderkranlheiten“ auftreten werden. Gut ausbalanciert für das 5er “Allround“ Segment. Auch finde ich, es wäre für meinen Vorredner ein Quantensprung, würde er von der 6er (welches für mich weitaus eher ein nicht ausgereiftes Modell von den Canon Entwicklern ist, nur um günstig ins VF zu kommen) auf die 5d mk4 wechseln.
    Ich hatte vorher die 5d mk3, habe wegen der mangelnden Dynamik und des Rauschverhaltens beim Tiefen aufhellen, zur Sony A7 mk2 gewechselt.
    Jetzt ist für mich Canon mit der mk4 wieder interessanter geworden und ich wechsle wieder zurück. Zumal ich eh stets nur meine Canon L Linsen, auch an der Sony, genutzt hab.
    Für mich ist Canon von der Haptik, Menüführung und Handhabung dann doch einfach besser als die Sony A Modelle. Zumal Rädchen und Knöpfe bei der A7 mk2 echt ne Spur zu wackelig und fummelig sind, wie ich persönlich finde. Hinzu kommt das Ablöseverhalten der Antireflektionsschicht am Display. Nicht schön sowas, womit wir wieder bei Kinderkrankheiten wären 😉

    Reply
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Hi Peter,

      ja, die Canon ist von der Bedienung schon sehr gut und überaus durchdacht. Das gleiche gilt für die Nikon. Die Sonys sind im harten Einsatz einfach nicht ganz so gut – ist aber meine persönliche Meinung. Beim VF ist der Gewichtsvorteil zwischen DSLM und DSLR jedenfalls wirklich zu vernachlässigen, zumal die Objektive meist das größere “Übel” sind. Von der Bedieung ist eine große DSLR einfach ungeschlagen.

      Viele Grüße
      Florian

      Reply
  3. Jakob Bauer
    Jakob Bauer says:

    Hallo Florian,
    wäre es nicht sinnvoll bei einem solchen Vergleich dasselbe Objektiv für beide Kameras einzusetzen? Z.B. ein Milvus oder Otus-Objektiv von ZEISS, das für beide Systeme existiert. Gerade bei den hochauflösenden Sensoren sollte doch das Objektiv ein entscheidendes Wörtchen mitreden und mich hätte es sehr interessiert, ob sich für ein hochwertiges Objektiv eine bestimmte Kamera lohnt oder nicht. Ich selbst habe mich nach langem für und wieder für die D800E entschieden, aber so ein richtig solides Argument hatte ich dafür nicht.
    Herzliche Grüße,

    Reply
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Hi Jakob,

      das wäre in der Tat sinnvoll. Wobei man natürlich auch wieder argumentieren könnte, der jeweilige Hersteller passt sein Objektiv vielleicht auch am besten an seine eigenen Modelle an (oder die Kamera ans Objektiv?!). Im Endeffekt spielen die Kameras in der ersten Liga und die Objektive ebenso. Wer seine Prints nicht auf große Hauswände hängt, wird keinen soooo wahnsinnig großen Unterschied erkennen – vor allem dann nicht, wenn die Fotos eh nur für das Internet bestimmt sind, was ja heute sehr oft der Fall ist.

      Für welche Kamera man sich am Ende entscheidet, ist eigentlich mehr eine Preis- und Geschmacksfrage. Das ist ein wenig wie Audi, BMW oder Mercedes. Klar, kleine Vorteile hat jede Kamera und sicher gibt es Nutzer, die eine Kamera genau wegen dieses Features kaufen. Gute Bilder machen aber alle 🙂

      Liebe Grüße
      Florian

      Reply
  4. Winfried Duven
    Winfried Duven says:

    Ich habe eine veritable Sammlung guter Canon-L-Gläser und bin 2014 mit großen Schmerzen von der 5D Mk III auf die Nikon D 800 gewechselt Dort verwende ich das 24-70er von Tamron und das 105 mm von Sigma. Die Nikon-Gläser sind oder waren zumindest damals leider nicht so pralle. Für meine Studioaufnahmen kommt seitdem ausschließlich die Nikon zum Einsatz. Ich habe meine 5D dann nicht verkauft, verwende sie aber wegen der Allroundeigenschaften und der hohen Iso-Möglichkeiten nur noch auf Reisen, sofern ich mit einem Gepäckträger unterwegs sein kann. Falls kein Gepäckträger mit mir gehen kann, z.B. bei Flugreisen ins Ausland, nehme ich lediglich meine kleine Sony DSC RX-100 Mk III/ aktuell jetzt Mk V, mit, die zwar wegen des eingebauten Zeiss-24-70 gers manchen Fußzoom erforderlich macht, aber von der Bildqualität so tolle Aufnahmen liefert, dass ich mich frage, wie die das mit dem 1-Zoll Sensor überhaupt hinbekommen. Inzwischen grübele ich, ob ich meine komplette Canon Ausrüstung nicht doch verkaufen soll oder vielleicht nur die 5D MK III und mir dann die MK IV zulege. Ich finde es ja schön, dass sich Canon mit der “Neuen” in Sachen Bildqualität, und das ist doch das Kriterium par excellence, so schön an die Nikon 800/810 angenähert hat, bin allerdings bei dem ausgelobten Preis schon ziemlich enttäuscht, dass es gerade in diesem signifikanten Punkt nicht zumindest für ein echtes “pari” gereicht hat.

    Reply
    • Florian Westermann
      Florian Westermann says:

      Servus Winfried,

      ja, das fragen sich ja viele Fotografen, wieso Canon sich hier jetzt nicht deutlich absetzen konnte. Auf der anderen Seite ist die Qualität ja inzwischen so hoch, dass das meckern auf hohem Niveau ist. Der Laie wird den Unterschied kaum sehen.

      Viele Grüße
      Florian

      Reply

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